{"id":487,"date":"2009-01-19T20:28:12","date_gmt":"2009-01-19T18:28:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=487"},"modified":"2009-01-21T20:36:22","modified_gmt":"2009-01-21T18:36:22","slug":"london-covent-garden-royal-opera-house-turandot","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=487","title":{"rendered":"London, Covent Garden &#8211; Royal Opera House &#8211; TURANDOT"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Giacomo Puccini, Oper in drei Akten, Libretto: Giuseppe Adami und Renato Simoni nach einem Schauspiel von Carlo Gozzi und Friedrich von Schiller; U.A. 27. April 1926, Mailand (erg\u00e4nzten Version)<br \/>\nRegie: Andrei Serban, Wiederaufnahme: Jeremy Sutcliffe, B\u00fchnenbild: Sally Jacobs, Licht:: F. Mitchell Dana, Choreographie: Kate Flat<br \/>\nDirigent: Nicola Luisotti, Orchester und Chor des Royal Opera House, Choreinstudieung: Renato Belsadonna<br \/>\nSolisten: Jennifer Wilson (Turandot), Johan Botha (Calaf), Latonia Moore (Li\u00f9), Willard White (Timur),  Giorgio Caoduro (Ping), Ji-Min Park (Pang),  Alasdair Elliott (Pong),  Robert Tear Kaiser Altoum, Kostas Smoriginas (Mandarin),u.a.<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 5. Januar 2009 (Premiere der Londoner Inszenierung: Januar 1986, Wiederaufnahme 22. Dezember 2009)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"london-turandot.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/london-turandot.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"london-turandot.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/london-turandot.jpg\" \/><\/a>Die chinesische Prinzessin Turandot ist sch\u00f6n und begehrt, auf ihr Gehei\u00df hin mu\u00df jeder ihrer Bewerber drei R\u00e4tsel l\u00f6sen. Dies hat noch keiner geschafft, und der Preis f\u00fcr Mi\u00dferfolg ist Tod durch Hinrichtung, die zu Beginn der Oper einen ungl\u00fccklichen persischen Prinzen ereilt.<br \/>\nNach einem Wiedersehen mit seinem Vater Timur, einem vertriebenen Tartarenk\u00f6nig, begegnet Prinz Calaf bei der Hinrichtung der Prinzessin Turandot und verliebt sich in sie und ihre Sch\u00f6nheit. Trotz zahlreicher Warnungen von seinem Vater, seiner treuen Sklavin und Begleiterin Liu und den Ministern Ping Pang und Pong entschlie\u00dft sich Calaf, die Herausforderung der drei R\u00e4tsel aufzunehmen und tut dies durch dreimaligen Anschlag eines Gongs kund.<br \/>\nDas wehm\u00fctige Tr\u00e4umen der drei Minister Ping, Pang und Pong wird  unterbrochen vom Beginn der Pr\u00fcfungen Calafs. Turandot erkl\u00e4rt die Regeln und den Grund der Pr\u00fcfungen. Sie r\u00e4che damit eine ihrer Vorfahren, die vor langer Zeit verschleppt und get\u00f6tet wurde. Die R\u00e4tsel beginnen und Calaf beantwortet sie fehlerlos: Hoffnung, Blut und Turandot. Vergeblich erfleht Turandot von ihren Vater Kaiser Altoun entgegen ihrer eigenen Regeln Calaf zu entgehen. Letzterer jedoch schl\u00e4gt Turandot ein weiteres R\u00e4tsel vor, da er sich ihrer Liebe versichern will: Wenn Turandot bis Sonnenaufgang seinen, also Calafs Namen erfahren habe, wolle er sterben \u2013 ansonsten sei sie sein.<br \/>\nVerzweifelt versucht Turandot mit Hilfe des Volkes und ihrer Minister den Namen Calafs herauszufinden. Timur und Liu werden herbeigeschleppt; sie waren mit Calaf gesehen worden und sollen ihn unter Folter verraten. Liu hingegen gesteht Calaf ihre Liebe und ersticht sich, um ihn nicht zu verraten. Calaf verr\u00e4t Turandot seinen Namen und begibt sich so in ihre H\u00e4nde. Sie verk\u00fcndet dem Volk seinen Namen: Liebe.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nEin drei Akte w\u00e4hrendes, oktogonales in Eiche rustikal gehaltenes B\u00fchnenbild erschien vor allem dann anziehend, wenn man es nicht sah, im sch\u00f6nen Gegenlicht beispielsweise, einem von Mitchell Danas einfallsreichen Lichteffekten. Mandarinenkost\u00fcme, Masken in allen Gr\u00f6\u00dfen und Variationen, Pagoden und rote Chinalampen dominierten im Bild.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\nAuch die S\u00e4ngerschar entt\u00e4uschte zumeist, vor allem<strong> Jennifer Wilson<\/strong> (Turandot), die weder schauspielerisch noch stimmlich der Partitur Puccinis gerecht wurde. Turandots Eingangsarie und Selbsterkl\u00e4rung <em>In questa regia \u2013In diesem Palast<\/em>  beispielsweise wirkt zu schrill und dissonant. <strong>Johan Botha<\/strong>, sang einen allenfalls mittelm\u00e4\u00dfigen  Calaf und dessen gro\u00dfen Arien <em>Non piangere, Li\u00f9<\/em> \u2013 weine nicht, Li\u00f9 entt\u00e4uschten eher. Abgerundet wurde dies durch die drei wenig lustigen <strong>Giorgio Caoduro<\/strong>, <strong>Ji-Min  Park<\/strong> und <strong>Alasdair Elliott<\/strong>  (Ping Pang und Pong) und einen stimmlich schwachen <strong>Robert Tear<\/strong> (Kaiser Altoum). <strong>Latonia Moore<\/strong> hingegen \u00fcberraschte mit ihrer einf\u00fchlsam gespielten und wundersch\u00f6n klar gesungenen Li\u00f9, besonders in der ergreifenden Liebes und Abschiedsbotschaft <em>Tu che di gel sei cinta \u2013 Du, der du von Eis umg\u00fcrtest<\/em> und bot damit eine seltene Ausnahme von dieser Besetzung<br \/>\nDas von <strong>Nicola Luisotti<\/strong> dirigierte <strong>Orchester des Royal Opera Houses<\/strong> bot eine gewohnt robuste, aber wenig spannende musikalische Grundlage, unterst\u00fctzt von seinem gewohnt pr\u00e4zisen und klaren Chor.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nDiese Wiederaufnahme von Andrei Serbans uralter Inszenierung wirkt anachronistisch und altbacken. Insgesamt war dies leider ein eher durchschnittlicher Abend mit wenig beeindruckenden S\u00e4ngern in einer m\u00e4\u00dfig unterhaltsamen Inszenierung.<\/p>\n<p>Dr. Dominik Zenner<\/p>\n<p>Bild: Johan Persson<br \/>\nDas Bild zeigt die Hinrichtung des persischen Prinzen dar (Akt 1).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Giacomo Puccini, Oper in drei Akten, Libretto: Giuseppe Adami und Renato Simoni nach einem Schauspiel von Carlo Gozzi und Friedrich von Schiller; U.A. 27. 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