{"id":679,"date":"2009-05-18T17:56:36","date_gmt":"2009-05-18T15:56:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=679"},"modified":"2010-03-21T23:42:58","modified_gmt":"2010-03-21T22:42:58","slug":"koblenz-theater-der-stadt-cosi-fan-tutte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=679","title":{"rendered":"Koblenz, Theater der Stadt &#8211; COS\u00cc FAN TUTTE"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Wolfgang Amadeus Mozart; Dramma giocoso in zwei Akten, Libretto: Lorenzo da Ponte, UA: Burgtheater Wien 1790<br \/>\nRegie: Ozren Prohi\u0107, B\u00fchne: Siegfried E. Mayer, Kost\u00fcme: Gera Graf<br \/>\nDirigent: Werner Lemberg, Staatsorchester Rheinische Philharmonie<br \/>\nSolisten: Monica Mascus (Dorabella), Estelle Kruger (Fiordiligi), Theodora Varga (Despina), Dejan Maksimovi\u0107 (Ferrando), Alex Sanmarti (Guglielmo), Radoslaw Wielgus (Don Alfonso)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 16. Mai 2009 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"koblenz-cosi.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/koblenz-cosi.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"koblenz-cosi.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/koblenz-cosi.jpg\" \/><\/a>Die Offiziere Ferrando und Guglielmo sind sich sicher: Ihre Verlobten, die Schwestern Dorabella und Fiordiligi, sind ihnen treu. Der Philosoph Don Alfonso bezweifelt dies und schlie\u00dft mit den M\u00e4nnern eine Wette, um die Treue der Schwestern in den n\u00e4chsten 24 Stunden auf die Probe zu stellen. Ferrando und Guglielmo fingieren ihren Zug in den Krieg und kehren verkleidet als albanische Offiziere zur\u00fcck. Diesmal macht Ferrando Fiordiligi und Guglielmo Dorabella den Hof. Auch die Zofe Despina, die ihren Anteil von Don Alfonso erhalten soll, hat ihre Finger im Spiel. Dorabella gibt sich schnell dem neuen Mann hin, w\u00e4hrend Fiordiligi zun\u00e4chst z\u00f6gert; doch es kommt wie es kommen mu\u00df: die Frauen verlieben sich, die M\u00e4nner sind entt\u00e4uscht. Nur Don Alfonso kann sich \u00fcber den Gewinn seiner Wette freuen. Seine Lebensphilosophie: <em>Cos\u00ec fan tutte<\/em> &#8211; so machen es alle Frauen.<br \/>\nNachdem die Frauen einen Hochzeitsvertrag mit dem jeweiligen Angebeteten unterschrieben haben, fliehen die M\u00e4nner und kehren als Ferrando und Guglielmo zur\u00fcck. Sie halten den Frauen anhand der Vertr\u00e4ge deren Untreue vor. Schlie\u00dflich deckt Don Alfonso das von ihm angezettelte Spiel auf und schl\u00e4gt den Paaren vor, sich in urspr\u00fcnglicher Konstellation wieder zu finden.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nDas B\u00fchnenbild mit einem drehbaren Element in der Mitte, das f\u00fcr die verschiedenen Szenen einfach umgedreht wird, ist voll von Stereotypen aus dieser Zeit; so bereitet Despina den Kakao mit einem Mixer vor, saugt Staub in der Bleibe der Schwestern, und auch ein Fernseher ziert das Bild. Barbie und Ken dienen als Requisiten zu Beginn des zweiten Aktes, und statt eines Spazierganges einigen sich Dorabella und Ferrando auf eine Spritztour im knallig pinkfarbenem Wagen. Auch die Kost\u00fcme spiegeln die Zeit wieder. Interessant ist die Farbgebung: Zu Beginn und am Ende sind die Kost\u00fcme schwarz-wei\u00df gehalten, und mit der Ankunft der Albaner tritt Farbe auf die B\u00fchne.<br \/>\nSchon vor der Auff\u00fchrung hat Intendantin <strong>Annegret Ritzel<\/strong> in einer kurzen Ansprache auf die Skandaltr\u00e4chtigkeit der Auff\u00fchrung hingewiesen. Don Alfonso und Despina werden mehrfach als Liebespaar beim Geschlechtsakt gezeigt, und auch die Z\u00e4rtlichkeiten der Liebespaare sind nicht ganz jugendfrei.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\nDie sechs Gesangspartien der Oper sind gut besetzt. <strong>Alex Sanmarti<\/strong> (Guglielmo) zeigt eindrucksvoll seine kraftvolle und angenehme Stimme, <strong>Radoslaw Wielgus<\/strong> singt einen fundierten Don Alfonso, der dynamisch sehr vielf\u00e4ltig ist. Mit <strong>Estelle Kruger<\/strong> als Fiordiligi und <strong>Monica Mascus<\/strong> als Dorabella hat das Koblenzer Theater zwei erstklassige S\u00e4ngerinnen engagiert, die beide durch gute Dynamik und ausdrucksstarke Stimmen gl\u00e4nzen &#8211; ihr Zusammenklang ist ein wahrer Genu\u00df. <strong>Theodora Varga<\/strong> als Despina singt mit junger und frischer Stimme, allerdings wenig kr\u00e4ftig. Besonders gelingt ihr die Adaption des Arztes und des Notars, in der sie ihre Stimme in ein Qu\u00e4ken verwandelt. <strong>Dejan Maksimovi\u0107<\/strong> ist gesundheitlich stark angeschlagen und kann daher als Ferrando nicht \u00fcberzeugen. Das Orchester unter der Leitung von <strong>Werner Lemberg<\/strong> bringt die f\u00fcr Mozart so essentielle Leichtigkeit, sowohl in den Bl\u00e4sern als auch im Holz.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nVielen Zuschauern im Koblenzer Theater ist das zuviel der Sittenwidrigkeit, doch beklagen kann sich wohl kaum einer, denn der Fokus der Oper auf der k\u00f6rperlichen Interaktion der Paare und dem B\u00e4umchen-Wechsel-Dich-Spiel liegt dem Libretto inne. Eine gelungene Inszenierung, die mit einer guten Besetzung und einem anregenden B\u00fchnenbild im Stil der 50er Jahre auff\u00e4hrt.<br \/>\nJulia Korst<\/p>\n<p>Bild: Kai Myller<br \/>\nDas Bild zeigt: Noch zeigen Monica Mascus (Dorabella, 1. v.l.) und Estelle Kruger (Fiordiligi 2. v.l.) den albanischen Offizieren die kalte Schulter, aber es wird nicht lange Dauern, bis sie ihren eigentlichen Verlobten Dejan Maksimovi\u0107 (Ferrando, 3.v.l.) und Alex Sanmarti (Guglielmo, 4. v.l.) ihr Herz schenken. Die Zofe Theodora Varga (Despina) kennt sich mit M\u00e4nnern und deren Vorlieben aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wolfgang Amadeus Mozart; Dramma giocoso in zwei Akten, Libretto: Lorenzo da Ponte, UA: Burgtheater Wien 1790 Regie: Ozren Prohi\u0107, B\u00fchne: Siegfried E. Mayer, Kost\u00fcme: Gera Graf Dirigent: Werner Lemberg, Staatsorchester Rheinische Philharmonie Solisten: Monica Mascus (Dorabella), Estelle Kruger (Fiordiligi), Theodora<span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span><\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=679\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[62,1],"tags":[],"class_list":["post-679","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-koblenz-theater-der-stadt","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/679","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=679"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/679\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1343,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/679\/revisions\/1343"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=679"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=679"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=679"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}