{"id":6059,"date":"2014-12-08T17:53:19","date_gmt":"2014-12-08T16:53:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=6059"},"modified":"2014-12-18T14:52:51","modified_gmt":"2014-12-18T13:52:51","slug":"die-zauberfloete-oper-am-dom","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=6059","title":{"rendered":"DIE ZAUBERFL\u00d6TE &#8211; Oper am Dom"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), Gro\u00dfe Oper in zwei Aufz\u00fcgen, Libretto: Emanuel Schikaneder, UA: 30. September 1791 Wien, Freihaustheater auf der Wieden<\/p>\n<p>Regie: Mariame Cl\u00e9ment, B\u00fchne\/Kost\u00fcme Julia Hansen, Licht: Marion Hewlett \/ Video: fettFilm \/<\/p>\n<p>Dirigent: Will Humburg, G\u00fcrzenich-Orchester, Chor der Oper K\u00f6ln, Choreinstudierung: \u00a0Andrew Ollivant<\/p>\n<p>Claudia Rohrbach (Pamina), Mirko Roschkowski (Tamino), Anna Siminska (Die K\u00f6nigin der Nacht),<\/p>\n<p>Yitian Luan, Marta Wryk Katrin Wundsam (1. 2. 3. Dame), Wolfgang Schwaiger (Papageno), Aoife Miskelly (Papagena), Mika Kares (Sarastro), Oliver Zwarg (Sprecher), Ralf Rachbauer\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0(Monostatos),<\/p>\n<p>John Heuzenroeder (1. Geharnischter\/1. Priester), Luke Stoker (2. Geharnischter\/2. Priester)<\/p>\n<p>Drei Knaben (Solisten des Knabenchores der Chorakademie Dortmund)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 6. Dezember 2014 (Premiere, \u00dcbernahme aus Op\u00e9ra National du Rhin Strasbourg, Koproduktion mit der Op\u00e9ra de Nice)<\/p><\/blockquote>\n<p><b><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/K\u00f6ln-Zauberfl\u00f6te.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6062\" alt=\"Oper K\u00f6ln Die Zauberfl\u00f6te Premiere 06.12.2014\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/K\u00f6ln-Zauberfl\u00f6te.jpg\" width=\"719\" height=\"479\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/K\u00f6ln-Zauberfl\u00f6te.jpg 719w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/K\u00f6ln-Zauberfl\u00f6te-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 719px) 100vw, 719px\" \/><\/a>Kurzinhalt<br \/>\n<\/b>Die K\u00f6nigin der Nacht beauftragt Prinz Tamino, ihre von Sarastro entf\u00fchrte Tochter Pamina zu befreien. Als Lohn soll er sie zur Frau erhalten. Dabei hilft ihm Papageno, der Vogelf\u00e4nger der K\u00f6nigin der Nacht. Viele Schwierigkeiten gilt es zu \u00fcberwinden, doch schlie\u00dflich gelangen beide in Sarastros Reich, wo man sie vielen Pr\u00fcfungen unterwirft. Endlich kann Prinz Tamino Pamina befreien, und er und sie werden ein gl\u00fcckliches Paar, wie auch Papageno seine Papagena findet und heiratet.<\/p>\n<p><b>Auff\u00fchrung<br \/>\n<\/b>Zu Beginn schwebt auf dem noch geschlossenen Vorhang ein Propellerflugzeug heran und landet auf einem h\u00fcgeligen, mit hohem Gras bewachsenen Hang. Gegen den B\u00fchnenrand hin gibt es eine flache Stelle, wo ein Mann in Lederkleidung steht. Neben ihm windet sich eine Riesenschlange. Einige Momente sp\u00e4ter entsteigt dem Flugzeug ein weiterer Mann in Lotterkleidung. Zum B\u00fchnenbild notiert Schikaneder im Libretto: <i>Das Theater ist eine felsige Gegend, hie und da mit B\u00e4umen \u00fcberwachsen \u2026<\/i><\/p>\n<p>Demgegen\u00fcber zeigt das zweite B\u00fchnenbild einen hohen Saal mit braunen Holzw\u00e4nden. In die W\u00e4nde eingelassen sind zahlreiche Terrarien. Putzfrauen stellen graue Plastikst\u00fchle auf, die sie auch wieder wegr\u00e4umen. Manchmal wird auch von der rechten Seite eine Rutschbahn hineingefahren, auf der dann Tamino und Pamina, Papageno und Papagena hereinrutschen. Pamina tr\u00e4gt ein schlichtes Kleid, ihre Str\u00fcmpfe rutschen auf ihre flachen Schuhe, Papagena erscheint in hochgeschlossener Kleidung, die sie sodann ablegt. Darunter zeigt sich ein Kleid mit kurzem Rock. Monostatos mit schwarzem Bart ist im Trainings-Drill wie alle Bediensteten Sarastros, w\u00e4hrend Sarastro selbst mit einen hellen Anzug auftritt. Seine Brille hat auffallend dicke Gl\u00e4ser. Die K\u00f6nigin der Nacht mit wei\u00dfem Kopftuch h\u00fcllt sich zun\u00e4chst in einen riesigen Mantel. Zum Opernende zeigt sie ihr langes Haar gegen\u00fcber Sarastro, der sie innig k\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p><b>S\u00e4nger und Orchester<br \/>\n<\/b>Nach etwas schleppendem Beginn der Ouvert\u00fcre gewinnt das G\u00fcrzenich-Orchester an Fahrt und st\u00fcrmt dann zum grandiosen Ende. Von Anfang bis Ende hat Dirigent Will Humburg viel Arbeit in der Koordination mit den S\u00e4ngern mit dem wohl im zu tiefem Graben sitzenden Orchester. Doch er meistert seine Aufgabe vorbildlich!<\/p>\n<p>Die <b>drei Damen<\/b> in wei\u00dfer Kleidung k\u00e4mpfen sich durch die Mozartische Polyphonie, wobei die Intonationssicherheit auf der Strecke bleibt. <b>Mirko Roschkowski<\/b> (Tamino) gelingt die Arie <i>Das Bildnis ist bezaubernd sch\u00f6n<\/i> \u00fcber die Ma\u00dfen gut. Schon im Sextaufschwung zeigt sich seine ungemein wohlklingende Tenorstimme und vermittelt die ganze Sehnsucht nach diesem unbekannten M\u00e4dchen. Auch alle seine weiteren Arien vermittelt nicht nur eine tadellose Artikulation, sondern ihre Agilit\u00e0, ihr Legato, ihre S\u00fc\u00dfe und ihre sanfte Tongebung gibt der Oper geradezu ihr Gepr\u00e4ge. Aber auch <b>Wolfgang Schwaiger<\/b> (Papageno) ist gut wortverst\u00e4ndlich, und das sowohl im Gesang wie in den gesprochenen Textstellen. In fast idealer Weise \u201eerg\u00e4nzt\u201c er Roschkowski mit seinem nicht weniger lyrischen Bariton. Auffallend rund bringt <b>Mika Kares<\/b> (Sarastro) die so gef\u00fcrchteten tiefen Ba\u00dflinien heraus. <b>Claudia Rohrbach<\/b> (Pamina) bew\u00e4ltigt ihren schwierigen Part mit offener, manchmal etwas zu breiter Sopranstimme gut. Auch ihre schauspielerische Darstellung ist sehr gelungen. Eine gro\u00dfe \u00dcberraschung sind die <b>drei Knaben<\/b>, auffallend auch durch ihre ansprechenden, wechselnden Kost\u00fcme. Ihr Gesang ist au\u00dferordentlich homogen und die Tontreffsicherheit vorbildlich, etwas, was nicht allzu h\u00e4ufig anzutreffen ist. <b>Anna Siminska<\/b> als K\u00f6nigin der Nacht, zeigt in ihrem, vom Publikum so ersehnten Koloraturgesang, mit den beiden Arien im ersten und zweiten Akt ihr K\u00f6nnen. W\u00e4hrend sie in der ersten Arie <i>O zittre nicht, mein lieber Sohn<\/i> mit dem Vibrieren ihrer Stimme \u00fcbertreibt, l\u00e4\u00dft sie ihren lyrischen Sopran in den Koloraturl\u00e4ufen und bei den viermaligen Spitzent\u00f6nen (f\u2018\u2018\u2018) in der <i>Rachearie<\/i> klar herausstr\u00f6men, so da\u00df sie mit Recht Applaus erntet.<\/p>\n<p><b>Fazit<br \/>\n<\/b>Im ersten Akt verl\u00e4uft der Handlungsablauf recht spannungsvoll. Im zweiten Akt, nach der Pause, ist alles mit dem leeren, bretterdunklen Raum wie verwandelt. Wie soll man den zum Beginn des zweiten Akts dargebotenen Priestermarsch des Orchesters mit dem Aufmarsch an Putzfrauen verbinden, wie die Rede des \u201evorsitzenden\u201c Sarastro mit Tonband verarbeiten? Mu\u00df man die in den Raum geschobene Rutschbahn f\u00fcr Tamino\/Pamina oder Papageno\/Papagena mit Humor oder mit Befremden quittieren? Diente alles der Aufkl\u00e4rung oder waren es Fingerzeige, die Opernhandlung \u201eanders\u201c zu sehen? Die Spannung blieb jedenfalls auf der Strecke. Das Publikum klatschte wohlanst\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Dr. Olaf Zenner<\/p>\n<p>Bild: \u00a9 Paul Leclaire<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Pamina (Claudia Rohrbach), Monostatos (Ralf Rachbauer)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 6. 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