{"id":7569,"date":"2018-10-02T18:06:08","date_gmt":"2018-10-02T17:06:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=7569"},"modified":"2018-10-03T18:10:58","modified_gmt":"2018-10-03T17:10:58","slug":"eine-nacht-in-venedig-goerlitz-gerhart-hauptmann-theater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=7569","title":{"rendered":"Eine Nacht in Venedig &#8211; G\u00f6rlitz, Gerhart Hauptmann Theater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Johann Strau\u00df (1813-1883), Operette in drei Akten, Libretto: Friedrich Zell u. Richard Gene\u00e9, UA: 3. Oktober 1883 Berlin, Neues Friedrich-Wilhelmst\u00e4dtisches Theater<\/p>\n<p>Regie: Steffen Piontek<\/p>\n<p>Dirigent: Ulrich Kern, Neue Lausitzer Philharmonie, Opernchor, Choreinstudierung: Albert Seidl<\/p>\n<p>Solisten: Thembi Nkosi (Herzog von Urbino), Dirk Konnerth (Caramello), Jenifer Lary (Annina), Marc-Eric Schmidt (Pappacoda), Anna G\u00f6ssi (Ciboletta), Stefan Bley (Bartolomeo Delaqua), Emma Rothmann (Barbara), Hans-Peter Struppe (Barbaruccio), Barbara Siegel (Agricola), Carsten Abel (Testaccio), Robert Rosenkranz (Enrico Piselli), Holden Madagame (Centurio)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 29. September 2018 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/G\u00f6rlitz-NachtinVenedig.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7570\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/G\u00f6rlitz-NachtinVenedig.png\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"433\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/G\u00f6rlitz-NachtinVenedig.png 650w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/G\u00f6rlitz-NachtinVenedig-300x200.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Der Herzog von Urbino ist weithin als Weiberheld bekannt, so da\u00df die Senatoren von Venedig ihre Frauen in der Zeit des Karnevals zu Hause in sicherer Verwahrung wissen wollen. Senator Delaqua will seine Tochter Barbara sogar in ein Kloster bringen lassen. Diese aber will an dem Fest teilnehmen und tauscht mit dem Fischerm\u00e4dchen Annina die Rollen. Unterdessen wird der Leibbarbier des Herzogs beauftragt, da\u00df ihm Barbara heimlich zugef\u00fchrt werde. Es kommt zu einigen Verwechslungen und am Ende findet der Herzog Gefallen an der \u201efalschen\u201c Barbara, n\u00e4mlich an Annina, die allerdings mit Caramello liiert ist. Um in der N\u00e4he von Annina zu sein, erh\u00e4lt Caramello kurzerhand die Stelle des Verwalters.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Ouvert\u00fcre ist ein stimmungsvoll gemaltes Bild der Lagunenstadt bei Nacht zu sehen, w\u00e4hrend in den einzelnen Akten unterschiedliche Aufbauten die B\u00fchne, die Elemente des \u201eromantischen\u201c Venedig verk\u00f6rpern darstellen, wie Rialtobr\u00fccke, Arkaden des Herzogspalastes, ein Gondoliere an der Anlegestelle sowie bewegtes Wellenspiel des Kanals. Die S\u00e4nger agieren dazu in prachtvollen Kost\u00fcmen, die nicht nur die Stimmung der Zeit, sondern auch die des Karnevals \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>S\u00e4nger und Orchester<\/p>\n<p><strong>Thembi Nkosi<\/strong> als Herzog zeigt volle B\u00fchnenpr\u00e4senz. Er beeindruckt in seinen Arien durch tenorale Leichtigkeit und lyrische Stimmf\u00fchrung, wobei seine Stimme stets ein farbenreich changierendes Spektrum ausleuchtet. <strong>Dirk Konnerth<\/strong> stellt ein Caramello wie aus dem musikalischen Bilderbuch dar: auftrittsstark und mit Brillanz funkelt sein <em>Komm in die Gondel<\/em>, stets m\u00fchelos und raumgreifend. Seine offene Tenorstimme beherrscht er voll schillernder Facetten. Stimmlich mitrei\u00dfend gef\u00e4llt auch <strong>Jenifer Lary<\/strong> als Annina. Sie zeigt in ihrem Auftrittslied <em>Frutti di Mare<\/em> einen Sopran voller Leuchtkraft und stimmlicher Elastizit\u00e4t. Ebenso wei\u00df sie im Duett mit stimmlich nuancenreichem Farbenspiel zu bet\u00f6ren. Auch <strong>Anna G\u00f6ssi<\/strong> als Ciboletta erfreut mit gro\u00dfvolumigem Sopran und eine ausdrucksstarker Leichtigkeit. <strong>Eric Schmidt<\/strong> (Pappacoda) erreicht mit warm ausgeleuchtetem Timbre einen elegant-heiteren Stimmduktus. K\u00f6stlich ist auch das Spiel der drei senilen Senatoren, die von <strong>Stefan Bley, Hans-Peter Struppe und Carsten Abel<\/strong> kongenial in Szene gesetzt werden. Die <strong>Neue Lausitzer Philharmonie<\/strong> unter <strong>Ulrich Kern<\/strong> webt dazu mit wendigem Spiel und eindrucksvoller Durchsetzungskraft einen mitrei\u00dfenden Klangteppich. Besonders hervorzuheben sei auch der gl\u00e4nzend aufgestellte <strong>Opernchor.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Die Auff\u00fchrung in der Regie von Steffen Piontek zeigt musterg\u00fcltig, wie wichtig bei einer musikalischen Produktion neben dem gezeigten musikalischen Standing auch die schauspielerische Leistung der S\u00e4nger ist. Und hier zeigt sich musikalisch wie auch schauspielerisch, im perfekten Zusammenspiel aller Beteiligten ein auf Hochglanz poliertes Juwel! Die mitrei\u00dfend ausgestattete Auff\u00fchrung ist ein k\u00f6stlicher Reigen perlender Heiterkeit, der durch s\u00e4ngerische und spielerische Leichtigkeit in Sph\u00e4ren musikalischer Ausgelassenheit entf\u00fchrt. Ein wunderbar gelungener Abend \u2013 Bravo!<\/p>\n<p>Dr. Andreas Gerth<\/p>\n<p>Bild: Marlies Kross<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Johann Strau\u00df (1813-1883), Operette in drei Akten, Libretto: Friedrich Zell u. Richard Gene\u00e9, UA: 3. 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