{"id":6448,"date":"2015-10-19T20:07:16","date_gmt":"2015-10-19T19:07:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=6448"},"modified":"2015-10-20T20:10:31","modified_gmt":"2015-10-20T19:10:31","slug":"das-schlaue-fuechslein-greifswald-theater-vorpommern","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=6448","title":{"rendered":"DAS SCHLAUE F\u00dcCHSLEIN &#8211; Greifswald, Theater Vorpommern"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Leo\u0161 Jan\u00e1\u010dek (1854-1928), Oper in 3 Akten, Libretto: Leo\u0161 Jan\u00e1cek nach einer Novelle von Rudolf Tesnohl\u00eddek, UA: 6. November 1924 Br\u00fcnn, Nationaltheater<\/p>\n<p>Regie: Horst Kupich, B\u00fchne: Jakob Knapp, Kost\u00fcme: Jakob Knapp, Licht: Kirsten Heitmann, Dramaturgie: Katja Pfeifer, Choreographie: Stefan Haufe<\/p>\n<p>Dirigent: Golo Berg, Philharmonisches Orchester, Opernchor, Kinder- und Jugendchor des Theaters Vorpommern, Choreinstudierung: Rustam Samedov<\/p>\n<p>Solisten: Jardena Fl\u00fcckiger (F\u00fcchslein Spitzohr), Kristi Anna Isene (Fuchs Kraushaar), Thomas Rettensteiner\/G\u00fcnter Papendell (F\u00f6rster), Johannes Richter (Schulmeister\/Dackel), Tye Maurice Thomas (Pfarrer\/Dachs), Alexandru Constantinescu (Hara\u0161ta), Vera Mei\u00df (F\u00f6rsterin) u.a.<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 17. Oktober 2015 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/greifswald-Das-schlaue-Fuechslein-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-6449\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/greifswald-Das-schlaue-Fuechslein-3.jpg\" alt=\"Theater Vorpommern: \u201eDas schlaue F\u00fcchslein\u201c von Leo\u0161 Jan\u00e1ek, Oper in drei Akten, Libretto von Leo\u0161 Jan\u00e1ek nach der Geschichte von Rudolf T\u0115snohl\u00eddek, Deutsche Textfassung von Werner Hintze Premiere in Stralsund am 10.10.2015, Premiere in Greifswald am 17.10.2015 Musikalische Leitung: GMD Golo Berg Inszenierung: Horst Kupich B\u00fchne und Kost\u00fcme: Jakob Knapp a. G. Ch\u00f6re: Rustam Samedov Choreografie: Stefan Haufe a. G. Dramaturgie: Katja Pfeifer Licht: Kirsten Heitmann Besetzung: F\u00f6rster: Thomas Rettensteiner F\u00f6rsterin: Vera Mei\u00df* Schulmeister \/ Dackel: Johannes Richter Pfarrer \/ Dachs: Tye Maurice Thomas Hara\u0161ta, Landstreicher: Alexandru Constantinescu Pep\u00edk, Sohn des F\u00f6rsters: Kristina Herbst* Frant\u00edk, dessen Freund \/ Frau P\u00e1skov\u00e1, Wirtin: Katja B\u00f6hme* P\u00e1sek, Gastwirt: Byung Jun Ahn* F\u00fcchslein Spitzohr: Jardena Fl\u00fcckiger Junges F\u00fcchslein Spitzohr: Carlotta Pfeifer** Fuchs Kraushaar: Kristi Anna Isene Grille \/ Fuchskind: Linda Hwa*\t\t\t Heuschrecke: Fanny Gundlach* Junger Frosch: Jasmin Alves**   Libelle: Paula-Elise Kraemer*** Hahn: Bernd Roth* Schopfhenne \/ Eule \/ Fuchskind: Marina Medvedeva  Specht: Galina Lis*\t\t Eichelh\u00e4her: Gabriele Viezens*\t\t Hennen: Galina Lis*, Gesine Mucedu*, Michaela Tack*, Gabriele Viezens*, Uta Wendler*,  M\u00fccke: Andreas Ammelung*  Kleine M\u00fccken: Johanna Gundlach**, Paul Gundlach**,  Fliegen: Sophie B\u00f6hme**, Anna Noatnick**, Greta Glasow**;  Fuchsvision: Edyta Matyjaszewska Schmetterling: Maxim Vinogradov* Opernchor des Theaters Vorpommern, Kinder- und Jugendchor des Theaters Vorpommern, Philharmonisches Orchester Vorpommern * Mitglied des Opernchors des Theaters Vorpommern ** Mitglied des Kinder- und Jugendchors des Theaters Vorpommern *** Mitglied der Ballettklasse der Musikschule Stralsund Auff\u00fchrungsrechte: Universal Edition AG, Wien \u00a9 MuTphoto\/ Braun e-mail: bb@mutphoto.de\" width=\"800\" height=\"343\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/greifswald-Das-schlaue-Fuechslein-3.jpg 800w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/greifswald-Das-schlaue-Fuechslein-3-300x129.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Der F\u00f6rster f\u00e4ngt das unschuldige, junge F\u00fcchslein Spitzohr und nimmt es mit in die F\u00f6rsterei. W\u00e4hrend der Gefangenschaft richtet die F\u00fcchsin gro\u00dfen Schaden am H\u00fchnerbestand an. Es gelingt ihr, sich zu befreien und kehrt in den Wald zur\u00fcck. Dort vertreibt die F\u00fcchsin einen Dachs aus seinem Bau und heiratet den Fuchs Kraushaar, mit dem sie eine gro\u00dfe Familie gr\u00fcndet. Doch schlie\u00dflich f\u00e4llt die F\u00fcchsin einem Wilderer zum Opfer. Der F\u00f6rster findet die tote F\u00fcchsin im Wald. Mit ihr sind auch seine Tr\u00e4ume gestorben. Er geht an den Ort zur\u00fcck, an dem alles begonnen hat und erkennt, da\u00df jedem Ende ein Anfang innewohnt.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Beim Betreten des Saals erblickt das Publikum einen Vorhang, der das B\u00fchnenbild verh\u00fcllt. Auf den Vorhang erwirken Licht und Schatten die Umrisse eines dichten Waldes. W\u00e4hrend die Ouvert\u00fcre erklingt, wird eine Drehb\u00fchne sichtbar, die im Verlaufe der Handlung drei unterschiedliche, immer wiederkehrende Schaupl\u00e4tze zeigt. In der Mitte der B\u00fchne ist jederzeit ein Kokon zu sehen. Das erste Bild zeigt ein umgest\u00fcrztes Kapitell. Ein reges Treiben der Waldtiere ist dort am Anfang des ersten Aktes zu beobachten \u2013 sp\u00e4ter findet das F\u00fcchslein hier seine Behausung. Den zweiten Schauplatz bildet die F\u00f6rsterei. In einem Wirtshaus, welches das dritte Bild darstellt, trifft man sich regelm\u00e4\u00dfig zur abendlichen Skatrunde.<\/p>\n<p>Mit verschiedenen Lichteffekten wird w\u00e4hrend der Auff\u00fchrung das idyllische Naturambiente verst\u00e4rkt. Die Kost\u00fcme der darstellenden Tiere bilden eine bunte Farbvielfalt und sind der Natur gut nachempfunden. W\u00e4hrend dieser Inszenierung werden auffallend viele Kinder aktiv in die Rollen der kleineren bzw. j\u00fcngeren Tiere des Waldes einbezogen.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p>Alle S\u00e4nger spielen ihre Rolle mit Hingabe. Dabei profitiert die Vorstellung vom gro\u00dfen schauspielerischen Einsatz aller Beteiligten. Besonders die junge Sopranistin <strong>Jardena Fl\u00fcckiger <\/strong>(F\u00fcchslein Spitzohr) beeindruckt auf ganzer Linie: Ihre wunderbar ausgeglichene, feinf\u00fchlige, in allen Lautst\u00e4rken gleicherma\u00dfen nat\u00fcrliche, klangvolle Stimme, voll weichen Timbres ist ein Genu\u00df f\u00fcr die Ohren. Zusammen mit der fr\u00f6hlichen und ausdrucksstarken <strong>Kristi Anna Isene<\/strong> (Fuchs Kraushaar) ergibt sich eine \u00e4u\u00dferst harmonische Darstellung. Ihr volumin\u00f6ser und in allen Registern gleichm\u00e4\u00dfig klingender Sopran zeigt glaubhaft verschiedene Emotionen. Da <strong>Thomas<\/strong> <strong>Rettensteiner <\/strong>(F\u00f6rster) erkrankt ist, spielt er die Rolle des F\u00f6rsters auf der B\u00fchne, w\u00e4hrend er vom B\u00fchnenrand gesanglich von <strong>G\u00fcnter Papendell<\/strong> vertreten wird. Beide erg\u00e4nzen sich ausgezeichnet. G\u00fcnter Papendells warmer, facettenreicher Bariton \u00fcberzeugt mit seiner durchschlagenden Kraft und Thomas Rettensteiner zeigt passend dazu sein schauspielerisches K\u00f6nnen trotz angeschlagener Gesundheit. Zu den positiven S\u00e4ngererscheinungen des Abends geh\u00f6ren ebenso Tye Maurice Thomas (Pfarrer\/Dachs) und Johannes Richter (Schulmeister\/Dackel). <strong>Tye Maurice Thomas<\/strong> verleiht mit seinem klangvollen und kr\u00e4ftigen Ba\u00df in der Rolle des Pfarrers Autorit\u00e4t. <strong>Johannes Richter<\/strong> hingegen gl\u00e4nzt mit seinem hellen und beweglichen Tenor, und singt seine Passagen in den H\u00f6hen mit einer beeindruckenden Leichtigkeit, wobei er manchmal etwas lauter h\u00e4tte sein k\u00f6nnen. Als Hara\u0161ta rei\u00dft<strong> Alexandru Constantinescu <\/strong>sowohl schauspielerisch, als auch mit seiner warmen und satten Stimme das Publikum mit.<\/p>\n<p>Als besonders wirkungsvoll sind sowohl der <strong>Opernchor<\/strong>, als auch der <strong>Kinderchor<\/strong> zu erw\u00e4hnen. Die Mitglieder beider Ch\u00f6re sind hervorragend in die Handlung eingebunden und nehmen aktiv am Geschehen teil. Insgesamt beeindrucken alle mit ihrem fabelhaften Zusammenspiel, sowie guten schauspielerischen Leistungen.<\/p>\n<p>Das dynamische Verh\u00e4ltnis zwischen <strong>Orchester<\/strong> und S\u00e4ngern ist ausgewogen, so da\u00df z.B der Gesang nie zugedeckt wird. <strong>Golo Berg <\/strong>dirigiert von Anfang an lebhaft und mitrei\u00dfend. Allerdings sind die Musiker zun\u00e4chst nicht immer pr\u00e4zis zusammen, kommen aber so nach und nach in Fahrt und gewinnen an Pr\u00e4zision, wobei die Begleitung der S\u00e4nger schlie\u00dflich eine lobenswerte Sicherheit zeigt.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Sowohl optisch und dramaturgisch als auch musikalisch eine gl\u00e4nzende Auff\u00fchrung. S\u00e4nger und ihre Darstellungsart werden vom zahlreich erschienenen Publikum mit h\u00e4ufigem Szenenapplaus und schlie\u00dflich einem langanhaltenden Schlu\u00dfbeifall gew\u00fcrdigt.<\/p>\n<p>Judith Hering<\/p>\n<p>Bild: Barbara Braun\/Gunnar L\u00fcsch<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Jardena Fl\u00fcckiger (F\u00fcchslein Spitzohr) und Kristi Anna Isene (Fuchs Kraushaar)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Leo\u0161 Jan\u00e1\u010dek (1854-1928), Oper in 3 Akten, Libretto: Leo\u0161 Jan\u00e1cek nach einer Novelle von Rudolf Tesnohl\u00eddek, UA: 6. 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