{"id":7694,"date":"2018-11-06T15:26:00","date_gmt":"2018-11-06T14:26:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=7694"},"modified":"2019-01-06T15:27:49","modified_gmt":"2019-01-06T14:27:49","slug":"die-zauberfloete-coburg-landestheater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=7694","title":{"rendered":"Die Zauberfl\u00f6te &#8211; Coburg, Landestheater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), Deutsche Oper in zwei Aufz\u00fcgen, Libretto: Emanuel Schikaneder, UA: 30. September 1791 Wien, Theater im Freihaus auf der Wieden<\/p>\n<p>Regie: Philipp Westerbarkei, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: Tatjana Ivschina<\/p>\n<p>Dirigent: Johannes Braun, Philharmonisches Orchester und Chor des Landestheater Coburg, Choreinstudierung: Mikko Sidoroff<\/p>\n<p>Solisten: Bartosz Araszkiewics (Sarastro), Peter Aisher (Tamino), Michael Lion (Sprecher\/1. Priester), Jaehan Bae (2. Priester), Andrzej Quirini (2. Geharnischter), Dimitra Kotidou (K\u00f6nigin der Nacht), Laura Incko (Pamina), Marvin Zobel (Papageno), Francesca Paratore (Papagena), Dirk Mestmacher (Monostatos)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 4. November 2018 (Premiere 3.10.2018)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Coburg-Zauberfl\u00f6te.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7695\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Coburg-Zauberfl\u00f6te.png\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"433\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Coburg-Zauberfl\u00f6te.png 650w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Coburg-Zauberfl\u00f6te-300x200.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Die K\u00f6nigin der Nacht beauftragt Prinz Tamino, ihre von Sarastro entf\u00fchrte Tochter Pamina zu befreien. Tamino macht sich zusammen mit dem Vogelf\u00e4nger Papageno auf den Weg. Beide erhalten zum Schutz magische Instrumente: Tamino eine Zauberfl\u00f6te, Papageno ein Glockenspiel. In Sarastros Tempel findet Papageno. Monostatos, Oberaufseher Sarastros nimmt den Prinz gefangen und bringt ihn zu Sarastro. Papageno und Tamino sollen drei Pr\u00fcfungen bestehen. Papageno bricht das Schweigen und mu\u00df Tamino verlassen. Tamino besteht die erste Pr\u00fcfung. Zusammen mit Pamina besteht er mit Hilfe der Zauberfl\u00f6te auch die Pr\u00fcfungen des Feuers und des Wassers. Dadurch werden sie in den Kreis der Eingeweihten aufgenommen. Papageno spielt sein Glockenspiel und bekommt seine Papagena. Ein Versuch der K\u00f6nigin der Nacht, in den Tempel einzudringen, scheitert.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Diese <em>Zauberfl\u00f6te<\/em> spielt in einem Nachtklub. Die drei Damen sind Personal, die K\u00f6nigin der Nacht ist der Star auf der B\u00fchne. An den Tischen sitzen G\u00e4ste in Frack und blauen Abendkleidern. Tamino tritt als Gast in asiatischen Gew\u00e4ndern auf, Papageno kommt im Vogelkost\u00fcm. Pamina wird im dunklen Keller durch Monostatos gefoltert, wof\u00fcr er blutige Pr\u00fcgel bezieht. Sarastro ist eine Mischung aus Phantom der Oper (Maske), Marco Polo (Kleidung bzw. Korsett) und der brutale Pate dieser dunklen Gesellschaft. Zwar gibt es keine T\u00fcren zu Wissenspr\u00fcfungen, aber \u00dcberwachungsmonitore und eine Badewanne, in der Pamina badet und in der sp\u00e4ter ein Baum entsprie\u00dft.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Erfolg der <em>Zauberfl\u00f6te<\/em> ist u.a. der Rolle des lustigen Papageno und der beiden Liebespaare zuzuschreiben. <strong>Marvin Zobel <\/strong>stellt den spielerisch eindrucksvolle Papageno dar und bildet, zusammen mit der gelenkigen Papagena <strong>Francesca Paratore<\/strong>, ein Traumpaar. Gleiches gilt f\u00fcr Tamino und Pamina: Mit lyrischem, gef\u00fchlvollen Tenor besticht <strong>Peter Aisher<\/strong>. Dies gelingt ihm schon am Anfang mit <em>Dies Bildnis ist bezaubernd sch\u00f6n<\/em>.<\/p>\n<p><strong>Laura Incko <\/strong>als Pamina \u00fcberzeugt mit einer sehr lyrisch ausgepr\u00e4gten Stimme und begeistert vor allem mit <em>Ach ich f\u00fchl es<\/em> \u2013 und kann die szenische Umsetzung als gequ\u00e4ltes M\u00e4dchen vergessen machen. <strong>Dirk Mestmacher<\/strong> ist als Spieltenor mit der Rolle des Monostatos gut im Rennen. Er kann sich mit tenoralem Glanz stimmlich durchsetzen: <em>Alles f\u00fchlt der Liebe Freuden! <\/em><strong>Michael Lion<\/strong> ist als solider Hausba\u00df ein g\u00fctiger Sprecher und Priester. <strong>Dimitra Kotidou <\/strong>als K\u00f6nigin der Nacht hat mit den Koloraturen in <em>Der H\u00f6lle Rache<\/em> einige Probleme. <strong>Bartosz Araszkiewics<\/strong> (Sarastro) hat \u00e4hnliche Probleme in der Tiefe. Eine solide Basis besitzt der <strong>Chor<\/strong> und der <strong>Kinderchor<\/strong>. Die drei Knaben sind drei weibliche Kinderchorsolisten und \u00fcberzeugen mit sehr klarer, kindlicher Intonation auch in den hohen Registern. Das Philharmonische Orchester unter der Leitung von <strong>Johannes Braun<\/strong> startet zwar mit Elan und Esprit in die Ouvert\u00fcre, h\u00e4lt sich danach aber dezent im Hintergrund, von Mozarts Zauberwelt findet sich in dieser Auff\u00fchrung keine Spur.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Die Intention dieser Produktion ist schwierig zu durchschauen, zumal einige Szenen gek\u00fcrzt sind. Klar ist jedoch, da\u00df es hier nicht um den <em>Geist der Aufkl\u00e4rung<\/em> oder der geistigen Reife geht, sondern um dunkle Machenschaften, die auch zu blutigen Auseinandersetzungen f\u00fchren, zu Bildern des Niedergangs. Wegen dieser bedr\u00fcckenden Szenen wird wieder einmal bewu\u00dft, da\u00df dies keine Oper f\u00fcr Kinder ist, aber eine Oper mit Kindern. Der Kinderchor und drei Solistinnen daraus (die drei Knaben) sind ein musikalischer H\u00f6hepunkt. Die \u00fcbrigen Rollen sind meist schwierig zu besetzen, zumal f\u00fcr kleine H\u00e4user mit d\u00fcnner Personalschicht. Die Geharnischten und die drei Damen werden am meisten bejubelt, Sarastro (ein finsterer Pate aus der Unterwelt) und die Nachtklub-K\u00f6nigin der Nacht deutlich weniger.<\/p>\n<p>Oliver Hohlbach<\/p>\n<p>Bild: Sebastian Buff<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Abendgesellschaft mit den drei Damen und \u2013 im Vordergrund mit dem R\u00fccken zum Zuschauer \u2013 Peter Aisher (Tamino)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), Deutsche Oper in zwei Aufz\u00fcgen, Libretto: Emanuel Schikaneder, UA: 30. 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