{"id":6351,"date":"2015-06-27T21:48:33","date_gmt":"2015-06-27T20:48:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=6351"},"modified":"2015-06-27T21:49:27","modified_gmt":"2015-06-27T20:49:27","slug":"adriana-lecouvreur-paris-opera-bastille","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=6351","title":{"rendered":"ADRIANA LECOUVREUR &#8211; Paris, Op\u00e9ra Bastille"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Francesco Cil\u00e9a (1866-1950), Oper in vier Akten, Libretto: Arturo Colautti, nach Eug\u00e8ne Scribe und Ernest Legouv\u00e9, UA: 6. November 1902 Mailand, Teatro lirico<\/p>\n<p>Regie: David McVicar, Kost\u00fcme: Brigitte Reiffenstuel, B\u00fchne: Charles Edwards, Licht: Adam Silverman, Choreographie: Andrew George<\/p>\n<p>Dirigent:Daniel Oren, Chor und Orchester der Op\u00e9ra National de Paris, Choreinstudierung: Jos\u00e9 Luis Basso<\/p>\n<p>Solisten: Marcelo Alvarez (Maurizio, Marschall von Sachsen), Wojtek Smilek (F\u00fcrst von Bouillon), Ra\u00fal Gim\u00e9nez (Abt von Chazeuil), Alessandro Corbelli (Michonnet), Alexandre Duhamel (Quinault), Carlo Bosi (Poisson), Angela Gheorghiu (Adriana Lecouvreur), Luciana d\u2019Intino (Prinzessin von Bouillon), Mariangela Sicilia (Madamigella Jouvenot), Carol Garcia (Madamigella Dangeville)<\/p>\n<p>Koproduktion mit Royal Opera House, London, Gran Teatre del Liceu, Barcelona, Wiener Staatsoper und San Francisco Opera<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 26. Juni 2015 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<div id=\"attachment_6352\" style=\"width: 596px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Paris-Adriana-Lecouvreur.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6352\" class=\"size-full wp-image-6352\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Paris-Adriana-Lecouvreur.jpg\" alt=\"ADRIANA LECOUVREUR -\" width=\"586\" height=\"396\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Paris-Adriana-Lecouvreur.jpg 586w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Paris-Adriana-Lecouvreur-300x203.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 586px) 100vw, 586px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6352\" class=\"wp-caption-text\">ADRIANA LECOUVREUR &#8211;<\/p><\/div>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Die Schauspielerin Adriana Lecouvreur empf\u00e4ngt ihren Geliebten Maurizio (Marschall von Sachsen), mu\u00df aber bald auf die B\u00fchne. Sehr verliebt \u00fcberl\u00e4\u00dft sie ihm einen kleinen Veilchenstrau\u00df. Maurice hat der Prinzessin von Bouillon, deren Liebhaber er auch ist, ein geheimes Stelldichein gegeben. Der Prinzessin entgeht nicht der Veilchenstrau\u00df. Sie ist eifers\u00fcchtig. Leichtfertig schenkt er ihr die Blumen. Ihr Treffen wird gest\u00f6rt. Die Prinzessin versteckt sich in einem Nebenraum. Auch Adriana erscheint und Maurizio bittet sie, der Unbekannte im Nebenzimmer zur Flucht zu verhelfen. Die Prinzessin erkennt in Adiana eine Rivalin, ohne zu wissen wer sie ist. Es kommt zum Streit, die Prinzessin l\u00e4\u00dft ein Armband fallen. Auf ihrem Empfang erkennt sie ihre Rivalin und beleidigt sie \u00f6ffentlich. Adriana r\u00e4cht sich, indem sie das gefundene Armband dem Prinzen \u00fcberreicht und einen Theatermonolog \u00fcber Ehebruch rezitiert. Einige Tage sp\u00e4ter erh\u00e4lt Adriana einen verwelkten Veilchenstrau\u00df zugeschickt, dessen Duft sie einatmet Sie h\u00e4lt es f\u00fcr ein Abschiedszeichen Maurizios und ist verzweifelt. Da erscheint letzterer voller Liebe und macht ihr einen Heiratsantrag. Zu sp\u00e4t, die Veilchen waren ein \u201eGeschenk\u201c der Prinzessin. Sie waren vergiftet: Adriana stirbt.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Das Team <strong>David McVicar-Reiffenstuel-Edwards-Silverman<\/strong> haben eine Inszenierung auf die B\u00fchne gestellt, die mit prachtvollen Rokoko-Kost\u00fcmen und klassischen stilgerechten B\u00fchnenbildern die Welt des 18. Jahrhunderts der Handlung unterstreicht. Die Szenen wechseln zwischen aristokratischer \u00c4sthetik im Gartenpavillon und im Palast des Prinzen (2. und 3. Akt) und fast \u00e4rmlicher Einfachheit in den Hinter-den-Kulissen-Logen des Theaters und in der kleinen Behausung der Schauspielerin (1. und 4. Akt). In jedem Akt ist \u2013 auf verschiedene Weise \u2013 das Theater im Theater heraufbeschworen. Die Beleuchtung ist diskret, unterst\u00fctzt durch brennende Kerzenleuchter.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p><strong>Angela Gheorghiu<\/strong> singt souver\u00e4n, vielleicht etwas zu reserviert im Einsatz ihrer vollen Stimme in den dramatischen Szenen wie im Duett mit der Prinzessin im zweiten Akt, aber ber\u00fcckend in den lyrischen Szenen mit einem leisen, inneren Zauber, wie gleich zu Beginn der Oper in <em>Io son l\u2019umile ancella<\/em>. <strong>Marcel Alvarez, <\/strong>wohl eingedenk, da\u00df diese Rolle 1902 von Enrico Caruso kreiert wurde, bestreitet die Rolle des Maurizio mit gereifter, sch\u00f6n timbrierter Heldentenorstimme, reiner Stimmf\u00fchrung, lyrischer und klarer Diktion. Die freudige \u00dcberraschung des Abends war <strong>Luciana d\u2019Intino<\/strong>, die mit tiefer, dunkler, klangvoller Mezzosopranstimme die leidenschaftliche, eifers\u00fcchtige Prinzessin singt und spielt, die auch vor Mord nicht zur\u00fcckschreckt. Schon in ihrer ersten Arie <em>Acerba volutt\u00e0, dolce tortura <\/em>(2. Akt) gibt sie sich zu erkennen. Schlie\u00dflich sei noch lobend <strong>Alessandro Corbelli<\/strong> erw\u00e4hnt, der mit sch\u00f6nem warmem Bariton \u2013 sehr menschlich \u2013 den ungl\u00fccklich liebenden, sich selbst bel\u00e4chelnden Theaterregisseur Michonnet singt und spielt. <strong>Daniel Oren<\/strong> dirigiert Solisten, Chor und Orchester.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Das Melodrama geht weitgehend auf historische Begebenheiten zur\u00fcck. Weder das Libretto noch die Partitur sind gro\u00dfe Meisterwerke. Musikalisch war Cil\u00e9a offensichtlich von Puccini beeinflu\u00dft. Dennoch, durch die hervorragende Besetzung und eine selten sch\u00f6ne Inszenierung war es eine viel bejubelte Auff\u00fchrung zum Ende der Saison an der Bastille.<\/p>\n<p>Alexander Jordis-Lohausen<\/p>\n<p>Bild: Vincent Pontet<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Angela Gheorghiu (Adriana Lecouvreur), Marcelo Alvarez (Maurizio, Marschall von Sachsen)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 26. 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