{"id":709,"date":"2009-06-08T16:35:31","date_gmt":"2009-06-08T14:35:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=709"},"modified":"2010-03-21T23:42:12","modified_gmt":"2010-03-21T22:42:12","slug":"gelsenkirchen-musiktheater-im-revier-die-entfuhrung-aus-dem-serail","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=709","title":{"rendered":"Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier &#8211; DIE ENTF\u00dcHRUNG AUS DEM SERAIL"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Wolfgang Amadeus Mozart, , Singspiel in drei Aufz\u00fcgen, Libretto: Johann Gottlieb Stephanie D.J., UA: 16. Juli 1782, Burgtheater, Wien<br \/>\nRegie: Elmar Gehlen, B\u00fchne: Daniel T. Schulz, Choreographie: Marika Carena, Dramaturg: Juliane Schenke<br \/>\nBeleuchtung: Helmut Justus<br \/>\nDirigent: Samuel B\u00e4chli, Neue Philharmonie Westfalen, Opernchor und Extrachor<br \/>\nSolisten: Joachim G. Maas (Selim, Bassa), Diana Petrova (Konstanze), Alfia Kamalova (Blonde)<br \/>\nLars-Oliver R\u00fchl (Belmonte), E. Mark Murphy (Pedrillo), Michael Tews (Osmin)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 6. Juni 2009 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"gelsenkirchen-entfuhrung.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/gelsenkirchen-entfuhrung.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"gelsenkirchen-entfuhrung.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/gelsenkirchen-entfuhrung.jpg\" \/><\/a>Der Spanische Edelmann Belmonte reist in die T\u00fcrkei um seine Geliebte Konstanze, deren Zofe Blonde und seinen Diener Pedrillo aus dem Serail des Selim Bassa zu befreien, der die drei auf einem Sklavenmarkt gekauft hatte, nachdem sie von Piraten gefangen genommen worden waren. Mit Hilfe Pedrillos schafft es Belmonte, sich an Osmin, dem Aufseher des Bassa vorbeizuschmuggeln und sp\u00e4ter auch dem Bassa seine Identit\u00e4t zu verheimlichen. Selim Bassa verliebt sich in Konstanze, will diese jedoch nicht zwingen ihn zu lieben. Konstanze ist hin und her gerissen von dem h\u00f6flichen und gebildeten Bassa und ihren Gedanken an Belmonte, dem sie jedoch treu bleibt. Blonde, vom Bassa dem Osmin geschenkt, verweigert sich diesem, weil sie Pedrillo liebt. Als Belmonte erf\u00e4hrt, da\u00df Selim Konstanze begehrt, ist er sich ihrer Treue nicht mehr sicher und auch Pedrillo zweifelt an der Liebe Blondes. So wird das Wiedersehen der beiden Paare vom Verdacht der Untreue \u00fcberschattet. Doch die beiden Frauen verzeihen die falschen Anschuldigungen, und es werden die Vorbereitungen zur Flucht aus dem Serail getroffen, zu der der mi\u00dftrauische Osmin aus dem Weg ger\u00e4umt werden mu\u00df. Daher verabreicht Pedrillo ihm ein Schlafmittel. Osmin erwacht jedoch fr\u00fcher als gedacht und vereitelt den Fluchtplan. Die vier werden vor Selim Bassa gef\u00fchrt und erwarten ihr Todesurteil. Um Konstanze zu retten gibt Belmonte sich zu erkennen, der Bassa erkennt ihn als den Sohn seines gr\u00f6\u00dften Feindes und seiner ehemaligen Geliebten. Dennoch und in Erinnerung an seine Geliebte schenkt Selim Bassa Belmonte, Konstanze, Pedrillo und Blonde die Freiheit.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nDas klare B\u00fchnenbild bestand aus zwei gro\u00dfen, halbkreisf\u00f6rmigen, fahrbaren W\u00e4nden, zu jeder Szene, z.T. auch w\u00e4hrend der Arien umhergeschoben und gedreht wurden. Im Inneren dieser W\u00e4nde waren Konstanzes Schlafgemach und ein Garten. Durch geschickt gesetzte Lichteffekte wurden die verschiedenen Stimmungen der einzelnen St\u00fccke gut untermalt Die Kost\u00fcme waren vielseitig, vom klassisch hellen Anzug Belmontes, bis zu den orientalischen Gew\u00e4ndern des Selim Bassa und seiner Gefolgschaft. Einen besonderen Eindruck machten die Kost\u00fcme von Pedrillo, Konstanze und Blonde, die einen gekonnten Stilmix aus europ\u00e4ischer und orientalischer Kleidung darstellten. Auch einige ironische Elemente wurden gebracht. So trat Belmonte, um nicht erkannt zu werden, als britischer Tourist auf und machte Fotos<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\nDas Orchester spielte alle Passagen souver\u00e4n, wobei hier die Bl\u00e4ser, besonders Oboe, Fagott und Horn auffielen. Die S\u00e4nger brachten durchweg gute schauspielerische und gesanglicher Leistungen, wobei <strong>E. Mark Murphy<\/strong> (Pedrillo) das Publikum mit seinem Gesang und Schauspiel am meisten beeindruckte. Doch auch <strong>Alfia Kamalova <\/strong>(Blonde) begeisterte als energische, gewitzte, junge Frau mit sauber gesungenen Passagen. Diesen gro\u00dfartigen schauspielerischen Leistungen standen jedoch die Stimmen von <strong>Joachim G. Maas<\/strong> (Selim Bassa), <strong>Michael Tews<\/strong> (Osmin) und <strong>Lars-Oliver R\u00fchl<\/strong> (Belmonte) kaum nach. Auch sie \u00fcberzeugten mit gut gesungenen Arien und Duetten, besonders <strong>Michael Tews<\/strong> sang sch\u00f6ne, klare Tiefen. Neben dem Quartett von Belmonte, Pedrillo, Konstanze und Blonde am Ende des zweiten Aufzugs, war die Arie <em>Matern aller Arten<\/em> (2. Akt) von <strong>Diana Petrova<\/strong> (Konstanze) ein besonderer H\u00f6hepunkt des Abends. Diese wurde gef\u00fchlvoll vorgetragen, ohne dabei \u00fcberzogen oder kitschig zu wirken.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nEine durchweg gelungene Auff\u00fchrung vor gut besetztem Haus. Das Publikum honorierte diese Leistung mit vielfachem Szenenapplaus f\u00fcr alle Darsteller einschlie\u00dflich Dirigent und Orchester erhielten viel Applaus, wovon E. Mark Murphy (Pedrillo) mit Abstand beim Klatschen hervorgehoben wurde.<br \/>\nSara Bosqui<\/p>\n<p>Bild: Pedro Malinowski<br \/>\nDas Bild zeigt: Diana Petrova als Konstanze.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Wolfgang Amadeus Mozart, , Singspiel in drei Aufz\u00fcgen, Libretto: Johann Gottlieb Stephanie D.J., UA: 16. Juli 1782, Burgtheater, Wien Regie: Elmar Gehlen, B\u00fchne: Daniel T. 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