{"id":8362,"date":"2022-12-20T14:21:30","date_gmt":"2022-12-20T13:21:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=8362"},"modified":"2022-12-20T14:21:30","modified_gmt":"2022-12-20T13:21:30","slug":"la-cenerentola-ossia-la-bonta-in-trionfo-koeln-oper","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=8362","title":{"rendered":"La Cenerentola ossia &#8211;  La bont\u00e0 in trionfo &#8211; K\u00f6ln, Oper"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Gioachino Rossini (1792-1868) Drama giocoso nach Charles Perrault, Libretto: Jacopo Ferretti, UA: 25. Januar 1817, Teatro valle, Rom<\/p>\n<p>Regie: Cecilia Ligorio, B\u00fchne: Gregorio Zurla, Kost\u00fcme: Vera Pierantoni Giua<\/p>\n<p>Dirigent: Matteo Beltrami und das G\u00fcrzenich-Orchester K\u00f6ln<\/p>\n<p>Solisten: Adriana Bastidas-Gamboa (Angelina), Pablo Martinez (Don Ramiro), Wolfgang Stefan Schwaiger (Dandini), Omar Montanari (Don Magnifico), Jennifer Zein (Clorinda), Charlotte Quadt (Tisbe), Christoph Seidl (Alidoro)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 17. Dezember 2022 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Koeln-Cenerentola.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-8363\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Koeln-Cenerentola.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"432\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Koeln-Cenerentola.jpg 650w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Koeln-Cenerentola-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Die junge Angelina lebt als Stieftochter von Don Magnifico wie eine Dienstmagd mit ihren Stiefschwestern Clorinda und Tisbe zusammen. In de Kleidern seines Dieners Dandini trifft Prinz Don Ramiro auf die Stieftochter Angelina und ist sofort von ihr angetan. Auch sie erwidert diese Gef\u00fchle. Durch Alidoros Hilfe kann Angelina als Unbekannte am Ball des Prinzen teilnehmen. W\u00e4hrenddessen setzen ihre Stiefschwestern alles daran, den vermeintlichen Prinzen zu verf\u00fchren und f\u00fcr sich zu gewinnen. Als Dandini in Verkleidung von Don Ramiro um sie wirbt, weist sie ihn ab, da sie in seinen Diener, eben den Prinz, verliebt ist. Dadurch ist Ramiro von der Aufrichtigkeit ihrer Gef\u00fchle \u00fcberzeugt. Als Erkennungszeichen \u00fcbergibt Angelina ihm einen Armreif, mit dem er sie wiederfinden soll. Das gl\u00fcckliche Ende naht: Don Ramiro findet Angelina wieder und macht sie zu seiner wahren Prinzessin. Angelina vergibt ihrem Stiefvater und ihren Stiefschwestern.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>B\u00fchnenbild und Kost\u00fcme sind von Revuefilmen aus den 1940er\/50er Jahren inspiriert. Zu Beginn zeigt die B\u00fchne das Innere eines Hauses mit Mustertapete, Sofa und Fenstern. Sp\u00e4ter verwandelt sich das Geschehen in eine Tanzb\u00fchne, wie man sie aus Hollywood-Tanzfilmen kennt. Die gro\u00dfen leuchtenden Buchstaben PALACE sind auf der B\u00fchne aufgestellt und Spiegel im Hintergrund angebracht. Die Kost\u00fcme sind an die 1940er Jahre angelehnt: die Stiefschwestern tragen auff\u00e4llige Abendgarderobe mit figurbetonten kn\u00f6chellangen Tanzkleidern in Schwarz und Gold, Angelina ein wei\u00dfes Satinkleid, die Herren elegante, dandyhafte Anz\u00fcge. Die Szenen werden von einem Tanzensemble aus sechs M\u00e4nnern mit zeitgen\u00f6ssischen Tanzeinlagen begleitet. Das verleiht der gesamten Inszenierung eine Leichtigkeit und Eleganz, wie man sie aus Tanzfilmen mit Fred Astaire oder Judy Garland kennt.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Die Ouvert\u00fcre wird von <strong>Matteo Beltrami<\/strong> mit einem vorsichtigen und sehr feinteiligen Dirigat er\u00f6ffnet. Dabei legt er sehr viel Wert darauf, auch die kleinen rhythmischen Bewegungen hervorzuheben und schafft durch diese Pr\u00e4zision in allen Instrumenten einen spielerischen und glanzvollen Klang. <strong>Jennifer Zein<\/strong> (Clorinda) und <strong>Charlotte Quadt<\/strong> (Tisbe) singen beide mit einem hellen, koketten Sopran, den sie ihren Rollen entsprechend gekonnt \u00fcberspitzt ausdrucksstark zur Geltung bringen. Dabei \u00fcberzeugen sie gleichzeitig durch ein sehr hysterisches Schauspiel, r\u00e4keln sich auf dem Sofa, werfen sich dem Prinzen sowie ihrem Vater um den Hals, schreien und geifern auf der B\u00fchne, was das Zeug h\u00e4lt.<\/p>\n<p><strong>Adriana Bastidas-Gamboa<\/strong> (Angelina) bildet mit ihrem dunklen Mezzosopran dazu ein Gegengewicht. Sie singt mit einer schweren und d\u00fcsteren Betonung, schafft es aber auch in den H\u00f6hen zu brillieren und ihren Sopran an- und abschwellen zu lassen. Die Verzweiflung ihrer Situation bringt sie im ersten Akt durch eine zarte Betonung im sotto voce besonders gut zum Ausdruck.<\/p>\n<p>Der italienische Bariton <strong>Omar Montanari<\/strong> (Don Magnifico) besticht durch seine unglaublich flexible Stimme, die er sowohl im Parlandostil sehr gut einsetzt, als auch in den Spitzent\u00f6nen zu gro\u00dfem Volumen anschwellen l\u00e4\u00dft. Mit seiner, majest\u00e4tisch klaren Stimme ist er besonders in den schnellen Arien ein Genu\u00df: den Wettbewerb im Schnellsprechen gewinnt er dank seiner rhythmischen Pr\u00e4zision und der klaren Artikulation. Schauspielerisch betont er den Stiefvater durch \u00fcberzogene Gesten als Fiesling und Trunkenbold und sorgt so f\u00fcr einige Lacher.<\/p>\n<p><strong>Pablo Martinez\u2019<\/strong> (Don Ramiro) Tenor hat ein helles, fast schon zerbrechliches Timbre, was sehr gut zu seiner Rolle als verliebter Prinz pa\u00dft. Im Belcanto-Stil singt er sich durch die Arien und legt dabei sehr viel Wert auf die romantischen T\u00f6ne und die emotionalen Raffinessen.<\/p>\n<p><strong>Wolfgang Stefan Schwaiger<\/strong> (Dandini) f\u00fcllt mit seinem volumin\u00f6sen, sehr klaren Ba\u00df den Raum und beherrscht dabei besonders durch seine technische Sicherheit sowohl in die lauten als auch die leisen Partien. W\u00e4hrend der Arien tanzt er stolzierend \u00fcber die B\u00fchne und erinnert dabei an Fred Astaire. <strong>Christoph Seidl<\/strong> (Alidoro) gibt mit seinem warmen Ba\u00df eine v\u00e4terliche Figur f\u00fcr Angelina ab und betont dies auch durch sein Schauspiel, indem er sie in den Arm nimmt, tr\u00f6stet und dabei seinen Ba\u00df sanft durch die T\u00f6ne gleiten l\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Bei einer so gelungenen Auff\u00fchrung bleibt nicht viel mehr zu sagen als: Wow! Neben der gro\u00dfartigen musikalischen Leistung ist sowohl die Wahl des B\u00fchnenbildes, der Kost\u00fcme, Tanzeinlagen und der schauspielerischen Darbietung einfach gelungen. Publikumslieblinge sind neben Adriana Bastidas Gamboa, Pablo Martinez und Omar Montanari, vor allem die T\u00e4nzer, die dem Abend einen besonderen Glanz verleihen. Einfach alles zum Genie\u00dfen!<\/p>\n<p>Melanie Joannidis<\/p>\n<p>Bild: Matthias Jung<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Herrenchor der Oper K\u00f6ln, T\u00e4nzer, Omar Montanari (Don Magnifico)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Gioachino Rossini (1792-1868) Drama giocoso nach Charles Perrault, Libretto: Jacopo Ferretti, UA: 25. 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