{"id":5341,"date":"2013-12-23T21:46:45","date_gmt":"2013-12-23T20:46:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5341"},"modified":"2014-01-01T21:54:25","modified_gmt":"2014-01-01T20:54:25","slug":"la-cenerentola-erfurt-theater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5341","title":{"rendered":"LA CENERENTOLA &#8211; Erfurt, Theater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Gioachino Rossini (1792-1868), Melodramma giocoso in 2 Akten, Libretto: Jacopo Ferretti nach dem M\u00e4rchen <i>Cendrillon<\/i>, UA: 25. Januar 1817 Rom, Teatro Valle<\/p>\n<p>Regie: Lynne Hockney, B\u00fchne: Benoit Dugardyn, Kost\u00fcme: Giovanna Fiorentini<\/p>\n<p>Dirigent: Samuel B\u00e4chli, Philharmonisches Orchester Erfurt, Herren des Opernchores des Theaters Erfurt<\/p>\n<p>Solisten: Uwe Stickert (Don Ramiro), Florian G\u00f6tz (Dandini), Gregor Loebel (Don Magnifico), Julia Neumann (Clorinda), Katja Bildt (Tisbe), Tamara Gura (Angelina), Vazgen Ghazaryan (Alidoro)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 21. Dezember 2013 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><b><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Erfurt-Cenerentola.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5342\" alt=\"Erfurt Cenerentola\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Erfurt-Cenerentola.jpg\" width=\"388\" height=\"258\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Erfurt-Cenerentola.jpg 388w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Erfurt-Cenerentola-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 388px) 100vw, 388px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/b><\/p>\n<p>Aschenbr\u00f6del Angelina, unterdr\u00fcckt von ihren Stiefschwestern Clorinda und Tisbe sowie ihrem Stiefvater Don Magnifico, ist freundlich zum als Bettler verkleideten Alidoro. Dieser war ins Haus des Magnifico gekommen, um f\u00fcr seinen Herrn, Prinz Ramiro, Ausschau nach einer Braut zu halten. Diener Dandini, als Prinz verkleidet, kommt mit seinem \u201eDiener\u201c Ramiro, um zu einem Ball ins Schlo\u00df zu laden. Angelina und Don Ramiro verlieben sich Hals \u00fcber Kopf ineinander. Beim Schlo\u00dfball, wohin Angelina mit Alidoros Hilfe gelangt, treffen sich Angelina und \u201eDiener\u201c Ramiro wieder. Beim Abschied schenkt sie ihm einen Armreif. Ein zuf\u00e4lliger Unfall von Prinz Ramiro vor Magnificos Haus f\u00fchrt die beiden erneut zusammen, doch jetzt erscheint Ramiro als Prinz. Ramiro erkennt Angelina an ihrem Armreif und heiratet sie zum Verdru\u00df ihrer Stiefschwestern und von Don Magnifico.<\/p>\n<p><b>Auff\u00fchrung<\/b><\/p>\n<p>Die Oper spielt auf einer Theaterb\u00fchne. Don Magnifico haust mit seinen T\u00f6chtern auf einer fast leeren B\u00fchne, lediglich ein Korb, Tisch und St\u00fchle sind vorhanden. An der Seite f\u00fchren T\u00fcren in die Logen, dort hat jeder sein Zimmer bzw. ist die Requisite untergebracht. Die Hofgesellschaft tritt durch ein gro\u00dfes Tor im Hintergrund auf, St\u00fchle tragen Diener herbei und wieder weg. Sp\u00e4ter reist Angelina mit einem Ballon an den Hof. Die B\u00fchne verwandelt sich in ein Schlo\u00df mit pr\u00e4chtigem Garten, in dem barocke Soffitten herunterfahren. Das Gewitter wird durch eine Donner- und Windmaschine untermalt. Die Kost\u00fcme reflektieren sehr fantasievoll die Entstehungszeit 1817, Prinz Ramiro und Angelina erinnern an Friedrich Wilhelm III. und K\u00f6nigin Luise, Don Magnifico und seine beiden T\u00f6chtern sind eine Karikatur des schlechten Geschmacks.<\/p>\n<p><b>S\u00e4nger und Orchester<\/b><\/p>\n<p>Zu einer staatsopernw\u00fcrdigen musikalischen Leistung f\u00fchrt der kommissarische GMD <b>Samuel B\u00e4chli<\/b> das bestens disponiert aufspielende Philharmonische Orchester Erfurt. Mit spielerischer Leichtigkeit kommt es durch die Untiefen dieses technisch sehr anspruchsvollen Meisterwerks. So sch\u00f6n schwerelos mu\u00df Rossini klingen! Ebenso beteiligt am Erfolg ist <b>Tamara Gura<\/b> als Cenerentola, die sich kurzfristig als Einspringerin eingearbeitet hat. Bemerkenswert der Beitrag von <b>Florian G\u00f6tz<\/b>, der \u00fcber Erfahrung im Bereich der alten Musik verf\u00fcgt. Da perlen die Koloraturen, gelingen furiose Verzweiflungs-Seufzer. Es gelingt ihm sogar im ersten Akt als Diener Dandini dem Prinzen Ramiro den Rang abzulaufen. Aber im zweiten Akt kann <b>Uwe Stickert <\/b>als Traumprinz Ramiro gl\u00e4nzen. Mit artistischer Pr\u00e4zision und Beweglichkeit in der Kehle gelingen diesem schweren italienischen Tenor par excellence die weitesten H\u00f6henspr\u00fcnge und Klang-Tonkaskaden, die Rossini dem Don Ramiro zumutet. \u00dcberzeugend die Leistung von <b>Gregor Loebel <\/b>als Don Magnifico: Er findet eine ideale Symbiose zwischen Aussprache und musikalischer Gesangslinie. <b>Julia Neumann<\/b> und <b>Katja Bildt <\/b>geben die eitlen ewig keifenden Stiefschwestern Clorinda und Tisbe. <b>Vazgen Ghazaryan<\/b> ist ein volumenstarker Ba\u00df, leider bleibt er zu bla\u00df, um dem Strippenzieher im Hintergrund Alidoro entsprechende Aufmerksamkeit zu verleihen. Der <b>Herren-Chor<\/b> als Hofgesellschaft kommentiert dezent, aber pr\u00e4zise im Zusammenspiel, aus dem Hintergrund die Handlung.<\/p>\n<p><b>Fazit<\/b><\/p>\n<p>Am Ende gibt es donnernden Applaus f\u00fcr ein rundum gelungenes Weihnachtsm\u00e4rchen, das inspiriert der Original-Handlung des italienischen M\u00e4rchens folgt, ohne sich irgendwelchen s\u00fc\u00dflichen Ballast von Disney oder <i>Drei N\u00fcsse f\u00fcr Aschenbr\u00f6del<\/i> aufzuhalsen. Besonders erfreulich, da\u00df auch jugendliches Publikum und Kinder den Weg in diese Premiere gefunden haben. Ein gutes Zeichen f\u00fcr ein erfolgreiches neues Jahr 2014!<\/p>\n<p>Oliver Hohlbach<\/p>\n<p>Bild: A.T. Schaefer<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Florian G\u00f6tz (Dandini), Uwe Stickert (Don Ramiro), Tamara Gura (Angelina), Vazgen Ghazaryan (Alidoro), Julia Neumann (Clorinda), Katja Bildt (Tisbe), v.r.n.l.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 21. Dezember 2013 (Premiere), Ebenso beteiligt am Erfolg ist Tamara Gura als Cenerentola, die sich kurzfristig als Einspringerin eingearbeitet &#8230;<\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5341\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5342,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28,1],"tags":[],"class_list":["post-5341","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-erfurt-theater","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5341","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5341"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5341\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5343,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5341\/revisions\/5343"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/5342"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5341"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5341"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5341"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}