{"id":549,"date":"2009-02-07T23:01:01","date_gmt":"2009-02-07T21:01:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=549"},"modified":"2009-02-23T23:06:29","modified_gmt":"2009-02-23T21:06:29","slug":"nurnberg-staatstheater-aida","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=549","title":{"rendered":"N\u00fcrnberg, Staatstheater &#8211; AIDA"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Giuseppe Verdi,  Opera in vier Akten von Antonio Ghislanzoni, UA: 1871, Kairo.<br \/>\nRegie: Jens-Daniel Herzog, B\u00fchnenbild: Mathis Neidhardt<br \/>\nDirigent: Guido Johannes Rumstadt, N\u00fcrnberger Philharmoniker, Chor und Extrachor<br \/>\nSolisten: Mardi Byers (Aida), David Yim (Radames), Jordanka Milkova (Amneris), Mikolaj Zalasinski (Amonasro), Nicolai Karnolsky (Ramfis), Guido Jentjens (K\u00f6nig), Jeong-Kyu Kim (Bote), Maria Kostraki (Oberpriesterin)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 31. Januar 2009 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"nurnberg-aida.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/nurnberg-aida.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"nurnberg-aida.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/nurnberg-aida.jpg\" \/><\/a>Die \u00e4thiopische Prinzessin Aida wird am Hof der \u00c4gypter als Sklavin gefangen gehalten. Dort verliebt sie sich in den Heerf\u00fchrer Radames, der ihre Liebe erwidert. Doch auch Amneris, die Tochter des Pharao, liebt Radames und sieht in Aida eine Rivalin. Als Aidas Vater Amonasro von den \u00c4gyptern gefangen wird, bittet er seine Tochter, von Radames die Kriegspl\u00e4ne der \u00c4gypter gegen sein Volk in Erfahrung zu bringen. Hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu Radames und ihrer Heimat, verr\u00e4t sie die geheimen Pl\u00e4ne und dr\u00e4ngt Radames zur Flucht. Amneris belauscht die beiden und, getrieben von Eifersucht, verr\u00e4t sie Radames. Dieser wird zum Tode durch Einmauern verurteilt. Weil sie ohne ihn nicht leben will, schleicht sich Aida in die Todesgruft, um mit ihrem geliebten Radames zusammen zu sterben.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nAm Anfang stehen \u00e4gyptische Soldaten in modernen Uniformen um einen milit\u00e4rischen Lagetisch und schieben F\u00e4hnchen hin und her. Per Telefon werden die neuesten Bewegungen gemeldet. Radames tr\u00e4gt eine braune Offiziersuniform, die \u00c4thiopier laufen im Flecktarnmuster herum. Dagegen tragen der K\u00f6nig und Amneris gehobene Gesellschaftskleidung unserer Tage. Die Priester sind eine schwarz gekleidete Offiziers-Clique, Aida wird als Kriegsgefangene mit einem POW-Schild (prisoner of war) an der Einheitskleidung gezeigt.<br \/>\nAmneris macht sich f\u00fcr die Siegesfeier in einer Badewanne frisch, in der sie die Konkurrentin Aida sp\u00e4ter ertr\u00e4nken will. Die Siegesfeier findet vor einem Altar unter einer stilisierten Hieroglyphe statt, um den sich die zumeist kriegsdienstgesch\u00e4digten Soldaten versammeln. Die geschlagenen \u00c4thiopier werden aufgenommen und m\u00fcssen I-love-Egypt T-Shirts anziehen.<br \/>\nAida und Radames haben ihr Stelldichein zwischen schwarzen M\u00fclls\u00e4cken, hinter denen sie Amonasro und die \u00c4thiopier belauschen. Beim Weggehen l\u00e4\u00dft Radames sein T-Shirts mit I-love-Egypt zur\u00fcck.<br \/>\nDie in Reih und Glied angetretenen Schwarzhemden (Hohepriester) verurteilen Radames zum Tode. Aida kommt nicht zu ihm in die Todeszelle. Radames bildet sich den Besuch Aidas nur ein.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\n<strong>Guido Johannes Rumstadt<\/strong> f\u00fchrte die N\u00fcrnberger Philharmoniker zu einem Abend, an dem selbst Giuseppe Verdi seine Freude gehabt h\u00e4tte. Unter seiner Leitung spielte das Orchester mit viel Esprit und italienischem Klang.<br \/>\nAuch die S\u00e4ngerbesetzung war lobenswert: <strong>Mardi Byers<\/strong> war eine wortverst\u00e4ndliche Aida und brachte ihre technisch schwierigen Passagen, gespickt mit hohen Spitzent\u00f6nen ohne Anstrengung zu Geh\u00f6r \u2013 z.B. in den gro\u00dfen Ensembles am Ende des 2. Aktes <em>Gloria all\u2019 Egitto &#8211; gepriesen sei \u00c4gypten<\/em>. <strong>David Yim<\/strong> (Radames) sonst ein guter Tenor, war aber deutlich indisponiert (ohne sich allerdings ansagen zu lassen!).  Viele T\u00f6ne und Phrasen traf er nicht deutlich genug und forcierte stark die hohen T\u00f6ne, z.B. bei seiner Auftrittsarie <em>Celeste Aida &#8211; Holde Aida<\/em>, die sehr wackelte. <strong>Jordanka Milkova<\/strong>  zeigte mit viel Hysterie und Gemeinheit eine Amneris wie man sie sich vorstellt. Sehr sch\u00f6n zu h\u00f6ren war ihr Duett mit Aida im 2. Akt <em>Fu la sorte dell\u2019armi a tuoi funesta \u2013 das Schicksal im Kampf war den Deinigen nicht hold<\/em>. Genauso \u00fcberzeugend sang <strong>Mikolaj Zalinski<\/strong> als Amonasro. <strong>Guido Jentjens<\/strong> bew\u00e4hrte sich wieder einmal als K\u00f6nig, er wird in sp\u00e4teren Vorstellungen den Ramfis singen, den in der Premiere <strong>Nicolai Karnolsky<\/strong> als d\u00e4monischer b\u00f6ser Geist anlegte.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nEigentlich h\u00e4tte das Publikum jubeln m\u00fcssen \u00fcber eine Vorstellung auf wirklich herausragendem musikalischem Niveau. Da\u00df es nur freundlicher Applaus f\u00fcr alle Beteiligten wurde, ist wohl damit erkl\u00e4rbar, da\u00df manchen Zuschauern Aspekte der Inszenierung unklar blieben. Der Handlungszeitpunkt wurde ins Heute verlagert\u2013 mit bildlichen Aktualisierungen: Der M\u00fcllberg im dritten Akt war dann doch f\u00fcr manche wohl zu viel.<br \/>\nOliver Hohlbach<\/p>\n<p>Bild: Jutta Missbach<br \/>\nBildlegende: Amonasro bedr\u00e4ngt Aida vor den kriegsdienstbesch\u00e4digten Soldaten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Giuseppe Verdi, Opera in vier Akten von Antonio Ghislanzoni, UA: 1871, Kairo. Regie: Jens-Daniel Herzog, B\u00fchnenbild: Mathis Neidhardt Dirigent: Guido Johannes Rumstadt, N\u00fcrnberger Philharmoniker, Chor und Extrachor Solisten: Mardi Byers (Aida), David Yim (Radames), Jordanka Milkova (Amneris), Mikolaj Zalasinski<span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span><\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=549\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7,1],"tags":[],"class_list":["post-549","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nurnberg-staatstheater","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/549","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=549"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/549\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=549"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=549"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=549"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}