{"id":5544,"date":"2014-03-04T14:41:12","date_gmt":"2014-03-04T13:41:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5544"},"modified":"2014-03-11T15:00:17","modified_gmt":"2014-03-11T14:00:17","slug":"aida-zuerich-opernhaus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5544","title":{"rendered":"AIDA  &#8211; Z\u00fcrich, Opernhaus"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Giuseppe Verdi (1813-1901), Opera in vier Akten, Libretto: Antonio Ghislanzoni nach einem Szenarium des \u00c4gyptologen Auguste Mariette. UA: 24. Dezember 1871 Kairo, Dar Elopera Al Misria<\/p>\n<p>Regie: Tatjana G\u00fcrbaca, B\u00fchne\/Licht: Klaus Gr\u00fcnberg, Kost\u00fcme: Silke Willrett, Dramaturgie: Claus Spahn<\/p>\n<p>Dirigent: Fabio Luisi, Orchester: Philharmonia Z\u00fcrich, Chor der Oper und Zusatzchor, Choreinstudierung: J\u00fcrg H\u00e4mmerli<\/p>\n<p>Solisten: Latonia Moore (Aida), Iano Tamar (Amneris), Sen Guo (Priesterin), Aleksandrs Antonenko (Radames), Andrzej Dobber (Amonasro), Rafal Siwek (Ramfis), Pavel Daniluk (Il R\u00e8), Dmitry Ivanchey (Bote)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 2. M\u00e4rz 2014 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><b><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Z\u00fcrich-Aida-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5545\" alt=\"Z\u00fcrich Aida 1\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Z\u00fcrich-Aida-1.jpg\" width=\"659\" height=\"441\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Z\u00fcrich-Aida-1.jpg 659w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Z\u00fcrich-Aida-1-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 659px) 100vw, 659px\" \/><\/a>Kurzinhalt <\/b><\/p>\n<p>Die \u00e4thiopische Prinzessin Aida ist Geisel der \u00e4gyptischen Truppen. Ihr Vater Amonasro wurde nach dem zweiten Kampf, der Aidas Befreiung gilt, ebenfalls Gefangener. Er gibt sich f\u00fcr einen anderen aus, und es gelingt ihm, die Freilassung anderer H\u00e4ftlinge zu erbitten. Amonasro wie auch Aida bleiben aber dennoch Gefangene. Der \u00e4gyptische Heerf\u00fchrer Radames und Aida haben sich ineinander verliebt. Er soll aber als Siegerlohn die Pharaotochter Amneris als Gattin bekommen und so Thronerbe werden. Amneris findet heraus, da\u00df Aida ihre Rivalin ist. Aida hat es nicht leicht, ihre Gef\u00fchle f\u00fcr Radames und als Sieger ihrer Heimat zu vereinen. Sie erreicht bei einem Rendezvous, da\u00df Radames einen geheimen Weg f\u00fcr Amonasro preisgibt. So wird er unabsichtlich zum Verr\u00e4ter, da sie belauscht werden. Radames wird gefangen genommen und vor das priesterliche Gericht gef\u00fchrt. Radames wird zum Tode durch Einmauern verurteilt. Doch Aida schleicht sich unbemerkt in Radames\u2018 k\u00fcnftiges Grab, um gemeinsam mit ihm zu sterben.<\/p>\n<p><b>Auff\u00fchrung <\/b><\/p>\n<p>Zu Beginn ist die B\u00fchne perspektivisch mit einigen Vorh\u00e4ngen an den Seiten und in der Mitte gestaltet. Im dritten Akt bekommt die B\u00fchne eine optische Verl\u00e4ngerung mit einer Projektion von einem Zimmereck mit schimmligem wei\u00df und grauen Ecken in den W\u00e4nden, der optisch dargestellte Boden ist in braunroten Kacheln gestaltet. Im vierten Akt ist die B\u00fchne zu einem schwarzen Raum ver\u00e4ndert, der mit wei\u00dfem Licht \u00fcberflutet ist. Die hintere Seite der B\u00fchne ist angehoben. Durch die Schr\u00e4ge ist der Boden gut sichtbar. Hier stehen immer noch dieselben Gegenst\u00e4nde: der R\u00f6hren-Fernseher, viele Sofas, fast zwanzig runde Leuchten h\u00e4ngen herab. Vor dem letzten Finale f\u00e4llt zerkleinerter, wei\u00dfer Bauschutt auf die B\u00fchne.<\/p>\n<p>Die Kleidung wird oft gewechselt. Aidas Kost\u00fcm ist zu Beginn ganz schwarz, dann tr\u00e4gt sie ein kurz\u00e4rmeliges und die Oberweite betonendes Kleid in rosa mit rotem Unterrock. Im Tempel zieht sie einen braunen bodenlangen Mantel an. Am Schlu\u00df erscheint sie in einem Kleid mit Mantel, ganz in schwarz mit einem glitzernden, schwarzen Haarband \u00fcber der Stirn. Radames\u2018 schwarzer Anzug hat einen seidenen Schimmer, sein Hemd ist strahlend wei\u00df. Seine Kampfr\u00fcstung wird ihm langsam von einigen Statisten angelegt. Amneris hat eine wei\u00dfe Hose mit Karo-Hemd und einer kurzen schwarzen Jacke an, sp\u00e4ter neu einen goldbedruckten Rock mit einem wei\u00df glitzerndem Oberteil, zum Schlu\u00df den schwarzen \u00e4rmellosen Overall mit tiefem Ausschnitt. Ramfis tr\u00e4gt einen Anzug mit Hemd und Unterjacke, alles in blau. Il R\u00e8 erschein in einem silbergrauen Anzug mit einer gestreiften Krawatte.<\/p>\n<p><b>S\u00e4nger und Orchester <\/b><\/p>\n<p>Das Orchester unter der Leitung von <b>Fabio Luisi<\/b> spielte manchmal gut angepa\u00dft leise wie ein Kammerorchester. Zwischendurch steigerte sich der Klang in ein die S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger \u00fcbert\u00f6nendes Fortissimo, so da\u00df man den Gesang kaum h\u00f6ren konnte. Andererseits gab dies ihnen die Chance, ihre stimmlichen M\u00f6glichkeiten zu beweisen. Die <b>Ch\u00f6re<\/b> waren bestens vorbereitet und gaben ihre klangsch\u00f6nen Eins\u00e4tze.<b> <\/b>Stimmlich r\u00fcckte <b>Latonia Moore<\/b> (Aida) stets in den Mittelpunkt. Ihre dynamischen Fertigkeiten, die von weichem Pianissimo bis zum durchsetzungsstarken Fortissimo reichten, stellte sie mehrmals zur Schau. Neben dem geschmeidigen Tenor <b>Aleksandrs<\/b> <b>Antonenko<\/b> (Radames) konnte sie brillieren. In den Duetten waren ihre Stimmf\u00e4rbungen gut auf einander abgestimmt. <b>Pavel<\/b> <b>Daniluk<\/b> machte mit seinem samtenen Ba\u00df der k\u00f6niglichen Rolle des R\u00e8 alle Ehre. <b>Iano<\/b> <b>Tamar<\/b> (Amneris) konnte in der Interaktion mit Latonia Moore das Publikum gewinnen. W\u00e4hrend sie das Geheimnis ihrer Liebe Aida entlockte, baute sich eine Anspannung auf. Amneris\u2019 dunkler Charakter und sp\u00e4ter ihre Reue waren offensichtlich. <b>Rafal<\/b> <b>Siwek<\/b> zeigte sich als stimmstarker Ramfis. Ferner<b> <\/b>beeindruckte <b>Andrzej<\/b> <b>Dobber<\/b> (Amonasro) in Erscheinung und B\u00fchnenpr\u00e4senz.<\/p>\n<p><b>Fazit<\/b><\/p>\n<p>Es gab ungew\u00f6hnliche Bilder mit viel Phantasie. Unangenehm oft sah man die Schauspieler mit einer Waffe in der Hand, Amneris erschien im schwarzen Overall p\u00fcnktlich zur Aidas Phantasie \u00fcber den Todesengel. Das Publikum lachte. Neben dem tosenden Applaus f\u00fcr die musikalische Ausf\u00fchrung gab es deutlich zu h\u00f6rende Buh-Rufe gegen\u00fcber dem Regieteam.<\/p>\n<p>Ruta Akelyte Hermann<\/p>\n<p>Bild: Monika Rittershaus<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Latonia Moore (Aida), Iano Tamar (Amneris)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 2. M\u00e4rz 2014 (Premiere), Stimmlich r\u00fcckte Latonia Moore (Aida) stets in den Mittelpunkt. Ihre dynamischen Fertigkeiten&#8230;<\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5544\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5545,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,104],"tags":[],"class_list":["post-5544","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-zurich-opernhaus"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5544","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5544"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5544\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5547,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5544\/revisions\/5547"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/5545"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5544"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5544"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5544"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}