{"id":474,"date":"2008-12-29T18:31:25","date_gmt":"2008-12-29T16:31:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/?p=474"},"modified":"2008-12-29T18:31:25","modified_gmt":"2008-12-29T16:31:25","slug":"karlsruhe-badisches-staatstheater-feuerwerk","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.operapoint.com\/?p=474","title":{"rendered":"Karlsruhe, Badisches Staatstheater &#8211; FEUERWERK"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>von Paul Burkhard (1911-1977), Musikalische Kom\u00f6die in drei Akten nach einem Lustspiel von Emil Sautter; UA: 16. Mai 1950, Theater am G\u00e4rtnerplatz, M\u00fcnchen<br \/>\nDirigent: Ulrich Wagner, Badische Staatskapelle; Regie: Peer Boysen, Ausstattung: Ulrike Schlemm<br \/>\nSolisten: Ulrich Schneider (Vater Albert Oberholzer), Ks. Tiny Peters (Mutter Karline Oberholzer), Berit Barfred Jansen (Tochter Anna), Gideon Poppe (Robert, ein junger G\u00e4rtner), Anna Maria Dur (Kati, die K\u00f6chin), Armin Kolarczyk (Alexander Oberholzer alias Obolski), Kirsten Blaise (Iduna), John Pickering (Onkel Fritz), Daniela K\u00f6hler (Tante Berta), Walter Donati (Onkel Gustav), Sabrina K\u00f6gel (Tante Paula), Ks. Tero Hannula (Onkel Heinrich), Natalia Melnik (Tante Lisa)<br \/>\nBesuchte Auff\u00fchrung: 20. Dezember 2008 (Premiere)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kurzinhalt<\/strong><br \/>\n<a TITLE=\"karlsruhe-feuerwerk.jpg\" HREF=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/karlsruhe-feuerwerk.jpg\"><img ALIGN=\"right\" ALT=\"karlsruhe-feuerwerk.jpg\" SRC=\"http:\/\/www.operapoint.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/karlsruhe-feuerwerk.jpg\" \/><\/a>Zu Vater Oberholzers sechzigstem Geburtstag werden die letzten Vorbereitungen getroffen. Tochter Anna und K\u00f6chin Kati wollen ein St\u00e4ndchen einstudieren, das vom Klingeln der ankommenden G\u00e4ste immer unterbrochen wird. \u00dcberraschend taucht auch der verschollen geglaubte Onkel Alexander auf, der sich mittlerweile Obolski nennt. Dieser und seine Frau Iduna (welcher ganz nebenbei die m\u00e4nnlichen G\u00e4ste sehr zugeneigt sind) ziehen mit einem Zirkus durch die Welt, wovon Anna sofort begeistert ist. In der allgemeinen Emp\u00f6rung \u00fcber Annas Wunsch, zum Zirkus zu gehen, \u201everpufft\u201c die \u00dcberraschung  von Onkel Fritz: ein Feuerwerk. Nun f\u00fchrt Obolski seine Nichte in die Welt des Zirkus ein. Die Onkels treten als Clowns auf, die Tanten als fleischfressende Raubkatzen. Annas Geliebter, der G\u00e4rtner Robert, ist nicht begeistert von dieser neuen Zirkuswelt. Er will viel eher mit Anna eine Familie gr\u00fcnden. Nachdem Iduna unter vier Augen Anna von den Schattenseiten der Zirkuswelt berichtet, trifft diese die Entscheidung, bei ihrer Familie zu bleiben und Onkel Obolski verl\u00e4\u00dft mit seiner Frau die Familie.<br \/>\n<strong>Auff\u00fchrung<\/strong><br \/>\nF\u00fcr das Feuerwerk wurde der Karlsruher Saal in eine Manege verwandelt in welcher das Publikum auch zu beiden Seiten Platz nehmen kann. Der Orchestergraben ist verschwunden, die Musik spielt hinter dem Ort des Geschehens. In der Mitte steht ein gro\u00dfer E\u00dftisch sowie einige M\u00f6bel im Stil der 50er Jahre und ein Konzertfl\u00fcgel. Daneben hat in einem Sessel w\u00e4hrend der ganzen Vorstellung Gro\u00dfmutter Oberholzer Platz genommen. Wie im Zirkus tritt die Verwandtschaft paarweise in die Manege, jeder mit individuellen Charakterz\u00fcgen: Onkel Fritz in bayrisch-b\u00e4uerlicher Manier mit einer lauten groben Stimme, Onkel Gustav ist von seinem Leiden gezeichnet, w\u00e4hrend Onkel Heinrich humpelnd und geistig etwas zur\u00fcckgeblieben erscheint. Zum Ende des ersten Aktes erlebt das Publikum ein kleines, echtes Feuerwerk. Nach der Pause wird beim bombastischen Hokuspokus-Fidibus der Saal in helles Licht getaucht, das Publikum (oder im Saal sitzende Statisten?) wird zur Polonaise in die Manege eingebunden. Bei Roberts Wunsch nach Haus und Kindern schwebt im Hintergrund ein beleuchtetes H\u00e4uschen \u00fcber die B\u00fchne. Onkel Gustav erscheint bei seinem letzten Auftritt als Clown in einer Schaukel \u00fcber dem Orchester schwebend.<br \/>\n<strong>S\u00e4nger und Orchester<\/strong><br \/>\nDer Spa\u00df am Singen und Musizieren war allen Darstellern anzumerken. Orchester und Solisten meisterten die technisch nicht allzu anspruchsvolle, aber sehr gef\u00fchlvoll komponierte Musik Paul Burkhards anstandslos, im Tutti wie auch in den Solostellen f\u00fcr Violine oder Violoncello. So gaben <strong>Berit Barfred Jensen<\/strong> (Anna) und <strong>Gideon Poppe<\/strong> (Robert) gesanglich wie schauspielerisch ein \u00fcberzeugendes Liebespaar ab, dem <strong>Kirsten Blaise<\/strong> (Iduna) oder auch <strong>John Pickering<\/strong> (Onkel Fritz), <strong>Walter Donati<\/strong> (Onkel Gustav) und <strong>Ks. Tero Hannula<\/strong> (Onkel Heinrich) bei ihrem O mein Papa in nichts nachstanden.<br \/>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\nEine sehr unterhaltsame und gut inszenierte Auff\u00fchrung, bei welcher der Zuschauer f\u00fcr etwas mehr als zwei Stunden nochmals in die Welt der 50er Jahre eintauchen kann. Bei dieser Inszenierung wurde an Hokuspokus und \u00dcberraschungen nicht gespart. Eine Zugabe h\u00e4tte das Publikum nach seinem tosenden Applaus eigentlich verdient gehabt. Da\u00df beim Betreten des Zuschauerraumes Clowns mit Hupen Programme verkaufen und die Zuschauer mit Konfetti bewerfen, mag manchen erheitern. \u00dcbrigens: Dem Programm ist eine rote Plastiknase zugef\u00fcgt \u2013 Abwechslung ist garantiert!<br \/>\nDaniel Rilling<\/p>\n<p>Bild: Jacqueline Krause-Burberg<br \/>\nDas Bild\u00a0zeigt: Kirsten Blaise (Iduna), Gideon Poppe (Robert), Berit Barfred Jensen (Anna) und Armin Kolarczyk (Obolsky)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Paul Burkhard (1911-1977), Musikalische Kom\u00f6die in drei Akten nach einem Lustspiel von Emil Sautter; UA: 16. 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