{"id":559,"date":"2009-02-24T23:32:55","date_gmt":"2009-02-24T21:32:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=559"},"modified":"2009-02-26T23:38:04","modified_gmt":"2009-02-26T21:38:04","slug":"dortmund-theater-l%e2%80%99italiana-in-algeri-die-italienerin-in-algier","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=559","title":{"rendered":"Dortmund, Theater &#8211; L\u2019italiana in Algeri &#8211; Die Italienerin in Algier"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Gioacchino Rossini, Text: von Angelo Anelli, Dramma giocoso per musica in zwei Akten, UA: 22. Mai 1813, Venedig<br \/>\nRegie: Gregor Horres, B\u00fchne: Jan Bammes<br \/>\nDirigent: Motonori Kobayashi, Philharmonieorchester Dortmund, Choreinstudierung: Granville Walker<br \/>\nSolisten: Bart Driessen (Mustaf\u00e0, Bey von Algier), Lydia Skourides (Elvira), Vera Semieniuk (Zulma), Marko Spehar (Haly), Tansel Akzeybek (Lindoro), Ji Young Michel (Isabella), Brian Dore (Taddeo)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 21. Februar 2009 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/dortmund-italienerin.jpg\" TITLE=\"dortmund-italienerin.jpg\"><img SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/dortmund-italienerin.jpg\" ALT=\"dortmund-italienerin.jpg\" ALIGN=\"right\" \/><\/a>Mustaf\u00e0 will seine Frau Elvira loswerden. Er befiehlt dem italienischen Sklaven Lindoro sie zu heiraten. Aber Lindoro ist bereits in Isabella verliebt. Diese wird von Piraten im Auftrag des Bey gefangen genommen, um Haremsdame  von Mustaf\u00e0 zu werden.<br \/>\nZusammen mit ihrem Begleiter Taddeo \u00fcberlegt sich Isabella einen Fluchtplan. Sie manipuliert den Bey mit ihrem Charme, was ihr mit Leichtigkeit gelingt. Mustaf\u00e0 kehrt zu seiner Gattin zur\u00fcck, die ihn trotz allem noch liebt. Wieder vereint fliehen Isabella und Lindoro  zusammen mit Taddeo und den anderen italienischen Sklaven zur\u00fcck in die Heimat Italien.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nAuf der B\u00fchne war ein gro\u00dfer runder Metallk\u00e4fig aufgebaut. Das Haus des Bey wurde so zu einer Art Gef\u00e4ngnis. Man sieht gro\u00dfe wei\u00dfe Sofas und in der Mitte eine Palme, wodurch man an eine pikfeine Hotellobby erinnert wird. Die Sklaven waren als Boxer mit wei\u00dfen Trainingsanz\u00fcgen gekleidet, der Bey erschien als Boxchampion mit Goldkette und wei\u00df-goldenem Anzug. Seine Frau trug, passend zu ihm, ein Kost\u00fcm mit kurzem Rock und offenem Ausschnitt. Einzig und allein die Diener der beiden brachten etwas Lokalkolorit auf die B\u00fchne: Kaftan und Turban bzw. Schleier und Kopftuch. Die Kleidung der Italiener war \u00fcbers\u00e4ht mit Etiketten wie z.B. \u201eRiviera\u201c oder \u201eRom\u201c.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\nDirigent <strong>Motonori Kobayashi<\/strong> legte im ersten Akt, schon bei der Ouvert\u00fcre, ein zu schnelles Tempo vor und pa\u00dfte die Lautst\u00e4rke wenig den S\u00e4ngern an. Das st\u00f6rte zu Anfang, wurde dann aber besser. Das St\u00fcck lebte sehr von der humoristischen Darstellung <strong>Bart Driessens<\/strong> (Mustaf\u00e0). Seine gesangliche Leistung lie\u00df allerdings etwas zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Am Anfang blieb ihm bei den schwierigen Koloraturen ein paar Mal die Luft weg, so da\u00df er  w\u00e4hrend des Singens Atem holen mu\u00dfte. Das Potential von <strong>Tansel Akzeybek<\/strong> (Lindoro) war zwar zu sp\u00fcren, denn seine Stimme hatte eine ausnehmend sch\u00f6ne Klangfarbe. Doch in den H\u00f6hen fehlte dann vieles. Er entschuldigte sich beim Publikum daf\u00fcr, aber \u00e4rgerlich blieb es trotzdem. Dann wurde nach der Pause angek\u00fcndigt, er sei durch eine Erk\u00e4ltung indisponiert. Ironischerweise war die weibliche Hauptrolle nicht nur im St\u00fcck sondern auch in der Realit\u00e4t die Rettung. <strong>Ji Young Michel<\/strong> (Isabella) war f\u00fcr die Rolle wie geschaffen. Ihr Sopran hatte ein sehr warmes und dunkles Timbre. Ihrer Rolle gem\u00e4\u00df zeigte sie schauspielerisch deutlich die Schlauheit und \u00dcberlegenheit Isabellas. Dies machte sie z.B. deutlich, indem sie die Herren mit ihrem Regenschirm kommandierte. Ihre B\u00fchnenpr\u00e4senz war eine Bereicherung f\u00fcr die Auff\u00fchrung. Das Septett am Ende des ersten Aktes war der H\u00f6hepunkt des Abends, denn hier wird gro\u00dfes K\u00f6nnen von den S\u00e4ngern verlangt. Das Ensemble gestaltete es mit Bravour. Im zweiten Akt steigerte sich dann das Ensemble noch mehr. Hier sei vor allem <strong>Marko Spehar<\/strong> (Haly) erw\u00e4hnt.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nInsgesamt mangelte es an  technischer Augefeiltheit. Die S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger sorgten noch f\u00fcr einen recht unterhaltsamen Abend. Das Publikum wu\u00dfte die Anstrengung des Ensembles zu w\u00fcrdigen und applaudierte sehr lange.<\/p>\n<p>Melanie Joannidis<\/p>\n<p>Bild: Schmidt<br \/>\nBildlegende: von links nach rechts: Ji Young Michel (Isabella), Bart Driessen (Mustafa), Tansel Akzeybek (Lindoro),<br \/>\nLydia Skourides (Elvira), Brian Dore (Taddeo) und Statistin<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Gioacchino Rossini, Text: von Angelo Anelli, Dramma giocoso per musica in zwei Akten, UA: 22. 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