{"id":5571,"date":"2014-03-19T11:58:02","date_gmt":"2014-03-19T10:58:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5571"},"modified":"2014-03-20T19:35:41","modified_gmt":"2014-03-20T18:35:41","slug":"die-zauberfloete-paris-opera-bastille","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5571","title":{"rendered":"DIE ZAUBERFL\u00d6TE &#8211; Paris, Op\u00e9ra Bastille"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), Deutsche Oper (Singspiel) in 2 Aufz\u00fcgen, Libretto: Emanuel Schikaneder; UA: 30. September 1791 Wien, Theater auf der Wieden<\/p>\n<p>Regie: Robert Carsen, Kost\u00fcme: Petra Reinhard, B\u00fchne: Michael Levine, Licht: Robert Carsen\/Peter van Praet, Video: Martin Eidenberger, Dramaturgie: Ian Burton.<\/p>\n<p>Dirigent: Philippe Jordan, Chor und Orchester der Op\u00e9ra National de Paris, Choreinstudierung: Patrick Marie Aubert<\/p>\n<p>Solisten: Pavol Besnik (Tamino), Eleonore Marguerre (Erste Dame), Louise Callinan (Zweite Dame), Wiebke Lehmkuhl (Dritte Dame), Daniel Schmutzhard (Papageno), Regula M\u00fchlemann (Papagena), Franz Josef Selig (Sarastro), Fran\u00e7ois Piolino (Monostatos), Julia Kleiter (Pamina), Sabine Devieilhe (<i>K\u00f6nigin der Nacht<\/i>), Terje Stensvolde (Der Sprecher), Michael Havlicek (Erster Priester), Dietmar Kerschbaum (Zweiter Priester), Eric Huchet (Erster Geharnischter), Wenwei Zhang (Zweiter Geharnischter), Aurelius Solisten S\u00e4ngerknaben Calw (Drei Knaben).<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 17. M\u00e4rz 2014 (Koproduktion mit dem Festspielhaus, Baden-Baden)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Paris-Zauberfl\u00f6te.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5572\" alt=\"Die zauberfl\u00f6te \/  Wolfgang Amadeus Mozart  \/ Robert Carsen La fl\u00fbte enchant\u00e9e , Musique de Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791),  Livret d? Emanuel Schikaneder Direction musicale Philippe Jordan  ,  Mise en sc\u00e8ne Robert Carsen  ,  D\u00e9cors  Michael Levine  ,  Costumes   Petra Reinhardt  ,  Lumi\u00e8resRobert Carsen \/ Peter Van Praet  ,     Vid\u00e9o   Martin Eidenberger  ,  Dramaturgie   Ian Burton  ,  Chef de Choeur     Patrick Marie Aubert,   Distribution :  Pavol Breslik  (Tamino),   Eleonore Marguerre  (Erste Dame),   Louise Callinan  (Zweite Dame),   Wiebke Lehmkuhl  (Dritte Dame),   Daniel Schmutzhard  (Papageno),   Regula M\u00fchlemann  (Papagena),   Franz Josef Selig  (Sarastro),   Fran\u00e7ois Piolino (Monostatos),   Julia Kleiter  (Pamina),   Sabine Devieilhe  (K\u00f6nigin der Nacht),   Terje Stensvold  (Der Sprecher),   Michael Havlicek  (Erster Priester),   Dietmar Kerschbaum  (Zweiter Priester),   Eric Huchet  (Erster Geharnischter),   Wenwei Zhang  (Zweiter Geharnischter),   Solistes d'Aurelius S\u00e4ngerknaben Calw  (Drei Knaben),    Orchestre et Choeur de l?Op\u00e9ra national de Paris G\u00e9n\u00e9rale - 08 mars 2014\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Paris-Zauberfl\u00f6te.jpg\" width=\"673\" height=\"449\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Paris-Zauberfl\u00f6te.jpg 673w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Paris-Zauberfl\u00f6te-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 673px) 100vw, 673px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/strong><\/p>\n<p>Die <i>K\u00f6nigin der Nacht<\/i> schickt dem fremden Prinzen Tamino das Bild ihrer Tochter Pamina, in das er sich verliebt. Sie fordert ihn auf, Pamina aus der Gefangenschaft des b\u00f6sen Geistes Sarastro zu befreien, was Tamino verspricht. Er macht sich mit dem Vogelf\u00e4nger Papageno als Begleiter auf den Weg. Tamino findet Pamina, und ihre Liebe zueinander entflammt. Tamino erkennt bald, da\u00df Sarastro kein b\u00f6ser Geist, sondern ein nobler Weiser ist, der Pamina vor ihrer selbsts\u00fcchtigen Mutter retten will. Um Pamina f\u00fcr sich zu gewinnen, ist Tamino bereit, die Proben auf sich zu nehmen, die Sarastro ihm auferlegt. Sein vorgeschriebenes Schweigen treibt Pamina fast in den Freitod. Papagenos menschliche Schw\u00e4chen lassen ihn die Proben nicht bestehen, aber die G\u00f6tter bescheren ihm dennoch die lang ersehnte Papagena. Die letzten Proben bestehen Tamino und Pamina gemeinsam, bevor sie die Weihen empfangen d\u00fcrfen. Die <i>K\u00f6nigin der Nacht<\/i> macht verschiedene Versuche, ihre Tochter wiederzugewinnen, st\u00fcrzt aber schlie\u00dflich in ewige Nacht hinab.<\/p>\n<p><strong>Auff\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>Die <i>Zauberfl\u00f6te<\/i> beginnt inmitten eines Fr\u00fchlingswalds. Die Tiefe der B\u00fchne ist mal offen, mal untergeteilt durch mehrere Vorh\u00e4nge, auf die auch im weiteren der sich im Wandel der Jahreszeiten verf\u00e4rbende Wald projeziert ist. Auch der Tempel liegt in der Natur oder unter der Erde als Katakombe voller Sarkophage. Diese Naturdarstellung wurde aber nicht in einen Zauberwald verwandelt. Erst der tiefverschneite, von Nebeln durchzogene Wald am Ende des zweiten Akts, nimmt von selbst M\u00e4rchenhaftigkeit an.<\/p>\n<p>Einfache Stra\u00dfenkleidung, bl\u00fctenwei\u00df f\u00fcr Pamina, Tamino und die drei Knaben, schwarz mit schwarzen Schleiern auf dem Kopf f\u00fcr die <i>K\u00f6nigin der Nacht<\/i>, wie auch f\u00fcr Sarastro und dessen Gefolge.<\/p>\n<p>Papageno und Papagena sind als Rucksackwanderer ausgestattet mit all dem dazu geh\u00f6rigen Brimborium. Um die Handlung auf der riesigen B\u00fchne dem Publikum n\u00e4her zu bringen, zieht sich ein Laufsteg rund um den Orchestergraben herum, auch durchqueren die Solisten zuweilen den Zuschauerraum. Raumverteilung und Choreographie sind gut.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><\/p>\n<p><strong>Pavol Bresnik<\/strong> singt den standhaften Tamino mit hellem, lyrischen Tenor und sicherer Stimmf\u00fchrung. Ihm gegen\u00fcber eine m\u00e4dchenhafte <strong>Julia Kleiter<\/strong>. Der innere Zauber ihrer weichen Sopranstimme macht sie zu einer bewegenden Pamina. Besonders ergreifend in der Szene mit den <strong>drei Knaben<\/strong> <i>Bald prangt, den Morgen zu verk\u00fcnden<\/i> (2. Akt, 26. Auftritt).<\/p>\n<p><strong>Sabine Devieilhes<\/strong> Interpretation der <i>K\u00f6nigin der Nacht<\/i>\u00a0 ist eiskalt und kristallklar mit makellosen Koloraturen. Man ahnt, da\u00df diese Rolle sie st\u00e4rker fordert, als die der <i>Lakm\u00e9<\/i>, mit der sie zwei Monaten zuvor ihr Pariser Debut machte (cf. OPERAPOINT, 11. Januar 2014). <strong>Daniel Schmutzhard<\/strong> stellt mit volkst\u00fcmlichem Witz und klanglicher Finesse den Papageno dar. <strong>Regula M\u00fchlemann<\/strong> ist seine bezaubernde Papagena. <strong>Franz Josef Seligs<\/strong> tief orgelnder Ba\u00df macht ihn zu dem Sarastro, den man sich w\u00fcnscht. Alle \u00fcbrigen S\u00e4nger und S\u00e4ngerinnen f\u00fcgen sich auf demselben hohen musikalischen Niveau in das hervorragende Ensemble ein. Der Chor singt gut und nuanciert.<\/p>\n<p>Unter <strong>Philippe Jordans<\/strong> klarer, ma\u00dfvoller Leitung kommen das <strong>Orchester<\/strong> als Ganzes als auch jedes einzelne Instrument geb\u00fchrend zur Geltung.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Robert Carsen scheint eine \u00f6kologische Phase zu haben, welche die Inszenierung vor Unpassendem bewahrt hat. Im \u00fcbrigen, nimmt Carsen der <i>K\u00f6nigin der Nacht<\/i> alles geheimnisvoll \u201eSternflammende\u201c: Unscheinbar inmitten ihres Gefolges, tritt sie im Rampenlicht auf. Auch wird sie \u2013 ganz widerspr\u00fcchlich \u2013 zur hilfesuchenden Frau, die beim Weisen Sarastro Trost findet und mit ihn \u00fcber die Proben \u201eihrer Kinder\u201c wacht. Auch wenn das szenische Umfeld einer gewissen M\u00e4rchenhaftigkeit entbehrte, so blieben Spiel und Gesang zauberhaft und Mozarts Musik tat das Ihre. Die Auff\u00fchrung brachte, vielleicht auch durch die auffallende Jugend des Ensembles, besondere Freude.<\/p>\n<p>Alexander Jordis-Lohausen<\/p>\n<p>Bild: Op\u00e9ra national de Paris\/Agathe Poupeney<\/p>\n<p>Das Bild zeigt : Mitte: Franz Josef Selig (Sarastro), re: Pavol Besnik (Tamino) und Julia Kleiter (Pamina), li: Daniel Schmutzhard (Papageno)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 17. 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