{"id":5658,"date":"2014-03-30T19:52:51","date_gmt":"2014-03-30T18:52:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5658"},"modified":"2014-04-19T19:55:59","modified_gmt":"2014-04-19T18:55:59","slug":"im-weissen-roessl-coburg-landestheater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5658","title":{"rendered":"IM WEISSEN R\u00d6SSL &#8211; Coburg, Landestheater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Ralf Benatzky (1884-1957), Singspiel in drei Akten, Libretto: der Komponist zusammen mit Hans M\u00fcller-Einigen und Erik Charell, Fassung <i>Bar jeder Vernunft<\/i> mit sechs musikalischen Einlagen von Robert Gilbert, UA: 8.November 8. November 1930 Berlin<\/p>\n<p>Regie: Tobias Materna, B\u00fchne: Lorena Diaz Stephens \/ Jan Hendrik Neidert.<\/p>\n<p>Dirigent: Lorenzo Da Rio, Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg.<\/p>\n<p>Solisten: Ulrike Barz (Josepha Vogelhuber), David Zimmer (Leopold Brandmeyer), Helmut Jakobi (Wilhelm Giesecke), Anna G\u00fctter (Ottilie), Karsten M\u00fcnster (Dr. Otto Siedler), Stephan Ignaz (Sigismund S\u00fclzheimer), Stephan Mertl (Prof. Dr. Hinzelmann), Sandina Nitschke (Kl\u00e4rchen), Thomas Straus (Der Kaiser), Marcus G. Kulp (Piccolo), Sofia Kallio (Kathi), u.a.<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 29. M\u00e4rz 2014 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><b><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Cobrug_Roessl.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5659\" alt=\"Im wei\u00dfen R\u00f6ssl \/\/ Singspiel von Ralph Benatzky in der Fassung der &quot;Bar jeder Vernunft&quot; \/\/ ML Lorenzo Da Rio, R Tobias Materna, B Jan-Hendrik Neidert, K Lorena Diaz, Ch Tara Yipp \/\/ Premiere am Samstag, 29. M\u00e4rz 2014, Gro\u00dfes Haus Landestheater Coburg\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Cobrug_Roessl.jpg\" width=\"590\" height=\"393\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Cobrug_Roessl.jpg 590w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Cobrug_Roessl-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 590px) 100vw, 590px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/b><\/p>\n<p>Im Hotel \u201eZum wei\u00dfen R\u00f6ssl\u201c am Wolfgangsee wartet das Personal auf die Sommerg\u00e4ste. Auch der Berliner Stammgast und Rechtsanwalt Dr. Otto Siedler hat sich wieder angek\u00fcndigt, in welchen zum Leidwesen des Zahlkellners Leopold die Chefin des Hauses, Josepha Vogelhuber, verliebt ist. Leopold, selbst in seine Chefin verliebt, kann nach vergeblichem Werben die Abfuhren Josephas nicht mehr ertragen und k\u00fcndigt. Gleichzeitig bem\u00fcht sich Dr. Siedler um Ottilie, die Tochter des Berliner Fabrikanten Wilhelm Giesecke. Damit nicht genug treffen der Fabrikantensohn Sigismund S\u00fclzheimer sowie Prof. Dr. Heinzelmann samt seiner Tochter Kl\u00e4rchen im \u201eR\u00f6ssl\u201c ein. Unerwartet k\u00fcndigt sich Kaiser Franz Joseph zum Sch\u00fctzenfest an. Josepha ist \u00fcberfordert und bittet Leopold zur\u00fcckzukehren. Beim Empfang seiner Majest\u00e4t kommt es zum Eklat. Anstatt Leopold endg\u00fcltig zu entlassen, engagiert sie ihn schlie\u00dflich als Ehemann.<\/p>\n<p><b>Auff\u00fchrung<\/b><\/p>\n<p>Das B\u00fchnenbild wirkt einfach und schlicht. Im Hintergrund steht das einst\u00f6ckige Hotel in Kastenbauweise. Drei Zimmer bilden den ersten Stock, das mittlere mit Balkon, im Erdgescho\u00df in der Mitte die gro\u00dfe Dreht\u00fcr, die immer f\u00fcr einen Gag gut ist, links daneben der Hendl-Stra\u00dfenverkauf. Davor sehen wir den Vorplatz mit Biergarten und halbrechts den Swimmingpool, in dem sich das sichtbare Orchester befindet, das mal in die Handlung eingreift, mal sich lustige H\u00fcte aufsetzt. Im Pool ist noch Platz f\u00fcr Schwimmtraining, den wei\u00dfen Hai (inkl. Filmmusik) oder den Kaiser auf Unterwasserjagd.<\/p>\n<p><b>S\u00e4nger und Orchester<\/b><\/p>\n<p>Wer die musikalische Umsetzung der Musikfilme der 1950er Jahre gewohnt ist, der mu\u00df umdenken. Das <i>Humba-Humba-T\u00e4ter\u00e4<\/i> pr\u00e4gte auch noch sp\u00e4tere Generationen, bis Max Raabe den filigranen Klang 1994 wieder entdeckte. So tragen acht Streicher und ein Klangwerk eine musikalische-politische-satirische Revue durch den Abend. Leider wurden die S\u00e4nger durch Microports unterst\u00fctzt, so da\u00df sie auch h\u00f6rbar waren, wenn sie den R\u00fccken dem Publikum zudrehten. Das Operetten-Ensemble des Coburger Landestheaters konnte aber zeigen, wie man Operette singen mu\u00df, herausragend <b>David Zimmer<\/b> als Zahlkellner Leopold, der als schmissiger Tenor den Vergleich mit Peter Alexander nicht scheuen mu\u00df. Oder <b>Stephan Ignaz<\/b>, der als sch\u00f6ner Sigismund eine Charakterrolle formt und keine Knallcharge. Oder <b>Ulrike Barz<\/b> (Josepha), die zusammen mit <b>Sofia Kalio<\/b> (Brieftr\u00e4gerin) ein hochdramatisches Duo bildet. Oder der wie immer bestens eingestimmte <b>Chor<\/b> des Landestheaters, der immer f\u00fcr einen running gag (auch als Gesangseinlage) gut und nicht nur im Opernfach zu Hause ist.<\/p>\n<p><b>Fazit<\/b><\/p>\n<p>In einem Punkt irrt der Coburger Intendant Bodo Busse. Die Spielfassung der \u201eBar jeder Vernunft\u201c macht aus der Operette <i>Im wei\u00dfen R\u00f6ssl<\/i> kein Musical mit gro\u00dfer Ausstattung, gro\u00dfer Besetzung und niveaureduzierter musikalischer Umsetzung, sondern das Revival einer Revue aus den 1930er Jahren mit einfachem B\u00fchnenbild, kleiner musikalischer Besetzung (8 Streicher und ein Paukist), detaillierter witziger Personenf\u00fchrung, mit schmissigen Dialogen, die als politische Satire dem Zeitgeist widersprechen, und vielen unsterblichen Melodien, die nicht als Schlager heruntergenudelt werden. Dem Publikum gef\u00e4llt es und bedankt sich heftig f\u00fcr einen unterhaltsamen Abend.<\/p>\n<p>Oliver Hohlbach<\/p>\n<p>Bild: Henning Rosenbusch<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: David Zimmer (Leopold Brandmeyer) mit der Blume und Das Ensemble<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 29. 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