{"id":5633,"date":"2014-04-08T19:58:52","date_gmt":"2014-04-08T18:58:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5633"},"modified":"2014-04-10T20:11:25","modified_gmt":"2014-04-10T19:11:25","slug":"limpresario-delle-canarie-der-impresario-von-den-kanarischen-inseln-dresden-semperoper","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5633","title":{"rendered":"L\u2019IMPRESARIO DELLE CANARIE \u2013 DER IMPRESARIO VON DEN KANARISCHEN INSELN  &#8211; Dresden, Semperoper"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Giovanni Battista Martini (1706-1784), Intermezzo a due, Libretto: Pietro Metastasio, UA: 1744 Bologna.<\/p>\n<p><b><i>Sub-Plot <\/i><\/b>(etwa: St\u00fcck im St\u00fcck)<\/p>\n<p>von Lucia Ronchetti, Handlung basierend auf dem Libretto <i>Didone abbandonata<\/i> von Pietro Metastasio. UA: 6. April 2014 Dresden, Semperoper<\/p>\n<p>Regie: Axel K\u00f6hler, B\u00fchne: Arne Walther, Kost\u00fcme: Frauke Schernau, Licht: Fabio Antoci<\/p>\n<p>Dirigent: Felice Venanzoni, Mitglieder des H\u00e4ndelfestspielorchesters Halle,<\/p>\n<p>Solisten: Christel Loetzsch (Dorina), Matthias Rexroth (Nibbio), Norma Nahoun (Didone), Pavol Kub\u00e1n (Enea), Julian Arsenault (Iarba),<\/p>\n<p>T\u00e4nzer: Mandy Garbrecht, Nicole Meier, Mykola Abramenko.<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 6. April 2014 (Premiere und Urauff\u00fchrung des <i>Sub-Plot<\/i>)<\/p><\/blockquote>\n<p><b><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Dresden-Limpresario.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5634\" alt=\"Dresden Limpresario\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Dresden-Limpresario.jpg\" width=\"525\" height=\"351\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Dresden-Limpresario.jpg 525w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Dresden-Limpresario-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/a>Kurzinhalt <\/b><\/p>\n<p>Zu Beginn des Intermezzo wartet Dorina auf den Opern-Impresario Nibbio und sucht nerv\u00f6s nach einer Arie, die sie ihm vortragen kann. Der Gast von den Kanarischen Inseln trifft bald darauf ein, erweist sich jedoch als sehr zudringlich und in musikalischer Hinsicht wenig kompetent. Unter einem Vorwand schickt Dorina ihn hinaus. Ersch\u00f6pft l\u00e4\u00dft sie sich auf ihre Chaiselongue fallen und schl\u00e4ft ein.<\/p>\n<p>Dorina hat Kost\u00fcmprobe und ist unzufrieden. Erneut erscheint Nibbio, sie klagt ihm ihr Leid \u00fcber das Operngesch\u00e4ft. Der Impresario reicht ihr einen unterschriebenen Vertrag, auf dem Dorina ein Honorar von unbegrenzter H\u00f6he einsetzen kann, was sie auch tut. Doch sie ist erschrocken, als sie feststellt, welche Gegenleistung er f\u00fcr ihre hohe Gage erwartet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Sub-Plot<\/b><\/p>\n<p>Didone steht zwischen ihrem Geliebten Enea (Aenea) und Iarba, der sie um ihres Reiches willen zur Ehe zwingen m\u00f6chte. Enea wird von den G\u00f6ttern nach Troja zur\u00fcckgerufen, Iarba von Dido grob zur\u00fcckgewiesen. Trotz ihrer verzweifelten Versuche, den hin- und hergerissenen Enea zu halten, bricht dieser zu neuen Heldentaten auf. Dido steht nun vor der Wahl, Iarba zu heiraten oder Selbstmord zu begehen. Sie beklagt ihr Schicksal.<\/p>\n<p><b>Auff\u00fchrung <\/b><\/p>\n<p>Kulisse beider St\u00fccke ist ein schmaler, zweietagiger Wohnraum an der B\u00fchnenrampe. Unten das Gemach der Dorina, zu beiden Seiten flankiert von einem Treppenhaus, das auf einen Balkon f\u00fchrt. Ambiente und Kost\u00fcme sind barock. Drei T\u00e4nzer erg\u00e4nzen als stumme Diener die Handlung. Der Szenenwechsel zum <i>Sub-Plot<\/i> vollzieht sich in Dorinas Tr\u00e4umen. Es wird Nacht, hinter der Schlafenden steigt, in antikem wei\u00dfen Gewand, Dido herauf. Eneas tritt, als alter Ego des Dirigenten Venanzoni, aus dem Spiegel heraus; ein Hinweis auf die umgekehrte Spiegelung von Intermezzo und Einlage. Die bei der Urauff\u00fchrung 1744 das Intermezzo umrahmende Handlung der <i>opera seria<\/i> <i>Didone abbandonata <\/i>wird nun zur zehnmin\u00fctigen Einlage des Intermezzo. (Eine Erl\u00e4uterung, was ein Sub-Plot ist, w\u00e4re hilfreich gewesen.)<\/p>\n<p><b>S\u00e4nger und Orchester<\/b><\/p>\n<p>Die zehn Musiker des <b>H\u00e4ndelgastspielorchesters Halle<\/b> spielen Giovanni Battista Martinis unkonventionelles Intermezzo kenntnis- und facettenreich. Dirigent <b>Felice Venanzoni<\/b> begleitet am Cembalo und \u00fcbergibt im experimentelleren <i>Sub-Plot<\/i> an ein eindrucksvolles, aber ungewohntes Duo aus Kontrafagott und Kontraba\u00df.<\/p>\n<p>Die f\u00fcnfk\u00f6pfige S\u00e4ngerriege besteht aus Mitgliedern des Jungen Ensembles der Semperoper und Countertenor <b>Matthias Rexrodt. <\/b>Letzterer<b> <\/b>als Nibbio ist darstellerisch wie s\u00e4ngerisch versiert, wendig in den Koloraturen und leicht im hohen Register. Ihm zur Seite steht<b> Christel Loetzsch<\/b> (Dorina), ein Koloratursopran mit dunklem Timbre, die ihre Rolle vokal agil, mit viel schauspielerischem Talent und Witz gestaltet. <b>Norma Nahoun<\/b> (Didone) verf\u00fcgt \u00fcber eine klaren, in den H\u00f6hen m\u00fchelosen Sopran, und offenbart feine vokale Nuancen in <i>Mein ungl\u00fcckliches Schicksal wird Legende werden<\/i>.<i> <\/i><b>Pavol Kub\u00e1n<\/b> (Enea) ist der modernen, teilweise a-capella-Partitur von <b>Lucia Ronchetti<\/b> mit seinem biegsamen Bariton stimmlich gewachsen. In der Verk\u00f6rperung des trojanischen Liebhabers und Helden bleibt er etwas bla\u00df.<\/p>\n<p><b>Fazit<\/b><\/p>\n<p>Das damals ungeheuer popul\u00e4re Drama <i>Didone abbandonata<\/i> von Pietro Metastasio wird in Dresden nun zum zweiten Mal, aber mit der Musik von Lucia Ronchetti inszeniert und als St\u00fcck in das Intermezzo <i>L<\/i><i>\u02be<\/i><i>impresario delle Canarie<\/i> implantiert. <i>L<\/i><i>\u02be<\/i><i>impresario<\/i> reiht sich in die Serie der Intermezzi ein, die als Kurzoper auf die B\u00fchne gebracht werden. Martinis Intermezzo und der <i>Sub-Plot <\/i>von Ronchetti, als \u201eSt\u00fcck im \u00a0St\u00fcck\u201c, boten eine interessante Abwechslung von Barock und Moderne sowie von <i>buffa<\/i> (<i>L<\/i><i>\u02be<\/i><i>impresario<\/i>)<i> <\/i>und <i>seria <\/i>(<i>Sub-Plot<\/i>), die Regisseur Axel K\u00f6hler kontrastreich und sehr unterhaltsam herausgearbeitet hat.<\/p>\n<p>Norma Strunden<\/p>\n<p>Bild: Matthias Creutziger<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Christel Loetzsch (Dorina), Matthias Rexroth (Nibbio)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 6. April 2014 (Premiere und Urauff\u00fchrung des Sub-Plot), Die f\u00fcnfk\u00f6pfige S\u00e4ngerriege besteht aus Mitgliedern des Jungen Ensembles der Semperoper und Countertenor Matthias Rexrodt. 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