{"id":5534,"date":"2014-03-05T21:58:00","date_gmt":"2014-03-05T20:58:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5534"},"modified":"2014-03-17T17:14:23","modified_gmt":"2014-03-17T16:14:23","slug":"la-straniera-essen-aalto-theater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5534","title":{"rendered":"LA  STRANIERA &#8211; Essen, Aalto-Theater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Vincenzo Bellini (1801-1835), Libretto: Felice Romani nach dem Roman <i>L\u2019Etrang\u00e8re<\/i> von Charles-Victor Pr\u00e9vost, UA: 14. Februar 1829 Mailand, Teatro alla Scala<\/p>\n<p>Regie: Christof Loy, B\u00fchne: Annette Kurz, Kost\u00fcme: Ursula Renzenbrink, Licht: Franck Evin<\/p>\n<p>Dirigent: Josep Caball\u00e9 Domenech, Essener Philharmoniker Chor, Choreinstudierung: Aexander Eberle<\/p>\n<p>Solisten: Marlis Petersen (Alaide), Ieva Prudnikovaite (Isoletta), Alexey Sayapin (Arturo di Ravenstel), Luka Grassi (Valdeburgo), Benjamin Bernheim (Osburgo), Tijl Faveyts u.a.<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 2. M\u00e4rz 2014 (Premiere) Koproduktion Z\u00fcrich und Theater an der Wien<\/p><\/blockquote>\n<p><b><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Essen-Straniera.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5535\" alt=\"AAlto-Theater Essen: La Straniera\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Essen-Straniera.jpg\" width=\"681\" height=\"453\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Essen-Straniera.jpg 681w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Essen-Straniera-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 681px) 100vw, 681px\" \/><\/a>Kurzinhalt <\/b><\/p>\n<p>Herzog Arturo verliebt sich in Agnese, die Gattin des K\u00f6nigs von Frankreich, die von diesem ins Exil geschickt wurde. Agnese wird als Fremde von den Dorfbewohnern mi\u00dftrauisch beobachtet. Sie nennt sich nun Alaide. Arturo soll Isoletta heiraten, doch diese f\u00fchlt, da\u00df das Herz ihres Verlobten an Alaide h\u00e4ngt. So berichtet sie ihrem Vertrauten Baron Valdeburgo von ihrem Verdacht. Als Arturo einmal Alaide mit Valdeburgo in inniger Umarmung sieht, h\u00e4lt er ihn f\u00fcr einen Rivalen. Es kommt zum Duell, Valdeburgo wird f\u00fcr tot gehalten. Alaide bezichtigt sich des Mordes an Valdeburgo. In einer nachfolgenden Gerichtsverhandlung wird Alaide aber entlastet, da Valdeburgo lebt. Dieser will Arturo verzeihen, wenn er Isoletta heiratete. Arturo willigt unter der Bedingung ein, da\u00df Alaide auf dem Fest anwesend sei. Alaide wird vom K\u00f6nig von Frankreich zur\u00fcckgeholt. Dabei gibt sie sich als Agnese und Gattin des K\u00f6nigs zu erkennen. In der Aussichtslosigkeit seiner Liebe zu Agnese ersticht sich Arturo.<\/p>\n<p><b>Auff\u00fchrung<\/b><\/p>\n<p>Die Oper spielt auf einer holzverkleideten B\u00fchne. Im Hintergrund steht ein Gem\u00e4lde, auf dem der See sichtbar ist. Der Teil eines alten Bootes ragt an der Seite hervor. Wald wird auf herabgerollten durch-sichtigen Prospekten in zarten Farben angedeutet.<\/p>\n<p>Die herumlaufenden Dorfbewohner haben farblich einheitlich dunkle Kleidung an und Schlagst\u00f6cke in den H\u00e4nden. Mit ihren Bewegungen zeigen sie ihr Mi\u00dftrauen gegen\u00fcber der schwarz verschleierten Fremden Alaide. Sie machen mit einem Seil einen Henkersknoten, legen ihn einer Strohpuppe, die wie Alaide gekleidet ist, um den Hals und ziehen sie durch die \u00d6ffnung in der Holzdecke nach oben. Isoletta tr\u00e4gt ein \u00e4hnlich weites langes Kleid wie Alaide als wei\u00dfes Hochzeitskleid. Im zweiten Akt tritt Alaide ebenfalls in einem festlichen wei\u00dfen Kleid auf. Erst bei ihrer Enth\u00fcllung legt sie ihren schwarzen Schleier ab. Arturo und Valdeburgo benutzen S\u00e4bel zum Duell. Au\u00dfer einigen Blitzen mit Donnergrollen gibt es keine B\u00fchneneffekte.<\/p>\n<p><b>S\u00e4nger und Orchester<\/b><\/p>\n<p><b>Marlis Petersens<\/b> Sopran ist selbst in der h\u00f6chsten Lage kristallklar und dynamisch flexibel. Sie spielt ihre Rolle der mysteri\u00f6sen Fremden so gut, da\u00df bei ihrer Ungl\u00fccksbotschaft bei <i>Taci, taci, \u00e8 l\u2019amor mio condannato sulla terra \u2013 schweig, schweig, weil meine Liebe auf Erden verdammt ist<\/i> einem ein Schauer \u00fcber den R\u00fccken l\u00e4uft.<\/p>\n<p><b>Alexey Sayapin<\/b>, in der anspruchsvollen Rolle des Arturo de Ravenstel, verf\u00fcgt daf\u00fcr \u00fcber ein zu geringes Stimmvolumen, seine schlanke Tenorstimme wirkt im zweiten Akt etwas erm\u00fcdet. Allerdings trifft er gekonnt den verzweifelten Ausdruck wegen der Verkennung seines vermeintlichen Rivalen Arturo.<\/p>\n<p><b>Luka Grassi<\/b> (Baron Valdeburgo) stellt mit kraftvollem Bariton, den er behutsam intensiviert die Rolle des Vermittlers dar. Die Mezzosopranistin <b>Ieva Prudnikovaites<\/b> zeigt als blondgelockte Braut Isoletta auch bei tieferen T\u00f6nen stimmliche Pr\u00e4senz und gibt vor allem ihrer Trauer Ausdruck, eindr\u00fccklich in der Arie <i>oh tu, che sai gli spasimi di questo cor piagato \u2013 oh du, der du wei\u00dft, wie mein verwundetes Herz leidet<\/i>. <b>Baurzhan Anderzhanov<\/b> (Prior der Ritter) besitzt einen vollt\u00f6nendem Ba\u00df und stellt den die Gerechtigkeit vertretenden Priors beeindruckend dar. Der gut aufgelegte <b>Chor<\/b> bereitet dem Ende des ersten Akts durch die bedrohlich dahinjagende Anklage gegen\u00fcber Alaides als M\u00f6rderin und im Wechsel mit deren Wahnsinnsarie <i>Un grido io sento suonar per<\/i> l\u2019onda <i>\u2013 ich h\u00f6re einen Schrei, der aus den Wassern kommt<\/i> eine fulminante Steigerung.<\/p>\n<p>Die Essener Philharmoniker lassen unter dem Dirigat von <b>Josep Domenech<\/b> die Bellinis Musik dynamisch differenziert erklingen und schaffen eine stimmungsvolle Untermalung, in der die Soli des Oboisten, Querfl\u00f6tisten und Harfinistin sauber gespielte hervortreten.<\/p>\n<p><b>Fazit<\/b><\/p>\n<p>Das Essener Publikum reagierte auf diese lange Zeit in Vergessenheit geratene romantische Oper voller Begeisterung.<\/p>\n<p>Carola Jakubowski<\/p>\n<p>Bild: Thilo Beu<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Ieva Prudnikovaite (Isoletta) und Chor<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 2. 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