{"id":794,"date":"2009-09-22T18:46:19","date_gmt":"2009-09-22T16:46:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=794"},"modified":"2010-03-21T23:41:13","modified_gmt":"2010-03-21T22:41:13","slug":"hof-stadtebundtheater-die-zauberflote","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=794","title":{"rendered":"Hof, St\u00e4dtebundtheater &#8211; DIE ZAUBERFL\u00d6TE"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 \u2013 1791), Deutsche Oper in zwei Aufz\u00fcgen, Libretto von Emanuel Schikaneder, UA: 1791, Wien<br \/>\nRegie: Uwe Drechsel, B\u00fchne: Rudolf Rischer<br \/>\nDirigent: Arn Goerke, Hofer Symphoniker<br \/>\nSolisten: J\u00f6rn E. Werner (Sarastro), Chong Sun (Tamino), J\u00fcrgen Schultz (Sprecher \/ 2. Geharnischter), Thilo Andersson (1. Priester \/ 1. Geharnischter), Peer Sch\u00fcssler (2. Priester), Olga Polyakova (K\u00f6nigin der Nacht), Laura Nicorescu (Pamina), Ingrid Katzengruber (1. Dame), Stefanie Rhaue (2. Dame), Iwona Lukaszynska (3. Dame), Emilie Walther (1. Knabe), Nina Gl\u00e4\u00dfer-Popp (2. Knabe), Robin Goller (3. Knabe), Thomas Rettensteiner (Papageno), Monika H\u00fcgel (Papagena), Karsten Jesgarz (Monostatos)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 18. September 2009 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"hof-zauberfloete.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/hof-zauberfloete.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"hof-zauberfloete.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/hof-zauberfloete.jpg\" \/><\/a>Die K\u00f6nigin der Nacht beauftragt Prinz Tamino, ihre von Sarastro entf\u00fchrte Tochter Pamina zu befreien. Tamino macht sich zusammen mit dem Vogelf\u00e4nger Papageno auf den Weg. Beide erhalten magische Instrumente, die sie auf der Reise besch\u00fctzen sollen: Tamino eine Zauberfl\u00f6te, Papageno ein Glockenspiel. In Sarastros Tempel findet Papageno Pamina und rettet sie vor Monostatos, der ihr nachstellt. Sarastros Oberaufseher Monostatos nimmt den Prinz gefangen und bringt ihn zu Sarastro. Dieser schickt Tamino und Papageno in den Pr\u00fcfungstempel: sie sollen drei Pr\u00fcfungen bestehen. Papageno bricht das Schweigen und mu\u00df Tamino verlassen. Tamino besteht die erste Pr\u00fcfung. Zusammen mit Pamina besteht er mit Hilfe der Zauberfl\u00f6te auch die Pr\u00fcfungen des Feuers und des Wassers. Dadurch werden sie in den Kreis der Eingeweihten aufgenommen. Papageno spielt sein Glockenspiel und bekommt seine Papagena. Ein Versuch der K\u00f6nigin der Nacht in den Tempel einzudringen scheitert.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nEine Ausstattungsoper hat <strong>Uwe Drechsel<\/strong> nicht auf die Bretter gestellt, vielmehr wird eine leere Brecht-B\u00fchne nur mit einigen wenigen Schiebekulissen bev\u00f6lkert. Die Beleuchtung ist wichtig, denn in der Welt der K\u00f6nigin der Nacht herrscht Dunkelheit. Die Kost\u00fcme bilden bunte Farbtupfer als Kontrapunkt: Phantasiekost\u00fcm f\u00fcr Papageno, asiatisches Phantasiekost\u00fcm f\u00fcr Tamino, die Damen Reifr\u00f6cke, die Erleuchteten orangenfarbene Uniformen. Nur Pamina will sich nicht wirklich integrieren, tr\u00e4gt die Uniform nur dar\u00fcber. Genau wie der Damenchor ist sie in Sarastros Welt nur geduldet. In dieser streng hierarisch ausgerichteten Welt der Erleuchteten (Monostatos Bestrafung auf offener B\u00fchne spricht eine deutliche Sprache) sehen die beiden Paare keine Zukunft \u2013 zumal ja Frauen hier nur geduldet sind. Sie fl\u00fcchten. Was macht nun Sarastro? Wer will jetzt die Macht? Da naht die Stunde des Monostatos, der den siebenfachen Sonnenkreis in seine Gewalt bringt.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\nDer gro\u00dfe Erfolg der <em>Zauberfl\u00f6te<\/em> ist wahrscheinlich der Rolle des Papageno zuzuschreiben. \u00c4hnlich wie Schikaneder in der Urauff\u00fchrung mu\u00df der Papageno ein Bariton mit Ausstrahlung und gro\u00dfer Spielfreude besitzen. Hier kann <strong>Thomas Rettensteiner<\/strong> als lustiger Naturbursche gl\u00e4nzen. Stimmlich immer pr\u00e4sent, spielt er die eigentliche Hauptrolle. Ein Problem der <em>Zauberfl\u00f6te<\/em> ist, da\u00df eigentlich eine gro\u00dfe S\u00e4ngerschar vonn\u00f6ten ist, z.B. drei gute Ten\u00f6re: <strong>Chong Sun<\/strong> singt als Tamino sehr lyrisch und voll aus \u2013 sein bester Abend bislang in Hof.<strong> Karsten Jesgarz<\/strong> kann als Monostatos gl\u00e4nzen, aber<strong> Thilo Andersson<\/strong> ist als Geharnischter leider \u00fcberfordert, gleiches gilt f\u00fcr<strong> J\u00fcrgen Schulz<\/strong>, der jedoch mit zur\u00fcckgenommener Stimme als Sprecher \u00fcberzeugen kann. <strong>J\u00f6rn E. Werner<\/strong> besitzt einen sch\u00f6nen tiefen Ba\u00df, nur neigt er leider zum Orgeln \u2013  zu seltsamer Klangbildung. Eine dominante Nebenfigur ist der gefeierte <strong>Peer Sch\u00fcssler<\/strong> in der Sprechrolle des zweiten Priesters. Bei den Damen: Meist besetzt man die drei Damen mit den besten Hauskr\u00e4ften, <strong>Ingrid Katzengruber<\/strong>, <strong>Stefanie Rhaue<\/strong> und <strong>Iwona Kukaszynska<\/strong> erf\u00fcllen hier alle Erwartungen. K\u00f6nigin der Nacht und Papagena sind meist G\u00e4ste, <strong>Olga Polyakova<\/strong> ist ein sch\u00f6ner Koloratur-Sopran, <em>Der H\u00f6lle Rache<\/em> kochte sie aber nur auf kleiner Flamme. <strong>Laura Nicorescu<\/strong> gl\u00e4nzt als Pamina in allen ihren Registern.<br \/>\nDer als neuer Chef ans Haus zur\u00fcckgekehrte <strong>Arn Goerke<\/strong> f\u00fchrt die Hofer Symphoniker sicher in die mystische Welt der <em>Zauberfl\u00f6te<\/em> ein, sein weihevoller Pathos tr\u00e4gt die Spannung, aber manchmal bricht der Spannungsbogen doch ab, weil er zu langsam ist.<br \/>\nFazit<br \/>\nDie Spielzeiter\u00f6ffnung wird in Hof mit lang anhaltendem Applaus gefeiert, und die Premierenfeier wird noch lange in der Kantine fortgesetzt. Zu Recht, denn dieses (zu Unrecht als Kinderoper titulierte?) beliebte Werk ist schwierig zu besetzen, zumal f\u00fcr kleine H\u00e4user mit d\u00fcnner Personalschicht: Einen wirklich guten Koloratur \u2013Sopran als K\u00f6nigin der Nacht findet man nicht immer, oder der Tenor f\u00fcr die schwierige Rolle des Geharnischten? Da\u00df in Hof eine solide L\u00f6sung gefunden wurde, darf man lange feiern.<br \/>\nOliver Hohlbach<\/p>\n<p>Bild: Metzner<br \/>\nDas Bild zeigt: Papageno (Thomas Rettensteiner) vergleicht Pamina (Laura Nicorescu) mit ihrem Bild<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 \u2013 1791), Deutsche Oper in zwei Aufz\u00fcgen, Libretto von Emanuel Schikaneder, UA: 1791, Wien Regie: Uwe Drechsel, B\u00fchne: Rudolf Rischer Dirigent: Arn Goerke, Hofer Symphoniker Solisten: J\u00f6rn E. 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