{"id":683,"date":"2009-06-03T09:29:52","date_gmt":"2009-06-03T07:29:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=683"},"modified":"2010-03-21T23:42:56","modified_gmt":"2010-03-21T22:42:56","slug":"lubeck-theater-die-verkaufte-braut","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=683","title":{"rendered":"L\u00fcbeck, Theater &#8211; DIE VERKAUFTE BRAUT"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Bed\u0159ich Smetana (1824-1884), Komische Oper in drei Akten, Text: Karel Sabina, nach der Originalpartitur eingerichtete neue deutsche B\u00fchnenfassung von Carl Riha und Winfired H\u00f6ntsch, UA: 30. Mai 1866, Prag, Interimstheater<br \/>\nRegie: Daniel Karasek, B\u00fchne: Ina Reuter,Kost\u00fcme: Christine Hielscher, Choreographie: Martina W\u00fcst, Dramaturgie: Diane Ackermann, Beleuchtung: Georg Marburg<br \/>\nDirigent: Roman Brogli-Sacher, Philharmonisches Orchester, Chor und Extrachor  L\u00fcbeck<br \/>\nSolisten: Andreas Haller (Kezal), Anna Baxter (Marie), Daniel Szeili (Hans), Patrick Busert (Wenzel), Veronika Waldner (Ludmilla), Gerard Quinn (Kruschina), Wioletta Hebrowska (Agnes), Yong-Ho Choi (Micha), Steffen Kubach (Prinzipal), Andrea Stadel (Esmeralda), Ivan Lovric-Caparin (Indianer) und Anselm Jonas und Simeon Nachtsheim (zwei Knaben)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 29. Mai 2009 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"lubeck-die-verkaufte-braut.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/lubeck-die-verkaufte-braut.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"lubeck-die-verkaufte-braut.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/lubeck-die-verkaufte-braut.jpg\" \/><\/a>Die Eltern der ungl\u00fccklichen Marie wollen sie mit Wenzel, dem Sohn des reichen Gro\u00dfgrundbesitzers Tobias Micha, verheiraten. Doch Marie liebt Hans, dessen Herkunft und Vergangenheit zun\u00e4chst im Ungewissen bleiben. Kezal will die Heirat ebenfalls vermitteln, da die Eltern wegen einer Geldspende in seiner Schuld stehen. Marie entwickelt eine List und macht Wenzel unerkannt weis, da\u00df seine zuk\u00fcnftige Frau ihm das Leben zur H\u00f6lle machen werde, weswegen er von der Heirat absieht. Unterdessen l\u00e4\u00dft Kezal Hans einen Vertrag unterzeichnen, in dem er f\u00fcr 300 Gulden auf Marie verzichtet. Er besteht aber darauf, da\u00df Marie nur den Sohn von Tobias Micha heiraten d\u00fcrfe. Die Dorfgemeinschaft ist \u00fcber den Verkauf best\u00fcrzt und auch Marie kann es nicht fassen, weswegen sie bereit ist, sich Wenzel hinzugeben. Als alle bei einem Zirkusfest zusammen treffen, verliebt sich Wenzel in die T\u00e4nzerin Esmeralda und es stellt sich heraus, da\u00df Hans Tobias Michas Sohn aus erster Ehe ist. So finden Marie und Hans doch noch das gl\u00fcckliche Ende und k\u00f6nnen heiraten.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nDer Zuschauer blickt auf einen Dorfplatz mit einem Maibaum. Im Hintergrund sind Silhouetten von dunklen H\u00e4usern und ein Zwiebelturm zu sehen. Die Kost\u00fcme sind folkloristisch gehalten: Die Frauen tragen bunte R\u00f6cke und Kopft\u00fccher und die M\u00e4nner Westen und H\u00fcte. In der bunten Zirkusszene wird die Manege durch eine kreisrunde Abgrenzung und bunte F\u00e4hnchen realisiert. Es begegnen einem eine Zirkuskapelle, ein uniformierter Zirkusdirektor, eine sch\u00f6ne T\u00e4nzerin, ein Indianer, verkleidete Pferde und ein B\u00e4r, sowie ein Einrad fahrende Kinder. Erw\u00e4hnenswert bleibt noch der Luftballon-Verk\u00e4ufer, der \u00fcber die Szenerie schwebt.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\nDie schwierige Ouvert\u00fcre wird durch das <strong>Philharmonische Orchester <\/strong>unter der Leitung von <strong>Roman Brogli-Sacher <\/strong>mit Bravour umgesetzt: Rhythmisch exakt und dynamisch passend kommt sie mit ausgesprochener Leichtigkeit daher. Besondere Erw\u00e4hnung finden die Streicher. <strong>Anne Baxter<\/strong> (Marie) und <strong>Daniel Szeili<\/strong> (Hans) gl\u00e4nzen in ihrem ersten Duett. Gef\u00fchlvoll meistern sie die H\u00f6hen, ihre Stimmen passen zueinander und das Timing stimmt in jedem Augenblick: <em>Sind vereint f\u00fcr Ewigkeit<\/em> und Zeit. <strong>Andreas Haller<\/strong> als Heiratsvermittler Kezal verbindet die eindringende Tiefe seiner Stimme mit rhythmischer Pointiertheit und passende Gestik. Bei <em>Denn mein scharfer Blick erhellt alles Dunkel dieser Welt<\/em> gelingen ihm saubere Intervallspr\u00fcnge. <strong>Patrick Busert <\/strong>beweist schauspielerisches Talent bei der Darstellung des tolpatschigen Wenzel: Mit seinem biederen Lockenscheitel und seiner Trachtenkleidung sieht er urkomisch aus. Seine Unsicherheit setzt er durch stotterndes und abgehacktes Singen, eine naive Mimik und gelegentliches Stolpern um. Von den Zirkusleuten m\u00fcssen <strong>Steffen Kubach<\/strong> (Prinzipal) mit seiner eindringen B\u00fchnenpr\u00e4senz, sowie<strong> Andrea Stadel<\/strong> (Esmeralda), die mit ihrer roten Lockenm\u00e4hne und ihrem r\u00fcschigen, glitzernden Kleid bezaubernd elfenartig daherkommt, erw\u00e4hnt werden.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nBunt, bunter, am buntesten \u2013 diese Steigerung ist mit dem Opernabend gleichzusetzen. Die Liebe f\u00fcrs Detail ist entscheidend \u2013 ein besonderes Lob verdienen hierbei die Kost\u00fcmbildnerin <strong>Christine Hielscher<\/strong> und die Choreografin <strong>Martina W\u00fcst<\/strong>, die eine rasante Polka auf das Parkett legt. Der Opernbesucher freut sich an einem tschechischen Abend und belohnt mit ausdauerndem Applaus.<br \/>\nFrederike Arns<\/p>\n<p>Bild: Oliver Fantitsch<br \/>\nDas Bild zeigt Andrea Stadel als Esmeralda und Patrick Busert als Wenzel (beide links), Wioletta Hebrowska als Agnes und  Yong-Ho Choi als Micha (beide Mitte links), Gerard Quinn als Kruschina,<br \/>\nVeronika Waldner als Ludmilla (beide Mitte rechts), Daniel Szeili als Hans<br \/>\nund Anna Baxter als Marie (beide rechts).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Bed\u0159ich Smetana (1824-1884), Komische Oper in drei Akten, Text: Karel Sabina, nach der Originalpartitur eingerichtete neue deutsche B\u00fchnenfassung von Carl Riha und Winfired H\u00f6ntsch, UA: 30. 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