{"id":934,"date":"2009-12-02T21:46:34","date_gmt":"2009-12-02T19:46:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=934"},"modified":"2010-03-21T13:25:56","modified_gmt":"2010-03-21T12:25:56","slug":"bonn-opernhaus-die-liebe-zu-den-drei-orangen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=934","title":{"rendered":"Bonn, Opernhaus &#8211; DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Sergej Prokofjew (1851 &#8211; 1953), Oper in vier Akten und einem Prolog, Libretto vom Komponisten und V\u00e9ra Janacopoulos nach Carlo Gozzis szenischem M\u00e4rchen L\u00b4amore delle tre melarance, UA: 1921, Chicago, Auditorium Theatre<br \/>\nRegie: Philipp Himmelmann, B\u00fchne: Hermann Feuchter, Kost\u00fcme: Katherina Kopp, Beleuchtung: Thomas Roscher, Dramaturgie: Sabine Radermacher, Choreographie: Miguel Angel Zerme\u00f1o<br \/>\nDirigent: Roland Trechet, Beethoven Orchester Bonn, Chor und Herren des Extrachores, Choreinstudierung: Sibylle Wagner<br \/>\nSolisten: R\u00fani Brattaberg (K\u00f6nig), Mark Rosenthal (Prinz), Anjara I. Bartz (Prinzessin Clarisse), Pavel Shmulevich (Leander), Tansel Akzeybek (Truffaldino), Giorgos Kanaris (Pantalon), Martin Tzonev (Zauberer Tschelio), Ingeborg Greiner (Fata Morgana) u.a.<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 29. November 2009 (Premiere, in deutscher Sprache)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/bonn-3-orangen.jpg\" TITLE=\"bonn-3-orangen.jpg\"><img SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/bonn-3-orangen.jpg\" ALT=\"bonn-3-orangen.jpg\" ALIGN=\"right\" \/><\/a>Im Prolog beschlie\u00dfen die Anh\u00e4nger verschiedener Theaterrichtungen, ein neues St\u00fcck zu versuchen: <em>Die Liebe zu den drei Orangen<\/em>. In diesem sofort umgesetzten St\u00fcck soll der kranke Prinz von seiner Hypochondrie geheilt werden. Truffaldino wird vom K\u00f6nig engagiert; es wird ein gro\u00dfes Fest als Lach-Therapie gegeben. Eine Gesundung kann sich jedoch deswegen nicht einstellen, weil der Prinz von den machtgierigen Gestalten Fata Morgana, Leander, Clarisse und Smeraldine im Bann gehalten wird. Erst als Fata Morgana auf dem Fest stolpert lacht der Prinz aus vollem Hals. Hier\u00fcber ger\u00e4t sie so in Zorn, da\u00df sie ihn mit einem Fluch belegt. Der Prinz ist fortan von der Liebe zu drei Orangen besessen. Sofort bricht er mit Truffaldino auf um diese zu suchen. Die Orangen werden erbeutet und ihnen entsteigt Prinzessin Nicoletta. Nach einigen Umwegen gelingt es schlie\u00dflich dem Prinzen, sie heim in das K\u00f6nigreich seines Vaters zu bringen.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nDie B\u00fchne selbst ist ein Theater. Es befinden sich Logen auf beiden Seiten der B\u00fchne, w\u00e4hrend ein roter Samtvorhang die B\u00fchnenmitte verdeckt. Dieser hebt sich von Zeit zu Zeit um den Blick in die B\u00fchnentiefe zuzulassen. Verschiedenfarbige Beleuchtung ver\u00e4ndert dann den Hintergrund. Chor und Solisten bieten dem Publikum teils einen abwechslungsreichen Anblick, teils ein etwas chaotisches Durcheinander. Gut und B\u00f6se werden durch die Farbgebung voneinander unterschieden. Einiges erschlie\u00dft sich den Zuschauer nicht vollst\u00e4ndig, z.B. ist nicht erkennbar, weswegen die K\u00f6chin in Gestalt einer Menschenfresserin oder der K\u00f6nig in seiner Funktion als tugendhafter Herrscher \u00fcberlebensgro\u00df dargestellt werden.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\nDas <strong>Orchester<\/strong> hat unter der Leitung von <strong>Roland Trechet<\/strong> an manchen Stellen einen etwas schrillen Klang. Selbst denjenigen Stellen, die durch ihren puren Sch\u00f6nklang bestechen, beispielsweise Ninettas Ges\u00e4ngen, mangelt es ein wenig an einem flie\u00dfenden Legato. Allerdings werden die S\u00e4nger zumeist dynamisch ansprechend und umsichtig unterst\u00fctzt. Die Artikulation der Solisten ist mit Ausnahme von <strong>Ingeborg Greiner<\/strong> als Fata Morgana au\u00dferordentlich gut; auch klanglich ist das Ensemble gut gew\u00e4hlt. Musikalisch einfallsreich ist die Interpretation von <strong>Martin Tzonevs<\/strong> (Zauberer Tschelio) Farfarello-Ruf am Anfang des dritten Aktes, indem er seine Untergebenen zun\u00e4chst selbstbewu\u00dft, dann \u00fcberzeugt, \u00e4rgerlich und endlich zweifelnd ruft. Da\u00df die Partie des Prinzen einige T\u00fccken hat, zeigt sich bei<strong> Mark Rosenthals<\/strong> Interpretation vor allem im dritten Akt bei den Spitzent\u00f6nen.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nBei dieser Inszenierung handelt es sich um eine nicht ungelungene Produktion. Wird jedoch in Betracht gezogen, da\u00df es um eine Opernvorlage geht, die an sich schon sehr kurzweilig ist, stellt sich doch die Frage, weswegen wenig wirklich humoristische Momente zu sehen und zu h\u00f6ren sind. Das Potential der Darsteller wie auch der Opernvorlage scheint nicht in vollem Umfang ausgesch\u00f6pft worden zu sein. Der Produktion ist zu w\u00fcnschen, da\u00df sich nach dem Premierenfieber eine entspanntere Atmosph\u00e4re ausbreiten wird und manche Feinheiten dadurch noch besser zum Ausdruck kommen k\u00f6nnen als das jetzt geschehen ist.<br \/>\nRaika Simone Maier<\/p>\n<p>Bild: Thilo Beu<br \/>\nDas Bild zeigt: Tansel Akzeybek (Truffaldino), Vardeni Davidian (Prinzessin Ninetta),<br \/>\nMark Rosenthal (Der Prinz) und Chor<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Sergej Prokofjew (1851 &#8211; 1953), Oper in vier Akten und einem Prolog, Libretto vom Komponisten und V\u00e9ra Janacopoulos nach Carlo Gozzis szenischem M\u00e4rchen L\u00b4amore delle tre melarance, UA: 1921, Chicago, Auditorium Theatre Regie: Philipp Himmelmann, B\u00fchne: Hermann Feuchter, Kost\u00fcme:<span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span><\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=934\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[52,1],"tags":[],"class_list":["post-934","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bonn-opernhaus-allgemein","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/934","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=934"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/934\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1233,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/934\/revisions\/1233"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=934"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=934"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=934"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}