{"id":928,"date":"2009-11-30T23:17:34","date_gmt":"2009-11-30T21:17:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=928"},"modified":"2010-03-21T13:25:58","modified_gmt":"2010-03-21T12:25:58","slug":"koln-oper-la-traviata","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=928","title":{"rendered":"K\u00f6ln, Oper &#8211; La Traviata"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Giuseppe Verdi (1813-1901), Melodrama in drei Akten, Libretto: Francesco Maria Piave nach dem Drama La dame aux cam\u00e9lias von Alexandre Dumas d. J., UA: 6. Mai 1854, Venedig<br \/>\nRegie: Dietrich Hilsdorf, B\u00fchne: Dieter Richte, Choreographie: Athol Farmer, Kost\u00fcme: Renate Schmitzer, Beleuchtung: Wolfgang G\u00f6bbel<br \/>\nDirigent: Markus Poschner, G\u00fcrzenichorchester, Chor der Oper K\u00f6ln, Choreinstudierung: Andrew Ollivant<br \/>\nSolisten: Olga Mykytenko (Violetta Val\u00e9ry), Fernando Portari (Alfredo Germont), Georg Tichy (Giorgio Germont), Adriana Bastidas Gamboa (Flora), Andrea Andonian (Annina), John Heuzenroeder (Gastone), Martin Kronthaler (Barone Duphol), Dennis Wilgenhof (Dottore Grenvil), Alexander Fedin (Giuseppe) u.a.<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 28. November 2009 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"koln-la-traviata.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/koln-la-traviata.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"koln-la-traviata.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/koln-la-traviata.jpg\" \/><\/a>Die Kurtisane Violetta Val\u00e9ry und Alfredo Germont lernen sich auf einem Fest kennen und lieben. Die beiden ziehen aufs Land, wo sie zur\u00fcckgezogen leben. Giorgio Germont, Alfredos Vater, bittet Violetta, Alfredo zu verlassen. So schreibt Violetta ihrem Geliebten einen Abschiedsbrief, in dem sie vorgibt, ihn nicht mehr zu lieben, und kehrt nach Paris zur\u00fcck. Auf einem Fest begegnet sie Alfredo. Er wirft Violetta Geld vor die F\u00fc\u00dfe um sie damit zu dem\u00fctigen. Violetta hat aufgrund der nicht \u00fcberwundenen Trennung von Alfredo keinen Lebenswillen mehr. Alfredo kehrt sp\u00e4ter zu Violetta zur\u00fcck und erf\u00e4hrt nun den wahren Grund, warum sie ihn verlassen hat: ihre Schwindsucht. Doch der Tod Violettas ist nicht mehr zu verhindern und auch die Reue Giorgios kommt zu sp\u00e4t.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nDas B\u00fchnenbild ist viergeteilt und drehbar, was schnellen Ortswechsel in den einzelnen Szenen erm\u00f6glicht. Es gibt einen Festsaal, ein Restaurant, den Toiletten-Vorraum mit Waschbecken an den W\u00e4nden und die Au\u00dfenseite eines Hauses mit Treppe, Hauseingang und Mauerwerk. Das Zusammenspiel von Licht, B\u00fchnenbild und Kost\u00fcmen, also die gesamte Szenerie wirkt realistisch. Im zweiten Bild des zweiten Aktes steigt ununterbrochen Nebel im Festsaal zur Decke und einige der Darsteller haben Zigaretten in der Hand. Festsaal und Restaurant wirken durch Projektionen an der R\u00fcckwand gr\u00f6\u00dfer und belebter als sie sind. Man sieht Bilder der dort gefeierten Feste. Die Kost\u00fcme sind individuell und detailreich, im Stil der Abendmode der 20er und 30er Jahre gehalten und untereinander gut abgestimmt, was vor allem die Szenen, in denen viele Darsteller auf der B\u00fchne sind, auff\u00e4llt. Die Frauen auf der B\u00fchne tragen gr\u00f6\u00dftenteils lange Abendkleider in verschiedenen Farben und Formen, die M\u00e4nner Anz\u00fcge. Eine exakte historische Zeit, in der die Handlung spielen soll, ist nicht zu bestimmen.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\n<strong>Olga Mykytenko<\/strong> (Violetta) sang sch\u00f6n und klar in der H\u00f6he, durchdringend, ohne dabei schrill zu wirken. Sie verstand es, die unterschiedlichen Gef\u00fchlszust\u00e4nde Violettas stimmlich und schauspielerisch mitrei\u00dfend darzustellen und begeisterte das Publikum mit sauber intonierten Koloraturen. <strong>Fernando Portari <\/strong>(Alfredo) hat sowohl die gef\u00fchlvollen Partien seiner Rolle als auch Wut und Entt\u00e4uschung, als er z.B. Violetta das Geld vor die F\u00fc\u00dfe wirft, treffend dargestellt, dabei s\u00e4ngerisch pr\u00e4zise artikuliert und intoniert. <strong>Georg Tichy<\/strong> (Giorgio) sang seine Partie kraftvoll und erhaben und machte die Rolle des bestimmten, jedoch verst\u00e4ndnisvollen und am Schlu\u00df reum\u00fctigen Vaters anschaulich. Er begeisterte besonders in dem Duett mit <strong>Fernando Portari <\/strong>(Alfredo), in dem die gut aufeinander abgestimmten Gesangspartien und die schauspielerische Darstellung beider S\u00e4nger sich erg\u00e4nzten. <strong>Andrea Andonian<\/strong> (Annina) \u00fcberzeugte mit guter schauspielerischer Leistung, deutlich artikuliertem Gesang, klarer Intonation und sicherem Piano. Das <strong>Orchester<\/strong> arbeitete unter der Leitung von <strong>Markus Poschner<\/strong> pr\u00e4zise, gut abgestimmt in Dynamik und Tempowechseln, und auch der <strong>Chor<\/strong> begeisterte das Publikum vor allem mit dem Chor der Zigeunerinnen: <em>Noi siamo zingarelle &#8211; Wir\u00a0sind Zigeuner<\/em> und dem Chor der Stierk\u00e4mpfer: <em>Di madride noi siam mattadori -wir  sind die Matadore von Madrid<\/em>.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nSowohl das Orchester, als auch die S\u00e4nger und vor allem der Chor \u00fcberzeugten das Publikum mit durchweg soliden Leistungen. Eine durchweg gelungene Premiere, die das Publikum mit hoher musikalischer Qualit\u00e4t begeisterte. Es gab viel Applaus und Bravorufe nach den Arien und stehende Ovationen am Ende. Das St\u00fcck hatte sowohl f\u00fcr das Auge als auch f\u00fcr das Ohr einiges zu bieten. Besonders lobenswert ist die Liebe zum Detail in der B\u00fchnen- und Kost\u00fcmgestaltung.<br \/>\nSara Bosqui<\/p>\n<p>Bild: Paul Leclaire<br \/>\nDas Bild zeigt: Olga Mykytenko (Violetta) und Fernando Potari (Alfredo) am Boden liegend, Georg Tichy (Giorgio) dahinter stehend, Im Hintergrund die Festgesellschaft<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Giuseppe Verdi (1813-1901), Melodrama in drei Akten, Libretto: Francesco Maria Piave nach dem Drama La dame aux cam\u00e9lias von Alexandre Dumas d. J., UA: 6. 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