{"id":5344,"date":"2014-01-01T22:16:53","date_gmt":"2014-01-01T21:16:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5344"},"modified":"2014-01-17T22:24:15","modified_gmt":"2014-01-17T21:24:15","slug":"le-massacre-du-printemps-paris-theatre-des-champs-elysees","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5344","title":{"rendered":"Le Massacre du Printemps &#8211; Paris, Th\u00e9\u00e2tre des Champs-\u00c9lys\u00e9es"},"content":{"rendered":"<p>Igor Strawinskys <i>Le Sacre du Printemps <\/i><i>(Das Opfer des Fr\u00fchlings)<\/i>, das 1913 im Th\u00e9\u00e2tre des Champs-Elys\u00e9es in Paris vom Diaghilews <i>Ballets Russes<\/i> uraufgef\u00fchrt wurde, ist sowohl die f\u00fcr Musik, wie f\u00fcr das Ballet des 20. Jahrhunderts eines der einschneidensten Ereignisse gewesen. <i><\/i><\/p>\n<blockquote><p><i>Le Sacre du printemps<\/i> von Igor Stravinsky (1882-1971), Choreographie: Vaslav Nijinski\u00a0 (1913), Choreographie 2013: Sasha Waltz<\/p>\n<p>Choreographie, B\u00fchne\/Kost\u00fcme, rekonstruiert von Millicent Hodson und Kenneth Archer (1987)<\/p>\n<p>Version Sasha Waltz: B\u00fchne: Pia Maier Schriever, Sasha Waltz, Kost\u00fcme: Bernd Skodzig, Licht: Thilo Reuther<\/p>\n<p>Dirigent: Valeri Gergijew, Orchestre und Ballett des Mariinsky-Theaters<\/p>\n<p>Production Th\u00e9\u00e2tre Mariinsky (<i>Le Sacre du printemps<\/i>), Production Th\u00e9\u00e2tre Mariinsky und\u00a0 Sasha Waltz &amp; G\u00e4ste (<i>Sacre<\/i>)<\/p><\/blockquote>\n<p><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<p><b><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Paris-Sacre.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5346\" alt=\"LE SACRE DU PRINTEMPS -\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Paris-Sacre.jpg\" width=\"384\" height=\"245\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Paris-Sacre.jpg 384w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Paris-Sacre-300x191.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 384px) 100vw, 384px\" \/><\/a>Das \u201e<\/b><b>Massacre\u201c (\u201eDas Gemetzel\u201c) vom 29. Mai 1913<\/b><b><\/b><\/p>\n<p>Die Initiative f\u00fcr diese Urauff\u00fchrung, die einen wilden Skandal entfesselte, ging vom Impresario Gabriel Austruc aus. Er hatte schon 1909 Diaghilews <i>Ballets Russes<\/i> von Sankt Petersburg nach Paris verpflichtet und im Th\u00e9\u00e2tre Ch\u00e2telet mit Strawinskis <i>Der Feuervogel<\/i> (1910) und <i>Petruschka <\/i>(1911) Umw\u00e4lzungen angebahnt.<\/p>\n<p>Doch Austruc wollte nicht im Ch\u00e2telet bleiben, er wollte sein eigenes Theater. Und so entstand\u00a0 mit Hilfe eines kunstsinnigen Finanziers\u00a0 das Th\u00e9\u00e2tre des Champs-Elys\u00e9es. Es sollte <i>mit franz\u00f6sischem Geschmack, englischer Bequemlichkeit und deutscher Technik<\/i> die moderste und die sch\u00f6nste B\u00fchne in Paris werden. Von Henry van de Velde und Auguste Perret entworfen, geh\u00f6rt es heute zu den wenigen <i>Art Deco <\/i>Bauten der franz\u00f6sichen Hauptstadt, und ist zugleich das erste aus Stahlbeton gebaute Theater, was dem Zuschauerraum die sichtst\u00f6renden S\u00e4ulen erspart. Auch die Akustik ist hervorragend. Mit Fassadenreliefs von Emile-Antoine Bourdelle und\u00a0 einer Innenausstattung durch zeitgen\u00f6ssische K\u00fcnstler zwischen <i>Jugendstil <\/i>und <i>Art Deco<\/i>, wie Maurice Denis, Edouard Vuillard oder Ren\u00e9 Lalique, geh\u00f6rt es zu den k\u00fcnstlerisch einheitlichsten Musiktheatern des fr\u00fchen 20. Jahrhunderts.<\/p>\n<p>Beim feierlichen Er\u00f6ffnungskonzert am 2. April 1913 dirigierten die damals bekanntesten franz\u00f6sischen Komponisten Claude Debussy, Paul Dukas,\u00a0Gabriel Faur\u00e9 , Vincent D&#8217;Indy und Camille Saint-Sa\u00ebns eigene Werke.<\/p>\n<p>Knapp zwei Monate nach dieser Er\u00f6ffnung stand am 29. Mai 1913 ein Balettabend der <i>Ballets Russes<\/i> auf dem Programm mit u.a. der Urauff\u00fchrung des <i>Sacre du Printemps<\/i>.<\/p>\n<p>Igor Strawinsky hatte den Inhalt dieses neuen Werks mit dem Maler Nicolas Roerich, der auch die Kost\u00fcme und Dekors entwarf, nach archaischen, russischen Legenden entworfen und zwischen 1911 und 1913 komponiert. Es zerf\u00e4llt in zwei Teile. Der erste Teil, das <i>Fr\u00fchlingserwachen<\/i> und der <i>Kult der Erde<\/i>. Nach einer kurzen Orchestereinleitung des <i>Erwachens<\/i> feiern junge M\u00e4nner und junge M\u00e4dchen in Ritualt\u00e4nzen den Fr\u00fchling und huldigen der Erde, zu denen der uralte <i>Weise Mann<\/i> mit langem wei\u00dfem Bart erscheint. Im zweiten Teil wird\u00a0 unter den jungen M\u00e4dchen diejenige erkoren, die sich in diesem Jahr den Urgewalten opfern soll. Die Vorfahren werden angerufen. Und im abschlie\u00dfenden Sakraltanz, der einzigen Solodarbietung des Ballets, tanzt die Auserw\u00e4hlte so lange, bis sie tot zur Erde st\u00fcrzt. Ein letzten Zucken ihres K\u00f6rpers, ein letzter Orchesterschlag und der Vorhang f\u00e4llt.<\/p>\n<p>Die Einleitung des Erwachens beginnt mit einem klagendem Fagott Solo, in das sich nach und nach die anderen Blasinstrumente mischen, bis schlie\u00dflich stark rythmisch und lautstark das volle Orchester einsetzt und der Tanz beginnt. Strawinski hat ein Orchester von 120 Mann vorgesehen, davon allein vierzig Bl\u00e4ser. Seine Musik ist der v\u00f6llige Bruch mit dem bisher Dagewesenen. Obwohl hin und wieder noch alte russische Volkweisen anklingen wie schon bei Petruschka, sind es keine gef\u00e4lligen post-romantischen Melodien mehr, sondern barbarisch-brutale Orchesterakkorde, grelle Dissonanzen und gewaltige Lautst\u00e4rke. Doch das <i>erschreckend Neue, der unentwegte Taktwechsel, die geh\u00e4mmerten Rythmen und Ger\u00e4uscheffekte, die erregenden Ostinati und manischen Motivwiederholungen, die aufpeitschend harten, befremdenden Klangwirkungen \u2013 das alles wurde \u00e4u\u00dferst bewu\u00dft manipuliert.<\/i> (Hans Renner).<\/p>\n<p><i>In \u201aLe sacre\u2019 habe ich meinem Orchester die Furcht anvertraut, die jeden fein empfindenden Geist vor der Macht der Elemente \u00fcberkommt<\/i> schreibt Strawinsky selbst \u00fcber das Werk.<\/p>\n<p>Zu dieser Musik hat Vaslav Nijinski, diesmal nicht T\u00e4nzer, die Choreographie geschaffen. Und auch hier ist es ein v\u00f6lliger Bruch. Wer an das romantische Ballet des 19. Jahrhunderts gew\u00f6hnt war, konnte es nur als Schock empfinden. Kein Spitzentanz mehr, keine Tutu-R\u00f6ckchen, keine schwebenden Elfen mit grazi\u00f6sen Hand- und Armbewegungen. Was Nijinsky auf die B\u00fchne bringt, ist erdenschweres, archaisches Volkstum. Gruppentanz wie um ein Totem oder bei Druidenzeremonien, barbarisches Stampfen, wilde Luftspr\u00fcnge, ruckartige Bewegungen. F\u00fcr die T\u00e4nzer oft h\u00f6chst ungew\u00f6hnliche Stellungen und verkrampfte Haltungen. Dabei beunruhigende, spannungsgeladene, manisch-besessene Untert\u00f6ne.<\/p>\n<p>Diaghilew wu\u00dfte, da\u00df er mit dieser Partitur und dieser Choreographie in Paris ein Risiko eingehen w\u00fcrde, doch er nahm\u00a0 diese Wette an.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Paris-Sacre-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5406\" alt=\"LE SACRE DU PRINTEMPS -\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Paris-Sacre-3.jpg\" width=\"384\" height=\"237\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Paris-Sacre-3.jpg 384w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Paris-Sacre-3-300x185.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 384px) 100vw, 384px\" \/><\/a>Gala-Abend des 29. Mai 1913<\/p>\n<p>F\u00fcr den Gala-Abend des 29. Mai 1913 war in jenem Paris, das die Hauptstadt der <i>Belle Epoque <\/i>darstellte, im neuen Th\u00e9atre des Champs Elys\u00e9es, alles, was Rang und Namen hatte, versammelt: die europ\u00e4ische Hocharistokratie, der Aga Khan, die Hochfinanz New Yorks, der Botschafter \u00d6sterreich-Ungarns, die reichen B\u00fcrger \u2013 in den Logen funkelten die Juwelen und Diademe, raschelten die seidenen Abendkleider. Weit weniger elegant, die Erneuerung heischende Jugend: die Schriftsteller Marcel Proust, Jean Cocteau, Paul Claudel, Gabriele d\u2019Annunzio, die Maler Pablo Picasso, Jean-Louis Forain und vor allem die Musiker der jungen Generation Claude Debussy, Erik Satie, Darius Milhaud, Francis Poulenc, Arthur Honegger, von denen einige schon f\u00fcr die Ballets Russes komponiert hatten, und nicht zuletzt auch die Modesch\u00f6pferinnen, welche die Frauen aus ihren Korsetts befreien wollten wie Jeanne Lanvin und Coco Chanel.<\/p>\n<p>Schon nach den ersten Takten f\u00fchlten sich viele, vor allem die \u00e4lteren Generationen, vor den Kopf gesto\u00dfen. Verbl\u00fcffung, Unglauben und dann Emp\u00f6rung, \u00c4rger, und totale Ablehnung bei den einen, Begeisterung, Bravos bei den anderen. <i>G\u00e9nie, g\u00e9nie! <\/i>schrie Maurice Ravel, <i>Kakophonie!<\/i> schreien andere. Witzworte, Schm\u00e4hungen, Wutschreie, Pfiffe, Trillerpfeifen, Fahrradhupen. Bald johlte und schimpfte das ganze Haus, die einen daf\u00fcr, die anderen dagegen. <i>Der Radau artete in Kampf aus<\/i> schrieb Cocteau. Zuletzt waren der L\u00e4rm und das Tohuwabohu im Zuschauerraum so gro\u00df, da\u00df die T\u00e4nzer Schwierigkeiten hatten, weiterzutanzen, weil sie die Musik nicht mehr h\u00f6ren konnten. Nijinsky machte Gabriel Austruc in der Direktorenloge verzweifelte Zeichen, den Verhang herunterzulassen. Doch Diaghilew hatte schon vor der Vorstellung die Parole ausgegeben: <i>Was immer passiert, das Ballett mu\u00df zu Ende getanzt werden!<\/i> Und so schlug der Dirigent, Pierre Monteux, unersch\u00fctterlich den Takt weiter. Schlie\u00dflich beugte sich Austruc \u00fcber die Br\u00fcstung seiner Loge hinaus und br\u00fcllte: <i>H\u00f6rt doch zuerst zu, und pfeift nachher!<\/i> Und tats\u00e4chlich legte sich der L\u00e4rm weitgehend bis zum Ende des Balletts, um dann allerdings verst\u00e4rkt loszubrechen.<\/p>\n<p>Die Pariser Zeitungen sprachen am n\u00e4chsten Morgen von Skandal und vom \u201eMassacre du Printemps\u201c. Doch nicht nur in Paris brodelte es unter den K\u00fcnstlern, die den Umschwung vorausf\u00fchlten. Fast zur gleichen Zeit, am 31. M\u00e4rz 1913, kam es im Wiener Musikvereinssaal zu einem \u00e4hnlichen Skandalkonzert, das unter dem Namen <i>Das Watschenkonzert<\/i> in die Musikgeschichte eingegangen ist. Dort dirigierte Arnold Sch\u00f6nberg Werke der <i>Zweiten Wiener Schule<\/i>. Und ein Jahr nach diesen k\u00fcnstlerischen Revolutionen brach dann mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs die \u201eneue\u201c Welt, fortschrittlich, brutal, barbarisch, \u00fcber das alte Europa herein.<\/p>\n<p>Doch Diaghilews und Strawinskys Wette ist aufgegangen. Es war die Geburtsstunde des modernen Balletts und einer neuen Musik. Nach diesem einmaligen Abend des Skandals beginnt der internationale Triumphzug des Werkes. Inzwischen hat es, laut Sasha Waltz, 180 verschiedene Versionen des Balletts gegeben \u2013 jeder Choreograph, der auf sich hielt, wollte sich daran versucht haben. Allein im Th\u00e9\u00e2tre des Champs-Elys\u00e9es ist das Werk in Laufe der Jahre als Ballett oder konzertant 46 Mal aufgef\u00fchrt worden.<\/p>\n<p>Das Th\u00e9\u00e2tre des Champs-Elys\u00e9es hat nun im Rahmen ihrer festlichen Jubil\u00e4umssaison <i>100 Jahre Tag f\u00fcr Tag<\/i> nach dem der skandalumwitterten Urauff\u00fchrung<i> <\/i>in einer Doppelauff\u00fchrung die von Millicent Hodson und Kenneth Archer rekonstruierte Originalchoreographie Vaslav Nijinskys (1913) und Sasha Waltz\u2019 Choreographie desselben Werkes (2013) einander gegen\u00fcbergestellt. Es tanzten in beiden Versionen das Ballett des Mariinsky Theaters, Sankt Petersburg, begleitet vom Orchester des Mariinsky unter Leitung von Valeri Gergijew.<\/p>\n<p><b><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Paris-Sacre-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5347\" alt=\"LE SACRE DU PRINTEMPS -\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Paris-Sacre-2.jpg\" width=\"384\" height=\"256\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Paris-Sacre-2.jpg 384w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Paris-Sacre-2-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 384px) 100vw, 384px\" \/><\/a>Die Auff\u00fchrung am 29. Mai 2013<\/b><\/p>\n<p>Heute, nach hundert Jahren, kommt uns Nijinskys Version\u00a0 selbstverst\u00e4ndlich, ja fast klassisch-traditionell vor \u2013 zu viel hat sich seit damals im Ballett weiterentwickelt. Man merkt auch wie perfekt seine Choreographie der Musik entspricht. Visuell sind sie ein \u00e4sthetisches Vergn\u00fcgen, Nicolas Roerichs Kost\u00fcme und gemalten Dekors sind wahre Kunstwerke. Die Kost\u00fcme, stark angelehnt an die farbenfreudigen Bauerntrachten des alten Ru\u00dfland, wirken heute m\u00e4rchenhaft. Dagegen, f\u00e4llt auf, wie sehr die Choreographie Nijinskys die T\u00e4nzer hin und wieder einschr\u00e4nkt, in unnat\u00fcrliche Stellungen zwingt, ihre nat\u00fcrliche \u201eflie\u00dfende Linie\u201c hemmt, so da\u00df ihre Bewegungen oft fast mechanisch wirken und ihre t\u00e4nzerische Kunst nicht voll zur Geltung kommt.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang ist vielleicht die Klage einer seiner Start\u00e4nzerinnen interessant: <i>Ich sollte den Kopf nach der einen Seite gedreht halten, die Arme verrenkt und die H\u00e4nde gefaltet, als w\u00e4re ich verkr\u00fcppelt \u2026 Da ich nichts verstand, nahm ich hin und wieder eine normale Stellung an, und Nijinsky beschwerte sich dann, da\u00df ich mich absichtlich weigere, das zu tun, was er verlange.\u201c<\/i><\/p>\n<p>Sacha Waltz arbeitet auf leerer B\u00fchne, unterst\u00fctzt nur durch die Beleuchtung und beim einleitenden Erwachen sehr eindrucksvoll mit einem \u201eNebel\u201c. Die Kost\u00fcme, farblos grau oder beige, sind lange leichte Kleider f\u00fcr die T\u00e4nzerinnen, auf der einen Seite bis zur H\u00fcfte aufgeschlitzt, einfache Hosen und lange Umh\u00e4nge oder nackter Oberk\u00f6rper f\u00fcr die T\u00e4nzer. Die Gruppen sind im Raum wirkungsvoll verteilt. Und im Gegensatz zur ersten Version ist hier der Tanz freie Bewegung, und es entfaltet sich die bewunderswerte Kunst des Mariinsky Ensembles, und vor allem die Ekaterina Kondaurovas in der Solo-Schlu\u00dfszene. Auffallend die Idee des Kampfes der Geschlechter. Selbst wenn Sasha Waltz eine eigene interessante, spannungsgeladene Choreographie gelungen ist, sind gewisse Einfl\u00fcsse von Maurice Bejard und Pina Bausch nicht zu \u00fcbersehen.<\/p>\n<p>Valeri Gergijew ist ein Titan. Als Generaldirektor des Mariinsky hat er 2006 nicht nur einen neuen Konzertsaal, sondern Anfang Mai 2013 mit \u201eseinem\u201c Mariinky II auch ein neues, ganz modernes Opernhaus neben das alte Theater in St. Petersburg gestellt, denen er nun allein vorsteht. Daneben hat er zahlreiche internationale Verpflichtungen.<\/p>\n<p>(Siehe auch das Interview mit Larissa Gergjewa, Direktorin der Akademie f\u00fcr junge S\u00e4nger im Mariinsky Theater, Sankt Petersburg, OPERAPOINT, Heft 1, 2012)<\/p>\n<p>An diesem denkw\u00fcrdigen Abend in Paris hat Valeri Gergijew mit bewunderswerter Pr\u00e4zision, aber auch mit der erforderlichen Kraftentfaltung das Orchester, wie auch die ganze Auff\u00fchrung, meisterhaft geleitet.<\/p>\n<p>Im Th\u00e9\u00e2tre des Champs-\u00c9lys\u00e9es sind im Laufe 20. Jahrhunderts die gr\u00f6\u00dften K\u00fcnstler und Musiker aus aller Welt aufgetreten, und es hat bis heute sein Renommee als eines der besten und aktivsten Musiktheater in Paris bewahrt.<\/p>\n<p>Alexander Jordis-Lohausen<\/p>\n<p>Bilder: Tanz der M\u00e4dchen, V. Pontet\/Wikispectacle<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Igor Strawinskys Le Sacre du Printemps (Das Opfer des Fr\u00fchlings), das 1913 im Th\u00e9\u00e2tre des Champs-Elys\u00e9es in Paris vom Diaghilews Ballets Russes uraufgef\u00fchrt wurde, ist sowohl die f\u00fcr Musik, wie f\u00fcr das Ballet&#8230;<\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5344\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5346,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[],"class_list":["post-5344","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-featured"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5344","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5344"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5344\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5407,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5344\/revisions\/5407"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/5346"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5344"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5344"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5344"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}