{"id":721,"date":"2009-06-11T14:56:12","date_gmt":"2009-06-11T12:56:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=721"},"modified":"2010-03-21T23:42:11","modified_gmt":"2010-03-21T22:42:11","slug":"dortmund-theater-oedipus-rex-und-le-sacre-du-printemps","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=721","title":{"rendered":"Dortmund, Theater &#8211; OEDIPUS REX UND LE SACRE DU PRINTEMPS"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><strong>Oedipus Rex<\/strong><br \/>\nIgor Strawinsky (1882-1971), Opern-Oratorium in zwei Akten, Libretto: Jean Cocteau nach Sophokles, UA: (konzertant) 30. Mai 1927, Paris, Th\u00e9\u00e2tre Sarah Bernard, szenisch: 23. Februar 1928, Wien, Staatsoper<br \/>\nRegie: Christiane Mielitz, Dramaturg: Klaus Angermann, Beleuchtung: Ralph J\u00fcrgens, Dirigent: Jac van Steen, Herren des Opernchores und des Extrachores, Einstudierung: Granville Walker<br \/>\nSolisten: Charles Kim (Oedipus), Ji Young Michel (Jokaste), Simon Neal (Kreon\/Bote), Marko Spehar (Teiresias), Stephan Boving (Hirte), Hannes Brock (Sprecher)<br \/>\n<strong>Le Sacre du Printemps<\/strong><br \/>\nvon Igor Strawinsky, Ballett, UA: 29. Mai 1913 Paris, Th\u00e9\u00e2tre des Champs-\u00c9lys\u00e9es, Choreographie: Xin Peng Wang Ensemble des Ballett Dortmund Baier, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: Hartmut Sch\u00f6rghofer, Beleuchtung: Stefan Schmidt Dramaturg: Christian<br \/>\nDirigent: Jac van Stehen, Dortmunder Philharmoniker<br \/>\nSolistin: Monika Fotescu-Uta (Opfer)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 7. Juni 2009 (Premiere, in lateinischer Sprache mit deutschen \u00dcbertiteln)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"dortmund-odipus.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/dortmund-odipus.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"dortmund-odipus.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/dortmund-odipus.jpg\" \/><\/a><strong>Oedipus Rex<\/strong>: Die Pest w\u00fctet in Theben und das Volk bittet den K\u00f6nig Oedipus um Hilfe, dieser sendet seinen Schwager Kreon zum Orakel. Der Spruch des Orakels lautet: Die Pest bleibt in Theben, bis der M\u00f6rder des ehemaligen K\u00f6nigs Laius gefunden w\u00fcrde, der sich dort aufh\u00e4lt.<br \/>\nOedipus, der einst die Stadt vor der Sphinx rettete und so K\u00f6nig wurde will auch dieses R\u00e4tsel l\u00f6sen und wittert eine Verschw\u00f6rung von Kreon und Tireisias, dem blinden Seher. Jokaste, die Witwe des Laius und Gattin des Oedipus warnt vor den L\u00fcgen des Orakels, das vor Jahren geweissagt hatte, da\u00df Laius von seinem Sohn get\u00f6tet werden w\u00fcrde, jedoch ist dieser an einem Kreuzweg \u00fcberfallen worden. Um seinen Eltern aus dem Weg zu gehen war er einst aus Korinth geflohen, da das Orakel ihm vorausgesagt hatte, er w\u00fcrde seinen Vater t\u00f6ten und seine Mutter heiraten. Auf der Flucht erschlug er, an einem Kreuzweg, einen alten Mann im Streit. Mit Hilfe eines Boten und des Hirten, der Zeuge bei der Tat war kommt die Wahrheit ans Licht: Oedipus ist der M\u00f6rder seines Vaters und der Ehemann seiner Mutter, seine Eltern hatten ihn ausgesetzt um dem Orakel zu entgehen und er wuchs in Korinth auf. Aufgrund dieser Nachricht erh\u00e4ngt Jokaste sich, Oedipus blendet sich und verl\u00e4\u00dft die Stadt.<br \/>\n<strong>Le Sacre du Printemps<\/strong>: Das Ballett beschreibt ein Fr\u00fchlingsopfer im heidnischen Ru\u00dfland. Im Verlauf des Rituals, zu dem <a TITLE=\"dortmund-le-sacre.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/dortmund-le-sacre.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"dortmund-le-sacre.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/dortmund-le-sacre.jpg\" \/><\/a>mehrere St\u00e4mme zusammenkommen, wird eine junge Frau dem Fr\u00fchlingsgott zur Vers\u00f6hnung geopfert.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nBei Oedipus Rex stand der Gro\u00dfe M\u00e4nnerchor im Vordergrund, der das Volk von Themen darstellte, mit gr\u00fcnlich geschminkten Gesichtern, offensichtlich als Folge der Pest. Die B\u00fchne war mit verschiedenen Hebeb\u00fchnen ausgestattet, die au\u00dfer einem gro\u00dfen Kasten an Drahtseilen h\u00e4ngend, der auf- und abgefahren wurde und in dem Oedipus sich befand, das einzige B\u00fchnenbild war. Die M\u00e4nner trugen schwarze Anz\u00fcge, Jokaste ein schlichtes Kleid als Reifrock. Allgemein waren B\u00fchne und Kost\u00fcme, bis auf einige goldene Akzente, sehr dunkel gehalten.<br \/>\nBei Le Sacre du Printemps ging der Blick in einen Innenhof, rings herum W\u00e4nde und Fenster, das Ballettensemble war schwarz, das Opfer wei\u00df gekleidet.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\nDas <strong>Orchester<\/strong> spielte beide Teile des Abends souver\u00e4n. In Le Sacre du Printemps trumpft das Orchester mit kurzen, signalartigen Motiven mit hohem Wiedererkennungswert. Mit den Motiven in der Musik wiederholen sich auch einzelne Bewegungsabl\u00e4ufe der T\u00e4nzer, die die sehr verschiedenartigen Bewegungen: vom minimalistischen Schulterzucken bis zu ausladenden Spr\u00fcngen gut ausf\u00fchren.<br \/>\n<strong>Ballett<\/strong><br \/>\n<strong>Monika Fotescu-Uta<\/strong> (Opfer) wirkt trotz starker K\u00f6rperspannung, unglaublich leblos und schwach, w\u00e4hrend sie von ihrem Partner umhergewirbelt wird. Damit stellt sie gut die Schw\u00e4che des Opfers dar.<br \/>\nIm Oedipus Rex h\u00f6rte man eine deutliche Dominierung der Bl\u00e4ser. Die Solisten in Oedipus Rex singen ihre Parts ohne Ausnahme sauber und kr\u00e4ftig. Besonders zu erw\u00e4hnen ist hier <strong>Simon Neal<\/strong> (Kreon\/Bote) der seine Doppelrolle gut differenziert, so sind die Parts des Kreon weicher und gef\u00fchlvoller, die des Boten hingegen milit\u00e4risch, zackig. Die Arie der Jokaste, die im Mittelpunkt des St\u00fcckes steht und sich von den anderen St\u00fccken abhebt , da Jokaste die einzige Frauenstimme der Oper ist wird von<strong> Ji Young Michel<\/strong> kraftvoll und zum Teil mit starkem Vibrato gesungen. <strong>Charles Kim<\/strong> (Oedipus) schafft es sehr gut den Schock des Oedipus, nachdem dieser herausfindet wer er ist in Schauspiel und Stimme wiederzugeben. Der <strong>Chor<\/strong>, der im Zentrum des Geschehens ist hat in langen zweistimmigen Passagen sehr sauber, kr\u00e4ftig und ausdrucksstark gesungen.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nEin durchweg interessanter Strawinsky-Abend mit zwei St\u00fccken, aus unterschiedlichen Schaffensepochen des Komponisten.<br \/>\nSehr beeindruckend war es, einen M\u00e4nnerchor dieser Gr\u00f6\u00dfe zu h\u00f6ren, der vom Publikum auch mehr Applaus bekam als die Solisten. Allgemein kam das Ballett besser an als das Opern-Oratorium an, der mit stehenden Ovationen des Publikums endete.<br \/>\nSara Bosqui<\/p>\n<p>Bilder: Bettina St\u00f6\u00df<br \/>\nDie Bilder zeigen: Oedipus Rex: Charles Kim (Oedipus), Ji Young Michel (Jokaste)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oedipus Rex Igor Strawinsky (1882-1971), Opern-Oratorium in zwei Akten, Libretto: Jean Cocteau nach Sophokles, UA: (konzertant) 30. Mai 1927, Paris, Th\u00e9\u00e2tre Sarah Bernard, szenisch: 23. 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