{"id":5166,"date":"2013-10-14T20:12:19","date_gmt":"2013-10-14T19:12:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5166"},"modified":"2013-11-02T15:33:35","modified_gmt":"2013-11-02T14:33:35","slug":"jesus-christ-superstar-bonn-opernhaus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5166","title":{"rendered":"JESUS CHRIST SUPERSTAR &#8211; Bonn, Opernhaus"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Andrew Lloyd Webber (geb. 1948), Rock-Musical in zwei Aufz\u00fcgen, Gesangstexte: Tim Rice, UA: 12. Oktober 1971 Mark Hellinger Theatre, New York City<\/p>\n<p>Regie: Gil Mehmert, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: Beatrice von Bomhard<\/p>\n<p>Dirigent: J\u00fcrgen Grimm, \u00a0Jugendchor Ekaterina Klewitz, Choreinstudierung: Volkmar Olbrich,<\/p>\n<p>Solisten: Mark Seibert (Jesus Christus), David Jakobs (Judas), Patricia Meeden (Maria Magdalena) Mark Weigel (Pontius Pilatus\/Hannas), Dirk Weiler (Herodes), Tim Ludwig (Petrus), Alexey Smirnov (Kaiphas)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 13. Oktober 2013 (Premiere, Co-Produktion Theater Dortmund)<\/p><\/blockquote>\n<p><b><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Bonn-Jesus-Christ1.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5167\" alt=\"Bonn-Jesus-Christ1\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Bonn-Jesus-Christ1.gif\" width=\"350\" height=\"233\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/b><\/p>\n<p>Die Handlung erz\u00e4hlt die letzten sieben Tage von Jesus Christus aus der Perspektive von Judas, dem Verr\u00e4ter. Ihm mi\u00dff\u00e4llt Jesus Ann\u00e4herung an die Prostituierte Maria Magdalena, au\u00dferdem sieht er die Situation von Jesus desillusioniert, so da\u00df er sich entschlie\u00dft, ihn an Kaiphas und die Priester zu verraten. Jesus Begegnung mit Pilatus und Herodes, der sich \u00fcber ihn lustig macht, nehmen Raum in der Erz\u00e4hlung ein, sowie die Beziehung zu Maria Magdalena. Das letzte Abendmahl, Huldigungen und am Ende die Verspottung der Massen pr\u00e4gen die Geschichte, die mit der Kreuzigung endet.<\/p>\n<p><b>Auff\u00fchrung<\/b><\/p>\n<p>Die Band begrenzt oben die Hinterb\u00fchne. Rechts und links sind Treppen vom Niveau der Band nach unten auf die B\u00fchne gebaut, die f\u00fcr die Massenszenen gut genutzt werden. Der ganze B\u00fchnenraum ist schwarz. \u00dcber die Rampe ragt ein Laufsteg, der sich am Ende als Teil des Kreuzes (aus Glas) \u00a0entpuppt, an das Jesus festgebunden wird. Zu Beginn liegt Jesus bereits bei offenem Vorhang auf der B\u00fchne &#8211; und \u00a0somit auf dem Kreuz, wie man sp\u00e4ter versteht. F\u00fcr einzelne Gesangsnummern werden von oben \u00a0kleinere Schwebeb\u00fchnen herabgelassen. Die Ausstattung der Menge ist bunt und \u00e4hnelt einer solchen von heute: Ein Borussia-Dortmund-Fan ist neben im Hippie-Stil gekleideten Darstellern oder Soldaten. Jesus tr\u00e4gt Jeans und T-Shirt, Maria Magdalena Hotpants.<\/p>\n<p>Herodes&#8216; Auftritt mit einer revuehaften Nummer, worin er all seinen Spott los werden will, ist mit seiner Steppnummer auf einem Klavier ein Highlight. Die Figur des Pontius Pilatus ist als Moderator einer amerikanischen Show angelegt, der seine Zuschauer \u00fcber Hopp oder Top entscheiden l\u00e4\u00dft. Seinen Traum interpretiert er auf Drogen, indem er sich wie ein Junkie einen Schu\u00df setzt.<\/p>\n<p><b>S\u00e4nger und Orchester<\/b><\/p>\n<p>Die Rockband war gro\u00dfartig in Form und wirkte trotz des durchkomponierten Werks mitunter so, als improvisierte sie, was einen lockeren Eindruck hervorrief. Allerdings war die Verst\u00e4rkung allzu laut. Alle S\u00e4nger (ebenfalls mit Mikro verst\u00e4rkt) waren gut bei Stimme und hatten Spa\u00df, die vokalen M\u00f6glichkeiten ihre rockigen Nummern auszubreiten.<\/p>\n<p>Allen voran ist <b>Patricia Meeden<\/b> als Magdalena zu erw\u00e4hnen und <b>David Jakobs<\/b> als Judas, nicht zu vergessen <b>Mark Seibert<\/b> ist der Interpret des Jesus. Als Darsteller wirkten sie vergleichsweise bla\u00df, um nicht zu sagen statisch. Erfreuliche Ausnahmen als Darsteller waren <b>Mark Weigel<\/b> (Pontius Pilatus\/Hannas), der sowohl hervorragend interpretierte wie auch spielte und <b>Dirk Weiler<\/b> in seiner tollen Steppnummer als Herodes. Im zweiten Teil wurde die ganze Auff\u00fchrung mit allerlei Tanzeinlagen bis hin zur Cheerleader-Nummer abwechslungsreicher und lebendiger.<\/p>\n<p><b>Fazit<\/b><\/p>\n<p>Musikalisch eine durchweg gelungene Auff\u00fchrung, die allerding sehr laut war. Hinzu kam, da\u00df die gesungenen Texte unverst\u00e4ndlich blieben. Der erste Teil der Auff\u00fchrung wirkte eher statisch in der \u00a0Darstellung. Im zweiten Akt sorgten schnelle Szenenwechsel f\u00fcr Lebendigkeit. F\u00fcr Musical-Liebhaber auf jedenfalls h\u00f6rens- und sehenswert.<\/p>\n<p>Felicitas Zink<\/p>\n<p>Bild: Thilo Beu<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Mark Seibert (Jesus Christus), Patricia Meeden (Maria Magdalena), David Jakobs (Judas), v.l.n.r.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 13. 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