{"id":5163,"date":"2013-10-14T09:41:55","date_gmt":"2013-10-14T08:41:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5163"},"modified":"2013-11-02T15:34:41","modified_gmt":"2013-11-02T14:34:41","slug":"giovanna-darco-bielefeld-theater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5163","title":{"rendered":"GIOVANNA D\u2018ARCO  &#8211; Bielefeld, Theater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Giuseppe Verdi (1813-1901), Dramma lirico in vier Akten, Libretto: Temistocle Solera, Rekonstruierte Urtextfassung von Alberto Rizzuti und Phillip Gossett, UA: 15. Februar 1845 Mailand, Teatro alla Scala<\/p>\n<p>Regie: Sabine Hartmannshenn, B\u00fchne: Stefan Heinrichs, Kost\u00fcme: Susana Mendoza, Dramaturgie: Daniel Westen<\/p>\n<p>Dirigent: Alexander Kalajdzic, die \u00a0Bielefelder Philharmoniker und Chor und Extrachor<\/p>\n<p>Solisten: Astrid Kessler (Giovanna), Evgueniy Alexiev (Giacomo), Paul O\u2019Neill (Carlo), Lianghua Gong (Delil), Moon Soo Park (Talbot)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung. Samstag, 12. Oktober 2013 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><b><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Bielefeld-Giovanna.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5164\" alt=\"Bielefeld-Giovanna\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Bielefeld-Giovanna.gif\" width=\"350\" height=\"232\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/b><\/p>\n<p>Frankreich befindet sich im Krieg mit England und Carlo, der K\u00f6nig von Frankreich, m\u00f6chte abdanken. Giovanna, die im Wald auf ihn beim Gebet trifft, schenkt ihm aber neuen Mut und zieht mit ihm erneut in den Krieg. Giacomo, Giovannas Vater, beobachtet die Szene und ist davon \u00fcberzeugt, da\u00df Giovanna einen Pakt mit D\u00e4monen geschlossen hat. Nach Frankreichs Sieg konfrontiert er den K\u00f6nig mit seiner Vermutung und Giovanna soll bestraft werden. Kurz vor ihrer Hinrichtung erkennt Giacomo aber seinen Irrtum und erm\u00f6glicht es Giovanna, in die Schlacht zu ziehen, bei der sie umkommt. Die Franzosen feiern ihre Heldin.<\/p>\n<p><b>Auff\u00fchrung<\/b><\/p>\n<p>Die gesamte B\u00fchne wird von einem gro\u00dfen K\u00e4fig eingenommen, in dem eine Menge sch\u00e4big gekleideter Personen von Wachen hin und her getrieben werden. Im Hintergrund wird ein Video an die Wand geworfen, auf dem unz\u00e4hlige Steckbriefe einzelner Personen zu sehen sind. Der K\u00e4fig wird teilweise hochgefahren, so da\u00df unter ihm eine zweite Ebene entsteht; auf dieser werden einige Szenen gespielt. Im dritten Akt werden verschiedene Ausschnitte eines ber\u00fchmten Gem\u00e4ldes von Jeanne d\u2019Arc als bewegliche W\u00e4nde benutzt. Giovanna tr\u00e4gt ein einfaches br\u00e4unliches Kleid und hat die r\u00f6tlich blonden Haare locker zusammengesteckt. Ihr Kost\u00fcm hebt sie nicht sonderlich von den anderen Frauen ab. K\u00f6nig Carlo, in einen schwarzen Anzug gekleidet, ist zuletzt mit einer leuchtendblauen Sch\u00e4rpe geschm\u00fcckt. Giacomos grauer Anzug ist unscheinbarer: unter der sch\u00e4bigen Anzugjacke sieht man noch einen fliederfarbigen Pullover.<\/p>\n<p><b>S\u00e4nger und Orchester<\/b><\/p>\n<p>Die Bielefelder Philharmoniker unter der Leitung von <b>Alexander Kalajdzic<\/b> pr\u00e4sentierten sich in der Ouvert\u00fcre als sehr wandlungsf\u00e4higes Orchester: sie beweisen, nach ein paar anf\u00e4nglichen rhythmischen Ungenauigkeiten ihre F\u00e4higkeit, Verdis zu einem sch\u00f6nen Klangteppich f\u00fcr die S\u00e4nger zu machen. Der Bielefelder Opernchor nutzte dies auch reichlich aus und beeindruckte das Publikum mit gro\u00dfer Stimmengewalt, der sich sehr wohl gegen das starke Orchester behaupten konnte. Die Balance zwischen beiden Klangk\u00f6rpern war nie gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>Die drei Hauptpersonen des Abends h\u00e4tten unterschiedlicher nicht sein k\u00f6nnen, erg\u00e4nzten sich aber im Zusammenklang vorz\u00fcglich: <b>Astrid Kessler <\/b>(Giovanna) erschien am Anfang zwar ein wenig bla\u00df in ihrer Stimme, wuchs aber im Laufe der Zeit hervorragend in die, zugegebenerma\u00dfen, sehr schwere Rolle hinein und meisterte die hohen Passagen mit einer beeindruckenden Zuverl\u00e4ssigkeit. Positiv hervorzuheben ist au\u00dferdem ihr Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen im Zusammenspiel mit dem Chor. Ihre helle Stimme, die erst Unsicherheit vermuten lie\u00df, pa\u00dfte zudem gut zur Stimme ihres Kollegen <b>Paul O\u2019Neill<\/b> (Carlo), der ebenfalls einen technisch sehr anspruchsvollen Part zu meistern hatte. Auch wenn er daf\u00fcr etwas Volumen in der Tiefe einb\u00fc\u00dfte, die hohen Passagen gelangen ihm hervorragend und ohne jede Unsicherheit in der Stimme. Bei <b>Evgueniy Alexiev<\/b> (Giacomo) erlebte man das Gegenteil: er f\u00fcgte sich als tiefste Stimme gut in den Gesamtklang der drei Hauptdarsteller, war vor allem in den unbegleiteten Stellen eine angenehme Basis f\u00fcr das Ohr. Auch solistisch beeindruckte er das Publikum: er war es, der am besten artikulierte und somit am besten zu verstehen war.<\/p>\n<p><b>Fazit<\/b><\/p>\n<p>Die Solisten wurden vom Publikum gefeiert. Die gro\u00dfe Anzahl von Statisten neben dem auch so schon gro\u00dfen Opernchor sorgte f\u00fcr ein pr\u00e4chtiges Abschlu\u00dfbild, vor dem der Vorhang noch h\u00e4ufig ge\u00f6ffnet wurde. Mit Auftritt des Inszenierungsteams mischten sich einige Unmutsbekundungen in den Jubel \u2013 doch der \u00fcberwiegende Teil war offensichtlich zufrieden.<\/p>\n<p>Sahra Heemann<\/p>\n<p>Bild: Bettina St\u00f6\u00df<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Evgueniy Alexiev (Giacomo), Astrid Kessler (Giovanna), Mitglieder des Opern- und des Extrachors<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besuchte Auff\u00fchrung. Samstag, 12. Oktober 2013 (Premiere)<br \/>\nDie Bielefelder Philharmoniker unter der Leitung von Alexander Kalajdzic pr\u00e4sentierten sich in der Ouvert\u00fcre als sehr wandlungsf\u00e4higes Orchester: sie beweisen, nach ein paar anf\u00e4nglichen rhythmischen Ungenauigkeiten ihre F\u00e4higkeit, Verdis zu einem sch\u00f6nen Klangteppich f\u00fcr die S\u00e4nger&#8230;<\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5163\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5164,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[95,1],"tags":[219,220,221,216,217,218],"class_list":["post-5163","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bielefeld-theater","category-allgemein","tag-gesamtklang","tag-opernchor","tag-orchester","tag-saenger","tag-stimme","tag-volumen"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5163","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5163"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5163\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5165,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5163\/revisions\/5165"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/5164"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5163"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5163"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.operapoint.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5163"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}