{"id":5237,"date":"2013-11-02T22:20:48","date_gmt":"2013-11-02T21:20:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5237"},"modified":"2013-12-03T21:04:27","modified_gmt":"2013-12-03T20:04:27","slug":"dido-und-aeneas-bonn-alter-malersaal","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5237","title":{"rendered":"DIDO UND AENEAS &#8211; Bonn, Alter Malersaal"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Henry Purcell (1659-1695), Oper in drei Akten, Libretto: Nahum Tate nach Vergils Epos <i>Aeneis. <\/i>\u00a0UA: 1689 London, Chelsea, Josias Priests M\u00e4dchenpensionat.<\/p>\n<p>Dirigent: Thomas Wise, Regie: Mark Daniel Hirsch, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: Carla Friedrich, Licht: Sirko Lamprecht, Jugendbarockorchester Rheinland in Kooperation mit Concerto K\u00f6ln, Chor des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums, Bonn, Einstudierung: Thomas Busch<\/p>\n<p>Solisten: Kathrin Leidig (Dido), \u00a0Tam\u00e1s Tarj\u00e1nyi (Aeneas), Nikola Hillebrand (Belinda), Stefanie W\u00fcst (Second Woman\/First Witch), Anjara I. Bartz (Sorcess), Charlotte Quadt (Second Witch)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 1. November 2013 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><b><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Bonn-Dido-0052.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5238\" alt=\"T H E A T E R  B O N N: DIDO AND AENEAS\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Bonn-Dido-0052.jpg\" width=\"361\" height=\"241\" srcset=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Bonn-Dido-0052.jpg 361w, http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Bonn-Dido-0052-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 361px) 100vw, 361px\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/b><\/p>\n<p>Die Oper spielt in Karthago, nach dem Ende des Trojanischen Kriegs und beginnt in Didos Palast. Sie ist betr\u00fcbt, ihre Vertraute Belinda err\u00e4t den Grund: Dido hat sich in Aeneas verliebt, den es bei seiner Flucht aus dem zerst\u00f6rten Troja an die karthagische K\u00fcste verschlagen hat. Von ihrem Gefolge wird sie ermuntert, ihrer Neigung freien Lauf zu lassen, denn auch Aeneas liebt sie.<\/p>\n<p>In einer H\u00f6hle hat sich die Zauberin\u00a0 mit den Hexen versammelt, um ihre Feindin Dido ins Ungl\u00fcck zu st\u00fcrzen und Karthago zu vernichten. Ein Geist in der Gestalt Merkurs soll Aeneas erscheinen und ihn an seine Pflicht erinnern, die Gestade Italiens zu suchen. Die Verschw\u00f6rung gelingt. Aeneas kommt zu Dido, um Abschied zu nehmen. Sie beschuldigt ihn, nur Krokodilstr\u00e4nen zu weinen. Er \u00e4ndert seinen Sinn, aber Dido schickt ihn weg. \u00a0Als Aeneas gegangen ist, sp\u00fcrt Dido, da\u00df sie nicht mehr weiterleben kann, und begeht Selbstmord.<\/p>\n<p><b>Auff\u00fchrung<\/b><\/p>\n<p>Ein Portr\u00e4t von Henry Purcell steht am B\u00fchnenrand. Es tr\u00e4gt die Z\u00fcge von Belinda, der Vertrauten \u00a0Didos. Aus ihrer Perspektive und als \u201everr\u00fcckter h\u00f6fischer Spa\u00df\u201c \u00a0wird die Liebesgeschichte erz\u00e4hlt. So suggerieren es jedenfalls die Variationen \u00fcber \u00a0<i>La Folia<\/i> von Arcangelo Corelli, die vor der Ouvert\u00fcre hinter dem Vorhang erklingen. Auch das Schlu\u00dfbild mit der revitalisierten Dido singen alle <i>To the Hills and the Vales, <\/i>\u00a0was diese Perspektive manifestiert. Der Chor als \u00a0Hofstaat ist barock gekleidet und das Gefolge der Zauberin macht mit struppigem faunenhaften Wesen optisch etwas her. Die optische Darbietung erinnert an barocke Gem\u00e4lde, so stimmig wirken die arrangierten Bilder. Als Requisite diente einzig ein Podest mit Treppe.<\/p>\n<p><b>S\u00e4nger und Orchester<\/b><\/p>\n<p>Die Solisten kamen alle von der Oper Bonn:\u00a0 <b>Kathrin Leidig <\/b>sang mit leicht gef\u00fchrtem, sehr nat\u00fcrlich wirkenden Sopran die Partie der Dido und verk\u00f6rperte deren Liebesleiden glaubhaft. Ihrem Freitod (mit Gift) ging das ber\u00fchmte und ber\u00fchrende Lamento <i>When I am laid in Earth <\/i>voraus. Mit <b>Tam\u00e1s Tarj\u00e1nyi<\/b> (Aeneas) hatte man sich f\u00fcr eine Tenorbesetzung entschieden, was jugendlicher wirkte, als die ebenfalls m\u00f6gliche Besetzung mit Bariton. Er \u00fcberzeugte in Arien und Rezitativen mit beweglicher Stimme. <b>Nikola Hillebrand <\/b>war als Purcell f\u00fcr ihre Partie der Belinda in eine Hosenrolle geschl\u00fcpft und sang m\u00fchelos und unpr\u00e4tenti\u00f6s. Der Projektchor des Bonner Gymnasiums interpretierte ambitioniert, integrierte sich optisch reizvoll und tanzte stilvoll zur Musik. Eine gelungene musikalische Leistung lieferte das von <b>Thomas Wise<\/b> vom Cembalo aus geleitete Orchester. Mitglieder von <b>Concerto K\u00f6ln<\/b> hatten junge Musiker zwischen 13 und 17 Jahren in mehreren Wochenenden in die barocke Spielpraxis eingeweiht, was gut gelungen war. Rezitative und Arien wurden allerdings von der Continuo-Gruppe von Concerto K\u00f6ln begleitet.<\/p>\n<p><b>Fazit<\/b><\/p>\n<p>Eine sehr lebendige Auff\u00fchrung, die dank der jugendlichen Mitwirkenden auf und hinter der B\u00fchne im Orchester sehr frisch und spielerisch wirkte. Die S\u00e4nger der Oper waren bestens disponiert und zeigten Spielfreude. Lediglich am Rande, da un\u00fcberh\u00f6rbar, sollten die kleineren Intonationsschw\u00e4chen bei den zwei Blockfl\u00f6ten erw\u00e4hnt sein. H\u00fcbsche Regieeinf\u00e4lle, wie der kleine Cupido oder die stets mit Blitz und Donner auftretende Zauberin rundeten das Bild einer stilsicher interpretierten barocken Oper ab. Eine sehens- und h\u00f6renswerte Vorstellung und ein guter Einstieg f\u00fcr eine Barockoper.<\/p>\n<p>Felicitas Zink<\/p>\n<p>Bild: Thilo Beu<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Kathrin Leidig(Dido), Ensemble<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 1. November 2013 (Premiere)<br \/>\nDie Solisten kamen alle von der Oper Bonn:  Kathrin Leidig sang mit leicht gef\u00fchrtem, sehr nat\u00fcrlich wirkenden Sopran die Partie der Dido und verk\u00f6rperte deren Liebesleiden glaubhaft. 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