{"id":543,"date":"2009-02-15T20:44:46","date_gmt":"2009-02-15T18:44:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=543"},"modified":"2009-03-11T17:14:58","modified_gmt":"2009-03-11T15:14:58","slug":"wuppertal-opernhaus-die-zauberflote","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=543","title":{"rendered":"Wuppertal, Opernhaus &#8211; DIE ZAUBERFL\u00d6TE"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Wolfgang Amadeus Mozart, Gro\u00dfe Oper in zwei Akten, Libretto: Emanuel Schikaneder; UA: 30. September 1791, Wien.<br \/>\nRegie: Christian von Treskow, Ausstattung: Sandra Linde\/Dorien Thomson.<br \/>\nDirigent: Evan Christ; Sinfonieorchester und Chor Wuppertal, Wuppertaler Kurrende, Choreinstudierung: Jaume Miranda.<br \/>\nSolisten: Dorothea Brandt (Pamina) Dominik Wortig (Tamino), Elena Fink (K\u00f6nigin der Nacht), Thomas Laske (Papageno), Mischa Schelomianski (Sarastro), Banu B\u00f6ke, Joslyn Rechter, Miriam Scholz (Drei Damen), Anke Endres (Papagena), Boris Leisenheimer (Monostatos), Olaf Haye (Sprecher), Cornel Frey (Priester, 1. Geharnischter), Oliver Picker (2. Geharnischter), Johannes Leister, Lukas Baumann, Simon Pielhoff (Drei Knaben)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 7. Februar 2009 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/wuppertal-zauberflote.jpg\" TITLE=\"wuppertal-zauberflote.jpg\"><img SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/wuppertal-zauberflote.jpg\" ALT=\"wuppertal-zauberflote.jpg\" ALIGN=\"right\" \/><\/a>K\u00f6nigstochter Pamina wurde von Sarastro entf\u00fchrt, um als Faustpfand im Kampf um die Macht zwischen ihr und ihm zu dienen. Unsterblich in die Pamina verliebt, macht sich Tamino mit dem Vogelf\u00e4nger Papageno auf, um sie aus der Hand der K\u00f6nigin der Nacht zu befreien. Doch beide gelangen in die F\u00e4nge Sarastros und seines Schergen Monostatos. In der Gefangenschaft wird Tamino nach und nach von den guten Absichten Sarastros \u00fcberzeugt. Er und Papageno sollen nach Sarastros Willen in den Weisheitstempel aufgenommen werden. Sie m\u00fcssen sich deshalb den n\u00f6tigen Pr\u00fcfungen unterziehen. Wenn Tamino diese bestehen w\u00fcrde, k\u00f6nnte er Pamina heiraten und auch f\u00fcr Papageno stehe eine Frau bereit. Nachdem die Pr\u00fcfungen vorbei sind, werden die Versprechen eingel\u00f6st, auch wenn Papageno die Pr\u00fcfungen nicht bestanden hat und so nicht in den Weisheitstempel aufgenommen wird. Nun dringt die K\u00f6nigin der Nacht mit ihren Damen und dem mittlerweile zu ihr \u00fcbergelaufene Monostatos in den Tempel ein. Sie werden jedoch von Sarastro besiegt. Nun kann Tamino der neue K\u00f6nig werden und so den anhaltenden Konflikt um die Macht beenden.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nDie Kulissen sind recht einfach gehalten. Zu Beginn des ersten Aktes wird der B\u00fchnenraum mit wei\u00dfen Wandelementen begrenzt, auf denen wenige Pflanzen den Wald andeuten, in den sich die K\u00f6nigin der Nacht zur\u00fcck gezogen hat. Durch die Tatsache, da\u00df die Wandelemente nicht fixiert sind, lassen sich schnell andere Szenarien darstellen. So kann in der Mitte des ersten Aktes die Tempelkulisse des Sarastros ohne eine st\u00f6rende Umbaupause hergestellt werden. Auch im zweiten Akt wird mit solchen Wandelementen gespielt, die nun allerdings in deutlich dunkleren Farben gehalten sind. Vor dem Finale wird zus\u00e4tzlich in die Mitte der B\u00fchne ein Plateau mit umkreisendem Gel\u00e4nder plaziert, was das Heiligtum des Tempels darstellt. Die Kost\u00fcme  sind der Inszenierung angepa\u00dft: Sarastro und sein Gefolge in Priesterkutten, Papageno mit Vogelschmuck.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\nDirigent<strong> Evan Christ<\/strong> setzt die Tempi an die obere Grenze, was sicherlich nicht jedermanns Geschmack ist. Das <strong>Orchester<\/strong> folgt ihm souver\u00e4n, nur ganz selten h\u00e4tte man sich ein bi\u00dfchen mehr Schattierung gew\u00fcnscht. Auch das S\u00e4ngerensemble wei\u00df zu gefallen: <strong>Thomas Laske<\/strong> (Papageno) brilliert mit klarem Bariton und gro\u00dfer Schauspielkunst, der Tenor von <strong>Dominik Wortig<\/strong> (Tamino) ist abwechselnd kernig souver\u00e4n, dann wieder weich, wei\u00df jedoch immer zu \u00fcberzeugen. <strong>Mischa Schelomianskis<\/strong> (Sarastro) kr\u00e4ftiger Ba\u00df pa\u00dft sich seiner Rolle gut an. Leider klingt sein Gegen\u00fcber, <strong>Elena Fink<\/strong> (K\u00f6nigin der Nacht), in den H\u00f6hen schrill, ihre erste Arie O zittere nicht will ihr an diesem Abend nicht gelingen. <strong>Banu B\u00f6ke<\/strong>, <strong>Joslyn Rechter<\/strong> und<strong> Miriam Scholz<\/strong> (Drei Damen) als das Gefolge der K\u00f6nigin der Nacht liefern insgesamt eine gute Darbietung, nur in ganz wenigen Takten w\u00fcrde man sich mehr Zur\u00fcckhaltung von Banu B\u00f6ke w\u00fcnschen, des ausgewogenen Gesamtklanges wegen. <strong>Boris Leisenheimer<\/strong> (Monostatos) f\u00e4llt im Vergleich ab, es fehlte in der Tiefe an klanglicher Intensit\u00e4t. <strong>Johannes Leister<\/strong>, <strong>Lukas Baumann<\/strong> und <strong>Simon Pielhoff<\/strong> (Drei Knaben) k\u00f6nnen trotz ihrer Jugendlichkeit gesanglich und schauspielerisch \u00fcberzeugen.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nAuf Experimente wird hier verzichtet, was aber keinesfalls negativ ist.<br \/>\nDem neuen Intendanten des Schauspielhauses, <strong>Christian von Tresko<\/strong>, ist mit seiner ersten Operninszenierung eine durchdachte Interpretation mit vielen gelungenen Einf\u00e4llen gelungen. Auch das Ensemble wei\u00df musikalisch, mit minimalen Abstrichen, zu \u00fcberzeugen. Das einzige, was einem bei dem Besuch den Spa\u00df tr\u00fcben kann, sind die von Christ rasant angeschlagenen Tempi, die auch einigen Premierenbesuchern mi\u00dffielen.<br \/>\n<strong><br \/>\n<\/strong>Malte Wasem<\/p>\n<p>Bild: Michael H\u00f6rnschemeyer<br \/>\nDas Bild zeigt: Banu B\u00f6ke, Miriam Scholz und Joslyn Rechter (Drei Damen, von links nach rechts) instruieren Dominik Wortig (Tamino) \u00fcber die Rettung von Pamina.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Wolfgang Amadeus Mozart, Gro\u00dfe Oper in zwei Akten, Libretto: Emanuel Schikaneder; UA: 30. September 1791, Wien. Regie: Christian von Treskow, Ausstattung: Sandra Linde\/Dorien Thomson. Dirigent: Evan Christ; Sinfonieorchester und Chor Wuppertal, Wuppertaler Kurrende, Choreinstudierung: Jaume Miranda. 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