{"id":713,"date":"2009-05-27T23:17:47","date_gmt":"2009-05-27T21:17:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=713"},"modified":"2010-03-21T23:42:56","modified_gmt":"2010-03-21T22:42:56","slug":"aachen-stadttheater-faust","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=713","title":{"rendered":"Aachen, Stadttheater &#8211; FAUST"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Charles Gounod, Oper in 5 Akten, Libretto: Jules Barbier und Michel Carr\u00e9, UA: 19. M\u00e4rz 1859, Paris<br \/>\nRegie: Michael Talke, B\u00fchne: Barbara Steiner<br \/>\nDirigent:: Daniel Jakobi, Sinfonieorchester Aachen, Opern- und Extrachor, Choreinstudierung: Frank Flade<br \/>\nSolisten: Yikun Chung (Faust), Andreas Macco (Mephistopheles), Martin Berner (Valentin), Pawel Lawreszuk (Wagner), Irina Popova (Margarete), Iva Danova (Si\u00e9bel), Annika van Dyk (Marthe)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 24. Mai 2009 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/aachen-faust.jpg\" TITLE=\"aachen-faust.jpg\"><img SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/aachen-faust.jpg\" ALT=\"aachen-faust.jpg\" ALIGN=\"right\" \/><\/a>Doktor Faust hat sich alles Wissen angeeignet und sieht trotzdem keinen Sinn im Leben. Er ruft Satan an, der in Gestalt des Mephistopheles erscheint. Er verwandelt Faust in einen jungen Mann und bekommt daf\u00fcr seine Seele. Zusammen ziehen die beiden umher und treffen im Dorf auf Soldaten, die in den Kampf ziehen. Unter ihnen ist Valentin, der seinem Freund Si\u00e9bel auftr\u00e4gt, seine Schwester Margarete an seiner Stelle zu besch\u00fctzen. Als Faust Margarete sieht, verliebt er sich sofort. Mit Mephistopheles Hilfe sticht er Si\u00e9bel aus und gewinnt das M\u00e4dchen f\u00fcr sich. Valentin kehrt unversehrt aus dem Krieg zur\u00fcck. Inzwischen hat Margarete ein Kind von Faust zur Welt gebracht. Valentin will sich bei Faust daf\u00fcr r\u00e4chen, da\u00df er seine Schwester entehrt hat. Die beiden bek\u00e4mpfen sich, dabei stirbt Valentin, denn Faust ist durch Mephistopheles Macht der St\u00e4rkere. Noch im Sterben verflucht er Margarete. Im Wahnsinn bringt diese ihr Kind um und wird zum Tode verurteilt. Faust, der sie liebt und sie nur wegen Mephistopheles\u2019 verlassen hat, kommt in ihre Gef\u00e4ngniszelle, um sie zu befreien. Doch Margarete weigert sich ihre Seele dem Teufel zu \u00fcberlassen. Sie stirbt und wird von Engeln im Himmel empfangen.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nDie B\u00fchne zeigte traditionelle Elemente, wie man sie von mittelalterlichen Bildern \u00fcber den Faust Stoff kennt: etwa das Kaminzimmer Fausts mit B\u00fcchern und einem Totensch\u00e4del oder das Zimmer Margaretes mit einem Treppenaufgang. Gem\u00e4lde, auf denen Fachwerkh\u00e4user abgebildet waren, sorgten f\u00fcr Dorfatmosph\u00e4re. Die Damen Soldaten erschienen in Bauernkleider, die Soldaten in Tarnkleidung. Margarete trug ein wei\u00dfes Kleid, das ihre Unschuld betonte, Faust einen einfachen Anzug. Mephistopheles\u2019 Kost\u00fcm zeigte alle Attribute eines Teufels: H\u00f6rner, Schwanz und schwarze Schwingen. Die Auff\u00fchrung orientierte sich am Wettstreit zwischen Gut und B\u00f6se. Dies wurde besonders w\u00e4hrend des Vorspiels deutlich. Dort lieferte sich ein Engel mit Mephistopheles ein Wortgefecht \u00fcber Tafeln, wer Fausts Seele bekomme.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\nDie Rolle des Faust wurde als Alter Ego dargestellt: Faust als alter Mann war eine Statistenrolle, aber seine Jugend wurde von <strong>Yikun Chung<\/strong> (Faust) verk\u00f6rpert. Die beiden waren aneinander gefesselt. <strong>Yikun Chung<\/strong> betonte dies, indem er immer wieder an seinen Fesseln zerrte. Trotz einer leichten Erk\u00e4ltung schaffte er es mit seinem durchdringenden und facettenreichen Tenor zu wirken. Besonders in der Eingangsarie <em>Rien! En vain j\u2019interroge, en mon ardente vielle, la nature et le Cr\u00e9ateur \u2013 Genug! Umsonst befrage ich der lichten Sterne Chor und den Sch\u00f6pfer<\/em> (1.Akt), konnte er die Verzweiflung Fausts gut widerspiegeln. <strong>Andreas Macco<\/strong> (Mephistopheles) gab in Faust sein Deb\u00fct in Aachen. Er bestach besonders in der Arie <em>Le veau d\u2019or  est vainqueur des dieux- Das goldene Kalb<\/em> <em>wird die G\u00f6tter besiegen<\/em> (1. Akt). Die teuflische Erscheinung wurde hier durch kommandierende Gesten unterstrichen. Sein d\u00fcsterer Ba\u00df klang sonor und unterstrich das furchteinfl\u00f6\u00dfende Element seiner Pose.<strong> Irina Popova<\/strong> (Margarete) konnte der Vorlage auch gerecht werden. Ihr volumin\u00f6ser Sopran war sehr vibratolastig, in den H\u00f6hen aber bestechend klar. Durch ihre betont gef\u00fchlvollen Gesten (anmutige Bewegungen mit den H\u00e4nden und eine Mimik, die unschuldig wirkte) schaffte sie einen guten Kontrast zu den vom Teufel besessenen Dorfbewohnern. Ebenso erw\u00e4hnenswert ist die Leistung <strong>Martin Berners<\/strong> (Valentin), dessen klarer und lyrischer Bariton eine Bereicherung f\u00fcr die Auff\u00fchrung war. Seine Sterbeszene spielte er theatralisch aus, indem er nach seiner Schwester schlug und sie verfluchte. Die musikalische Leitung hatte <strong>Daniel Jakobi<\/strong>, der ein angemessenes Tempo w\u00e4hlte und das Orchester lautst\u00e4rketechnisch gut regelte, so da\u00df die S\u00e4nger nie \u00fcbert\u00f6nt wurden.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nAlles in allem eine sehr aufwendige Inszenierung, durch viele Showeinlagen, (wie z.B. Tanz und rote Luftballons). Dies versprach einen kurzweiligen Abend. Besonders hervorzuheben sind die beiden Hauptdarsteller <strong>Andreas Macco<\/strong> und <strong>Yikung Chung<\/strong>. Dies zeigte dann auch die Reaktion des Publikums, das f\u00fcr beide S\u00e4nger sehr stark applaudierte. Besonders unter musikalischen Aspekten ein Aufsehen erregendes und fesselndes St\u00fcck, das keine Minute langweilig wurde!<\/p>\n<p>Melanie Joannidis<\/p>\n<p>Bild: Will van Iersel<br \/>\nDas Bild zeigt: Yikun Chung (Faust) und Andreas Macco (Mephistopheles)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Charles Gounod, Oper in 5 Akten, Libretto: Jules Barbier und Michel Carr\u00e9, UA: 19. 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