{"id":7656,"date":"2018-12-12T18:26:29","date_gmt":"2018-12-12T17:26:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=7656"},"modified":"2018-12-13T18:28:12","modified_gmt":"2018-12-13T17:28:12","slug":"im-weissen-roessl-koeln-oper","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=7656","title":{"rendered":"Im wei\u00dfen R\u00f6\u00dfl &#8211; K\u00f6ln, Oper"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Ralph Benatzky (1884-1957), Singspiel in drei Akten, Libretto: Hans M\u00fcller und Erik Charell, nach dem Lustspiel (1898) von Oskar Blumenthal und Giustav kadelburg, Gesangstexte: Robert Gilbert, Musikalische Einlagen: Robert Gilbert, Bruno Granichstaedten, Robert Stolz und Hans Frankowski, UA: 8. November 1930 Berlin, Gro\u00dfes Schauspielhaus<\/p>\n<p>Regie: Eike Ecker, B\u00fchne: Darko Petrovic, Kost\u00fcme: Ulrich Schulz<\/p>\n<p>Dirigent: Uwe Theimer und das G\u00fcrzenich-Orchester K\u00f6ln<\/p>\n<p>Solisten: Claudia Rohrbach (Josepha Vogelhuber), Martin Koch (Leopold Brandmeyer), Matthias Friedrich (Wilhelm Giesecke), Jutta Maria B\u00f6hnert (Ottilie), Michael Siemon (Dr. Erich Siedler), Miljenko Turk (Sigismund S\u00fclzheimer), Maike Raschke (Kl\u00e4rchen), Bert Oberdorfer (Der Kaiser)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 9. Dezember 2018 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/K\u00f6ln-Weisse-R\u00f6ssel.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7657\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/K\u00f6ln-Weisse-R\u00f6ssel.png\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"433\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/K\u00f6ln-Weisse-R\u00f6ssel.png 650w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/K\u00f6ln-Weisse-R\u00f6ssel-300x200.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Der Oberkellner Leopold ist in die Wirtin zum Gasthof <em>Zum wei\u00dfen R\u00f6\u00dfl<\/em>, Josepha Vogelhuber, verliebt. Diese weist ihn allerdings ab. Stattdessen lieb\u00e4ugelt sie mit dem Rechtsanwalt Dr. Siedler, doch dieser hat ein Auge auf Ottilie geworfen. Als Leopold sich den Anweisungen Josephas widersetzt, feuert sie ihn kurzerhand. W\u00e4hrenddessen trifft Sigismund S\u00fclzheimer im R\u00f6\u00dfl ein und b\u00e4ndelt mit Kl\u00e4rchen an. Als Josepha erf\u00e4hrt, da\u00df der Kaiser ihr Wirtshaus besuchen will, ist sie verzweifelt und bittet Leopold wieder f\u00fcr sie zu arbeiten. Der willigt ein auf die Bedingung hin, da\u00df sein Konkurrent Dr. Siedler die Suite neben Ottilie bekommt. Josepha versteht, da\u00df Leopold ihr trotz aller Widrigkeiten immer treu war und erkennt seine Liebe zu ihr. In seinem Arbeitszeugnis macht sie ihm einen Heiratsantrag. Ebenso verloben sich Dr. Siedler und Ottilie sowie Kl\u00e4rchen und Sigismund.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Die B\u00fchne zeigt ein Alpenpanorama mit aufgemalten Bergen im Hintergrund und Holzh\u00e4user im Vordergrund der B\u00fchne, die das wei\u00dfe R\u00f6\u00dfl darstellen. In der Mitte befindet sich ein Rondell, das sich drehen l\u00e4\u00dft und als Zentrum der Handlung fungiert. Das Orchester wird ans hintere Ende der B\u00fchne, vor das Alpenpanorama, verbannt. Die Kost\u00fcme sind bunt und humorvoll gestaltet: die M\u00e4nner erscheinen in alpinen Lederhosen und Anz\u00fcgen, die Frauen in bunten Dirndln. Teile der G\u00e4ste tragen aber auch kunterbunte Kleider in unterschiedlichen Stilen. Insgesamt legt die Inszenierung viel Wert auf bunte Knalleffekte und komische Einf\u00e4lle. Beispielsweise erscheinen einige Damen als tanzende K\u00fche auf der B\u00fchne, es wird ein Papp-Bus mit japanischen Touristen eingefahren, oder es werden Wasserb\u00e4lle in das Publikum geworfen.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Von Anfang an erweist sich die Entscheidung, das Orchester unter der Leitung von <strong>Uwe Theimer <\/strong>in die hinteren Reihen der B\u00fchne zu verbannen, als Fehler, denn das wirkt sich auf die Zusammenwirken von Orchester und Gesang aus. Leider ist das Orchester oft viel schneller als das S\u00e4nger, die ihre Eins\u00e4tze nicht rechtzeitig aufzunehmen scheinen. Besonders f\u00e4llt das auch beim Chor auf, der sich erst im Laufe des Abends richtig zu finden scheint und dann f\u00fcr einen gleichm\u00e4\u00dfigen und harmonischen Klang sorgt. Unter den Solisten zeigt <strong>Martin Koch<\/strong> (Leopold) keine besondere Glanzleistung. Sein Tenor ist sehr d\u00fcnn und hat ein sehr kehliges Timbre in der H\u00f6he. Ebenso vermag er es nicht, seiner Rolle durch dynamische Betonung lebendiger zu gestalten. Das Lied <em>Es mu\u00df was Wunderbares sein <\/em>singt er zwar vertr\u00e4umt und in der H\u00f6he akzentuiert, es klingt dabei aber in der Tiefe unrein. Schauspielerisch gibt er sich M\u00fche den charmanten und gewitzten Kellner darzustellen, es fehlt ihm aber auch hier an Strahlkraft, besonders in der Interaktion mit seiner Partnerin <strong>Claudia Rohrbach <\/strong>(Josepha). Diese zeigt mit ihrem gl\u00e4nzend leuchtenden, raumf\u00fcllenden Sopran eine solide Leistung. Besonders in der Arie <em>Im Salzkammergut da kann man gut lustig sein<\/em> setzt sie ihre Stimme sehr lautmalerisch ein und wechselt unbemerkt Kopf- und Bruststimme. Allerdings ist sie schauspielerisch eher zur\u00fcckhaltend.<\/p>\n<p><strong>Michael Siemons<\/strong> (Dr. Siedler) Tenor besitzt ein sehr helles Timbre, \u00e4hnlich wie von Martin Koch, allerdings kann er in den Duetten mit seiner Partnerin <strong>Jutta Maria B\u00f6hnert<\/strong> (Ottilie) \u00fcberzeugen. Das Lied <em>Mein Liebeslied mu\u00df ein Walzer sein<\/em> lassen beide mit viel Gef\u00fchl und inbr\u00fcnstig h\u00f6ren. Dabei h\u00fcllt Siemons Tenor elegant B\u00f6hnerts eher dunkel gef\u00e4rbten Sopran ein. Ein H\u00f6hepunkt ist der Auftritt von <strong>Miljenko Turk<\/strong> (Sigismund), dessen kraftvoller und polternder Bariton den Abend deutlich aufwertet. Dabei singt er nicht nur rhythmisch pr\u00e4zise, sondern auch mit angemessener Dynamik und Intonation. Auch schauspielerisch zeigt er als Elvis-Verschnitt mit pinkfarbener Per\u00fccke wohl die beste Leistung des Abends, imitiert Rockstars Falcos <em>Rock Me Amadeus<\/em> auf der B\u00fchne, l\u00e4uft Schlittschuh und entbl\u00f6\u00dft seine Glatze.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>B\u00fchnenbild und Kost\u00fcme sind gut gew\u00e4hlt und setzen die richtigen Akzente f\u00fcr einen unterhaltsamen Abend. Allerdings l\u00e4\u00dft die schauspielerische und musikalische Leistung eher zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Au\u00dfer bei Miljenko Turk hat man bei den meisten Solisten das Gef\u00fchl, sie geben nicht ihre Hundertprozent, was schade ist. F\u00fcr einen beschwingten Operettenabend fehlt es musikalisch leider an der Substanz!<\/p>\n<p>Melanie Joannidis<\/p>\n<p>Bild: Paul Leclaire<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Miljenko Turk (Sigismund S\u00fclzheimer), Tanzensemble, Chor und Statisterie der Oper K\u00f6ln<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Ralph Benatzky (1884-1957), Singspiel in drei Akten, Libretto: Hans M\u00fcller und Erik Charell, nach dem Lustspiel (1898) von Oskar Blumenthal und Giustav kadelburg, Gesangstexte: Robert Gilbert, Musikalische Einlagen: Robert Gilbert, Bruno Granichstaedten, Robert Stolz und Hans Frankowski, UA: 8.<span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span><\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=7656\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":7657,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,1],"tags":[],"class_list":["post-7656","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-koln-buhnen-der-stadt","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7656","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7656"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7656\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7658,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7656\/revisions\/7658"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/7657"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7656"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7656"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7656"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}