{"id":992,"date":"2010-01-20T22:10:37","date_gmt":"2010-01-20T20:10:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=992"},"modified":"2010-03-21T13:25:27","modified_gmt":"2010-03-21T12:25:27","slug":"hagen-theater-la-traviata","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=992","title":{"rendered":"Hagen, Theater &#8211; LA TRAVIATA"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Giuseppe Verdi, Oper in drei Akten, Libretto: Francesco Maria Piave, UA: 6. Mai 1854, Venedig<br \/>\nRegie: Gregor Horres, B\u00fchne: Jan Bammes, Kost\u00fcme: Christiane Lutz<br \/>\nDirigent: Florian Ludwig, Philharmonisches Orchester Hagen, Opernchor und Extrachor des Theater Hagen, Einstudierung: Volker Krafft, Andres Reukauf und Roland Vieweg<br \/>\nSolisten: Stefania Dovhan (Violetta Val\u00e9ry), Kristine Larissa Funkhauser (Flora Bervoix), Marilyn Bennett (Annina), Dominik Wortig (Alfredo Germont), Frank Dolphin Wong (Giorgio Germont), Orlando Mason (Doktor Grenvil) u.a.<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 16. Januar 2010 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"hagen-la-traviata.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/hagen-la-traviata.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"hagen-la-traviata.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/hagen-la-traviata.jpg\" \/><\/a>Als Alfredo Germont der kranken Violetta Val\u00e9ry seine Liebe gesteht, wehrt sich diese zuerst, gibt sich dann aber seinem Dr\u00e4ngen nach und beginnt eine Liebesbeziehung mit ihm. Doch Alfredos Vater, Giorgio Germont, zwingt Violetta, diese Beziehung zu beenden. Um dies f\u00fcr Alfredo glaubhaft erscheinen zu lassen, schreibt ihm Violetta, sich nun den Baron Douphol zum Liebhaber zu nehmen. Alfredo sinnt auf Rache. Auf einem Fest im Hause von Flora Bervoix kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen den ehemaligen Geliebten. Sp\u00e4ter berichtet Alfredos Vater \u2013 von Reue geplagt \u2013 seinem Sohn von seiner Erpressung. Alfredo kehrt daraufhin gerade rechtzeitig zu der dem Tode nahen Violetta zur\u00fcck. Sie stirbt in seinen Armen.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nJan Bammes verlegt die Handlung der <em>Traviata<\/em> in die Gegenwart, l\u00e4\u00dft sich aber von Verdis Originalhandlung den Weg weisen. Generell ist das B\u00fchnenbild eher spartanisch gehalten und lenkt dadurch nicht von der Handlung ab. Das Rahmengebilde eines hell gehaltenen Saales bleibt die ganze Oper \u00fcber bestehen, wird aber durch wenige Requisiten an die jeweiligen Schaupl\u00e4tze angepa\u00dft. So verwendet er im ersten Akt lediglich schwarze Ledersessel als zus\u00e4tzliches Detail.<br \/>\nZur Darstellung des Landhauses im zweiten Akt wird das B\u00fchnenbild durch neun symmetrisch aufgestellte Baumst\u00fcmpfe erg\u00e4nzt. Im dritten Akt legt Bammes das Hauptaugenmerk auf Violettas Krankenlager, indem er dieses in der Mitte der B\u00fchne plaziert und durch einen Lichtspot beleuchten l\u00e4\u00dft. Ebenso, wie das B\u00fchnenbild, tragen auch die Kost\u00fcme von Christiane Lutz dazu bei, die Handlung in die Gegenwart zu verlegen. Der Sinn der nach unten rechts abfallenden B\u00fchne als Bild des Verfalls und der Wasserfl\u00e4che im Vordergrund bleiben dem Zuschauer ohne eine n\u00e4here Erkl\u00e4rung verborgen.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\n<strong>Stefania Dovhans<\/strong> (Violetta) Stimme war durchweg ausgewogen. Ihr Sopran war in den H\u00f6hen, wie auch in Tiefen reichhaltig an Ausdruck und Dynamik. Ihr perlendes Vibrato kam besonders in der Arie <em>Addio del passato  bei songni ridenti \u2013 lebt wohl gl\u00fcckliche Tr\u00e4ume, vergangener Tage<\/em> zu Beginn des dritten Aktes, zur Geltung. Ihre Stimme harmonierte \u00e4u\u00dferst gut mit dem weichen und vollen Tenor von<strong> Dominik Wortig <\/strong>(Alfredo). Vor allem in dem Duett (1. Akt), das Worig beginnt: <em>Un di felice, eterea \u2013 an einem gl\u00fccklichen himmlischen Tag<\/em> klangen beide Stimmen anmutig zusammen. Der Bariton von <strong>Frank Dolphin Wong<\/strong> (Giorgio Germont) ist zwar durchaus beweglich, leider aber nicht sehr durchdringend, so da\u00df seine Stimme des \u00f6fteren im Klang des Orchesters unterging.<br \/>\nAuch die Mezzosopranstimme von <strong>Kristine Larissa Funkhauser<\/strong> (Flora Bervoix) war grazil und flink in den hohen, gleichsam aber auch anmutig in den tiefen Registern. Mit Hilfe seiner sonoren und volumin\u00f6sen Ba\u00dfstimme gelang es <strong>Orlando Mason <\/strong>(Doktor Grenvil) seine Rolle \u00fcberzeugend darzustellen. Alles in allem waren die Stimmen der Solisten durchweg wandlungsf\u00e4hig und gut aufeinander abgestimmt.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nWas dem Theater Hagen an Bekanntheit und Gr\u00f6\u00dfe sowie an finanziellen Mitteln fehlt, machte es durch Engagement und Liebe zum Detail wett. So war der minutenlange Schlu\u00dfapplaus, begleitet von etlichen Bravorufen, auch nicht weiter verwunderlich. Vor allem die sehr guten Leistungen der Solisten trugen dazu bei, den Abend zu einem Erfolg zu machen.<br \/>\nFabian Sch\u00e4fer<\/p>\n<p>Bild: Stefan K\u00fchle<br \/>\nDas Bild zeigt: Domink Wortig (Alfredo Germont) wird von Frank Dolphin Wong (Giorgio Germont) zurechtgewiesen, w\u00e4hrend die Festgesellschaft Alfredo anklagt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Giuseppe Verdi, Oper in drei Akten, Libretto: Francesco Maria Piave, UA: 6. 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