{"id":771,"date":"2009-09-11T11:45:18","date_gmt":"2009-09-11T09:45:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=771"},"modified":"2010-03-21T23:42:05","modified_gmt":"2010-03-21T22:42:05","slug":"aachen-stadttheater-die-zauberflote","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=771","title":{"rendered":"Aachen, Stadttheater &#8211; DIE ZAUBERFL\u00d6TE"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Wolfgang Amadeus Mozart, Oper in zwei Aufz\u00fcgen, Libretto von Emanuel Schikaneder<br \/>\nUA: 30. September 1791, Wien<br \/>\nRegie: Ewa Teilmanns,  B\u00fchne: Oliver Brendel<br \/>\nDirigent:: Marcus R. Bosch, Aachener Sinfonieorchester und Opernchor, Choreinstudierung: Frank Flade<br \/>\nSolisten: Randall Jakobsh (Sarastro), Louis Kim (Tamino), Eva Bernard (K\u00f6nigin der Nacht), Michaela Maria Meyer (Pamina), Martin Berner (Papageno), Lasse Pentinnen (Monostatos), Irina Popova (Erste Dame der K\u00f6nigin) u.a.<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 6. September 2009 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"aachen-zauberflote.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/aachen-zauberflote.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"aachen-zauberflote.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/aachen-zauberflote.jpg\" \/><\/a>Die K\u00f6nigin der Nacht beauftragt Prinz Tamino, ihre vom F\u00fcrsten Sarastro entf\u00fchrte Tochter Pamina zu befreien. Tamino macht sich zusammen mit dem Vogelf\u00e4nger Papageno auf den Weg. Beide erhalten verzauberte Instrumente, die sie auf der Reise besch\u00fctzen sollen: Tamino eine Zauberfl\u00f6te, Papageno ein Glockenspiel. In Sarastros Reich findet Papageno Pamina. Tamino erf\u00e4hrt w\u00e4hrenddessen, da\u00df Sarastro nur gute Absichten hat. Sarastros Oberaufseher Monostatos nimmt dennoch den Prinz gefangen und bringt ihn zu Sarastro. Dieser schickt Tamino und Papageno in den Pr\u00fcfungstempel: sie sollen drei Pr\u00fcfungen bestehen. Papageno versagt schon zu Beginn und mu\u00df Tamino verlassen. Tamino besteht die erste Pr\u00fcfung. Zu den beiden folgenden Pr\u00fcfungen darf Tamino nun Pamina begleiten. Zusammen bestehen sie mit Hilfe der Zauberfl\u00f6te die Pr\u00fcfungen. Dadurch  werden sie in den Kreis der Eingeweihten aufgenommen. Papageno spielt sein Glockenspiel und bekommt seine Papagena. Beim Versuch, den Tempel zu zerst\u00f6ren. wird die K\u00f6nigin der Nacht vernichtet.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend der Ouvert\u00fcre sah man die wei\u00df gekleidete Pamina  in einem durchsichtigen Kasten, \u00e4hnlich einem Terrarium, sitzen. Dunkelblaues Licht sorgte f\u00fcr eine geheimnisvolle Atmosph\u00e4re des Reiches der K\u00f6nigin der Nacht. Statt bunter und aufwendiger B\u00fchne und Kost\u00fcme setzte Ewa Teilmanns hier eher auf Schlichtheit. Taminos Erscheinung pa\u00dfte durch seinen wei\u00dfen Anzug zu Pamina. Auffallend der Vogelf\u00e4nger Papageno durch seine wuschelige Per\u00fccke und seinen violetten Frack. Die K\u00f6nigin der Nacht trug ein klassisches Kleid in schwarz-gr\u00fcnen T\u00f6nen, mit einer Tourn\u00fcre und einem Zylinderhut. Sarastros Reich war das Innere eines wei\u00dfen Marmortempels mit mehreren Fenstern. Herrschaftsgerechtes Auftreten durch seinen wei\u00df-goldenen Anzug. Die Damen und Herren am Hofe trugen Kleidung in dezenten Farben: die Frauen Reifr\u00f6cke, die M\u00e4nner Fr\u00e4cke. Die B\u00fchnengestaltung und die Kost\u00fcme betonten die drei Prinzipien der Gesellschaftsordnung Sarastros: Natur, Weisheit und Vernunft.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\nMusikalisch zeigte das gesamte Ensemble Perfektion. Zwar wurde bei der Ouvert\u00fcre das Tempo vom Orchester nicht immer eingehalten, da  <strong>Marcus R. Bosch<\/strong> ein zu schnelles Tempo vorgab. Dies legte sich aber schon nach kurzer Zeit. <strong>Louis Kim<\/strong> (Tamino) besa\u00df einen hellen, volumenreichen Tenor und verlieh seiner Rolle als edelm\u00fctiger Prinzen ad\u00e4quaten Ausdruck. An seiner Seite hob <strong>Martin Berner<\/strong> (Papageno) durch viele humoristische Einlagen, wie den Akt einen Vogel zu fangen, das Lebensfrohe seiner Rolle gut hervor. Sein klarer Tenor hatte gro\u00dfe Ausstrahlung. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von <strong>Eva Bernard<\/strong> (K\u00f6nigin der Nacht), die mit ihrer Partie keine leichte Aufgabe zu bew\u00e4ltigen hatte. Trotz der schwierigen Koloraturen in der Arie <em>Der H\u00f6lle Rache kocht in meinem Herzen<\/em> konnte sie auch in den H\u00f6hen ihren strahlenden, facettenreichen Sopran gut unter Kontrolle halten und gab ihrem Auftritt einen herrschaftlichen Anstrich. Ebenso erw\u00e4hnenswert ist <strong>Michaela Maria Meyer<\/strong> (Pamina), deren anmutige Darstellung vor allem durch ihren sanften und lyrischen Sopran unterst\u00fctzt wurde. Die Arie <em>Ach ich f\u00fchl\u2019s<\/em> sang sie mit sehr viel Leidenschaft und gab dabei auch durch flehende Blicke ihrer Verzweiflung kund. <strong>Randall Jakobsh<\/strong> (Sarastro) entpuppte sich als g\u00fctiger Herrscher einer neuen Gesellschaftsordnung. Sein erhabender, sonorer Ba\u00df hatte eine angenehme Tiefe  und konnte das Gebieterische seiner Rolle gut unterstreichen.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nDie Auff\u00fchrung bestach im Wesentlichen durch die hervorragende Leistung aller S\u00e4nger, allen voran Michaela Maria Meyer, Martin Berner und Eva Bernard. Sie wurden vom Publikum mit besonders tosendem Applaus belohnt. Aus musikalischer Perspektive ein sehr gelungener Abend, der keine W\u00fcnsche offen lie\u00df.<br \/>\nMelanie Joannidis<\/p>\n<p>Bild: Carl Brunn<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Leila Pfister (Dritte Dame der K\u00f6nigin), Lasse Pentinnnen (Monostatos), Irina Popova (Erste Dame der K\u00f6nigin), Eva Bernard (K\u00f6nigin der Nacht) und M\u00e9lanie Forgeron (Zweite Dame der K\u00f6nigin)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Wolfgang Amadeus Mozart, Oper in zwei Aufz\u00fcgen, Libretto von Emanuel Schikaneder UA: 30. September 1791, Wien Regie: Ewa Teilmanns, B\u00fchne: Oliver Brendel Dirigent:: Marcus R. 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