{"id":8174,"date":"2021-07-25T07:29:09","date_gmt":"2021-07-25T06:29:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=8174"},"modified":"2021-08-02T07:55:54","modified_gmt":"2021-08-02T06:55:54","slug":"39eme-festival-international-beaune-2021","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=8174","title":{"rendered":"39\u00e8me Festival international, Beaune 2021"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zweites Wochenende des Festivals<\/strong><\/p>\n<p>17. Juli 2021, 21:00 Uhr, Hof des Hospiz<\/p>\n<blockquote>\n<h3><em>Semele<\/em><\/h3>\n<p>Oratorium, in 3 Akten, Libretto von Newburgh Hamilton nach William Congreves Adaptation der Metamorphosen von Ovid (3. Buch), UA: 10. Februar 1744, Covent Garden unter H\u00e4ndels Direktion, London<br \/>\nDirigent: Leonardo Garcia Alarcon, Chor von Namur, Millenium Orchestra<br \/>\nSolisten: Ana Maria Labin (Semele, S), Matthew Newlin (Jupiter\/Apollo, T), Chiara Skerath (Juno, S), Dara Savinova (Ino, Junon, Contralto), Lawrence Zazzo (Iris\/Athamas, Contre-T\u00e9nor), Andreas Wolf (Cadmus\/Hoher Priester\/Somnus (Schlaf), B)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Beaune-Semele-2021.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-8175\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Beaune-Semele-2021.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"433\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Beaune-Semele-2021.jpg 650w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Beaune-Semele-2021-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Im Tempel der Juno in Theben haben sich K\u00f6nig Cadmus, seine T\u00f6chter Semele und Ino, der b\u00f6otische Prinz Athamas sowie die Priester des Tempels versammelt. Die Priester bitten um g\u00f6ttlichen Beistand f\u00fcr Semele und Athamas, die nach dem Willen von Cadmus heiraten sollen. Doch Semele z\u00f6gert der Heirat zuzustimmen, weil sie die heimliche Geliebte Jupiters ist.<\/p>\n<p>Ihre Schwester Ino ist verzweifelt \u00fcber ihr Schicksal, denn sie liebt insgeheim Athamas. Pl\u00f6tzlich erlischt das Feuer auf dem Altar durch ein Gewitter. In diesem fliehen Cadmus mit Semele und den Priestern. Die zur\u00fcckgebliebene Ino gesteht dem Prinzen Athamas ihre Liebe.<\/p>\n<p>Cadmus kehrt in den Tempel zur\u00fcck und berichtet, da\u00df der Adler Semele in die L\u00fcfte entf\u00fchrt hat. Eintretende Priester und Auguren deuten die Entf\u00fchrung als Handlung des Jupiter, der damit das Haus des K\u00f6nigs von Theben geehrt habe.<\/p>\n<p>Als Juno, Jupiters Gemahlin, erf\u00e4hrt, da\u00df Jupiter f\u00fcr Semele einen pr\u00e4chtigen Palast erbaut habe, schw\u00f6rt sie Rache. Semele leidet darunter weil sie schmerzlich feststellen mu\u00df, da\u00df sie sterblich ist. Um sie abzulenken, arrangiert Jupiter ein Zusammentreffen von Semele und ihrer Schwester Ino. Beide gelangen in die H\u00f6hle des Schlafes. Das wollte Juno, damit Somnus dem schlafenden Jupiter ein Bild Semeles vorgaukeln soll, in dem sie so sch\u00f6n erscheint, da\u00df er ihr den Wunsch, Unsterblichkeit zu gew\u00e4hren, erf\u00fcllt. Als sie verlangt, er solle nicht mehr in Menschengestalt erscheinen, versucht er sie davon abzubringen. Als das nicht gelingt, verbrennt er sie auf ihrem Ruhebett.<\/p>\n<p><strong>Im Innenhof des Hospiz<\/strong><\/p>\n<p>Inmitten der Stadt Beaune befindet sich das Hospiz als Teil des H\u00f4tel-Dieu war ein im Mittelalter gegr\u00fcndetes Krankenhaus, das bis 1971 bestand und heute ein Museum ist. Darin gibt es einen viereckigen gr\u00f6\u00dferen Hof, der durch die Geb\u00e4ude und ihre riesigen Steilsatteld\u00e4cher mit den bunten Terrakottaziegeln einen sehenswerten Innenhof bilden. Dort war auf einer Seite ein kleine B\u00fchne errichtet worden, auf ein Orchester spielte. Davor agierten die S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger in H\u00e4ndels Pastorale Semele. Das Viereck war bis zum letzten Platz besetzt. Die Akustik war durch die hohen Geb\u00e4ude und ihrer Steild\u00e4cher ganz gut.<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Beaune-Semele-2021_2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-8176\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Beaune-Semele-2021_2.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"374\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Beaune-Semele-2021_2.jpg 650w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Beaune-Semele-2021_2-300x173.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Mit Energie und rhythmischem Schwung begann Leonardo Garcia Alarcon mit dem Millenium Orchestra die franz\u00f6sische Ouvert\u00fcre und die anschlie\u00dfende rasche Fuge ohne Wiederholung und ging sofort zum Er\u00f6ffnungsrezitativ <em>Behold auspicious flashes rise, Juno accepts our sacrifice \u2013 seht die verhei\u00dfungsvollen Blitze aufsteigen, Juno nimmt unser Opfer an<\/em>. Nacheinander treten die Personen der Handlungen auf. Sie versuchen, mit Gesten und Mienenspiel Leben in die Handlung zu bringen, was ihnen auch meist gelingt.<\/p>\n<p>Ana Maria Labin als Semele hat einen klaren, gut fokussierten Sopran. Ihre sch\u00f6ne Stimme setzt sich aber oft etwas zu wenig in diesem gro\u00dfen Viereck des Hospizhofs durch. Ihr warmes Timbre konnte sie aber gut anbringen, so da\u00df man gut damit zu Recht kam.<\/p>\n<p>Au\u00dferordentlich durchsetzungsf\u00e4hig war Lorenzo Zazzo, der den b\u00f6otischen Prinz Athamas mit gro\u00dfem K\u00f6nnen repr\u00e4sentierte, ebenso Iris. Er hat wohl eine der biegsamsten Stimmen im Bereich franz\u00f6sischer Contre-T\u00e9nor. Man sollte diese hohen franz\u00f6sischen Ten\u00f6re, wie sie hier auch genannt werden, nicht mit dem Countertenor verwechseln. Zum Unterschied zu diesen bem\u00fcht sich der Contre-T\u00e9nor, wenig Kopfstimme anzuwenden. Der franz\u00f6sische hohe Tenor erreicht auch mit der Bruststimme noch gut und gerne das \u201ehohe C\u201c.<\/p>\n<p>Dara Savinova (Ino, Juno), Contralto) hat eine bemerkenswerte tiefe Altstimme. Sie ist auch als Schauspielerin h\u00f6chst attraktiv und zeigt ihre verschiedenen Stimmungen in beredtem Minenspiel. Ihre Stimme ist durchdringend und damit eindringlich, so da\u00df ihr Auftritt stets \u00fcberzeugt. Nur bei ihren verschiedenen Rollen kommt man etwas schwer zurecht, da die Kost\u00fcme nicht ver\u00e4ndert werden.<\/p>\n<p>Sehr reizvoll sind die Duett mit Semele und \u00e4u\u00dferst genau der Zusammenklang der beiden S\u00e4ngerinnen.<\/p>\n<p>Matthew Newlin als Jupiter nimmt man seine Rolle als Herrscher sofort ab, als er in stolzer Form Semele einl\u00e4dt, in seine Arme zu kommen: <em>Come to my arms, my lovely fair, soothe my uncasy care \u2013 komm in meine Arme, meine Sch\u00f6ne, linder meine schweren Sorgen. <\/em>Gute Aussprache und rhythmische Eleganz bei \u00e4u\u00dferster Beweglichkeit und fabelhafter Belcantotechnik \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>Ein wichtiges Wort ist noch zu dem ausgezeichneten Chor aus Namur zu sagen. Sie sind herrlich diszipliniert, ausgezeichnet in ihrer rhythmischen Dynamik und nicht selten ist die Geschwindigkeit der Ges\u00e4nge von geradezu abenteuerlichen Art. I<\/p>\n<p>Im Oratorium hat der Chor die Aufgabe, die Handlung zu kommentieren. Doch beim Schlu\u00dfchor <em>happy shall we be, free from care, from sorrow free \u2013 froh werden wir sein, frei von Kummer, frei von Sorgen <\/em>zeigt das Ende eines gro\u00dfangelegten Oratoriums an. Schlie\u00dflich stammt es aus den alle Zeiten \u00fcberdauernden Metamorphosen des lateinischen Dichters Ovid.<\/p>\n<p>Dr. Olaf Zenner<\/p>\n<p>18. Juli 2021, 21:00 Uhr, Salle des P\u00f4vres<\/p>\n<h3><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Beaune_Konzert-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-8179\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Beaune_Konzert-1.jpg\" alt=\"\" width=\"487\" height=\"650\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Beaune_Konzert-1.jpg 487w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Beaune_Konzert-1-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 487px) 100vw, 487px\" \/><\/a>Konzert (R\u00e9cital)<\/h3>\n<blockquote><p>mit Paul-Antoine B\u00e9nos-Djian (Haute-Contre)<\/p>\n<p><em>Airs d\u2019op\u00e9ras<\/em> (Opernarien) von H\u00e4ndel, Vivaldi, Stradella und Albinoni<br \/>\nDirigent: St\u00e9phane Fuget, Ensemble <em>Les Epop\u00e9es<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Zu diesem Konzert hatte das Publikum Zutritt zum Krankensaal des Hospiz, der normalerweise zum Museum geh\u00f6rt. Alle Pl\u00e4tze waren besetzt. Im etwas abgeschlossenen Bereich im vorderen Teil des langgestreckten Raums, dem Altarraum, hatte sich das kleine Orchester unter St\u00e9phane Fuget niedergelassen.<\/p>\n<p>Der junge Haut-Contre B\u00e9nos-Djian sang Arien von Georg Friedrich H\u00e4ndel, Alessandro Stradella, Antonio Vivaldi und Tomaso Albinoni. Mich \u00fcberraschte, da\u00df er als Haute-Contre keine Musik entsprechender franz\u00f6sischer Komponisten wie Jean-Baptiste Lully u.a. interpretiert hat.<\/p>\n<p>Mit der Arie <em>mi palpita il cor \u2013 mir klopft das Herz<\/em> er\u00f6ffnete er mit blendender Belcantotechnik seinen Liederabend. Seine Tenorstimme hat ein angenehmes, warmes Timbre, das den ganzen Abend beherrschte.<\/p>\n<p>Sehr gekonnt demonstrierte die Fl\u00f6tistin Anna Besson mit ihrer Fl\u00fbte traversi\u00e8re ihre Colla Parte-Technik mit dem S\u00e4nger, besonders in <em>Io per me non cangerei \u2013 ich werde mich nicht f\u00fcr mich \u00e4ndern<\/em>. Selten konnte man ein solches perfektes <a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Beaune_Konzert-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-8180\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Beaune_Konzert-2.jpg\" alt=\"\" width=\"487\" height=\"650\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Beaune_Konzert-2.jpg 487w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Beaune_Konzert-2-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 487px) 100vw, 487px\" \/><\/a>Zusammenspiel verfolgen. Das Orchester ordnete sich harmonisch in die Begleitung ein.<\/p>\n<p>Nur beim Orgelkonzert op 4, Nr. 6 war ich \u00fcberrascht, da\u00df das ausdr\u00fccklich als Orgelkonzert benanntes Werk auf dem Cembalo vorgetragen wurde, obwohl ein Orgel vorhanden war.<\/p>\n<p>Das Publikum bedankte sich f\u00fcr den Liederabend ausgiebig und Paul-Antoine B\u00e9nos-Djian gew\u00e4hrte einige sch\u00f6ne Zugaben.<\/p>\n<p>Dr. Olaf Zenner<\/p>\n<h2><strong>Traduction en Fran\u00e7ais<\/strong><br \/>\n<strong>39\u00e8me Festival international d&#8217;Op\u00e9ra Baroque et Romantique <\/strong><br \/>\n<strong>Beaune 2021<\/strong><\/h2>\n<p>Samedi 17 juillet 2021, 21 heures, Cour de l&#8217;Hospice<\/p>\n<h3><em>Semele<\/em><\/h3>\n<blockquote><p>oratorio, en 3 actes, livret de Newburgh Hamilton d&#8217;apr\u00e8s l&#8217;adaptation par William Congreve des M\u00e9tamorphoses d&#8217;Ovide (3e livre), cr\u00e9ation : 10 f\u00e9vrier 1744, Covent Garden sous la direction de Haendel, Londres<br \/>\nChef d&#8217;orchestre : Leonardo Garcia Alarcon, Ch\u0153ur de Namur, Orchestre du Mill\u00e9naire<br \/>\nSolistes : Ana Maria Labin (Semele, S), Matthew Newlin (Jupiter\/Apollo, T), Chiara Skerath (Juno, S), Dara Savinova (Ino, Junon), Contralto), Lawrence Zazzo (Iris\/Athamas, Contre-T\u00e9nor), Andreas Wolf (Cadmus\/High Priest\/Somnus (Sleep), B)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Synopsis<\/strong><\/p>\n<p>Le roi Cadmus, ses filles S\u00e9m\u00e9l\u00e9 et Ino, le prince b\u00e9otien Athamas et les pr\u00eatres du temple se sont r\u00e9unis dans le temple de Junon \u00e0 Th\u00e8bes. Les pr\u00eatres demandent l&#8217;assistance divine pour S\u00e9m\u00e9l\u00e9 et Athamas, que Cadmus veut \u00e9pouser. Mais S\u00e9m\u00e9l\u00e9 h\u00e9site \u00e0 accepter le mariage car elle est l&#8217;amante secr\u00e8te de Jupiter.<\/p>\n<p>Sa s\u0153ur Ino est d\u00e9sempar\u00e9e par son sort car elle aime secr\u00e8tement Athamas. Soudain, le feu sur l&#8217;autel est \u00e9teint par un orage. Cadmus s&#8217;y enfuit avec S\u00e9m\u00e9l\u00e9 et les pr\u00eatres. Ino, qui est rest\u00e9e en arri\u00e8re, confesse son amour au prince Athamas.<\/p>\n<p>Cadmus retourne au temple et rapporte que l&#8217;aigle a emport\u00e9 S\u00e9m\u00e9l\u00e9 dans les airs. Les pr\u00eatres entrants et les augures interpr\u00e8tent l&#8217;enl\u00e8vement comme un acte de Jupiter, qui a ainsi honor\u00e9 la maison du roi de Th\u00e8bes.<\/p>\n<p>Lorsque Junon, l&#8217;\u00e9pouse de Jupiter, apprend que ce dernier a construit un magnifique palais pour S\u00e9m\u00e9l\u00e9, elle jure de se venger. S\u00e9m\u00e9l\u00e9 souffre parce qu&#8217;elle r\u00e9alise douloureusement qu&#8217;elle est mortelle. Pour la distraire, Jupiter organise une rencontre entre S\u00e9m\u00e9l\u00e9 et sa s\u0153ur Ino. Les deux entrent dans la grotte du sommeil. Junon voulait que Somnus trompe Jupiter endormi en lui faisant croire \u00e0 une image de S\u00e9m\u00e9l\u00e9 dans laquelle elle appara\u00eet si belle qu&#8217;il exaucerait son v\u0153u d&#8217;immortalit\u00e9. Lorsqu&#8217;elle exige qu&#8217;il n&#8217;apparaisse plus sous forme humaine, il tente de l&#8217;en dissuader. Quand cela \u00e9choue, il la br\u00fble sur son lit de repos.<\/p>\n<p><strong>Dans la cour de l&#8217;hospice<\/strong><\/p>\n<p>Au c\u0153ur de la ville de Beaune, l&#8217;hospice fait partie de l&#8217;H\u00f4tel-Dieu, un h\u00f4pital fond\u00e9 au Moyen \u00c2ge qui a exist\u00e9 jusqu&#8217;en 1971 et qui est aujourd&#8217;hui un mus\u00e9e. \u00c0 l&#8217;int\u00e9rieur, il y a une plus grande cour quadrangulaire dont les b\u00e2timents et leurs immenses toits \u00e0 pignon en pente avec leurs tuiles de terre cuite color\u00e9es forment une cour qui m\u00e9rite d&#8217;\u00eatre vue. L\u00e0, d&#8217;un c\u00f4t\u00e9, une petite sc\u00e8ne avait \u00e9t\u00e9 \u00e9rig\u00e9e sur laquelle jouait un orchestre. Devant elle, les chanteurs ont interpr\u00e9t\u00e9 la pastorale <em>S\u00e9m\u00e9l\u00e9<\/em> de Haendel. Le quadrangle \u00e9tait rempli \u00e0 ras bord. L&#8217;acoustique \u00e9tait assez bonne en raison de la hauteur des b\u00e2timents et de leurs toits en pente.<\/p>\n<p><strong>Solistes et orchestre<\/strong><\/p>\n<p>Avec \u00e9nergie et \u00e9lan rythmique, Leonardo Garcia Alarcon et l&#8217;Orchestre du Mill\u00e9naire ont entam\u00e9 l&#8217;ouverture fran\u00e7aise et la fugue rapide qui s&#8217;ensuit, sans r\u00e9p\u00e9tition, et sont pass\u00e9s imm\u00e9diatement au r\u00e9citatif d&#8217;ouverture Voici que des \u00e9clairs de bon augure se l\u00e8vent, Junon accepte notre sacrifice. L&#8217;un apr\u00e8s l&#8217;autre, les personnages des actions apparaissent. Ils essaient de donner vie \u00e0 l&#8217;action par des gestes et des expressions faciales, ce qu&#8217;ils r\u00e9ussissent g\u00e9n\u00e9ralement \u00e0 faire.<\/p>\n<p>Ana Maria Labin dans le r\u00f4le de Semele a un soprano clair et bien focalis\u00e9. Sa belle voix, cependant, ne s&#8217;affirme souvent pas assez dans ce grand carr\u00e9 de la cour de l&#8217;hospice. Cependant, elle a su bien appliquer son timbre chaleureux, de sorte que l&#8217;on s&#8217;est bien entendu avec elle.<\/p>\n<p>Lorenzo Zazzo, qui a repr\u00e9sent\u00e9 avec beaucoup de talent le prince b\u00e9otien Athamas, ainsi qu&#8217;Iris, s&#8217;est exceptionnellement affirm\u00e9. Il poss\u00e8de sans doute l&#8217;une des voix les plus souples de la gamme des contre-t\u00e9nors fran\u00e7ais. Il ne faut pas confondre ces hauts t\u00e9nors fran\u00e7ais, comme on les appelle aussi ici, avec le contre-t\u00e9nor. Contrairement \u00e0 ce dernier, le contre-t\u00e9nor s&#8217;efforce d&#8217;utiliser peu de voix de t\u00eate. Le t\u00e9nor aigu fran\u00e7ais atteint encore facilement le &#8220; do aigu &#8222;, m\u00eame avec la voix de poitrine.<\/p>\n<p>Dara Savinova (Ino, Juno), contralto) poss\u00e8de une remarquable voix d&#8217;alto basse. Elle est \u00e9galement tr\u00e8s s\u00e9duisante en tant qu&#8217;actrice et montre ses diff\u00e9rentes humeurs dans des expressions faciales \u00e9loquentes. Sa voix est p\u00e9n\u00e9trante et donc puissante, de sorte que son interpr\u00e9tation est toujours convaincante. Seuls ses diff\u00e9rents r\u00f4les sont un peu difficiles \u00e0 tenir, car les costumes ne changent pas.<\/p>\n<p>Les duos avec S\u00e9m\u00e9l\u00e9 sont tr\u00e8s charmants et l&#8217;harmonie des deux chanteurs est extr\u00eamement pr\u00e9cise.<\/p>\n<p>Matthew Newlin, dans le r\u00f4le de Jupiter, est imm\u00e9diatement cr\u00e9dible dans son r\u00f4le de souverain, alors qu&#8217;il invite fi\u00e8rement S\u00e9m\u00e9l\u00e9 \u00e0 venir dans ses bras : Viens dans mes bras, ma belle, apaise mes soucis d\u00e9sagr\u00e9ables &#8211; viens dans mes bras, ma belle, apaise mes lourds soucis. Une bonne prononciation et une \u00e9l\u00e9gance rythmique avec une agilit\u00e9 extr\u00eame et une fabuleuse technique de bel canto sont convaincantes.<\/p>\n<p>Un mot important doit \u00eatre dit sur l&#8217;excellente chorale de Namur. Ils sont merveilleusement disciplin\u00e9s, excellents dans leur dynamique rythmique et il n&#8217;est pas rare que la vitesse du chant soit presque aventureuse. I<\/p>\n<p>Dans l&#8217;oratorio, le ch\u0153ur a pour t\u00e2che de commenter l&#8217;action. Mais au ch\u0153ur final <em>happy shall we be, free from care, from sorrow free \u2013 nous serons heureux, heureux, libres de tout souci, libres de tout e peine<\/em> indique la fin d&#8217;un oratorio de grande envergure. Apr\u00e8s tout, elle est tir\u00e9e des M\u00e9tamorphoses du po\u00e8te latin Ovide, qui ont travers\u00e9 les \u00e2ges.<\/p>\n<p>Dr Olaf Zenner<\/p>\n<p>18 juillet 2021, 21:00, Salle des P\u00f4vres, l&#8217;hospice<\/p>\n<h3>R\u00e9cital<\/h3>\n<blockquote><p>avec Paul-Antoine B\u00e9nos-Djian (Haute-Contre)<\/p>\n<p>Airs d&#8217;op\u00e9ras d\u2019Haendel, Vivaldi, Stradella et Albinoni<br \/>\nChef d&#8217;orchestre : St\u00e9phane Fuget, Ensemble Les Epop\u00e9es<\/p><\/blockquote>\n<p>Pour ce concert, le public a eu acc\u00e8s \u00e0 la salle des malades de l&#8217;hospice, qui appartient normalement au mus\u00e9e. Tous les si\u00e8ges \u00e9taient occup\u00e9s. Dans l&#8217;espace un peu ferm\u00e9 \u00e0 l&#8217;avant de la salle allong\u00e9e, le sanctuaire, le petit orchestre dirig\u00e9 par St\u00e9phane Fuget avait \u00e9lu domicile. Le jeune Haute-Contre B\u00e9nos-Djian a chant\u00e9 des arias de George Fr\u00e9deric H\u00e4ndel, Alessandro Stradella, Antonio Vivaldi et Tomaso Albinoni. J&#8217;ai \u00e9t\u00e9 surpris qu&#8217;en tant que haute-contre, il n&#8217;ait pas interpr\u00e9t\u00e9 la musique de compositeurs fran\u00e7ais correspondants tels que Jean-Baptiste Lully et d&#8217;autres.<\/p>\n<p>Il a ouvert son r\u00e9cital avec l&#8217;aria mi palpita il cor \u2013 Mon c\u0153ur palpite sans que je sache pourquoi avec une technique bel canto \u00e9blouissante. Sa voix de t\u00e9nor poss\u00e8de un timbre agr\u00e9able et chaleureux qui a domin\u00e9 toute la soir\u00e9e.<\/p>\n<p>Tr\u00e8s habilement, la fl\u00fbtiste Anna Besson a d\u00e9montr\u00e9 sa technique de colla parte avec la chanteuse sur sa fl\u00fbte traversi\u00e8re, notamment dans <em>Io per me non cangerei \u2013 Quant \u00e0 moi, mon d\u00e9sir est si ferme que je n\u2019\u00e9changerais pas mon cachot<\/em>. Il est rare que l&#8217;on puisse assister \u00e0 une interaction aussi parfaite. L&#8217;orchestre s&#8217;est m\u00eal\u00e9 harmonieusement \u00e0 l&#8217;accompagnement. Ce n&#8217;est que dans le cas du concerto pour orgue op 4, n\u00b0 6 que j&#8217;ai \u00e9t\u00e9 surpris que l&#8217;\u0153uvre, express\u00e9ment d\u00e9sign\u00e9e comme un concerto pour orgue, soit jou\u00e9e au clavecin, bien qu&#8217;un orgue soit pr\u00e9sent.<\/p>\n<p>Le public l&#8217;a remerci\u00e9 abondamment pour ce r\u00e9cital et Paul-Antoine B\u00e9nos-Djian a accord\u00e9 plusieurs beaux rappels.<\/p>\n<p>Dr Olaf Zenner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zweites Wochenende des Festivals 17. Juli 2021, 21:00 Uhr, Hof des Hospiz Semele Oratorium, in 3 Akten, Libretto von Newburgh Hamilton nach William Congreves Adaptation der Metamorphosen von Ovid (3. Buch), UA: 10. 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