{"id":7555,"date":"2018-09-17T14:35:16","date_gmt":"2018-09-17T13:35:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=7555"},"modified":"2018-09-18T13:53:31","modified_gmt":"2018-09-18T12:53:31","slug":"das-rheingold-pforzheim-stadttheater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=7555","title":{"rendered":"Das Rheingold &#8211; Pforzheim, Stadttheater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Richard Wagner, Oper in vier Bildern, Libretto: R. Wagner, UA: 22. September 1869 M\u00fcnchen, Nationaltheater<\/p>\n<p>Regie: Thomas M\u00fcnstermann, B\u00fchne: J\u00f6rg Brombacher, Kost\u00fcme: Alexandra Bentele, Video: Oliver Feigl, Dramaturgie: Annika Hertwig<\/p>\n<p>Dirigent: Markus Huber, Badische Philharmonie Pforzheim<\/p>\n<p>Solisten: Lukas Schmid-Wedekind (Wotan), Paul Jadach (Donner), Theodore Browne (Froh), Philipp Werner (Loge), Dorothee B\u00f6hnisch (Fricka), Stamatia Gerothanasi (Freia), Lisa Wedekind (Erda), Hans Gr\u00f6ning (Alberich), Dennis Marr (Mime), Heeyun Choi (Fasolt), Aleksandar Stefanoski (Fafner), Elisandra Meli\u00e1n (Woglinde), Anna G\u00fctter (Wellgunde), Lisa Wedeking (Flo\u00dfhilde), Nibelungen: Kultur Schaffer e.V.<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 14. September 2018 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Pforzheim-Rheingold.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7557\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Pforzheim-Rheingold.png\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"463\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Pforzheim-Rheingold.png 650w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Pforzheim-Rheingold-300x214.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Auf dem Grund des Rheins liegt, von den Rheint\u00f6chtern bewacht, das Gold. Doch die geschw\u00e4tzigen Wassernixen erz\u00e4hlen dem Nachtalben Alberich, da\u00df derjenige die Herrschaft der Welt erringt, der das Gold raubt. Einzige Bedingung: er mu\u00df der Liebe abschw\u00f6ren. Ohne zu z\u00f6gern raubt Alberich den Schatz und nimmt ihn mit sich unter die Erde. \u00dcber den Wolken hat sich derweil Wotan die Burg Walhall von den Riesen Fasolt und Fafner bauen lassen. Als diese den versprochenen Lohn, die G\u00f6ttin Freia, einfordern, verweigert Wotan dies. Nun bleibt ihm noch die M\u00f6glichkeit, den Schatz Alberichs zu rauben, um die Riesen zu vers\u00f6hnen. Doch sobald Wotan den Schatz, vor allem den von Mime geschmiedeten Ring in H\u00e4nden h\u00e4lt, will er auch diesen f\u00fcr sich behalten&#8230;<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Wir befinden uns vor einer Zirkusmanege, die der Regisseur Thomas M\u00fcnstermann als Schauplatz f\u00fcr das <em>Rheingold<\/em> gew\u00e4hlt hat. An einigen Stellen wirkt dies auch durchaus zutreffend: in der dritten Szene erscheint Alberich als Dompteur mit Peitsche und Mime als h\u00e4\u00dflicher gequ\u00e4lter Clown. Die Verwandlungen mit Hilfe des Tarnhelms geschehen in einer schwarzen Zauberkiste. Zu Beginn ergl\u00e4nzt das Rheingold durch die aufgehende Sonne, welche dann von Alberich geraubt wird. Erda erscheint am Ende der Oper im Rollstuhl sitzend unter einem Schleier, der sie zu einer Art Mondg\u00f6ttin macht. Die Nibelungen (Kultur Schaffer e.V.) treten in blauer Arbeiterkleidung mit Baseball-M\u00fctze (Basecaps) auf. Am Ende wird das Halbrund des Zirkus aufgestellt und bildet so einen Regenbogen.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Die Badische Philharmonie Pforzheim unter der Leitung von <strong>Markus Huber<\/strong> st\u00fctzt sich auf die Fassung mit reduzierten Bl\u00e4sern von Alfons Abbass. Dieses war schon im fr\u00fchen 20. Jahrhundert ein Mittel, um auch in kleineren H\u00e4usern Wagners Werke aufzuf\u00fchren. Das Klangbild wird dadurch ein wenig kammermusikalischer und die Musik kommt an vielen Stellen sehr leichtf\u00fc\u00dfig daher. Aufgrund des Verzichts auf eine \u00dcbertitelung legt Markus Huber wert auf ein m\u00e4\u00dfiges Deklamationstempo, um die Artikulation der S\u00e4nger zu verbessern. Dies funktioniert sehr gut. Auch kann das Theater Pforzheim eine \u00fcberraschend solide Wagner-Besetzung aufweisen: die drei Rheint\u00f6chter (<strong>Elisandra Meli\u00e1n, Anna G\u00fctter, Lisa Wedekind<\/strong>) \u00fcberraschen alle durch ein abgerundetes warmes Timbre mit guter Textverst\u00e4ndlichkeit. Die Helden des Abends sind Wotan (<strong>Lukas Schmid-Wedekind<\/strong>) und Fasolt (<strong>Heeyun Choi<\/strong>). Wotan erscheint mit einem durchdringenden schnittig-klaren Klang wie man sich den G\u00f6ttervater vorstellt. Fasolt ist ebenfalls ein Charakter mit gro\u00dfer stimmlicher Pr\u00e4senz. Lediglich <strong>Stamatia Gerothanasi<\/strong> als Freia l\u00e4\u00dft bez\u00fcglich Textverst\u00e4ndlichkeit ein wenig zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Auch \u00fcberdeckt das Orchester, das aus Platzgr\u00fcnden im oberen Hintergrund des B\u00fchnenbildes positioniert ist, an keiner Stelle die S\u00e4nger!<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>An dem Pforzheimer <em>Rheingold<\/em> kann man erkennen, da\u00df man mit einem schlichten B\u00fchnenbild bereits viel vermitteln kann. Die Inszenierung ist nicht so \u00fcberladen wie andernorts, auch ist es sch\u00f6n, da\u00df man im Ensemble \u00fcberwiegend S\u00e4nger hat, die der deutschen Sprache m\u00e4chtig sind, was ja von vielen gro\u00dfen Wagnerb\u00fchnen heutzutage nicht mehr behauptet werden kann. Als Schwachpunkt der Regie k\u00f6nnte man anf\u00fchren, da\u00df der Zirkus bei Richard Wagner eigentlich nicht das Werk selbst betrifft, sondern vielmehr die Geschehnisse um Festspielhaus und Festspiele.<\/p>\n<p>Dr. Daniel Rilling<\/p>\n<p>Bild: Sabine Haymann<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Das Ensemble<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Richard Wagner, Oper in vier Bildern, Libretto: R. Wagner, UA: 22. 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