{"id":6176,"date":"2015-02-08T10:17:17","date_gmt":"2015-02-08T09:17:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=6176"},"modified":"2015-02-11T21:14:40","modified_gmt":"2015-02-11T20:14:40","slug":"la-fanciulla-del-west-hamburg-staatsoper","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=6176","title":{"rendered":"La Fanciulla del West &#8211; Hamburg, Staatsoper"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Giacomo Puccini (1858-1924), Libretto: Guelfo Civinini, Carlo Zangarini, UA: 1910 New York, Metropolitan Opera<\/p>\n<p>Regie: Vincent Boussard, B\u00fchne: Vincent Lemaire, Kost\u00fcme: Christian Lacroix, Licht: Guido Levi<\/p>\n<p>Dirigent: Carlo Montanaro, Philharmoniker Hamburg, Chor der Hamburgischen Staatsoper.<\/p>\n<p>Solisten: Emily Magee (Minnie), Andrzej Dobber (Jack Rance), Carlo Ventre (Dick Johnson), J\u00fcrgen Sacher (Nick), Tigran Martirossian (Ashby), Davide Damiani (Sonora), Dovlet Nurgeldiyev (Trin), Moritz Gogg (Sid), Viktor Rud (Bello), Benjamin Popson (Harry), Jun-Sang Han (Joe), Vincenzo Neri (Happy), Alin Anca (Larkens), Szymon Kobylinski (Billy Jackrabbit), Rebecca Jo Loeb (Wowkle), Florian Spiess (Jake Wallace), Christoph Rausch (Jos\u00e9 Castro), Daniel Todd (Postillon).<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 7. Februar 2014. (Premiere 1. Februar 2015)<\/p><\/blockquote>\n<p><b><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Hamburg-La-Fanciulla.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6178\" alt=\"Hamburgische Staatsoper La Fanciulla del West\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Hamburg-La-Fanciulla.jpg\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Hamburg-La-Fanciulla.jpg 600w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Hamburg-La-Fanciulla-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/b><\/p>\n<p>Der gesuchte R\u00e4uber Johnson betritt unerkannt die Bar eines kalifornischen Goldgr\u00e4berortes, die von Minnie, der einzigen Frau dort, betrieben wird. Johnson m\u00f6chte das in der Bar aufbewahrte Gold der Goldgr\u00e4ber stehlen, dann aber verlieben sich Minnie und er ineinander. Sheriff Rance will Johnson loswerden. Er ist ebenfalls in Minnie verliebt, die ihn jedoch abblitzen l\u00e4\u00dft. Als Johnson sp\u00e4ter in Minnies H\u00fctte ist, wird er enttarnt und angeschossen. In einem Kartenspiel mit dem Sheriff um Johnson Leben gewinnt Minnie durch einen Trick. Am Ende \u00fcberzeugt sie die Goldgr\u00e4ber und den Sheriff davon, da\u00df der zwischenzeitlich geflohene und wiedereingefangene Johnson nicht aufgeh\u00e4ngt wird. Minnie und Johnson verlassen zusammen Kalifornien.<\/p>\n<p><b>Auff\u00fchrung<\/b><\/p>\n<p>Auf der B\u00fchne ist der <i>Wilde Westen<\/i> im Winter nur angedeutet: Ein Pferd als Scherenschnitt, der typische Kronleuchter, F\u00e4sser. B\u00e4ume lassen sich in schmutzigen Schlieren auf den W\u00e4nden nur erahnen. Im zweiten Akt wird der Schneesturm per Projektion und Windpfeifen dargestellt. Der Gesamteindruck ist der einer bewu\u00dft h\u00e4\u00dflich wie \u00e4rmlich gehaltenen Unwirklichkeit: Neon, schief stehende H\u00e4user, eine Leiter ins Nirgendwo, Anz\u00fcge, die wie Leichen von der Decke h\u00e4ngen. Die Kost\u00fcme sind eine Mischung aus Abendgarderobe und Arbeiterkleidung.<\/p>\n<p><b>S\u00e4nger und Orchester<\/b><\/p>\n<p>Die Philharmoniker Hamburg unter <b>Carlo Montanaro<\/b> zaubern von den ersten Minuten an einen unglaublich luxuri\u00f6sen Puccini-Breitwandklang, so da\u00df verst\u00e4ndlich wird, warum der Komponist seine heute selten gespielte Oper selbst so hoch einsch\u00e4tzte. An Farben, melodischer Kraft, intonatorischer Sicherheit und vor allem W\u00e4rme der Streicher l\u00e4\u00dft sich das kaum noch \u00fcberbieten, auch wenn die Balance mit der B\u00fchne erst nach und nach hergestellt wurde. <b>Emily Magee<\/b> als einzige Frau auf der B\u00fchne \u2013 neben dem ad\u00e4quaten K\u00fcrzestauftritt von <b>Rebecca Jo Loeb<\/b> als Indianerin Wowkle \u2013 gab die Minnie stimmstark und mit Selbstbewu\u00dftsein. Kam das <i>parlando<\/i> auch mit wenig Nachdruck, so klang der eigentliche Gesangspart in Mittel- und H\u00f6henlage umso pr\u00e4senter und dramatischer. Auf diese Weise war es auch glaubw\u00fcrdig, wie am Ende die Goldgr\u00e4ber einer nach dem anderen nachgeben, als Minnie sie davon \u00fcberzeugt, Johnson zu verschonen. <b>Andrzej Dobber<\/b> war ein stimmlich gut zu verstehender, wuchtiger Sheriff Rance mit viel Gewicht. <b>Carlo Ventre<\/b><i> <\/i>als Johnson spielte den R\u00e4uber wider Willen ebenfalls glaubw\u00fcrdig und mit Deutlichkeit in der H\u00f6he. Aus dem umfangreichen, durchweg gl\u00e4nzenden Ensemble stach niemand ganz hervor, zumal die \u00dcberg\u00e4nge zu den Chorszenen in dieser Oper oftmals flie\u00dfend sind.<i> <\/i><\/p>\n<p><b>Fazit<\/b><\/p>\n<p>Visuell entt\u00e4uschend, wirft die musikalisch hohe Qualit\u00e4t der Hamburger Auff\u00fchrung die Frage auf, warum diese Oper eigentlich hinter den anderen Opern Puccinis zur\u00fccksteht. Das Publikum zeigt sich jedenfalls zu Recht begeistert. Visuell war die Auff\u00fchrung weder veristisch im Sinne von Realit\u00e4tsn\u00e4he noch trug sie der kitschigen Handlung Rechnung.<\/p>\n<p>Dr. Aron Sayed<\/p>\n<p>Bild: Brinkhoff\/M\u00f6genburg<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: J\u00fcrgen Sacher (Nick), Jun-Sang Han (Joe), Davide Damiani (Sonora), Emily Magee (Minnie), Tigran Martirossian (Ashby), Staatsopernchor<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 7. Februar 2014. (Premiere 1. Februar 2015).  Visuell entt\u00e4uschend, wirft die musikalisch hohe Qualit\u00e4t der Hamburger Auff\u00fchrung die Frage auf, warum diese Oper eigentlich hinter den anderen Opern Puccinis zur\u00fccksteht. Das Publikum zeigt sich jedenfalls zu Recht begeistert. <\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=6176\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6178,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[31,1],"tags":[],"class_list":["post-6176","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-hamburg-staatsoper","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6176","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6176"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6176\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6193,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6176\/revisions\/6193"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6178"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6176"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6176"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6176"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}