{"id":6215,"date":"2015-03-01T11:35:24","date_gmt":"2015-03-01T10:35:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=6215"},"modified":"2015-03-03T11:48:13","modified_gmt":"2015-03-03T10:48:13","slug":"la-boheme-luzerner-theater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=6215","title":{"rendered":"LA BOH\u00c8ME &#8211; Luzerner Theater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Giacomo Puccini (1864-1924), Oper in vier Bildern, Libretto: Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach Henri Murgers Roman <i>Sc\u00e8nes de la vie de Boh\u00e8me<\/i>, UA: 1. Februar 1896 Turin, Teatro Regio<\/p>\n<p>Regie: Achim Thorwald, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: Christian Floeren, Dramaturgie: Dr. Christian Kipper, Licht: David Hedinger<\/p>\n<p>Dirigent: Boris Sch\u00e4fer, Luzerner Sinfonieorchester, Chor\/Extrachor des Luzerner Theaters, Luzerner S\u00e4ngerknaben und Luzerner M\u00e4dchenchor<\/p>\n<p>Choreinstudierung: Mark Daver und Eberhard Rex<\/p>\n<p>Solisten: Jutta Maria B\u00f6hnert (Mim\u00ec), Todd Boyce (Marcel), Flurin Caduff (Schaunard), Armin Caduff (Bernard\/Alcindor), Carlo Jung-Heyk Cho (Rodolfo), Szymon Chojnacki (Collin), Carla Maffioletti (Musette), Koichi Yositomi (Parpignol) u.a.<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 27. Februar 2015 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><b><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Luzern-La-Boheme.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6216\" alt=\"La Boh\u00e8me Oper in vier Bildern von Giacomo Puccini Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica, nach Henri Murger LUZERNER THEATER Premiere: 27. Februar 2015 PRODUKTIONSTEAM Boris Sch\u00e4fer Musikalische Leitung Achim Thorwald Inszenierung Christian Floeren B\u00fchne und Kost\u00fcme David Hedinger Licht Mark Daver Choreinstudierung Eberhard Rex Einstudierung Luzerner S\u00e4ngerknaben und Luzerner M\u00e4dchenchor Dr. Christian Kipper Dramaturgie BESETZUNG Jutta Maria B\u00f6hnert Mim\u00ec, Todd Boyce Marcello, Flurin Caduff Schaunard, Armin Caduff Beno\u00eet, Alcindoro, Carlo Jung-Heyk Cho Rodolfo, Szymon Chojnacki Colline, Ivo Kazarow Sergeant \/ Z\u00f6llner, Carla Maffioletti Musetta, Koichi Yoshitomi Parpignol Chor und Extrachor des Luzerner Theaters, Luzerner S\u00e4ngerknaben und Luzerner M\u00e4dchenchor, Luzerner Sinfonieorchester\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Luzern-La-Boheme.jpg\" width=\"638\" height=\"438\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Luzern-La-Boheme.jpg 638w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Luzern-La-Boheme-300x205.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 638px) 100vw, 638px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/b><\/p>\n<p>Der Poet Rodolfo, der Maler Marcel, der Musiker Schaunard und der Philosoph Collin wohnen in Paris in einem ungeheizten Raum. Obwohl mittellos, leben sie scheinbar unbeschwert ihren Traum, unabh\u00e4ngig und kreativ zu sein. Rudolf verliebt sich in die kranke Nachbarin Mim\u00ec, eine N\u00e4herin, w\u00e4hrend Marcel im Caf\u00e9 Momus auf seine Jugendliebe Musette trifft. Diese schlie\u00dft sich Marcel an und \u00fcberl\u00e4\u00dft schlie\u00dflich ihrem Liebhaber Alcindor die Rechnung. Doch Mim\u00ec verl\u00e4\u00dft Rudolf, um sich von ihrer Krankheit bei einem wohlhabenden Herrn zu erholen. Aber auch Musette trennt sich von Marcel im Streit. Nachdem die Freunde ihre Liebsten eine l\u00e4ngere Zeit nicht mehr gesehen haben, taucht pl\u00f6tzlich Musette auf und erz\u00e4hlt besorgt von Mim\u00ec, die durch Krankheit stark geschw\u00e4cht sei. Rodolfo und seine Freunde \u00a0k\u00fcmmern sich sogleich um Mim\u00ec. Doch diese stirbt kurze Zeit sp\u00e4ter in Rodolfos Armen.<\/p>\n<p><b>Auff\u00fchrung<\/b><\/p>\n<p>Der als n\u00e4chtliches Stadtbild gestaltete B\u00fchnenvorhang l\u00e4\u00dft die Phantasie zum winterlichen Paris schweifen. Zu den Orchesterkl\u00e4ngen hebt sich der Vorhang und enth\u00fcllt Einblicke in ein sparsam eingerichtetes Dachzimmer mit einer dem Schneesturm und K\u00e4lte sich widersetzenden Glasfassade. Zwei K\u00fcnstler sind in ihre Arbeit vertieft. Um sich zu w\u00e4rmen verbrennt der Poet Rodolfo ein Manuskript.<\/p>\n<p>Das Caf\u00e9 Momus ist mit einer flinken Dreht\u00fcr versehen. Die Besucher des Caf\u00e9 tragen ansehnliche Kleidung des neunzehnten Jahrhunderts. Musettes Kleid ist in auffallendem Rot geschneidert und unterstreicht die B\u00fchnenpr\u00e4senz der Schauspielerin. Um der Romanze mit der koketten Musette mehr Spannung zu verleihen, wird Marcel an den Stuhl angebunden. Nachdem Musette ihren Begleiter Alcindor mit ihren Schuhen zum Schuster hinaussendet, f\u00e4llt sie in Marcels Arme.<\/p>\n<p>Im dritten Bild erscheint die B\u00fchne erneut winterlich. In der Schenke belauscht Mim\u00ec Rodolfo und Musette ger\u00e4t mit Marcel in Streit. Zum Opernende stirbt Mim\u00ec im Bett von Rodolfo im Zimmer der vier Freunde.<\/p>\n<p><b>S\u00e4nger und Orchester<\/b><\/p>\n<p>Die klangstarken Ch\u00f6re sind <b>Mark<\/b> <b>Daver<\/b> und <b>Eberhard<\/b> <b>Rex<\/b> zu verdanken. Die r\u00fccksichtsvollen Orchesterkl\u00e4nge gegen\u00fcber dem Gesang gestaltet <b>Boris Sch\u00e4fer<\/b> homogen und gef\u00fchlvoll. Zwischendurch h\u00f6rt man vereinzelt Instrumente, insbesondere die Harfen durch den Klangteppich hindurch. Sie bringen genu\u00dfvolle Momente. In Duetten und Ensembles verschmelzen die Stimmen zu einem emotionalen Ganzen. <b>Armin<\/b> <b>Caduff <\/b>gibt glaubw\u00fcrdig den Vermieter Bernard wie auch den Liebhaber Alcindor mit eindrucksvoller Mimik wieder, gew\u00fcrzt durch seinen wohlklingenden Ba\u00df. Die liebensw\u00fcrdige Erscheinung und die angenehme Sopranstimme von <b>Jutta Maria B\u00f6hnert<\/b> (Mim\u00ec) erg\u00e4nzt durch dynamische Facetten den sonoren Tenor von <b>Carlo<\/b> <b>Jung<\/b>&#8211;<b>Heyk<\/b> <b>Chos <\/b>(Rodolfo). Mit <i>Mi chiamano Mim\u00ec<\/i><i> <\/i><i>\u2013<\/i><i> Man nennt mich <\/i><i>Mim\u00ec<\/i> stellt Jutta Maria B\u00f6hnert die dynamischen Feinheiten ihrer Stimme, die auch in hohen Passagen m\u00fchelos gef\u00fchrt wird, bezwingend heraus.<\/p>\n<p><b>Todd Boyce <\/b>gestaltet Marcel schauspielerisch geschickt und mit geschmeidigem Bariton. <b>Flurin<\/b> <b>Caduff<\/b> (Schaunard) steht ihm in seiner Rolle mit sehr runder Ba\u00dfstimme nicht nach.<b> <\/b>Musettes vergn\u00fcglicher Aufenthalt verk\u00f6rpert <b>Carla<\/b> <b>Maffioletti <\/b>humorvoll und selbstbewu\u00dft. In <i>Quando men vo<\/i><i> <\/i><i>\u2013<\/i><i> Wenn ich gehen will <\/i>zeigt sie ihre bewundernswerte B\u00fchnenpr\u00e4senz.<\/p>\n<p><b>Fazit<\/b><\/p>\n<p>In <b>Achim<\/b> <b>Thorwalds<\/b> Inszenierung sp\u00fcrte man seine Faszination f\u00fcr Puccinis Werk. Kein Bereich kam neben der musikalischen Leistung zu kurz und spiegelt die Boh\u00e8me-Welt durch stimmungsvolles Licht, und detailliert gestaltete Kost\u00fcme. Es wurde nichts hineininterpretiert. Begeisterter und nicht endenwollender Applaus. Der Besuch dieser Boh\u00e8me-Inszenierung im Luzerner Theater ist sehr zu empfehlen.<\/p>\n<p>Ruta Akelyte Hermann<\/p>\n<p>Bild: Toni Suter<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: (v.l.n.r.)Flurin Caduff (Schaunard), Szymon Chojnacki (Collin), Jutta Maria B\u00f6hnert (Mim\u00ec), Carlo Jung-Heyk Cho (Rodolfo), Todd Boyce (Marcel), Armin Caduff (Alcindor), Carla Maffioletti (Musette) im roten Kleid, Chor und Statisterie<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 27. 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