{"id":5110,"date":"2013-09-23T10:30:21","date_gmt":"2013-09-23T09:30:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5110"},"modified":"2013-11-02T15:46:18","modified_gmt":"2013-11-02T14:46:18","slug":"lelisir-damore-der-liebestrank-coburg-landestheater","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5110","title":{"rendered":"L\u2019ELISIR D\u2019AMORE (DER LIEBESTRANK) &#8211; Coburg, Landestheater"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Gaetano Donizetti (1797-1848), Oper in zwei Akten, Libretto: Felice Romani, UA: 12. Mai 1832 Mailand., Teatro della Canobbiana<\/p>\n<p>Regie: Jean Renshaw, B\u00fchne\/Kost\u00fcme: Christof Cremer<\/p>\n<p>Dirigent: Anna-Sophie Br\u00fcning, Philharmonisches Orchester und Chor des Landestheaters Coburg, Choreinstudierung: Lorenzo Da Rio<\/p>\n<p>Solisten: Sofia Kallio (Adina), Joel Annmo (Nemorino), Benjamin Werth(Belcore), Rainer Scheerer (Dulcamara), Anna G\u00fctter (Giannetta), u.a.<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 21. September 2013 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><b><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Coburg-Liebestrank.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5111\" alt=\"Coburg-Liebestrank\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Coburg-Liebestrank.gif\" width=\"350\" height=\"212\" \/><\/a>Kurzinhalt<\/b><\/p>\n<p>Nemorino hat sich in Adina verguckt, ist jedoch zu sch\u00fcchtern, ihr seine Liebe zu gestehen. Da kommt der Wunderarzt Dulcamara mit einem vermeintlichen Liebetrank gerade recht, insbesondere da der Draufg\u00e4nger Belcore, der Offizier eines Trupps Soldaten, seiner Angehimmelten den Hof macht. Der Liebestrank, eine Flasche Wein, hat bei Nemorino seine Wirkung, und er tritt gegen\u00fcber Adina gelassen auf. Als Alcina aus Trotz jedoch Belcore die Hand zum Ehebund reichen will, wird Nemorino bange und er bittet um einen Tag Aufschub (da sich erst dann die Wirkung des Trankes entfalten soll). Am Hochzeitstag verbreitet sich die Nachricht, da\u00df Nemorino reich geerbt haben soll und sogleich umwerben ihn die Dorfsch\u00f6nen, die ihn zuvor verh\u00f6hnt hatten. Adina erkennt Nemorinos wahre Liebe, da er deswegen sich als Soldat verdingen will. Sie kauft Nemorino von Belcore los. Schlie\u00dflich wollen alle Dulcamaras Zaubertrank, verschafft er doch augenscheinlich Liebe und Reichtum.<\/p>\n<p><b>Auff\u00fchrung<\/b><\/p>\n<p>Die Verbindung eines abstrakten B\u00fchnenbildes mit einer ausgefeilten Personenf\u00fchrung ist die Basis f\u00fcr diese Inszenierung. Das B\u00fchnenbild zeigt den gro\u00dfen Tisch in einem italienischen Altersheim f\u00fcr K\u00fcnstler. Diese verleben zwar Ihren Lebensabend quietschfidel, fallen aber trotzdem auf Dr. Dulcamara herein. Der tritt samt Assistent als kleiner verschmitzter italienischer Stra\u00dfengauner auf und versorgt die Alten aus dem doppelten Boden seines gro\u00dfen Reisekoffers mit seiner \u201eWunder-Medizin\u201c. Der doppelte Boden befindet sich in dem surrealen Tisch, der in zwei Wellen wie eine gro\u00dfe Spa\u00df-Rutsche den Eingang mit der B\u00fchnen-Rampe verbindet und zwei Drittel der B\u00fchne einnimmt. Die Soldaten des schneidigen Hauptmanns Belcore erscheinen auf Fingerschnippen zuerst im W\u00fcstentarnanzug und zur Hochzeit in dunkler Ausgehuniform. Die \u00fcbrigen Darsteller tragen schicke Stra\u00dfenkleidung in gehobener italienischer Landhausmode. Die Damen erscheinen im kleinen oder l\u00e4ngeren Schwarzen.<\/p>\n<p><b>S\u00e4nger und Orchester<\/b><\/p>\n<p>Stimmlicher H\u00f6hepunkt des Abends war <b>Joel Annmo<\/b> als Nemorino, seine Romanze <i>Una furtiva lagrima<\/i> \u2013<i>eine fl\u00fcchtige Tr\u00e4ne <\/i>tr\u00e4gt er mit italienischer Verve mit bestem Belcanto vor: Inklusive \u201eZugabe\u201c-Rufen des Publikums. Mindestens ebenb\u00fcrtig ist <b>Sofia Kallio<\/b> als Adina. Ihr glockenklar heller und doch jugendlich, schwereloser Sopran hat keinerlei Probleme bei den schwierigen H\u00f6hen, die sie mit Leichtigkeit treffsicher erreicht. Szenisch dominant hingegen sind <b>Benjamin Werth<\/b> und <b>Rainer Scheerer<\/b>. Letzterer schafft es mit seinem facettenreichen, vollt\u00f6nenden und in der Tiefe fundierten Ba\u00df-Bariton dem pfiffigen Gauner Dulcamara Sympathie zu verschaffen: <i>Udite, udite, o rustici \u2013 H\u00f6rt, h\u00f6rt, ihr Bauersleut!<\/i> <b>Benjamin Werth<\/b> gibt den schneidigen Hauptmann Belcore mit heldischer Leuchtkraft, der nicht nur im Duett mit Nemorino durch seine Wendigkeit fasziniert. <b>Anna G\u00fctter<\/b> macht aus der kleinen Rolle der Gianetta mit ihrem festen sicheren Sopran fast eine Hauptrolle.<\/p>\n<p>\u00dcberzeugend wie immer das Philharmonische Orchester, diesmal unter der Leitung von <b>Anna-Sophie Br\u00fcning<\/b>. Hier klingt das Werk wie eine heitere italienische Spieloper. Der Chor klingt &#8211; auch in diesem Altersheim \u2013 wie immer homogen und wirkt dadurch als wie eine Vereinigung von pfiffigen Schlitzohren.<\/p>\n<p><b>Fazit<\/b><\/p>\n<p>Am Ende tobt das Publikum vor Begeisterung und feiert das gesamte Ensemble f\u00fcr einen musikalisch stimmigen und heiteren Opernabend mit einer detailverliebten Personencharakterisierung mit viel Herz- und Liebesschmerz. Mitrei\u00dfend auch die Lacher bei den Slapsticks im B\u00fchnengeschehen \u2013 vor allem in Verbindung mit einer opulenten Dessous-Show.<\/p>\n<p>Oliver Hohlbach<\/p>\n<p>Bild: Andrea Kremper<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Finale Paarbildung<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 21. 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