{"id":892,"date":"2009-11-12T14:14:06","date_gmt":"2009-11-12T12:14:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=892"},"modified":"2010-03-21T23:40:03","modified_gmt":"2010-03-21T22:40:03","slug":"bielefeld-stadttheater-der-stern-l%e2%80%99etoile","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=892","title":{"rendered":"Bielefeld, Stadttheater &#8211; DER STERN (L\u2019\u00c9TOILE)"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Emmanuel Chabrier (1841-1894), Op\u00e9ra-bouffe in drei Akten, Libretto: Eug\u00e8ne Leterrier und Albert Guillaume Florent Vanloo<br \/>\nUA: 28.11.1877, Paris<br \/>\nRegie: Robert Lehmeier, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: Tom Munsch, Dramaturgie: J\u00f3n Philipp von Linden<br \/>\nDirigent: Peter Kuhn, Bielefelder Philharmoniker, Bielefelder Opernchor, Choreinstudierung: Hagen Enke<br \/>\nSolisten: Eric Laporte (K\u00f6nig Ouf), Susanne Kreusch (Lazuli), Viktoria Granlund (Prinzessin Laoula), Jacek Janiszewski (Siroco), Dirk Mestmacher (F\u00fcrst H\u00e9risson de Porc-Epic), Sarah Kuffner (Alo\u00e8s, seine Frau), Thomas Winter (Tapioca, Sekret\u00e4r des F\u00fcrsten), Therese Berger (L\u00b4\u00c9toile), Statisterie des Stadttheaters Bielefeld.<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 7. November 2009 (Premiere). Gesangstexte in franz\u00f6sischer Sprache mit \u00dcbertiteln, Dialoge in deutscher Sprache<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"bielefeld-stern.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/bielefeld-stern.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"bielefeld-stern.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/bielefeld-stern.jpg\" \/><\/a>Wenn der Stra\u00dfenh\u00e4ndler Lazuli stirbt, mu\u00df K\u00f6nig Ouf ebenfalls mit dem baldigen Tod rechnen \u2013 so behauptet es der Hofastrologe Siroco, der es dem \u201eStern des Schicksals\u201c abgelauscht hat. Gl\u00fcck f\u00fcr Lazuli, denn der wurde gerade zum Tode verurteilt, da K\u00f6nig Ouf j\u00e4hrlich zu seinem Geburtstag sein Volk mit einer Hinrichtung zu erfreuen pflegt. So wird der Todeskandidat im Nu zum k\u00f6niglichen G\u00fcnstling, den man hegt und pflegt. Der aber brennt mit Laoula, der inkognito angereisten Braut des K\u00f6nigs, durch. Als \u00fcbereifrige Polizisten glauben, Lazuli auf der Flucht erschossen zu haben, l\u00e4uft die Zeit des K\u00f6nigs unerbittlich ab, doch die Prophezeiungen treffen nicht ein. Es kommt zu einem gl\u00fccklichen Ende, bei dem Laoula und Lazuli vereint sind und sich der K\u00f6nig seiner Krone weiter erfreuen darf.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nDer \u201eStern des Schicksals\u201c, eine Frau in wei\u00dfem Kleid und schwarz glitzernder Per\u00fccke, pr\u00e4sentiert unter Begleitung der Sologeige eine kleine pantomimische Einlage w\u00e4hrend der Ouvert\u00fcre. Unter den ersten Takten des ersten Aktes lugen M\u00e4nner mit Mausohren unter dem B\u00fchnenvorhang hervor. Dann \u00f6ffnet sich der Vorhang und zeigt die B\u00fchne mit braunen Holzw\u00e4nden, in denen auf zwei Ebenen T\u00fcren integriert sind. Zwei M\u00e4nner in grauem Anzug, der B\u00fcrgermeister und der Polizeichef, sitzen an einem wei\u00dfen Schreibtisch. Ouf, der K\u00f6nig steht in rosa Mini-T\u00fcllrock und silber-schwarzem Bustier auf dem Schreibtisch. Hofastrologe Siroco zeigt sich in schwarzem Frack, roten Damenstiefeln und roten Str\u00e4hnen im chlorwei\u00dfen Haar. Das B\u00fchnenrondell der B\u00fchnenmaschinerie dreht sich und pr\u00e4sentiert so das zentrale Element der Inszenierung von Robert Lehmeier: Dreifl\u00fcgelige braune, hohe W\u00e4nde auf dem Rondell bilden drei B\u00fchnenvarianten, die fl\u00fcssige Szenenwechsel und \u00dcberg\u00e4nge erlauben, etwa w\u00e4hrend Lazuli im zweiten Akt seine Arie vortr\u00e4gt und dabei durch die sich drehenden W\u00e4nde schreitet. Der K\u00f6nig und Siroco folgen ihm. Der dritte Akt beginnt mit dem sich drehenden Rondell und statischen Akteuren auf jedem der drei B\u00fchnenelemente. Deren Kleidung variiert in dieser Inszenierung von grellen Farbkombinationen \u00fcber Businesskleidung bis hin zu Petticoatkleidern.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\nDie Mezzo-Sopranistin<strong> Susanne Kreusch<\/strong> (Lazuli) gewinnt in ihrer Hosenrolle, die stimmlich zugleich die Hauptrolle ist, die Sympathien des Publikums. Mit gro\u00dfer Ausstrahlung gestaltet sie einen authentisch warmherzigen Liebhaber. Ihre facettenreiche Partie singt sie technisch wie gestalterisch exzellent. Die Sopranistin<strong> Victoria Granlund<\/strong> (Prinzessin Laoula) ist mit einer klaren und ausdrucksstarken Stimme eine stilsichere Partnerin f\u00fcr Susanne Kreusch. <strong>Sarah Kuffner<\/strong> (Alo\u00e8s) singt ihre wenigen Verse ausgewogen. Der Tenor <strong>Eric Laporte<\/strong> (K\u00f6nig Ouf) portr\u00e4tiert Ouf mit aller Kom\u00f6diantik in einer Mischung aus kindischer Einfalt und Dreistigkeit. Er spricht seine vielen Dialoge gekonnt und plaziert seine Pointen treffsicher, kommt aber s\u00e4ngerisch in diesem St\u00fcck kaum zum Zug. Auch <strong>Jacek Janiszewski <\/strong>(Siroco) und <strong>Dirk Mestmacher<\/strong> (F\u00fcrst H\u00e9risson de Porc-Epic) beeindrucken mehr durch schauspielerische Spielfertigkeit, als durch ihre gesanglichen Partien. Die Instrumentalisten haben eine rhythmisch hochvirtuose Partitur zu bew\u00e4ltigen. Insbesondere von den Streichern wird vor allem Agilit\u00e4t und Tempo gefordert. <strong>Peter Kuhn<\/strong> vermag mit dem Orchester eine gewisse interpretatorische Leichtigkeit aufrecht zu erhalten. Der gut agierende <strong>Chor<\/strong> ist rhythmisch nicht immer synchron mit dem Orchester. Auch die Choreographie wirkt an einigen Stellen nicht homogen.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nDie Inszenierung bringt durch die B\u00fchnenmaschinerie Bewegung in die Auff\u00fchrung und \u00fcberbr\u00fcckt gelungen die Szenenwechsel. Die einzelnen B\u00fchnenbilder h\u00e4tten jedoch abwechslungsreicher und mehr auf das Sujet eingehend gestaltet werden k\u00f6nnen. Die Akteure zeigten durchweg eine gute schauspielerische Leistung. Insgesamt eine passable Auff\u00fchrung.<\/p>\n<p>Britta Winkelnkemper<\/p>\n<p>Bild: Matthias Stutte<br \/>\nDas Bild zeigt: Thomas Winter (Tapioca), Dirk Mestmacher  (F\u00fcrst H\u00e9risson de Porc-Epic), Sarah Kuffner (Alo\u00e8s), Eric Laporte (K\u00f6nig Ouf), Jacek Janiszewski (Siroco)(vorne li. nach re.), Opernchor (hinten)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Emmanuel Chabrier (1841-1894), Op\u00e9ra-bouffe in drei Akten, Libretto: Eug\u00e8ne Leterrier und Albert Guillaume Florent Vanloo UA: 28.11.1877, Paris Regie: Robert Lehmeier, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: Tom Munsch, Dramaturgie: J\u00f3n Philipp von Linden Dirigent: Peter Kuhn, Bielefelder Philharmoniker, Bielefelder Opernchor, Choreinstudierung: Hagen Enke<span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span><\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=892\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[95,1],"tags":[],"class_list":["post-892","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bielefeld-theater","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/892","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=892"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/892\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1253,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/892\/revisions\/1253"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=892"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=892"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=892"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}