{"id":676,"date":"2009-05-11T17:48:43","date_gmt":"2009-05-11T15:48:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=676"},"modified":"2009-06-03T17:52:26","modified_gmt":"2009-06-03T15:52:26","slug":"plauen-zwickau-theater-rigoletto","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=676","title":{"rendered":"Plauen-Zwickau, Theater &#8211; RIGOLETTO"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Giuseppe Verdi (1813-1901); Oper in drei Akten, Libretto: Francesco Maria Piave;; UA: 11. M\u00e4rz 1851, Venedig<br \/>\nRegie: Wolfgang Dosch, B\u00fchnenbild: Annabel von Berlichingen<br \/>\nDirigent: Georg Christoph Sandmann, Philharmonisches Orchester Plauen-Zwickau, Opernchor des Theaters Plauen-Zwickau<br \/>\nSolisten: Svetislav Stojanovic (Herzog von Mantua), Elmar Andree (Rigoletto), Inga-Britt Andersson (Gilda), Hasso Wardeck (Graf von Monterone), Reinhard Hein (Graf von Ceprano), Judith Schubert (Gr\u00e4fin Ceprano), Michael Simmen (Marullo), Thomas L\u00f6ffler (Borsa), Hagen Erkrath (Sparafucile), Silke Richter (Maddalena), Christine Rosin (Giovanna), Detelin Tabakow (Gerichtsdiener), Silke Jahn-Popov (Page)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 9. Mai 2009 (Premiere,  in deutscher Sprache)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\nSiehe: Coburg Rigoletto<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"plauen-rigoletto.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/plauen-rigoletto.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"plauen-rigoletto.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/plauen-rigoletto.jpg\" \/><\/a>Die Handlung ist in ein Containerdorf unserer Tage verlegt. Dort herrscht eine schwer bewaffnete Mafia-Familie, die sich heftig vergn\u00fcgt und nebenbei Drogengesch\u00e4fte und Waffenschmuggel betreibt. Chef der Bande ist Duca, der sich gerne mit Frauen vergn\u00fcgt \u2013 auch mit den Frauen der Bandenmitglieder, die ihn daf\u00fcr verfluchen oder mit Bomben bedrohen. In dieser Gesellschaft ist Rigoletto in seinem mittelalterlichen Narrenkost\u00fcm ein Anachronismus. Seine Tochter h\u00e4lt er in einem anderen Container zusammen mit vielen Puppen gefangen. Doch in diese Idylle brechen maskierte Gang-Mitglieder ein und rauben Gilda. Rigoletto wird get\u00e4uscht. Als er die T\u00e4uschung bemerkt, ist Gilda schon in Ducas Container. Resultat ist ein Blutfleck auf dem Bettlaken als Beweis. Rigoletto sucht Sparafucile in seiner sch\u00e4bigen Strandbar auf. Statt des Duca t\u00f6tet er Gilda und entsorgt die Leiche in einem Abfalleimer. Mit einem abschlie\u00dfenden Blitz und Donner findet dort Rigoletto seine sterbende Tochter.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\nNur drei Darsteller verf\u00fcgten \u00fcber die stimmlichen Mittel, ihre Rollen zu gestalten und Emotionen auszudr\u00fccken. Deutlich wurde es im Finale des dritten Aktes, wenn sich Gilda, Maddalena und Sparafucile zum Mord verabreden. Hagen Erkrath gibt den M\u00f6rder Sparafucile als tiefen Ba\u00df mit d\u00e4monischer Schw\u00e4rze. <strong>Inga-Britt Andersson<\/strong> (Gilda) l\u00e4\u00dft keine W\u00fcnsche hinsichtlich H\u00f6he, Leuchtkraft und jugendlicher Ausstrahlung offen. <strong>Silke Richter<\/strong> (Maddalena) ist ein solider Alt mit enormer Ausstrahlung und sicheren Koloraturen. <strong>Elmar Andree<\/strong> fehlen als Nachwuchskraft noch die stimmlichen Mittel, um die vielschichtige Rolle des Rigoletto \u2013 zwischen Spott und Wahnsinn \u2013 darstellen zu k\u00f6nnen. <strong>Svetislav Stojanovic<\/strong>  (Herzog) ist ein noch ungeschliffener Tenor, dessen Stimme nur im Forte tr\u00e4gt, die fehlende H\u00f6he und Tiefe erreicht er nur mit viel Kraft. Auch das kleine Orchester unter <strong>Georg Christoph Sandmann<\/strong> schafft es, nicht fehlendes Klangvolumen mit italienischem Esprit zu ersetzen.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nLeider hatte dieser Rigoletto wenig italienische Momente zu bieten, denn die Emotionen und Gef\u00fchlausbr\u00fcche gingen fast v\u00f6llig in der Ausstattungsorgie unter. Weder die Familienehre der Mafia, noch das Containerdorf, noch die erfreulich hochmotivierten S\u00e4nger und Musiker konnten Emotionen im Publikum erzeugen. Lediglich das Finale brachte die Zuschauer h\u00f6rbar zum Mitfiebern.<br \/>\nFreundlicher kurzer Applaus f\u00fcr alle Beteiligten.<br \/>\nOliver Hohlbach<\/p>\n<p>Bild: Peter Antukowitsch<br \/>\nBildlegende: Rigoletto unterh\u00e4lt den Duca und die Maffia im Containerdorf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Giuseppe Verdi (1813-1901); Oper in drei Akten, Libretto: Francesco Maria Piave;; UA: 11. 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