{"id":495,"date":"2009-01-26T16:34:26","date_gmt":"2009-01-26T14:34:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=495"},"modified":"2009-01-27T16:35:56","modified_gmt":"2009-01-27T14:35:56","slug":"altenburg-landestheater-die-fledermaus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=495","title":{"rendered":"Altenburg, Landestheater &#8211; DIE FLEDERMAUS"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Johann Strau\u00df (1825-1899), Operette in 3 Akten, Libretto: Carl Haffner und Richard Gen\u00e9e; UA: 5. April 1874, Wien<br \/>\nRegie: Thomas Enzinger, B\u00fchne: Toto<br \/>\nDirigent: Jens Troester, Philharmonisches Orchester Altenburg-Gera, Opernchor von Theater&amp;Philharmonie Th\u00fcringen, Th\u00fcringenBallett. Solisten: Petern Paul Haller (Gabriel von Eisenstein), Franziska Rauch (Rosalinde), Bernhard H\u00e4nsch (Frank), Marie-Luise Dre\u00dfen (Prinz Orlofsky), Christoph Kayser (Alfred), Serge Novique (Dr. Falke), G\u00fcnter Markwarth (Dr. Blind), Esther Puzak (Adele), Vict\u00f3ria Kiss (Ida), Angelika Mann (Frosch).<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 25. Januar 2009 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"altenburg-fledermaus.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/altenburg-fledermaus.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"altenburg-fledermaus.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/altenburg-fledermaus.jpg\" \/><\/a>Eisenstein ist ver\u00e4rgert, da er am Abend eine Arreststrafe wegen Beamtenbeleidigung antreten soll. Aufheiterung bringt ein von seinem Freund Dr. Falke gemachter Vorschlag, seinen Arrestantritt zu verschieben und mit ihm auf ein Fest des Prinzen Orlofsky zu gehen. In Frack und Zylinder nimmt Eisenstein von seiner Frau Rosalinde Abschied, die im Glauben bleibt, er gehe ins Gef\u00e4ngnis. Rosalinde empf\u00e4ngt nach seinem Abgang ihren Verehrer Alfred, nachdem sie die Kammerzofe Adele, im Glauben sie gehe zu ihrer kranken Tante, beurlaubt hat. In Wahrheit m\u00f6chte auch sie zum Fest des Prinzen. Adele und Alfred werden vom Gef\u00e4ngnisdirektor Frank \u00fcberrascht. Alfred gibt sich als Rosalindes Mann aus und mu\u00df nun f\u00fcr diesen die Gef\u00e4ngnisstrafe antreten. Auf dem Fest des Prinzen werden die F\u00e4den von Falkes Rachespiel gesponnen, der sich f\u00fcr eine, durch Eisenstein erlittene Schmach r\u00e4chen m\u00f6chte. Dieser hat Falke einst betrunken in einem Fledermauskost\u00fcm auf der Stra\u00dfe abgesetzt und wird seitdem sp\u00f6ttisch Dr. Fledermaus  genannt. So kommen Eisenstein als Marquis Renard, Frank als Chevalier Chagrin, Adele als Fr\u00e4ulein Olga und Rosalinde als maskierte ungarische Gr\u00e4fin zum Fest, wobei Eisenstein nichts ahnend mit seiner eigenen Frau anbandelt. Als der Morgen graut, versammelt sich nach und nach die ganze Festgesellschaft bei Frank im Gef\u00e4ngnis und die wahren Identit\u00e4ten der Protagonisten in Dr. Falkes Rachespiel werden aufgedeckt.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nDie B\u00fchnenausstattung macht durch das ganze St\u00fcck hindurch deutlich, da\u00df hier keine tiefsch\u00fcrfend interpretatorischen Ans\u00e4tze gesucht werden, sondern ein dem St\u00fcck angemessenes Ambiente geschaffen werden soll. Noch bevor sich der Vorhang hebt, tritt Prinz Orlofsky aus dem Zuschauerraum auf die B\u00fchne und er\u00f6ffnet das St\u00fcck. Eisensteins Wohnung im 1ersten Akt wird von den Farben Rot und Gold beherrscht. Rentiere aus Gold, von denen sich eines als Champagnerbar entpuppen wird, bev\u00f6lkern den Raum, der von vier Fenstern und zwei gro\u00dfen Seitent\u00fcren im Hintergrund sowie zwei Sitzgruppen dominiert wird. Den zweite Akt dominiert eine gro\u00dfe, goldglitzernde Freitreppe, durch deren Drehung der Blick auf neue Szenerien mit Sitzgruppen, Ballsaal und festlich gedeckter Festtafel freigegeben wird. Hinzu treten als Effekte ein \u00fcberdimensionierter L\u00fcster, der mit dem Prinzen Orlofsky von der Decke schwebt und Schneeflocken, die durch das von Champagnerkorken zerschossene Glasdach fallen. Alles wird von einer in Galakleidung gewandeten Festgesellschaft bev\u00f6lkert. Das Gef\u00e4ngnis im dritten Akt, mit mehreren Zellent\u00fcren und Direktorenschreibtisch, wird im Kontrast dazu passend von der Grundfarbe Grau beherrscht, bis sich am Schlu\u00df die B\u00fchne wieder zur Freitreppe dreht und buntes Lametta von der Decke schwebt.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\nIn den Leistungen der S\u00e4nger zeigen sich Licht und Schatten, die insbesondere in den jeweiligen Soli zum Vorschein kommen. <strong>Franziska Rauch<\/strong> (Rosalinde) zeigt eine durchgehend solide Leistung, wirkt jedoch in den hohen Bereichen zu laut und gerade beim Solo im zweiten Akt Kl\u00e4nge der Heimat zu angestrengt und wenig temperamentvoll. <strong>Peter Paul Haller<\/strong> (Eisenstein) bleibt in den Duetten bla\u00df und auch <strong>Marie-Luise Dre\u00dfen<\/strong> (Prinz Orlofsky) kann bei ihrem Solo im zweiten Akt mit fahler Stimme nicht \u00fcberzeugen. Ausgeglichener und kr\u00e4ftiger erweisen sich <strong>Christoph Kayser <\/strong>(Alfred), <strong>Esther Puzak<\/strong> (Adele) und <strong>Serge Novique<\/strong> (Dr. Falke). Durchweg \u00fcberzeugend sind die darstellerischen Leistungen, insbesondere bei <strong>Angelika Mann<\/strong> (Frosch), <strong>G\u00fcnter Markwarth<\/strong> (Dr. Blind) und <strong>Bernhard H\u00e4nsch<\/strong> (Frank). <strong>Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera<\/strong> unter<strong> Jens Troester<\/strong> erweist sich als engagierter und ad\u00e4quater Klangk\u00f6rper Strau\u00df\u2019scher Melodien. Stimmlich stark und ausgewogen zeigt sich der <strong>Opernchor<\/strong> und auch den Damen und Herren des Th\u00fcringen Ballett gelingt es im zweiten Akt zum Walzer An der sch\u00f6nen, blauen Donau die Feststimmung in den Zuschauerraum zu \u00fcbertragen.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nEine im Gesamteindruck beschwingte und glanzvoll ausgestattete Auff\u00fchrung mit einigen gesanglichen Schw\u00e4chen, aber auf Grund der Spielfreude aller Beteiligten mit trotzdem perlenden Abgang.<br \/>\nDr. Andreas Gerth<\/p>\n<p>Bild: Stephan Walzl<br \/>\nDas Bild zeigt: Marie-Luise Dre\u00dfen (Prinz Orlofsky) und die Festgesellschaft im 2. Akt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Johann Strau\u00df (1825-1899), Operette in 3 Akten, Libretto: Carl Haffner und Richard Gen\u00e9e; UA: 5. 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