{"id":742,"date":"2009-06-03T12:19:38","date_gmt":"2009-06-03T10:19:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=742"},"modified":"2010-03-21T23:42:55","modified_gmt":"2010-03-21T22:42:55","slug":"hof-stadtebundtheater-don-pasquale","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=742","title":{"rendered":"Hof, St\u00e4dtebundtheater &#8211; DON PASQUALE"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Gaetano Donizetti; Drama buffo in 3 Akten, Libretto von G.D. Ruffini und Gaetano Donizetti in der deutschen \u00dcbersetzung von Joachim Popelka, UA: 1843, Paris<br \/>\nRegie: Rainer Friedemann, B\u00fchne: Anne Weiler, Kost\u00fcme: Barbara Schwarzenberger<br \/>\nDirigent: Lorenz C. Aichner, Hofer Symphoniker, Opernchor<br \/>\nSolisten: J\u00fcrgen Schultz (Don Pasquale), Thomas Rettensteiner (Doktor Malatesta), Chong Sun (Ernesto), Gesche Geier (Norina), Christian Seidel (Notar)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 29. Mai 2009 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"hof-don-pasquale.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/hof-don-pasquale.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"hof-don-pasquale.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/hof-don-pasquale.jpg\" \/><\/a>Der geizige Don Pasquale m\u00f6chte heiraten, um dadurch die Heiratspl\u00e4ne seines Neffen und Erben Ernesto mit der mittellosen Norina zu durchkreuzen. Sein Freund Doktor Malatesta soll ihm eine junge und reiche Ehefrau suchen. Statt dessen entwirft Malatesta einen Plan um Ernesto zu helfen und Don Pasquale zu prellen. Er gibt Norina unter falschem Namen als seine tugendhafte Schwester aus, in die sich Don Pasquale sofort verliebt. Ein falscher Notar vollzieht die Trauung. Doch nach der Hochzeit verwandelt sich die liebevolle Norina in einen Hausdrachen. V\u00f6llig ersch\u00f6pft von den Launen seiner jungen Gattin stimmt er letztendlich der Heirat Ernestos mit Norina zu, um damit seine neu Frau loszuwerden. Der Plan Malatestas geht damit auf.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\n<strong>Anne Weilers<\/strong> B\u00fchne ist einfach gestrickt, auf einer Schr\u00e4ge wird zwischen Seitent\u00fcren eine typische spie\u00dfb\u00fcrgerliche Scheinwelt karikiert. Eine bunte Hintergrundszene \u2013 mit den typischen r\u00f6hrenden Hirschen \u2013 steht f\u00fcr die Hochzeitsszene, eine einfache Stellwand f\u00fcr das normale Zuhause. Die Kost\u00fcme von <strong>Barbara Schwarzenberger<\/strong> stellen den deutschen Spie\u00dfb\u00fcrger vor: Der dandyhafte Neffe, der auf die Erbschaft wartet, der biedere Don Pasquale, die gutaussehende Norina, Malatesta als italienischer Gauner, sowie den Chor als Hausfrauen, Friseur, Priester und Postbote. Diese schauen gerne zu, wenn Norina gegen\u00fcber ihrem Ehemann handgreiflich wird.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\n<strong>Gesche Geier<\/strong> sprang f\u00fcr die erkrankte Monika H\u00fcgel als Norina f\u00fcr die ersten beiden Vorstellungen ein und wurde zum Glanzpunkt des Abends. Eine geschmeidiger Soubrette mit absolut sicheren Koloraturen und sehr sch\u00f6nen hohen T\u00f6nen. Aber sie kann auch, wenn es n\u00f6tig, ist wundersch\u00f6n keifen. <strong>J\u00fcrgen Schultz<\/strong> (Don Pasquale) ist ein leicht trotteliger Kom\u00f6diant, der eher zum Sprechgesang neigt. An diesem Abend kommen noch Unsicherheiten im Text und Takthalten hinzu. Vielleicht liegt es auch daran, da\u00df <strong>Lorenz C. Aichner<\/strong> etwas zu schwungvoll (aber ganz im Sinne einer buffa) aufspielen l\u00e4\u00dft \u2013 manchmal ist das Orchester zu laut f\u00fcr einige S\u00e4nger. Dieses Problem hat auch<strong> Chong Sun<\/strong> (Ernesto), der Haustenor im lyrischen Fach. Bei dieser Auff\u00fchrung hat er kaum Durchschlagskraft und in den h\u00f6heren Tonlagen klingt er eng. Solche Probleme hat <strong>Thomas Rettensteiner<\/strong> (Malatesta) nicht. Sein in allen Belangen gl\u00e4nzender Bariton empfiehlt ihn l\u00e4ngst f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere H\u00e4user.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\n<strong>Rainer Friedemann <\/strong>hat die Rahmenhandlung deutlich ge\u00e4ndert: Doktor Malatesta ist kein Arzt, sondern will Don Pasquale um sein Geld bringen \u2013 mit Hilfe seiner Komplizin Norina. Wie er es geschafft hat, das Vertrauen des Don Pasquale zu erreichen, bleibt bei  Handlungs\u00e4nderung unklar.<br \/>\nFreundlicher Applaus ist der wohlverdiente Lohn f\u00fcr das gesamte Ensemble. Ein heiterer Sommerspa\u00df ohne wirklichen Tiefgang ist das richtige Abschiedsgeschenk bevor es f\u00fcr das Ensemble in die Sommerpause zur dringend n\u00f6tigen Entspannung geht.<br \/>\nOliver Hohlbach<\/p>\n<p>Bild: SFF Fotodesign<br \/>\nDas Bild zeigt: Der erste Ehestreit gleich nach der Trauung. J\u00fcrgen Schultz als Don Pasquale (sitzend) und Gesche Geier als Norina (li. stehend).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Gaetano Donizetti; Drama buffo in 3 Akten, Libretto von G.D. Ruffini und Gaetano Donizetti in der deutschen \u00dcbersetzung von Joachim Popelka, UA: 1843, Paris Regie: Rainer Friedemann, B\u00fchne: Anne Weiler, Kost\u00fcme: Barbara Schwarzenberger Dirigent: Lorenz C. 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