{"id":6537,"date":"2015-12-06T18:09:38","date_gmt":"2015-12-06T17:09:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=6537"},"modified":"2015-12-06T18:09:38","modified_gmt":"2015-12-06T17:09:38","slug":"turandot-duisburg-deutsche-oper-am-rhein","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=6537","title":{"rendered":"TURANDOT &#8211; Duisburg, Deutsche Oper am Rhein"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Giacomo Puccini (1858-1924), Dramma lirico in drei Akten, letzter Akt: Franco Alfano, Libretto: Giuseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Gozzi; UA: 25. April 1926 Mailand, Teatro alla Scala<\/p>\n<p>Regie: Huan-Hisiung Li, B\u00fchne: Jo-Shan Liang, Kost\u00fcme: Hsuan-Wu Lai, Video\/ Media Design: Jun \u2013 Jieh Wang, Licht: Volker Weinhart<\/p>\n<p>Dirigent: Axel Kober, Duisburger Philharmoniker, Kinderchor, Chor und Extrachor der Deutschen Oper am Rhein<\/p>\n<p>Solisten: Linda Watson (Turandot), Bruce Rankin (Altoum), Sami Luttinen (Timur), Zoran Todorovich (Kalaf), Brigitta Kele (Li\u00f9), Bogdan Baciu (Ping), Florian Simson (Pang), Cornel Frey (Pong) u.a.<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 5. Dezember 2015 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Duisburg-Trandot.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6538\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Duisburg-Trandot.jpg\" alt=\"Duisburg Trandot\" width=\"683\" height=\"384\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Duisburg-Trandot.jpg 683w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Duisburg-Trandot-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><\/a>Kurzinhalt <\/strong><\/p>\n<p>Die chinesische Prinzessin Turandot stellt jedem, der um ihre Hand anh\u00e4lt, drei R\u00e4tsel. Ein Bewerber, der die R\u00e4tsel l\u00f6st, w\u00fcrde sie heiraten, l\u00f6st er sie nicht, wird er zum Tode verurteilt. Kalaf l\u00f6st die drei R\u00e4tsel, doch Turandot weigert sich, ihn zu heiraten. Aber Kalaf m\u00f6chte sie nicht zwingen und gibt ihr seinerseits ein R\u00e4tsel auf: sie soll frei sein, wenn sie bis zum n\u00e4chsten Morgen seinen Namen err\u00e4t. Kalafs Vater und seine Dienerin Li\u00f9 werden ausfindig gemacht und Li\u00f9 wird gefoltert. Aus Liebe zu Kalaf begeht sie Selbstmord, um sein Geheimnis zu bewahren. Nach Anbruch des Morgens verr\u00e4t Kalaf Turandot seinen Namen und gewinnt durch einen Ku\u00df ihre Liebe.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung <\/strong><\/p>\n<p>Den Hintergrund bildet ein Palast, auf dessen Zinnen auch Teile der Aktionen stattfinden. Durch ein Tor kann der vordere Teil der B\u00fchne betreten werden, der Weg nach vorne ist leicht erh\u00f6ht, so da\u00df die Personen in der Mitte deutlicher hervorgehoben werden. Es gibt drei kleinere und eine gro\u00dfe Leinwand, auf die im Laufe der Auff\u00fchrung Bilder und Videos projiziert werden k\u00f6nnen. Eine gro\u00dfe Rolle spielt auch das B\u00fchnenlicht, \u00fcber das nicht nur Tageszeiten, sondern auch Stimmungen und Illustrationen deutlich gemacht werden. Das Volk von Peking ist in helle, ausdifferenzierte, doch unauff\u00e4llige Kost\u00fcme geh\u00fcllt. Die Minister Ping, Pang und Pong tragen schwarze Anz\u00fcge, am Ende jedoch traditionelle chinesische Kost\u00fcme. Der Kaiser Altoum ist ebenfalls in einen schwarzen Anzug gekleidet. Auf dem Kopf tr\u00e4gt er eine Melone und benutzt einen schwarzen Spazierstock. Li\u00f9 und Timur tragen \u00e4hnliche Kost\u00fcme wie das Vol. Li\u00f9s Kost\u00fcm ist in leuchtendem Blau. Kalafs kommt in reich besticktem Langmantel und schwere Stiefel daher. Turandot tr\u00e4gt eine weite, bunte und mit Stickereien besetzte Tunika. Auffallend ist ihr Haarschmuck und ihr stark wei\u00df geschminktes Gesicht.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester <\/strong><\/p>\n<p>Die <strong>Duisburger Philharmoniker<\/strong> unter der Leitung von <strong>Axel Kober<\/strong> zeigten sich an diesem Abend als sehr wandlungsf\u00e4hige und unterst\u00fctzende Basis f\u00fcr die Solisten. Gerade die Holzbl\u00e4sergruppe entwickelte gemeinsam eine angenehme und wandlungsf\u00e4hige Klangfarbe. Aufgrund der nur sehr kurzen Ouvert\u00fcre konnte das Orchester sich als solches leider nur wenig pr\u00e4sentieren. Die verschiedenen <strong>Chorgruppen<\/strong> pr\u00e4sentierten sich ebenso harmonisch, auch wenn die schiere Gr\u00f6\u00dfe des Ensembles zusammen mit der Akustik des Saales dem Verst\u00e4ndnis des genauen Textes etwas im Wege stand.<\/p>\n<p><strong>Bogdan Baciu<\/strong>, <strong>Florian Simson <\/strong>und <strong>Cornel Frey <\/strong>als Ping, Pang und Pong erg\u00e4nzten sich sehr gut sowohl in ihrer gesanglichen Qualit\u00e4t als in Mimik und Gestik. Sie bewirkten das einzige kom\u00f6diantische Element in dieser sonst recht d\u00fcsteren Oper und ernteten daf\u00fcr viel Applaus.<\/p>\n<p><strong>Bruce Rankin <\/strong>in der Rolle des Kaisers zeigte eine durchaus gelungene Darstellung, jedoch war seine Stimme aufgrund seiner Position auf den Zinnen nicht sehr deutlich zu h\u00f6ren. <strong>Sami Luttinen <\/strong>als Timur \u00fcberzeugte dagegen durch seine weiche und durchdringende Stimme, mit der er in seinen kurzen Solosequenzen einen angenehmen Eindruck machte. <strong>Zoran Todorovich<\/strong>, der als Kalaf die zweitwichtigste Rolle innehatte, stellte sowohl zu Luttinen als auch zu den beiden weiblichen Hauptrollen einen sch\u00f6nen Kontrast her. Seine f\u00fcr einen Tenor ungew\u00f6hnlich dunkle Klangfarbe unterst\u00fctze die Verst\u00e4ndlichkeit seiner Aussprache sehr. Zudem war seine Darstellung herausragend und zeigten deutlicher denn je den Unterschied zu der von<strong> Linda Watson<\/strong> hervorragend als grausam und kalt repr\u00e4sentierter Figur der Turandot. Diese zeigte sich als majest\u00e4tische, aber auch gef\u00fchllose Herrscherin. Ihr heller und etwas harter Gesang zeigte dagegen etwas mehr Menschlichkeit. <strong>Brigitte Kele<\/strong> (Li\u00f9) mit ihrer warmen tragf\u00e4higen Stimme erhielt die gr\u00f6\u00dfte Anerkennung durchs Publikum.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Dem Theater Duisburg ist eine gro\u00dfartige Produktion gelungen. Der Schlu\u00dfapplaus zeigte dem Ensemble wie zufrieden die Zuschauer mit der Darbietung waren.<\/p>\n<p>Sarah Heemann<\/p>\n<p>Bild: Hans J\u00f6rg Michel<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Linda Watson (Turandot), Brigitta Kele (Li\u00f9), Bogdan Baciu (Ping), Florian Simson (Pang), Cornel Frey (Pong)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Giacomo Puccini (1858-1924), Dramma lirico in drei Akten, letzter Akt: Franco Alfano, Libretto: Giuseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Gozzi; UA: 25. 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