{"id":5123,"date":"2013-09-30T16:29:55","date_gmt":"2013-09-30T15:29:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5123"},"modified":"2013-11-02T15:44:04","modified_gmt":"2013-11-02T14:44:04","slug":"luisa-miller-dusseldorf-deutsche-oper-am-rhein","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5123","title":{"rendered":"LUISA MILLER \u2013 D\u00fcsseldorf,  Deutsche Oper am Rhein"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Giuseppe Verdi (1813-1901), Melodramma tragico in drei Akten, Libretto: \u00a0Salvatore Cammarano nach dem b\u00fcrgerlichen Trauerspiel <i>Kabale und Liebe<\/i> von Friedrich Schiller<\/p>\n<p>UA: 8. Dezember 1849 Neapel, Teatro San di San Carlo<\/p>\n<p>Regie: Carlos Wagner; B\u00fchne: Kaspar Zwimpfer, Kost\u00fcme: Christof Cremer, Licht: Volker Weinhart;<\/p>\n<p>Dirigent: Giordano Bellincamp, Orchester: D\u00fcsseldorfer Symphoniker, Chor: Chor der Deutschen Oper am Rhein, Choreinstudierung: Gerhard Michalski, Dramaturgie: Bernhard F. Loges<\/p>\n<p>Solisten: Thorsten Gr\u00fcmbel (Der Graf von Walter), Andrej Dunaev (Rodolfo), Susan Maclean (Federica), Sami Luttinen (Wurm), Boris Statsenko (Miller), Olga Mykytenko (Luisa), Iryna Vakula (Laura), Cesar Dima (Ein Bauer)<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 28. September 2013 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><b><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/D\u00fcsseldorf-Luisa.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5124\" alt=\"D\u00fcsseldorf-Luisa\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/D\u00fcsseldorf-Luisa.gif\" width=\"350\" height=\"230\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/b><\/p>\n<p>Die Bauerntochter Luisa liebt einen Mann namens Carlo. Ihrem Vater gef\u00e4llt diese Verbindung nicht, besonders seit er wei\u00df, da\u00df sich hinter dem Namen \u201eCarlo\u201c Rodolfo, der Sohn des Grafen, verbirgt.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus will er diese Verbindung nicht, da er seinerseits f\u00fcr den Sohn eine Braut ausgesucht hatte: die Herzogin Federica. Er beauftragt seinen Diener Wurm, Luisa unter Druck zu setzen: diese sollte in einem Brief ihre Liebe zu Wurm angeben. Versprochen wurde ihr daf\u00fcr, ihren inhaftierten Vater freikaufen zu d\u00fcrfen. Sie f\u00fcgt sich schweren Herzens. Untr\u00f6stlich \u00fcber den Inhalt des Briefes gie\u00dft Rodolfo Gift in eine Tasse und bittet Luisa, mit ihm den Trank zu teilen. Dem Tode nahe gesteht Luisa ihm die Wahrheit. Den eintretenden Wurm ersticht der sterbende Rudolf.<\/p>\n<p><b>Auff\u00fchrung<\/b><\/p>\n<p>Auf der B\u00fchne steht ein Haus aus wei\u00dfen Stoffbahnen, die mit bunten, kindlichen Malereien verziert sind. In der Mitte findet sich ein Bett. Luisa tr\u00e4gt ein schlichtes wei\u00dfes Kleid und ihre Haare fallen offen auf ihre Schultern. Ihre Gef\u00e4hrtinnen tragen bunte Tiermasken und sind in weite wei\u00dfe Gew\u00e4nder geh\u00fcllt. Das Haus verkleinert sich im Laufe der Auff\u00fchrung immer mehr, dagegen nehmen die au\u00dfen stehenden metallenen S\u00e4ulen immer mehr Platz ein. Miller tr\u00e4gt einen einfachen braunen Anzug, Rodolfo ein wei\u00dfes Hemd unter einem schwarzen Anzug, w\u00e4hrend Wurm, mit Brille, ist in einen schwarzen Frack mit schwarzer Weste gekleidet. Graf von Walter hebt sich durch seinen langen, innen rot und au\u00dfen schwarz gef\u00e4rbten Umhang hervor. Federica erscheint mit einem gl\u00e4nzenden, schwarzen Hosenanzug und auffallende Halskette. Die Bediensteten haben \u00fcberwiegend schwarze und rote Anz\u00fcge an.<\/p>\n<p><b>S\u00e4nger \u00a0und Orchester<\/b><\/p>\n<p>Den gesanglichen H\u00f6hepunkt lieferte der Bariton <b>Boris Statsenko<\/b> (Miller). Mit seiner volumin\u00f6sen und farbigen Stimme zog er das Publikum in seinen Bann und erhielt viel Zwischenapplaus. Einzig die Sopranistin <b>Olga Mykytenko<\/b> (Luisa) vermochte es, sich \u2013 wie er \u2013 mit ihrer sehr hellen und klaren Stimme \u00fcber den vollen Orchesterklang hinwegzusetzen, der an manchen Stellen etwas zu laut geriet. Trotzdem verdient das Orchester unter <b>Giordano Bellincampi<\/b> ein gro\u00dfes Lob: sowohl in der Ouvert\u00fcre als auch im Zusammenspiel mit dem Chor bewies es hohe Musikalit\u00e4t und gro\u00dfes Anpassungsverm\u00f6gen. Die zahlreichen rhythmisch komplizierten Passagen in der Ouvert\u00fcre und in einigen Zwischenspielen wurden gut gemeistert. Der <b>Chor der Deutschen Oper am Rhein<\/b> hatte keine leichte Aufgabe: h\u00e4ufig mu\u00dften Tuttieins\u00e4tze ohne Blickkontakt mit dem Orchester koordiniert werden, denn die S\u00e4nger befanden sich h\u00e4ufig hinter der B\u00fchne. An den meisten Stellen funktionierte dies jedoch gut, so da\u00df man sich unbeschwert dem B\u00fchnengeschehen hingeben konnte. Bassist <b>Thorsten G\u00fcmbel<\/b> (Graf von Walter) gl\u00e4nzte in seiner Rolle besonders in Kombination mit seinem Kollegen Sami Luttinen (Wurm). Beide lieferten eine gesanglich wie darstellerisch gro\u00dfartige Leistung. <b>Susan Mclean<\/b> (Federica) begeisterte vor allem durch den sehr weichen und warmen Klang ihrer Stimme, die hervorragend zu ihrer Rolle als verschm\u00e4hte Braut pa\u00dfte und einen auff\u00e4lligen Kontrast im Duett mit <b>Olga Mykytenko<\/b> (Luisa) bildete. Die Stimmer von <b>Iryna Vakula<\/b> (Laura) kam in ihrer engelsgleich eingerichteten Rolle hervorragend zur Geltung. Mit einer fast ebenso weichen Stimme wie die von Susan Mclean, allerdings ein wenig heller, strahlte sie eine bemerkenswerte Ruhe gegen\u00fcber Luisa und zum Publikum aus. Die Ensembleleistung aller Solisten waren gr\u00f6\u00dftenteils zu loben: sie wirkten souver\u00e4n und gut aufeinander abgestimmt. Einzig das Quartett zwischen Thorsten G\u00fcmbel, Susan Mclean, Sami Luttinen und Olga Mykytenko wirkte etwas unsicher, zumal es \u00fcber Minuten nicht von einer Orchesterbegleitung unterst\u00fctzt wurde.<\/p>\n<p><b>Fazit<\/b><\/p>\n<p>Der \u00fcberwiegende Teil des Publikums war h\u00f6chst angetan. Besonders Olga Mykytenko und Boris Statsenko erhielten begeisterten Applaus. Doch einige Zuschauer \u00e4u\u00dferten lauthals ihr Mi\u00dfvergn\u00fcgen, als das Regieteam erschien.<\/p>\n<p>Sarah Heemann<\/p>\n<p>Bild: Hans J\u00f6rg Michel<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Olga Mykytenko (Luisa), Boris Statsenko (Miller)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 28. September 2013 (Premiere)<br \/>\nDen gesanglichen H\u00f6hepunkt lieferte der Bariton Boris Statsenko (Miller). Mit seiner volumin\u00f6sen und farbigen Stimme zog er das Publikum in seinen Bann und erhielt viel Zwischenapplaus. 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