{"id":510,"date":"2009-02-02T23:51:49","date_gmt":"2009-02-02T21:51:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=510"},"modified":"2009-02-03T23:58:12","modified_gmt":"2009-02-03T21:58:12","slug":"frankfurt-a-m-oper-arabella","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=510","title":{"rendered":"Frankfurt a. M., Oper &#8211; ARABELLA"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Richard Strauss (1864-1949), Libretto von Hugo von Hofmannsthal, Lyrische Kom\u00f6die in drei Aufz\u00fcgen, Urauff\u00fchrung : 1. Juli 1933, Dresdner Staatsoper.<br \/>\nRegie: Christof Loy, B\u00fchnenbild\/Kost\u00fcme: Herbert Murauer<br \/>\nDirigent: Sebastian Weigle, Choreinstudierung: Matthias K\u00f6hler<br \/>\nSolisten: Alfred Reiter (Graf Waldner, Rittmeister a. D.), Helena D\u00f6se (Adelaide, seine Frau), Anne Schwanewilms (Arabella, seine Tochter), Britta Stallmeister (Zdenka, seine Tochter), Robert Hayward (Mandryka), Richard Cox (Matteo, J\u00e4geroffizier), Peter Marsh (Graf Elemer), Dietrich Volle (Graf Dominik), Florian Plock (Graf Lamoral), Susanne Elmark (Die Fiakermilli), Barbara Zechmeister (eine Kartenaufschl\u00e4gerin), Florian Rosskopp (Welko, ein Leibhusar des Mandryka), Viktor Tsevelev (Djura, Diener des Mandryka), Ingo Ziegler (Jankel, Diener des Mandryka), Jan Polewski (ein Zimmerkellner)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 25. Januar 2009 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"frankfurt-arabella.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/frankfurt-arabella.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"frankfurt-arabella.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/frankfurt-arabella.jpg\" \/><\/a>Adelaide wird von der Kartenleserin verk\u00fcndet, da\u00df das baldige Eintreffen eines Br\u00e4utigams bevorsteht, weist aber sogleich auf ein unerwartetes Geschehnis durch die zweite Tochter, Zdenka, hin, da diese in Matteo verliebt sei. Die gr\u00e4fliche Familie Waldner verkleidet ihre Tochter Zdenka als Junge, da sie in finanziellen Schwierigkeiten ist, und die Familie sich eine Ausstattung zweier T\u00f6chter nicht leisten kann. W\u00e4hrend Matteos Bem\u00fchen, Arabellas Aufmerksamkeit zu erregen, kommt Mandryka, ein Neffe des verstorbenen Freundes und Regimentskameraden des Grafen Waldner, zum Graf, um ihn um die Hand Arabellas zu bitten. Arabella ist \u00fcber Mandrykas Antrag \u00fcbergl\u00fccklich und nimmt ihn freudig an. Sie bittet ihren zuk\u00fcnftigen Gatten darum, sich am Abend von ihrer M\u00e4dchenzeit zu verabschieden, wobei sie ihre, ihren Verehrern,  den Grafen Elemer, Dominik und Lamoral, in Kenntnis \u00fcber ihre bevorstehende Heirat setzen will. Zeitgleich will Zdenka Matteo vor dessen Sehnsucht nach Arabella besch\u00fctzen und gibt ihm den vermeintlichen Zimmerschl\u00fcssel von Arabella, in Wahrheit aber ihren. Mandryka wohnt dieser Szene bei, denkt ebenfalls, da\u00df es Arabellas Schl\u00fcssel sei, und reagiert sehr eifers\u00fcchtig. Matteo, der Arabella liebt, erinnert sie bei einem Stelldichein an die letzte Nacht, die sie zusammen mit verbracht hatte. Mandryka erf\u00e4hrt davon und will sich mit Matteo duellieren.<br \/>\nDoch bevor es soweit kommen kann, verhindert Zdenka die drohende Auseinandersetzung, indem sie sich als Frau zu erkennen gibt, und Matteos Liebe gewinnt. Arabella mahnt Mandryka an, das Geschehene zu vergessen.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nEs steht nur wenig Mobiliar umher. Die Fenster sind mit dicken Wolldecken verhangen. In Arabellas Zimmer befindet sich ein gro\u00dfer Wandschrank. Die Zimmert\u00fcren stehen offen. Sie bieten Einblick in Arabellas Garderobe. Der ganze erste Aufzug spielt haupts\u00e4chlich im Wohnbereich der Hotelsuite. Der Ballsaal im zweiten Aufzug ist sehr neutral hergerichtet: eine gro\u00dfe Holztreppe, ein gro\u00dfer Kronleuchter, mehrere Deckenlampen und lederbezogene Wandsofas von zeitlosem Charakter. Der Hotelflur ist \u00fcberwiegend dunkel, die W\u00e4nde hingegen \u00fcberwiegend hell gehalten. Dem Szenenbild ist ein wei\u00dfer \u201eKasten\u201c vorgesetzt, in dem auch die wesentliche Handlung spielen, so der Heiratsantrag von Mandryka gegen\u00fcber Arabellas Vater, der Abschied Arabellas von ihrer M\u00e4dchenzeit und schlie\u00dflich die Verlobung von Mandryka und Arabella.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\n<strong>Robert Hayward<\/strong> (Mandryka) hat eine laute, klare und deutliche Stimme, weswegen durch Artikulation und richtige Atmung die gesungenen Worte verst\u00e4ndlich sind. Sein Stimmvolumen setzt er gekonnt ein, so da\u00df das emotionale Gef\u00fchl deutlich erkennbar ist. Dies gilt auch f\u00fcr <strong>Alfred Reiter<\/strong> (Graf Waldner), <strong>Peter Marsh <\/strong>(Graf Elemer) und <strong>Richard Cox<\/strong> (Matteo). <strong>Britta Stallmeister<\/strong> (Zdenka) hat eine klare, gut artikulierende Stimme, sowohl in den H\u00f6hen wie in den tieferen Lagen. <strong>Helena D\u00f6se<\/strong> als Adelaide und <strong>Anne Schwanewilms<\/strong> (Arabella) sind ebenso in den tieferen Stimmlagen klar verst\u00e4ndlich, jedoch klingen die Stimmen in der H\u00f6he gepre\u00dft und d\u00fcnn.<br \/>\nDie S\u00e4nger k\u00f6nnen sich auf ein bestens gef\u00fchrtes <strong>Orchester<\/strong> verlassen und dar\u00fcber ihren Gesang entfalten. Die Rhythmik und Intonation zwischen Orchester, Solisten und <strong>Chor<\/strong> war gut. Der Chor sang intonationssicher.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nDas Publikum schenkte Solisten, Orchester, Chor, Dirigenten und Regisseur lauten und langanhaltenden Applaus und Jubelzurufe. Bei <strong>Robert Hayward <\/strong>(Mandryka) und <strong>Britta Stallmeister<\/strong> (Zdenka) kamen noch Bravorufe hinzu. <strong>Anne Schwanewilms<\/strong> (Arabella) erntete neben einem brausenden Applaus und Bravorufe auch noch Fu\u00dfgetrappel.<br \/>\nEric Rouven M\u00fcller<\/p>\n<p>Bild: Monika Rittershaus<br \/>\nDas Bild zeigt: Dietrich Volle (Graf Dominik; verdeckt), Helena D\u00f6se (Adelaide),<br \/>\nAnne Schwanewilms (Arabella), Florian Plock (Graf Lamoral), Robert Hayward (Mandryka),<br \/>\nAlfred Reiter (Graf Waldner), Peter Marsh (Graf Elemer) v.l.n.r.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Richard Strauss (1864-1949), Libretto von Hugo von Hofmannsthal, Lyrische Kom\u00f6die in drei Aufz\u00fcgen, Urauff\u00fchrung : 1. Juli 1933, Dresdner Staatsoper. 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