{"id":5107,"date":"2013-08-17T10:57:16","date_gmt":"2013-08-17T09:57:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5107"},"modified":"2013-11-02T15:52:17","modified_gmt":"2013-11-02T14:52:17","slug":"bayreuther-festspiele-festspielhaus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=5107","title":{"rendered":"Bayreuther Festspiele \u2013 Festspielhaus"},"content":{"rendered":"<h2><i>Der Ring des Nibelungen<\/i><\/h2>\n<blockquote><p><strong>DAS RHEINGOLD<\/strong><\/p>\n<p>Solisten: Wolfgang Koch (Wotan), Oleksandr Pushniak (Donner), Lothar Odinius (Froh), Norbert Ernst (Loge), Claudia Mahnke (Fricka), Elisabet Strid (Freia), Nadine Weissmann (Erda), Martin Winkler (Alberich), Burkhard Ulrich (Mime), G\u00fcnther Groissb\u00f6ck (Fasolt), Sorin Coliban (Fafner), u.a.<\/p>\n<p><strong>DIE WALK\u00dcRE<\/strong><\/p>\n<p>Solisten: Johan Botha (Siegmund), Franz-Josef Selig (Hunding), Wolfgang Koch (Wotan), Anja Kampe (Sieglinde), Catherine Foster (Br\u00fcnnhilde), Claudia Mahnke (Fricka), u.a.<\/p>\n<p><strong>SIEGFRIED<\/strong><\/p>\n<p>Solisten: Lance Ryan (Siegfried), Wolfgang Koch (Wanderer), Catherine Foster (Br\u00fcnnhilde), Burkhard Ulrich (Mime),Martin Winkler (Alberich) u.a.<\/p>\n<p><strong>G\u00d6TTERD\u00c4MMERUNG<\/strong><\/p>\n<p>Solisten: Lance Ryan (Siegfried), Wolfgang Koch (Wotan), Catherine Foster (Br\u00fcnnhilde), Attila Jun (Hagen), Allison Oakes (Gutrune), Alejandro Marco-Buhrmester (Gunther), Claudia Mahnke (Waltraute), u.a.<\/p>\n<p>Regie: Frank Castorf, B\u00fchne: Aleksandar Denic, Kost\u00fcme: Adriana Braga Peretzki, Video Andreas Deinert, Jens Crull.<\/p>\n<p>Dirigent: Kirill Petrenko, Orchester der Bayreuther Festspiele.<\/p>\n<p>Besuchte Auff\u00fchrung: 14.\/15. August 2013<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b><a href=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Bayreuth-rheingold-13.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5108\" alt=\"Bayreuth-rheingold-13\" src=\"http:\/\/www.operapoint.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Bayreuth-rheingold-13.gif\" width=\"350\" height=\"232\" \/><\/a>Vorbemerkung<\/b><\/p>\n<p>Die Bayreuther Festspiele auf dem Gr\u00fcnen H\u00fcgel gelten als die <i>Mutter aller Festspiele<\/i> und wurden 1876 von Richard Wagner gegr\u00fcndet. Noch heute stehen Mitglieder der Familie Wagner als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer an der Spitze des Unternehmens. Aufgef\u00fchrt wird, gem\u00e4\u00df dem Verm\u00e4chtnis des Komponisten, ausschlie\u00dflich ein zehn St\u00fccke umfassender Werk-Kanon. Das Festspielhaus fa\u00dft knapp 2000 Zuschauer. Die Festspiele finden j\u00e4hrlich vom 25.Juli bis 28. August statt. Die 30 Vorstellungen sind nach wie vor Monate im voraus ausverkauft. Zur Jubil\u00e4ums-Saison anl\u00e4\u00dflich der 200. Wiederkehr von Wagners Geburtstag (22. Mai 1813), wurde sein Hauptwerk <i>Der Ring des Nibelungen<\/i> neu in Szene gesetzt. Im weiteren Programm waren die Kinderoper <i>Tristan und Isolde<\/i> auf der Probeb\u00fchne, <i>Der Fliegende Holl\u00e4nder, Lohengrin<\/i> und <i>Tannh\u00e4user<\/i> im Festspielhaus. Im Vorfeld gab es die drei Jugendwerke <i>Rienzi, Die Feen<\/i> und <i>Das Liebesverbot<\/i> als Koproduktion mit der Oper Leipzig in der Sportarena Oberfrankenhalle.<\/p>\n<p><b>Auff\u00fchrung<\/b><\/p>\n<p>Jede der vier Opern wird dieses Jahr jeweils von einem gigantischen B\u00fchnenbild auf der Drehb\u00fchne bebildert, je nach Drehung ergeben sich neue Perspektiven und Spielfl\u00e4chen, die meist von der eigentlichen Handlungsweise der Personen ablenken \u2013 oder diese \u00fcberfl\u00fcssig machen.<\/p>\n<p>So spielt Wagners <b><i>Rheingold<\/i><\/b> in einer Tankstelle mit Motel irgendwo in der texanischen W\u00fcste an der Route 66. Fafner und Fasolt sind \u00f6lverschmierte Automechaniker, die sich meist an einem alten Mercedes herumbasteln. Der Einstieg zum \u201eGold unserer Tage\u201c, dem Erd\u00f6l, soll das sein. Allerdings geht es hier um Goldfolie in einem Swimmingpool, bewacht von den Rheint\u00f6chtern, die \u2013 wie nahezu alle weiblichen Protagonisten dieser <i>Ring<\/i>-Produktion \u2013 Liebesdamen in entsprechender Kleidung sind. Das Gold holt sich Bordelgast Alberich mit einem Sprung in den Pool, nachdem er zuvor mit einer Plastik-Ente geschmust und sich mit Senf beschmiert hat. Wotan ist ein schmieriger Zuh\u00e4lter im rosafarbenen Anzug, der schon mal einen flotten Dreier mit Gattin Fricka und Freia hat, beobachtet vom Italo-Gangster Loge im roten Anzug. Die Handlung wird per Video-Live-Projektion auf eine Leinwand \u00fcbertragen, die sich im oberen Teil des B\u00fchnenbilderturms befindet \u2013 allerdings au\u00dferhalb der Sichtweite der Galerie oder vom Rand des Parketts. Zur Schlu\u00dfmusik stehen die G\u00f6tter auf dem Moteldach herum, glotzen in den Zuschauerraum \u2013 es mangelt am Einzug nach Walhall, die Br\u00fccke fehlt.<\/p>\n<p>In der <b><i>Walk\u00fcre<\/i><\/b> erwartet den Zuschauer ein Bohrturm im Aserbaidschan der 1920er Jahre mit russischen Inschriften (teilweise fehlerhaft). Die gro\u00dfe Holzkonstruktion mit ihren vielen Treppen und Stegen erm\u00f6glicht viele Bewegungen, deren Sinn sich nicht erraten l\u00e4\u00dft. Ein Scheunentor l\u00e4\u00dft sich \u00f6ffnen und schlie\u00dfen. Fricka ist als byzantinische Kaiserin Theophanu kost\u00fcmiert, Wotan tritt im zweiten Akt mit Rauschebart an, wenn er die Glycerin abf\u00fcllende Br\u00fcnnhilde auf die Walstatt schickt. Im dritten Akt ist erscheint Wotan bartlos. Der Feuerzauber: In einem \u00d6lfa\u00df z\u00fcngeln ein paar Fl\u00e4mmchen.<\/p>\n<p>Im <b><i>Siegfried<\/i><\/b> gelingt die Verbindung zwischen der H\u00f6hlen- und Klettersteg-Welt des Mount Rushmore in USA (hier mit Marx, Lenin, Stalin und Mao) und der Berliner Alexanderplatz mit Postamt, U-Bahn und Weltuhr. Mimes H\u00f6hle ist ein moderner Wohnwagenanh\u00e4nger aus dem <i>Rheingold<\/i>, den man beliebig aufklappen kann. Auffallend der Auftritt des Waldvogels im ausladenden Kost\u00fcm aus dem Friedrichstadt-Palast. Danach wird er von einem Krokodil verspeist. Siegfried, ein dunkel gekleideter Prolo-Punker, der eine Kalaschnikow auspackt, statt ein Schwert zu schmieden. Er erschie\u00dft damit den schmierigen Schmuckh\u00e4ndler Fafner. Wotan, im dunklen Anzug, h\u00e4lt Hof auf der Bierbank eines Stra\u00dfenlokals, die Zeche bleibt er schuldig.<\/p>\n<p>Die <b><i>G\u00f6tterd\u00e4mmerung<\/i><\/b> spielt zwischen einer Berliner D\u00f6ner-Bude vor einer gro\u00dfen Ziegelwand, einem kleinen Kunst-Religionshuldigungs-Raum mit Gittertor, einer gro\u00dfen Freitreppe (auf der ein Statist Kartoffeln aus einem Kinderwagen verteilt) und der Portal-Fassade der Wall-Street-B\u00f6rse. Die Nornen tragen bodenlange Regenbogenfarbene Gew\u00e4nder, w\u00e4hrend die Nibelungen als schwarze Edelpunker daherkommen \u2013 ebenso wie die Rheint\u00f6chter. Dagegen sind Br\u00fcnnhilde und Siegfried ein fast schon normales P\u00e4rchen in Lederjacke und T\u00fcllrock. Kein Br\u00fcnnhildenfelsen.<\/p>\n<p><b>S\u00e4nger und Orchester<\/b><\/p>\n<p>Einfach grandios ist <b>Martin Winkler<\/b> als proletenhafter Alberich mit seinem facettenreichen Ba\u00dfbariton. Der Drahtzieher Loge ist bei <b>Norbert Ernst<\/b> ein stimmliches Leichtgewicht, viel zu leise, aber mit angenehmem tenoralem Ton. Darstellerisch und gesanglich pr\u00e4sent ist <b>Burkhard Ulrich<\/b> als Mime. <b>Wolfgang Kochs<\/b> Wotan gef\u00e4llt mit baritonalem Klangvolumen und subtiler Rollengestaltung \u2013 hat aber gro\u00dfe Probleme in der oberen und unteren Tonh\u00f6he. Der <i>Rheingold<\/i>-Wotan liegt ihm besser in der Kehle als Walk\u00fcren-Wotan oder Wanderer.<b> Claudia Mahnke<\/b> gibt eine zickige Fricka. Sehr gut sind auch die beiden Riesen besetzt: <b>Sorin Coliban<\/b> (Fafner) \u00fcberzeugt mit schwarzen Ba\u00dft\u00f6nen und <b>G\u00fcnter Groissb\u00f6ck<\/b> stattet Fasolt mit kultivierter Gesangslinie aus, die in allen Registern edel gl\u00e4nzt. <b>Nadine Weissmann<\/b> (Erda) liegt permanent zu tief, neben <b>Lance Ryan<\/b>, der sich heiser gebr\u00fcllt hat und nur noch im Piano eine tragende Stimme hat, die unerfreulichste Besetzung dieses Ringes. Sehr homogen hingegen die frischen Stimmen der Rheint\u00f6chter <b>Mirella Hagen, Julia Rutigliano <\/b>und <b>Okka von der Damerau<\/b>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Johan Botha<\/b> ist ein kurzatmiger, sehr leiser Siegmund und beeindruckt durch tenorale Eloquenz bei seinen <i>W\u00e4lse<\/i>-Rufen mehr als mit seiner bewegungslosen Rollendarstellung. \u00dcberragend <b>Anja Kampe<\/b> als seine Zwillingsschwester Sieglinde, die tadellose Stimmf\u00fchrung mit m\u00e4dchenhafter Attit\u00fcde vereint. Nur bei den dramatischen Ausbr\u00fcchen ganz am Ende ihrer Partie kann die S\u00e4ngerin der Versuchung zu forcieren, nicht ganz widerstehen. Die lyrischere Sopranstimme geh\u00f6rt in dieser Produktion <b>Catherine Foster<\/b> als Br\u00fcnnhilde. Sie gestaltet die Titelrolle mit hellem Timbre, sicherer H\u00f6he und nuancenreicher Kantilene. Der positive Gesamteindruck wird allenfalls durch eine zu zur\u00fcckhaltende Dynamik in der Mittellage etwas geschm\u00e4lert. Elegant und kraftvoll die Ba\u00df-Stimme von <b>Franz-Josef Selig<\/b> als Hunding.. <b>Claudia Mahnke<\/b> wei\u00df als Fricka ihren klangsch\u00f6nen Mezzosopran optimal zu pr\u00e4sentieren. Passabel die Walk\u00fcren, unter denen besonders der dunkle, volle Alt von <b>Genevi\u00e8ve King<\/b> aufhorchen l\u00e4\u00dft. Etwas scheppernd die Helmwige von <b>Christiane Kohl. Attila Jun<\/b> ist ein bitterb\u00f6ser und stimmgewaltiger Hagen, <b>Allison Oakes<\/b> verf\u00fcgt \u00fcber eine sehr klare, etwas d\u00fcnne Stimme und verleiht der Gutrune den entsprechenden halbseidenen Anstrich. <b>Alejandro Marco-Buhrmester <\/b>ist ein sehr sicherer, sehr durchschlagsstarker und wunderbar beredsamer Gunther, der ebenb\u00fcrtige Gegenspieler zu Hagen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Graben erz\u00e4hlt <b>Kirill Petrenko<\/b> mit beredten Klangbildern seine alternative Handlung. Der Dirigent, der als H\u00fcgelneuling nicht nur mit der schwierigen Akustik des verdeckten Orchesters souver\u00e4n zurechtkommt, sondern mit seiner klar strukturierten, kontrollierten, s\u00e4ngerfreundlichen Stabf\u00fchrung eine gekonnte Ausgestaltung der Partitur abliefert, ist der Star des Abends. Mit einem in Hochform spielenden <b>Festspielorchester<\/b> entfaltet Petrenko einen wunderbar changierenden Klang, \u00fcberrascht mit sorgf\u00e4ltig aus der Partitur herausgearbeiteten Facetten. Organisch im Aufbau, gez\u00fcgelt in Dynamik und Tempo ist dieses Dirigat (auch wenn er mit den Rubati so seine Probleme hat), weder mystisch-verkl\u00e4rt noch bedeutungsschwanger. Spannungsgeladene Momente und intime Passagen verschmelzen zu einer vollkommenen Einheit: Farbenreich der Schlu\u00df des <i>Rheingolds<\/i>, packend die Vorspiele zum ersten und dritten Akt der <i>Walk\u00fcre<\/i>, zart und einf\u00fchlsam die lyrischen Stellen des ersten Aufzugs, emotional stark Wotans Abschied und Feuerzauber (s. oben). Selbst die dramatischen Stellen dieser <i>Ring<\/i>-Partitur sind bei dem designierten GMD der Bayerischen Staatsoper zwar kraftvoll aber niemals martialisch. Dabei hat der Russe die Szene stets gut im Griff, nicht die kleinste Unsicherheit, selbst dann nicht, wenn der S\u00e4nger ung\u00fcnstig positioniert ist. Sensibel und dezent begleitend, f\u00fchrt er die Solisten durch ihre Partien.<\/p>\n<p><b>Fazit<\/b><\/p>\n<p>Beifallsst\u00fcrme f\u00fcr Dirigent und Protagonisten, w\u00fctendes Buh-Gewitter f\u00fcr die Regie unter Frank Castorf. Er zeigt sich nur nach der ersten G\u00f6tterd\u00e4mmerung \u2013 und erlebt zehn Minuten lang seine eigene G\u00f6tterd\u00e4mmerung. Castorf zeigt sich an der eigentlichen Ring-Handlung wenig interessiert, bestimmte Rollen werden nicht entwickelt (Siegfried!), die eingebauten Running Gags \u2013 bzw. zus\u00e4tzliche Statisten-Rollen \u2013 werfen mehr Fragen auf als sie beantworten.<\/p>\n<p>Aber siehe da: die Musik wei\u00df sich zu wehren, \u00a0das liegt an erfahrenen S\u00e4ngern, wie z.B. Johan Botha (Siegmund), Franz-Josef Selig (Hunding), Anja Kampe (Sieglinde) und Catherine Foster (Br\u00fcnnhilde), die mit ihren Stimmen den Figuren Farbe verleihen. Der wichtigste Protagonist ist Kirill Petrenko, der mit seiner klaren Musiksprache, eine ganz einfache Geschichte von Liebe und Neid erz\u00e4hlt \u2013 und die Romantik an seine Urform zur\u00fcckf\u00fchrt. Das Publikum liegt ihm zu F\u00fc\u00dfen. Und da wird deutlich, was dieser Geburtstags-<i>Ring<\/i> in Bayreuth ist: Musikalisch romantisch genial, s\u00e4ngerisch durchwachsen mit kleinen H\u00f6hepunkten, szenisch eine langweilig beliebige Produktion eines eitlen Regisseurs in einem bombastischen beeindruckenden B\u00fchnenbild. Und hier mu\u00df man sagen, da\u00df man im Jahr 2013 an vielen kleinen H\u00e4usern, die jeden Cent dreimal umdrehen m\u00fcssen, wesentlich klarere, stringentere und bedeutsamere Produktionen gesehen hat. Wie z.B. in Halle oder Dessau. <i>Kinder schafft Neues<\/i>, hat der Sozial-Revoluzzer Wagner einmal gesagt. Teure B\u00fchnenbilder, die die Handlung ersetzen, hat er sich wohl nicht zum Geburtstag gew\u00fcnscht.<\/p>\n<p>Verena Hamann und Oliver Hohlbach<\/p>\n<p>Bild: Enrico Nawrath<\/p>\n<p>Das Bild zeigt: Martin Winkler (Alberich), Norbert Ernst (Loge), Burkhard Ulrich (Mime)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bayreuther Festspiele auf dem Gr\u00fcnen H\u00fcgel gelten als die Mutter aller Festspiele und wurden 1876 von Richard Wagner gegr\u00fcndet. Noch heute stehen Mitglieder der Familie Wagner als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer an der Spitze des Unternehmens. Aufgef\u00fchrt wird, gem\u00e4\u00df dem Verm\u00e4chtnis des Komponisten, ausschlie\u00dflich ein zehn St\u00fccke umfassender Werk-Kanon. 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