{"id":545,"date":"2009-02-16T21:01:55","date_gmt":"2009-02-16T19:01:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=545"},"modified":"2009-02-16T21:01:55","modified_gmt":"2009-02-16T19:01:55","slug":"aachen-stadttheater-die-lustige-witwe","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=545","title":{"rendered":"Aachen, Stadttheater &#8211; DIE LUSTIGE WITWE"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Franz Leh\u00e1r, Text:: Viktor Leon und Leo Stein,  Operette in drei Akten; UA: 28. Dezember 1905, Wien<br \/>\nRegie: Adriana Altaras, B\u00fchne: Yashi Tabassomi<br \/>\nChoreinstudierung: Frank Flade<br \/>\nDirigent: Daniel Jacobi, Sinfonieorchester Aachen<br \/>\nSolisten: Pawel Lawreszuk (Baron Zeta), Eva Bernard (Valencienne), Martin Berner (Graf Danilo), Michaela Maria Meyer (Hanna Glawari), Louis Kim (Camille de Rosillon), Heino Cohrs (Njegus)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 8. Februar 2009 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"aachen-lustige.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/aachen-lustige.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"aachen-lustige.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/aachen-lustige.jpg\" \/><\/a>Hanna Glawari ist Witwe und steht nun im Mittelpunkt der  politischen Kreise von Paris. Durch ihr Verm\u00f6gen ist sie f\u00fcr viele M\u00e4nner eine interessante Partie. Doch Hanna ist sehr klug und weist alle Mitgiftj\u00e4ger von sich. Baron Zeta, pontevidrinischer Gesandter in Paris, will Hannas Verm\u00f6gen dem Vaterland erhalten. Seine Frau Valencienne ist kurz davor ihn mit dem Pariser Camille zu betr\u00fcgen, der sie begehrt. W\u00e4hrenddessen ist der Baron  damit besch\u00e4ftigt den Grafen Danilo mit der Witwe zu verkuppeln. Zwischen den beiden entfacht sich ein Liebeskampf, der zu einigen Verwicklungen f\u00fchrt. Um seine Liebe zu testen stellt sich Hanna als mittellos dar. Daraufhin gesteht er ihr seine Liebe. Hanna erz\u00e4hlt ihm die Wahrheit: ihr ganzes Verm\u00f6gen geht an den zuk\u00fcnftigen Ehemann \u00fcber, also an ihn. Am Ende stellt sich heraus, da\u00df Valencienne ihrem Mann treu geblieben ist.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nDie B\u00fchne stellte das Innere einer Botschaft dar. Die W\u00e4nde waren mit Holz verkleidet. Links waren Bilder von deutschen Politikern zu sehen.  Im Zentrum hing ein gro\u00dfes Portrait des jetzigen Bundespr\u00e4sidenten Horst K\u00f6hler, Symbol unseres Vaterlandes? Die Kost\u00fcme, der Umgebung angepa\u00dft, waren klassisch und elegant: Die Damen trugen Tanzkleider aus Satinstoffen, die Herren Anz\u00fcge und Binden mit den Nationalflaggen, wie es bei Botschaftern \u00fcblich ist.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\n<strong>Eva Bernard<\/strong> (Valencienne) pa\u00dfte mit ihrem metallisch-vibrierenden Sopran als untreue treue Ehefrau sehr gut in die Rolle. Sie stellte in ihren Bewegungen und Gesten heraus, wie schwer es ihr fiel, ihrem Mann nicht untreu zu werden. Ihr Gegenpart war <strong>Louis Kim<\/strong> (Camille de Rosillon), der seine Verf\u00fchrungsk\u00fcnste spielen lie\u00df, aber nie zum Ziel kam. Sein schallender, heller Tenor bildete eine gute Erg\u00e4nzung zu Eva Bernard. Auffallend gut war die Leistung der beiden Hauptdarsteller: <strong>Michaela Maria Meyer<\/strong> (Hanna Glawari) stellte sich als perfekte Besetzung heraus, da sie die durch ihr Schauspiel sowohl die Klugheit der Witwe hervorhob, als auch ihre Gewitztheit. Ihr lyrischer Sopran brillierte in allen H\u00f6hen und war eine Bereicherung f\u00fcr das St\u00fcck. Ebenso bereichernd war <strong>Martin Berners<\/strong> (Graf Danilo) satter und klarer Tenor. Er unterstrich den Sarkasmus des Grafen, der sich eher die Zunge abbei\u00dfen w\u00fcrde, als zuzugeben verliebt zu sein. Allgemein  wurden viele komische Einlagen eingebaut. Z.B. verneigten sich die S\u00e4nger immer vor dem Bild von Horst K\u00f6hler. Besonders witzig war eine Szene im zweiten Akt. Dort sangen die M\u00e4nner das Weiber-Lied (Marsch Septett Nr. 9)  nur mit einem Handtuch bekleidet, und tanzten dazu Cancan. Es gab Anfeuerungsrufe aus dem Publikum f\u00fcr die halbnackten Herren auf der B\u00fchne. <strong>Daniel Jacobi<\/strong>, der musikalische Leiter des Abends, beeindruckte besonders durch rasch aufeinander folgende reibungslose Tempowechsel. Doch  an manchen Stellen \u00fcbert\u00f6nte das Orchester die S\u00e4nger. So mu\u00dfte man sich sehr konzentrieren, um den Text der S\u00e4nger zu verstehen. Allerdings war dies nicht die Regel. Die Musik regte auch h\u00e4ufig zum Mitsummen und Mitklatschen an, so da\u00df eine ausgelassene Stimmung im Saal herrschte. Insgesamt konnte das Orchester vor allem sein K\u00f6nnen unter Beweis stellen.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nIn der Politik geht es um Geld. Und worum geht es in der Ehe? Vergn\u00fcgen oder Geld? Dieser Frage wurde durch die Inszenierung im Detail deutlich, sie war spritzig und sehr unterhaltsam, ein kurzweiliger Abend!<br \/>\nMelanie Joannidis<\/p>\n<p>Bild: Ludwig Koerfer<br \/>\nDas Bild zeigt: Michaela Maria Meyer (Hanna Glawari) in der Botschaft. Links: Andres Felipe Orozco (Cascada)<br \/>\nRechts: Hans Schaapkens (Raoul de St. Brioche)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Franz Leh\u00e1r, Text:: Viktor Leon und Leo Stein, Operette in drei Akten; UA: 28. 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