{"id":7773,"date":"2019-04-03T12:45:34","date_gmt":"2019-04-03T11:45:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=7773"},"modified":"2019-04-05T12:46:28","modified_gmt":"2019-04-05T11:46:28","slug":"la-scuola-de-gelosi-die-schule-der-eifersucht-oper-koeln-staatenhaus-iii","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=7773","title":{"rendered":"La scuola de&#8216; gelosi \u2013 Die Schule der Eifersucht &#8211; Oper K\u00f6ln, Staatenhaus III"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Antonio Salieri (1750-1825), Dramma giocoso in zwei Akten, Libretto: Caterino Mazzol\u00e0, UA: 1778\/79: Venedig, 1783: Wiener Burgtheater (Neue Fassung)<\/p>\n<p>Regie Jean Renshaw, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: Christof Cremer Licht: Nicol Hungsberg<\/p>\n<p>Dirigent: Arnaud Arbet, G\u00fcrzenich Orchester K\u00f6ln, T\u00e4nzer: Martin Dvorak<\/p>\n<p>William Goforth (Graf Bandiera), Kathrin Zukowski (Gr\u00e4fin Bandiera), Matteo Loi (Blasio, Getreideh\u00e4ndler), Alina Wunderlin (Ernestina, Blasios Ehefrau), Matthias Hoffmann (Lumaca, Blasios Diener), Arnhei\u00f0ur Er\u00edksd\u00f3ttir (Carlotta, ein Kammerm\u00e4dchen), Anton Kurzenok (der Leutnant, Blasios Cousin und Freund des Grafen)<\/p>\n<p>Originalproduktion des Theaters an der Wien in der Kammeroper, dortige Premiere: 18. Mai 201<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 31. M\u00e4rz 2019 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/K\u00f6ln-LA_SCUOLA_.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7775\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/K\u00f6ln-LA_SCUOLA_.png\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"432\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/K\u00f6ln-LA_SCUOLA_.png 650w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/K\u00f6ln-LA_SCUOLA_-300x199.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a>Vorbemerkung<\/strong><\/p>\n<p>Antonio Salieri, geboren 1750 in der Republik Venedig, ging 1766 als Sch\u00fcler von Florian Leopold Gassmann nach Wien, wo er 1825 verstarb. Er war Hofkapellmeister des Wiener Hofes und war ein sehr erfolgreicher Opernkomponist sowie eine bedeutende Musikerpers\u00f6nlichkeit in Europa. Als Lehrer war er gesucht. Zu seinen Sch\u00fclern z\u00e4hlten u.a. Beethoven, Schubert und Liszt.<\/p>\n<p>Keinesfalls stimmt die Annahme, Antonio Salieri habe Wolfgang Amadeus Mozart vergifte. Das ist reines Hirngespinst! Salieri hat bedeutende Opern geschaffen, die leider zu selten aufgef\u00fchrt werden. Es ist an der Zeit, dies zu \u00e4ndern. \u00dcbrigens enth\u00e4lt das Libretto, des seinerzeit ber\u00fchmten Poeten, vieles, was einer eingehenden Betrachtung wert w\u00e4re.<\/p>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Blasio ist eifers\u00fcchtig auf seine Frau Ernestina. Schon ein Ger\u00e4usch in seiner Wohnung l\u00e4\u00dft ihn argw\u00f6hnisch werden. Er beschlie\u00dft, sie im Zimmer einzuschlie\u00dfen. Ernestina wiederum meint, wenn er mich dauernd verd\u00e4chtigt, braucht sie ihm auch nicht treu zu sein. Conte Emiliano meint, ver\u00e4rgerte Gattinnen schneller zu einem Sch\u00e4ferst\u00fcndchen zu gewinnen. F\u00fcr ihn ist die Welt eine Galerie sch\u00f6ner M\u00e4dchen. Seine Liebe zu seiner Gattin sei leider erlahmt. Daher hat er einen Leutnant veranla\u00dft, seiner Frau den Hof zu machen. Doch seine Frau leidet unter dem Verhalten ihres Mannes.<\/p>\n<p>Unter dem Vorwand, Blasio bei einer Klage im Getreidehandel zu helfen, kommt er in Blasios Wohnung, nur um sch\u00f6ne Ernestina f\u00fcr ein Sch\u00e4ferst\u00fcndchen zu gewinnen.<\/p>\n<p>Mit einem Nachschl\u00fcssel verl\u00e4\u00dft Ernestina ihr Zimmer gerade in dem Augenblick, als der Conte hereinkommt. Er l\u00e4dt sie ein, ein Irrenhaus f\u00fcr Eifers\u00fcchtige aufzusuchen.<\/p>\n<p>Auch Blasio, der dies erf\u00e4hrt, eilt dorthin, tritt allerdings verkleidet in Erscheinung.<\/p>\n<p>Inzwischen hat aber der Leutnant sowohl Blasio als auch der Contessa einen Plan erl\u00e4utert, das die Ehepartner auf den rechten Weg zur\u00fcckbringen solle: Blasio l\u00e4\u00dft scheinbar Ernestina alle Freiheit und die Contessa solle die k\u00fchle, nicht mehr interessierte Gattin, spielen. Der Vorschlag wird von beiden angenommen. Schlie\u00dflich fahren Ernestina und der Conte zu einem W\u00e4ldchen, worin Ernestina ihren untreuen Gatten mit seiner neuen Flamme Elisa vermutet. Das gelingt nicht, da Elisa nur von Blasio erdacht ist. Aber beide Paare \u2013 die Contessa war zu den beiden in dem W\u00e4ldchen hingekommen \u2013 gelangen zur \u00dcberzeugung, da\u00df die Ehe eigentlich alle gl\u00fccklicher macht als die anderswo gesuchten Liebeleien.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Die B\u00fchne zeigt drei Rahmen, die kreisf\u00f6rmig ineinander rotieren. Der oberste Rahmen ist meist station\u00e4r, w\u00e4hrend die darunter befindlichen sich h\u00e4ufig dreht. Der unterste Rahmen, hat drei T\u00fcren. Durch das Drehen entstehen immer neu Szenen. Manchmal steht eine der Zwischenw\u00e4nde mit einem Ende (s. Bild) zum Zuschauer hin, so da\u00df die Protagonisten sich einander belauschen k\u00f6nnen. Die Garderobe ist bunt, nicht Salieris Zeit ganz zuzuordnen, daf\u00fcr sind die R\u00f6cke zu kurz. Blasio, der b\u00fcrgerliche Ehemann Ernestinas hat meist einen blaugemusterten Anzug an. Der Leutnant ist in eine Art Jagdkost\u00fcm gekleidet. Es ist nicht erkennbar, welche Zeit hier vertreten ist. Ist wom\u00f6glich auch Absicht, da es Eifers\u00fcchtige auch heute noch gibt.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Das G\u00fcrzenich-Orchester spielt in Kleinstbesetzung. <strong>Luca Marcossi<\/strong> am Hammerfl\u00fcgel hat h\u00e4ufig die Aufgabe, von einer Szene zur n\u00e4chsten eine \u00dcberleitung zu spielen, was er mit Bravour erledigt. <strong>Arnaud Arbet<\/strong> veranla\u00dft das G\u00fcrzenich-Orchester redlich, die klar strukturierten Musiknummern elegant zu gestalten. Leider bleibt es nur dabei und setzt kaum die dieser Barockmusik so dringend erforderlichen Akzenten.<\/p>\n<p>Die Solisten sind allesamt Mitglieder des Opernstudios K\u00f6ln mit Ausnahme von Matteo Loi in der Rolle des Blasio, dem Ehemann von Ernestina. Sie alle, mit Ausnahme von <strong>Matteo Loi<\/strong>, singen ihre Rollen zum ersten Mal. Legt man die geringe B\u00fchnenerfahrung dieser jungen S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger zugrunde, sind ihre Leistungen sowohl schauspielerisch wie auch s\u00e4ngerisch ausreichend. Im einzelnen als gut gelungen ist die Darstellung des Leutnants durch <strong>Anton Kurzenok<\/strong>. Mit seinem wohllautenden Bariton kann er sogar begeistern. Dasselbe trifft auf <strong>Matthias Hoffmann<\/strong> (Lumaca) zu, dessen Tenor gut fokussiert gef\u00fchrt wird. Eine ansehnliche Figur macht auch\u00a0 <strong>Arnhei\u00f0ur Er\u00edksd\u00f3ttir<\/strong> (Carlotta), die ihr zickiges Wesen als Kammerm\u00e4dchen \u00fcberzeugend darstellt, obwohl Regisseurin <strong>Jean Renshaw<\/strong> ihre manch merkw\u00fcrdige Aktion abverlangt.<\/p>\n<p>Vor allem wiederholt sie h\u00e4ufig ihre <em>running gags<\/em>. Eine ausgedehnte Beschreibung solcher \u201eSzeneneinf\u00e4lle\u201c w\u00e4re zwar angebracht, w\u00fcrde hier aber den Rahmen der Rezension \u00fcberschreiten.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Was kann man von einer in der Oper K\u00f6ln gegebenen Auff\u00fchrung mit J\u00fcngern, dem Opernstudio angeh\u00f6rigen S\u00e4ngerinnen und S\u00e4ngern sagen. Da\u00df sie sich redlich bem\u00fchten, ist durchaus anzuerkennen, ist aber zu wenig. Der Vergleich mit einer ausgereiften B\u00fchnenproduktion liegt hier nicht vor. Das was dieser Auff\u00fchrung am meisten mangelt, ist die Regieleistung, die kaum an eine Slapstick Auff\u00fchrung heranreicht, was sie aber auf weite Strecken sein will.<\/p>\n<p>Obwohl sich die Reihen nach der Pause geleert hatte, scheint das restliche Publikum, dem Applaus zufolge, mit der Darbietung zufrieden gewesen zu sein.<\/p>\n<p>Dr. Olaf Zenner<\/p>\n<p>Bild: \u00a9 Hans J\u00f6rg Michel<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: hinten: Kathrin Zukowski (Gr\u00e4fin Bandiera), Anton Kuzenok (Leutnant), vorne v.l.n.r.: Matteo Loi (Blasio), Alina Wunderlin (Ernestina), William Goforth (Graf Bandiera), Arnhei\u00f0ur Er\u00edksd\u00f3ttir (Carlotta)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Antonio Salieri (1750-1825), Dramma giocoso in zwei Akten, Libretto: Caterino Mazzol\u00e0, UA: 1778\/79: Venedig, 1783: Wiener Burgtheater (Neue Fassung) Regie Jean Renshaw, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: Christof Cremer Licht: Nicol Hungsberg Dirigent: Arnaud Arbet, G\u00fcrzenich Orchester K\u00f6ln, T\u00e4nzer: Martin Dvorak William Goforth<span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span><\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=7773\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":7775,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,1],"tags":[],"class_list":["post-7773","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-koln-buhnen-der-stadt","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7773","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7773"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7773\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7777,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7773\/revisions\/7777"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/7775"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7773"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7773"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7773"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}