{"id":8435,"date":"2023-10-23T13:47:44","date_gmt":"2023-10-23T12:47:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=8435"},"modified":"2023-10-26T13:53:16","modified_gmt":"2023-10-26T12:53:16","slug":"le-comte-ory-der-graf-ory-teatro-comunale-di-bologna-comunale-nouveau","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=8435","title":{"rendered":"Le Comte Ory- Der Graf Ory &#8211; Teatro Comunale di Bologna, Comunale Nouveau"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Gioachino Rossini (1792-1868), komische Oper in zwei Akten, Libretto: Augustin Eug\u00e8ne Scribe und Charles-Gaspard Delestre-Poirson, UA: 20. August 1828, Paris, Op\u00e9ra de la Salle Le Peletier<\/p>\n<p>Regie, Kost\u00fcme: Hugo De Ana, Licht: Valerio Alfieri, Choreographie: Michele Cosentino<\/p>\n<p>Dirigentin: Oksana Lyniv, Orchester und Chor des Teatro Comunale di Bologna<\/p>\n<p>Solisten: Cesar Cort\u00e8s (Graf Ory), Francesco Samuele Venuti (Raimbaud, Freund des Grafen,), Adolfo Corrado (Erziehr des Grafen), Olga Dyadiv (Gr\u00e4fin Ad\u00e8le), Caterina Dellaere (Ragonde, Pf\u00f6rtnerin des Schlosses), Giuseppina Bridelli: (Isolier, Page des Grafen), Silvia Spessot (Alice, Bauernm\u00e4dchen), Pietro Picone (Kavalier), Gianluca Monti (Dorfbewohner)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 19. Oktober 2023, Neue Inszenierung des Teatro Comunale di Bologna, \u00dcbernahme vom Rossini Opera Festival Pesaro<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Bologna_Le-Comte-Ory.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-8436\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Bologna_Le-Comte-Ory.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"435\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Bologna_Le-Comte-Ory.jpg 650w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Bologna_Le-Comte-Ory-300x201.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Graf Ory hat beschlossen, die Abwesenheit der Kreuzritter auszunutzen und den alleingelassenen Frauen und M\u00e4dchen nachzustellen. Er verkleidet sich als Eremit und begibt sich in die leere Einsiedelei in der N\u00e4he von Schlo\u00df Formoutier, dessen Bewohnerin Gr\u00e4fin Ad\u00e8le seine besondere Aufmerksamkeit erregt. Nach kurzer Zeit kommen die Dorfbewohner zu ihm, um Rat und Beistand zu holen. Ragonde, die Pf\u00f6rtnerin des Schlosses, bittet den Eremiten, die Gr\u00e4fin wegen eines unbekannten Leidens anzuh\u00f6ren. Auch Orys Page Isolier vertraut sich arglos dem vermeintlichen Gottesmann an: Sie ist in Liebe zur Gr\u00e4fin Ad\u00e8le entbrannt und m\u00f6chte als Nonne verkleidet unerkannt ins Schlo\u00df kommen Zudem bittet Isolier den Eremiten, der Gr\u00e4fin als Heilmittel ihres Leidens eine neue Liebe zu empfehlen.<\/p>\n<p>Ad\u00e8le kommt und berichtet dem Eremiten von dem Gel\u00fcbde, den Rest ihres Lebens in keuscher Witwenschaft zu verbringen. Rasch entbindet Ory sie von diesem Schwur, doch weiter kommt er nicht; denn Isolier hat Verdacht gesch\u00f6pft und entlarvt den falschen Eremiten.<\/p>\n<p>Ein Bote meldet die baldige Heimkehr der Kreuzritter. Ory ersinnt neue Pl\u00e4ne, die Isolier so weit wie m\u00f6glich durchkreuzen will. Er und seine Genossen, als Pilgerinnen verkleidet, bitten w\u00e4hrend eines schweren Gewitters um Unterkommen im Schlo\u00df. Die Gr\u00e4fin gew\u00e4hrt dies gern, zumal sie h\u00f6rt, da\u00df Ory auch diesen Pilgerinnen nachgestellt hat.<\/p>\n<p>Isolier hat sich inzwischen Zutritt zur Gr\u00e4fin verschafft und kl\u00e4rt sie auf, um wen es sich bei den Pilgerinnen handelt. Er bietet sich an, ihr gegen Orys Nachstellungen Hilfe zu leisten. Dieser z\u00f6gert nicht, im n\u00e4chtlichen Dunkel die Gr\u00e4fin aufzusuchen und sie zu hofieren. Zu sp\u00e4t bemerkt er, da\u00df er die ganze Zeit statt mit der Gr\u00e4fin mit seinem Pagen gescherzt hatte. Pl\u00f6tzlich ert\u00f6nen Trompeten, die die R\u00fcckkehr des Grafen mit seinen Krieger melden. Ory und seine Kumpanen entfliehen.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Vom Anfang der Auff\u00fchrung bis zum Ende bleiben die Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner in st\u00e4ndiger Bewegung. Alle M\u00e4dchen sind in sch\u00f6nen und bunten Kleiden, auf dem Kopf haben einen Blumenkranz. Als Eremit erscheint Graf Ory mit einem langen Rauschebart in hellem Gewand. Die Kost\u00fcme sind in leuchtender Farbe. Auf der B\u00fchne stehen drei Glasboxen, die wie eine Vitrine aussehen. Es gibt auch ausgestopfte Tiere mit grotesken K\u00f6pfen, wei\u00df gefiederte V\u00f6gel oder Dinosaurier auf der B\u00fchne. Zwischendurch erscheinen zwei rosa angekleidete Engel mit je zwei riesigen Fl\u00fcgeln. Die Pilgerinnen sind in blauen Kleidern mit einer wei\u00dfen Haube gekleidet.<br \/>\nAls Gag kommt der Graf, wie eine Nonne angezogen mit einem elektrischen Roller auf die B\u00fchne.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Das gut miteinander harmonierende Orchester wird von der Dirigentin des Hauses (Teatro Comunale di Bologna) Oksana Lyniv geleitet. Mit spritzig guter Laune meisterte sie gut die Ouvert\u00fcre. Man hatte einen Wunsch: das Tempo k\u00f6nnte etwas rascher sein.<\/p>\n<p>Cesar Cor\u00e8s als Graf Ory konnte hier mit seinem kom\u00f6diantischen und erstaunlich frischen Tenor alle Register ziehen und \u00fcberzeugte auch mit der Eleganz seiner sportlichen Erscheinung. Im Terzett <em>\u00c0 la faveur de cette nuit obscure &#8211; Im Schutz der dunklen Nacht <\/em>haben Olga Dyadiv (Gr\u00e4fin Ad\u00e8le) und die Mezzosopranistin Giuseppina Bridelli als Isolier, die ihre Hosenrolle in pikanten Situationen gen\u00fc\u00dflich zu spielen, gut positioniert.<\/p>\n<p>Die Stars des heutigen Abends sind Cesar Cort\u00e8s als Graf Ory und Olga Dyadiv als Gr\u00e4fin Ad\u00e8le.<\/p>\n<p>Olga Dyadiv konnte ihre leuchtende Sopranstimme mit ihrer brillanten Belkantotechnik in der H\u00f6he die T\u00f6ne m\u00fchelos erreichen. Ihre Stimme gleicht geschmeidig einer Perlenkette. Isolier war ihre Rolle gerecht. Doch manches Mal gab es Schwierigkeiten in der Intonation.<\/p>\n<p>Adolfo Corrado als Erzieher des Grafen hat eine sehr dunkele Ba\u00dfstimme. Seine Intonation war immer wieder zu wacklig. Chor und Orchester waren gut zusammen, es wurde akkurat gesungen und gespielt. Musikalisch waren alle topfit.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Regisseur Hugo De Ana hat begriffen, welche Art diese Rossini-Oper ist: diese Musik hat Vaudeville Charakter. Manchmal erinnert man sich an die Musik Jacque Offenbachs. Er erkl\u00e4rte in einem Interview, da\u00df er sich einige Male von einem Gem\u00e4lde des niederl\u00e4ndischen Malers Hieronymus Bosch (<em>Der Garten der L\u00fcste<\/em>) inspirieren lassen.<\/p>\n<p>In der Musikdarbietung hat sie manchmal durch zu viel Unruhe im Szenenablauf den Rossini Charakter verloren.<\/p>\n<p>Dr. Olaf Zenner<\/p>\n<p>Bild: Andrea Ranzi<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Adolfo Corrado (Erziehr), Giuseppina Bridelli: (Isolier) und Dorfbewohnerinnen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Gioachino Rossini (1792-1868), komische Oper in zwei Akten, Libretto: Augustin Eug\u00e8ne Scribe und Charles-Gaspard Delestre-Poirson, UA: 20. 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