{"id":787,"date":"2009-09-22T19:53:18","date_gmt":"2009-09-22T17:53:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=787"},"modified":"2010-03-21T23:41:13","modified_gmt":"2010-03-21T22:41:13","slug":"dusseldorf-deutsche-oper-am-rhein-peter-grimes","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=787","title":{"rendered":"D\u00fcsseldorf, Deutsche Oper am Rhein &#8211; PETER GRIMES"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Benjamin Britten (1913-1976), Oper in einem Prolog und drei Akten, Text von Montagu Slater nach einem Gedicht von George Crabbe; UA: 1945 London<br \/>\nRegie: Immo Karaman, B\u00fchne: Kaspar Zwimpfer, Kost\u00fcme: Nicola Reichert, Choreographie: Fabian Posca, Dramaturgie: Hella Bartnig<br \/>\nDirigent: Axel Kober, D\u00fcsseldorfer Symphoniker, Chor der Deutschen Oper am Rhein, Choreinstudierung: Gerhard Michalski<br \/>\nSolisten: Robert Sacc\u00e0 (Peter Grimes), Ivaldo Bessi\u00e8re (Lehrling), Gun-Brit Barkmin (Ellen Orford), Tomasz Konieczny (Kapit\u00e4n Balstrode), Jane Henschel (Auntie), Elisabeth Selle (Erste Nichte), Anett Fritsch (Zweite Nichte), Florian Simson (Bob Boles) u.a.<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 18. September (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/duesseldorf-peter-grimes.jpg\" TITLE=\"duesseldorf-peter-grimes.jpg\"><img SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/duesseldorf-peter-grimes.jpg\" ALT=\"duesseldorf-peter-grimes.jpg\" ALIGN=\"right\" \/><\/a>Dem Fischer Peter Grimes wird von der Dorfgemeinschaft in seiner kleinen K\u00fcstenstadt vorgeworfen, da\u00df er seinen Lehrjungen w\u00e4hrend der Arbeit fahrl\u00e4ssig get\u00f6tet hat. Doch Richter Swallow spricht Grimes frei: Es handele sich um eine Verkettung ungl\u00fccklicher Umst\u00e4nde. Mit Hilfe des Apothekers Ned Keene erh\u00e4lt Peter Grimes einen neuen Lehrjungen aus dem Waisenhaus. Doch schon nach kurzer Zeit entdeckt die Lehrerin Ellen Orford Spuren von Mi\u00dfhandlungen an dessen K\u00f6rper. Grimes taucht auf, ger\u00e4t mit Ellen Orford in einen Streit und st\u00fcrzt mit dem Jungen davon. Die aufgestachelte Menge beschlie\u00dft, das Elend des Jungen zu beenden und bewegt sich in die Richtung der H\u00fctte von Grimes. Dieser dr\u00e4ngt den Lehrjungen durch den Hinterausgang, wo dieser eine Klippe hinabst\u00fcrzt und t\u00f6dlich verungl\u00fcckt. Grimes kann entkommen. Er wird von Wahnbildern gequ\u00e4lt, die im befehlen, sein Boot auf offenem Meer zu versenken.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nDie gesamte B\u00fchne ist sehr dunkel gehalten: Hauptelement ist eine Art Flie\u00dfband, welches leicht abgeschr\u00e4gt die komplette B\u00fchne einnimmt und im Orchestergraben endet. Auf diesem Band sind die Frontseiten von Schr\u00e4nken, Fenstern und verfremdeten Bildern eingearbeitet. Erg\u00e4nzt wird die B\u00fchne durch optisch darauf abgestimmte Elemente, die je nach Handlung variieren und die schauspielerischen M\u00f6glichkeiten erweitern. Die Kost\u00fcme sind klassisch gehalten und ebenfalls sehr dunkel. Leider macht die Inszenierung bei einigen Nebenrollen \u00fcberhaupt nicht klar, welchen Platz die Personen in der sozialen Dorfordnung einnehmen sollen. Man mu\u00df schon die Handlung schon sehr genau kennen, um zu wissen, was die Aktionen der S\u00e4nger bedeuten sollen.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\nDie <strong>D\u00fcsseldorfer Symphoniker<\/strong> unter der musikalischen Leitung von<strong> Axel Kober<\/strong> pr\u00e4sentieren eine gute Leistung. So ist zum Beispiel der hervortretende Gesamtklang der Holzbl\u00e4ser zu Beginn der Oper einfach ein Traum. Bei den S\u00e4ngern trifft Licht und Schatten aufeinander: <strong>Roberto Sacc\u00e0<\/strong> (Peter Grimes) wei\u00df die Schwierigkeiten seiner Partie zwischen Lyrik und Dramatik gut zu meistern. Ebenfalls \u00fcberzeugend tritt <strong>Gun-Brit Barkmin<\/strong> (Ellen Orford) auf mit einem grandiosen Pianissimo im sechsten Interlude. <strong>Tomasz Konieczny<\/strong> (Kapit\u00e4n Balstrode) hingegen pre\u00dft zu sehr, <strong>Elisabeth Selle<\/strong> (Erste Nichte) und <strong>Anett Fritsch<\/strong> (Zweite Nichte) wirken austauschbar. Bei <strong>Sami Luttinen<\/strong> (Swallow) zeigen sich leider erhebliche stimmtechnische Schwierigkeiten, die seinen Gesang regelrecht ungenie\u00dfbar werden lassen. Hingegen vermag <strong>Bruce Rankin<\/strong> (Rector Horace Adams) mit unschuldiger Pfarrerstimme zu gefallen, auch die tiefe Altstimme von <strong>Jane Henschel<\/strong> (Auntie) ist \u00fcberzeugend. Der <strong>Chor der Deutschen Oper am Rhein <\/strong>pr\u00e4sentiert einen ausdifferenzierten Klang, auch sehr schwierige Eins\u00e4tze werden gemeistert. Ebenfalls bemerkenswert sind die einzelnen Chorsoli, die ausnahmslos v\u00f6llig \u00fcberzeugen.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nMakel in der Inszenierung sowie in der musikalischen Leistung einiger Nebenrollen werfen einen Schatten auf die gute Orchesterleistung und die ebenfalls gut besetzten Hauptrollen. Entsprechend beklatschte das Publikum die Auff\u00fchrung mit Zur\u00fcckhaltung, ein wahrer Begeisterungssturm blieb aus.<br \/>\nMalte Wasem<\/p>\n<p>Bild: J\u00f6rg Michel<br \/>\nDas Bild zeigt: Mi\u00dftrauisch be\u00e4ugen die Dorfbewohner den Au\u00dfenseiter Peter Grimes (Roberto Sacc\u00e0)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Benjamin Britten (1913-1976), Oper in einem Prolog und drei Akten, Text von Montagu Slater nach einem Gedicht von George Crabbe; UA: 1945 London Regie: Immo Karaman, B\u00fchne: Kaspar Zwimpfer, Kost\u00fcme: Nicola Reichert, Choreographie: Fabian Posca, Dramaturgie: Hella Bartnig Dirigent:<span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span><\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=787\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14,1],"tags":[],"class_list":["post-787","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-dusseldorf-deutsche-oper-am-rhein","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/787","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=787"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/787\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1295,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/787\/revisions\/1295"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=787"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=787"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=787"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}