{"id":5844,"date":"2014-09-08T15:21:32","date_gmt":"2014-09-08T14:21:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5844"},"modified":"2014-09-10T15:26:59","modified_gmt":"2014-09-10T14:26:59","slug":"musikfest-berlin-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5844","title":{"rendered":"Musikfest Berlin"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><b><i>Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam<\/i><\/b><\/p>\n<p><b>Werke von Johannes Brahms, Wolfgang Rihm und Richard Strauss<\/b><\/p>\n<p>Dirigent: Mariss Jansons, Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam<\/p>\n<p>Solist: Leonidas Kavakos, Violine<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 6. September 2014<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Musikfest-Berlin.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5845\" alt=\"Musikfest Berlin 2014:\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Musikfest-Berlin.jpg\" width=\"627\" height=\"386\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Musikfest-Berlin.jpg 627w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Musikfest-Berlin-300x184.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 627px) 100vw, 627px\" \/><\/a><\/p>\n<p><b>Vorbemerkung<\/b><\/p>\n<p>Den Auftakt des Berliner Konzertlebens nach der Sommerpause bildet jedes Jahr im September, nun bereits zum zehnten Mal, das Musikfest Berlin. Das Orchesterfestival ist Bestandteil der ganzj\u00e4hrigen Berliner Festspiele und bietet in der Zeit von 2. bis 22. September 2014 in der Philharmonie und deren Kammermusiksaal 31 Veranstaltungen mit \u00fcber 75 Werken von 24 Komponisten, gespielt von 25 Orchestern und zahlreichen internationalen Solisten. Den programmatischen Schwerpunkt des diesj\u00e4hrigen Musikfestes bilden Schumann und Brahms. Ihre Inspirationsquelle ist Johann Sebastian Bach und die Entwicklung des modernen Orchesters.<\/p>\n<p><b>Das Konzert<\/b><\/p>\n<p>Ein regelm\u00e4\u00dfiger Gast des Musikfestes ist der lettische Maestro <b>Mariss Jansons<\/b> mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, das er seit 10 Jahren leitet. Die Brillanz und Pr\u00e4zision dieses Klangk\u00f6rpers bestechen von Anfang an. In den <i>Variationen \u00fcber ein Thema von Joseph Haydn <\/i>von <b>Johannes Brahms<\/b> pr\u00e4sentiert Jansons das einpr\u00e4gsame Thema des <i>Chorale St. Antoni<\/i> und die folgenden acht Variationen insgesamt leicht und unpr\u00e4tenti\u00f6s, wenn auch anfangs etwas verschleppt und zerfasert. Nach der schwerm\u00fctigen Melodie der vierten Variation gewinnt das Spiel in den dynamisch und rhythmisch markanten Vivace- und Grazioso-Teilen jedoch zunehmend an Fahrt und Dichte.<\/p>\n<p>Das f\u00fcr kleines Orchester und Solovioline geschriebene<b> <\/b><i>Lichte Spiel <\/i>von <b>Wolfgang Rihm<\/b> ger\u00e4t zum intimen Austausch zwischen ausgedehnten lyrischen Monologen des Solisten <b>Leonidas Kavakos<\/b> und einem sensibel reagierenden Orchester. Tranceartig entfalteten sich die aus Terzen aufgebauten Klangskulpturen zart und unsentimental von der Violine ins Orchester hinein. Den anschlie\u00dfenden gro\u00dfen Applaus konnte der an diesem Abend anwesende Komponist pers\u00f6nlich entgegen nehmen. Kavakos bewies bei der Zugabe der Bachschen <i>Gavotte en Rondeau <\/i>aus der Partita in E-Dur Nr. 3 (Violine allein) seines feingliedrigen Spiels.<\/p>\n<p><b>Der zweite Teil<\/b> des Abends ist dem diesj\u00e4hrigen Jubilar <b>Richard Strauss<\/b> gewidmet. Ungeheuer intensiv spielen Jansons und sein Orchester die Tondichtung <i>Tod und Verkl\u00e4rung<\/i> op. 24, unruhig und rhythmisch schwankend wird das Todesmotiv vom lyrischen Eingangsteil bis zum feierlich-hymnischen Finale gestaltet, dabei Pathos vermeidend.<\/p>\n<p>Auch die Wahl des letzten St\u00fcckes <i>Till Eulenspiegels lustige Streiche<\/i> op. 28 unterstreicht das eher bodenst\u00e4ndige Auftreten Jansons. Das brillant instrumentierte Werk des damals drei\u00dfigj\u00e4hrigen Strauss gilt als effektvoller Erfolgsgarant eines jeden Orchesters und bildete auch an diesem Konzertabend den musikalischen H\u00f6hepunkt. Nach dem einleitenden Streicherthema entfaltet Jansons die gesamte Bandbreite des musikalischen Schelmenportraits zwischen grazi\u00f6s und schelmisch, feurig und klagend, aggressiv und weinerlich. Das beeindruckend disziplinierte Concertgebouw Orchestra gestaltet die sehr kontrastreichen Episoden pr\u00e4zise, transparent und gl\u00e4nzend.<\/p>\n<p><b>Fazit<\/b><\/p>\n<p>Ein Erlebnis, den 71j\u00e4hrigen Jansons, der inzwischen selten die B\u00fchne betritt und das Royal Concertgebouw Orchestra nur noch in dieser Spielzeit leiten wird, zu h\u00f6ren. Die Musiker und Solisten des Klangk\u00f6rpers bewiesen Weltklasse-Niveau, ebenso Leonidas Kavakos an der Violine.<\/p>\n<p>Norma Strunden<\/p>\n<p>Bild: Kai Bienert<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Leonidas Kavakos, Mariss Jansons<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 6. 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